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S

Schwarzes-Leben
Gast

Hallo an alle Gleichgesinnten,



die Ängstlich-vermeidende-Persönlichkeitsstörung, scheint wohl im Gegensatz zu anderen psychischem Störungen, einen sehr hohen Seltenheitsgrad zu besitzen.
Meine Threads zu dieser Thematik, werden nur von wenigen Usern angelaufen.
Dabei ist die Ängstlich-vermeidende-Persönlichkeitsstörung, noch wesentlich breiter, und auch vollkommen tiefer gehend, als die Soziale Phobie.
Die Ängstlich-vermeidende-Persönlichkeitsstörung, ist auch häufig eine Ko-Morbidität, von dem ADHS, Borderline,.........................
Wissenschaftlich betrachtet, lässt sich die ÄVPS nicht beseitigen, sie kann nur nach vielen Jahren Therapie, nur sehr wenig gelindert werden.
Auch große Rückfälle, sind nicht ausgeschlossen.
Depressionen, Zwänge, und auch andere Persönlichkeitsstörungen, sind sehr häufig Begleiter von der Ängstlich-vermeidenden-Persönlichkeitsstörung.
Wer darunter leidet, muss sehr viele Einschränkungen im Leben deswegen ertragen, und er muss auch von vielen Wünschen und Träumen Abschied nehmen.
Man kann und wird im Leben, nicht mehr viel erreichen können, weil die Ängstlich-vermeidende-Persönlichkeitsstörung, einem dazu quasi zwingen wird, sher vieles unterlassen zu müssen.
Ich hoffe doch nun, vielen Usern diese eine Persönlichkeitsstörung, einmal ein kleines näher gebracht zu haben, und auch auf diese Persönlichkeitsstörung, irgendwo einmal Aufmerksam gemacht zu haben.
Selbst auf Youtube, findet man über die Ängstlich-vermeidende-Persönlichkeitsstörung, nur sehr wenig Material darüber, aber die Sozial Phobie, wird immer am meisten aufgegriffen.
Die seelische Vulnerabilität, die damit zusammen hängt, findet immer nur schriftlich, eine kleine Randerwähnung, und auch die Hypersensibilität wird dabei immer nur sehr selten
einmal mit angeschnitten.
Es scheint wohl das die Ängstlich-vermeidende-Persönlichkeitsstörung, nur gegenüber anderen Persönlichkeitsstörungen, sehr selten vorkommt ?



Dankeschön für Eure Kenntnisnahme.













LG Schwarzes-Leben

23.05.2024 x 1 #1


57 Antworten ↓
A

Avalon
Gast

Hi Schwarzes-Leben,
Zitat von Schwarzes-Leben:
schaue Dir dazu einmal die Berichte von Fachexperten an, die sich mit Persönlichkeitsstörungen, lange beschäftigt haben.
Dazu gesellen sich dann meist auch noch andere Faktoren, die meist auch nicht entfernt werden können.

Ich finde es gar nicht mal so sinnvoll sich zu viel mit Persönlichkeitsstörungen im Allgemeinen zu beschäftigen, und die Berichte von Fachexperten sind für uns Laien auch nicht unbedingt immer wirklich verständlich und hilfreich, da uns ja die dafür notwendige psychologische Ausbildung fehlt. Zudem gehört die ÄvPS eher zu den weniger erforschten Angststörungen, so dass ich zumindest hin und wieder meine Zweifel habe, ob diese Fachexperten immer so richtig liegen?
Problematisch finde ich auch, dass man als Mensch unbewusst dazu neigt nur nach Bestätigung der eigenen Meinung/Überzeugung zu suchen, so dass man in solchen Fachberichten vielleicht unbewusst immer nur nach Bestätigung sucht, dass man die ÄvPS nicht überwinden kann, weil man in Wahrheit Angst davor hat wirklich entsprechend am eigenen Denken, Fühlen und Verhalten arbeiten zu müssen.

Persönlich beschäftige ich mich schon seit ca. 9 Jahren mit sozialen Ängsten, habe sogar schon rückblickend gute Fortschritte gemacht (die aller meisten davon alleine, ohne professionelle Hilfe, da meine Ängste und die Scham dies nicht zuließen), von der meine Therapeutin sogar sehr beeindruckt ist. Durch meine eigene Erfahrung mit diesen massiven sozialen Angstproblemen bin ich inzwischen skeptischer, was die Meinung von Fachexperten angeht - besonders weil diese Menschen in der Regel selbst nie diese Probleme gehabt haben, und sich daher immer nur aus 2. Hand damit beschäftigen.


Zitat von Schwarzes-Leben:
ADHS
Hypersensibilität
Eine seelische Vulnerabilität
Extreme Schüchternheit
Intovertiertheit

Ich habe die persönliche Erfahrung gemacht, dass zumindest Hypersensibilität bzw. die seelische Vulnerabilität eher ein Symptom bzw. eine Begleiterscheinung der Angststörung sind, und mit dem Rückgang der Ängste von allein zurückgehen. Auch die Probleme mit der Aufmerksamkeit und die Konzentrationsprobleme lassen sich durch die Angststörung selbst erklären, und lassen sich durch den Abbau der Angstprobleme ebenfalls wieder normalisieren.
Extreme Schüchternheit ist bei genauer Betrachtung nur ein extremes Sicherheitsverhalten, und lässt sich auch abbauen, ist also nicht wirklich genetisch.
Introvertiertheit ist rein grundsätzlich betrachtet nur eine Charakereigenschaft, die durch soziale Ängste verstärkt werden kann, aber ansonsten nichts mit sozialen Ängsten zu tun hat, da es durchaus viele introvertierte Menschen gibt, die weder schüchtern noch sozial Ängstlich sind - ihr Denken und Fühlen richtet sich nur eben mehr nach innen. Man müsste beim Betroffenen erst einmal sehen, wie introvertiert er wirklich ist, oder ob er durch den Abbau von Ängsten und entsprechenden sozialen Kontakten doch noch mehr aus sich heraus kommt? Letztlich geht es aber bei einer möglichen Heilung eben nicht darum, dass man versucht aus einem introvertierten Menschen einen extravertierten zu machen - es geht nur darum ein gesundes Mittelmaß zu finden, auch weil Introvertiertheit durchaus eine Stärke sein kann.

Zitat von Schwarzes-Leben:
Eine ÄVPS kann auch von Borderline oder von anderen Persönlichkeitsstörungen mit ausgehen.
Die Genetik gibt zu alle dem die Bereitschaft dazu anfällig dafür zu sein, das gilt für alles was ich aufgezählt habe.
Wie soll das jetzt grundsätzlich möglich sein, die ÄVPS ganz zu beheben ?

Mich interessieren andere Persönlichkeitsstörungen nicht besonders, weil ich mich nur auf meine eigenen Angstprobleme konzentriere, und die werden eben nur von der "normalen" ÄvPS beschrieben.

Ich gehe davon aus, dass man rein grundsätzlich die ÄvPS vielleicht gar nicht zu beheben versuchen sollte, sondern dass man nur lernen sollte den Umgang mit ihr viel bewusster, konstruktiver, achtsamer, verständnisvoller usw. zu gestalten, so dass sie von ganz alleine an Bedeutung verliert, zurück gehen kann, und ausheilen kann.
Und hier zählt für mich vor allem meine persönliche Erfahrung mit diesen Angstproblemen, die im Vergleich zu früher um gefühlte über 90% nachgelassen haben.
Ich bin inzwischen auch längst nicht mehr so anfällig bzw. sensibel wie früher, auch weil mein Umgang mit diesen Ängsten inzwischen völlig anders ist - wesentlich gelassener und achtsamer.
Dies ist in etwas so wie mit meinen Angst bedingten Depressionen, unter denen ich früher lange Jahre sehr gelitten habe und dir mir dann fast das Leben gekostet hätten. Inzwischen verstehe ich die Funktionsweise dieser Depressionen von damals so gut, das es für mich einfach keinen Sinn mehr machen würde überhaupt noch die Energie aufzuwenden, um depressiv zu werden - weil ich weiß, dass es mir nicht weiter helfen würde. Und so ist es auch mit meinen Angstproblemen, die ich beispielsweise inzwischen gar nicht mehr bewerte - sie sind halt momentan da. Auch empfinde ich keinerlei Leidensdruck mehr, weil ich keinen Sinn mehr darin sehe mir so etwas anzutun, da es mir nicht weiter helfen würde. Auch die körperlichen Angstsymptome, die für mich früher so ein großes Problem waren, sind für mich inzwischen einfach irrelevant geworden, weil ich inzwischen verstanden habe, warum sie da sind und welche Funktion sie haben, und dass es keinen Sinn macht darum ein Drama zu machen - je gelassener man sie akzeptiert und achtsam zulässt, um so weniger Bedeutung haben sie, und so verschwinden sie irgendwann von ganz alleine. Ich musste dabei dann die Erfahrung machen, dass körperlich Angstsymptome eigentlich nur so wichtig für Betroffene sind, weil sie daran die Stärke ihrer Ängste ablesen können, aber im Grunde kommt die Angststörung auch ohne diese körperlichen Symptome aus, weil sie ja eigentlich auf ein viel tiefer liegendes Problem im Denken und Fühlen zurückgeht.
Ich denke, dass man man solche Dinge wie Akzeptanz und Achtsamkeit lernen, und wirklich verinnerlicht sollte, so dass man aus diesen Angstproblemen kein übergroßes Problem mehr macht. Zudem ist es wohl auch wichtig, dass man lernt sehr konstruktiv mit diesen Angstproblemen umzugehen, so dass man immer wieder nach anderen Möglichkeiten sucht, wie man mit ihnen umgehen könnte. Sehr hilfreich finde ich es auch, wenn man sich immer wieder Elemente bzw. Symptome der Angststörung vornimmt, um deren Funktion genauer zu erforschen, weil vieles bei genauer und wertungsfreier Betrachtung erstaunlich logische Funktionen hat, und eigentlich nur die momentan beste mögliche Lösung für ein unlösbar erscheinendes Problem darstellt - bewussteres Nachdenken und mehr Erfahrung kann dann helfen mehr Verständnis für das gewohnte verhalten zu entwickeln und bessere Strategien zu finden.

Und letztlich geht es auch um die Frage, was Heilung bsw. das Beheben einer ÄvPS überhaupt bedeuten würde?
Mit Sicherheit sieht die Heilung einer ÄvPS am Ende anders aus, als sich dies der Betroffene unter dem Einfluss von Leidensdruck, Angst vor der Angst usw. all die Jahre vorgestellt hat.
Am Ende steht keine völlige Angstfreiheit, einfach weil Nichtbetroffene eben auch ihre Ängste haben und sogar hin und wieder mal schüchtern sein können.
Auch wird man nicht völlig selbstbewusst sein, weil eben Nichtbetroffene auch ihre Unsicherheiten haben.

29.09.2015 11:23 • #25


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ÄVPS ist selten

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Avalon
Gast

Zitat von Reenchen:
Das finde ich nicht ganz richtig. Es mag auf den borderline Typ zutreffen und Menschen mit dissoziativen oder narzistischen Störungen sind davon auch betroffen, allerdings sind z.B. schizoide Persönlichkeiten von Mitmenschen völlig befreit (liest sich komisch, ist aber so), denn sind sie das nicht, werden Phobien schnell ein Thema.

Kann sein, dass es nicht ganz richtig ist, weil ich mich wegen meiner eigenen sozialen Angststörung vor allem für die ÄvPS interessiere, und ich es nur so in einem Buch gelesen habe. Für mich war dabei auch nur die Erkenntnis wichtig, dass es solche Spielchen gibt, und leider auch die Einsicht, dass ich gelegentlich tatsächlich auch zu solchen mit meiner Angst in Zugsamenhang stehenden manipulativen Spielchen neige, durch die ich indirekt herausfinden möchte, ob mich andere Menschen mögen oder nicht.

Zitat von Reenchen:
... und letztlich ist die Frage überhaupt, wo die Persönlichkeit aufhört und die -störung anfängt.

Dies ist für mich auch immer eine sehr wichtige Frage, aber worauf ich selbst bisher keine richtige Antwort finden konnte.
Ich versuche dazu immer jedes Element meiner eigenen sozialen Angststörung mit dem zu vergleichen, was man halbwegs als normal ansehen könnte, ohne dabei so wie früher irgendwelchen Idealvorstellungen nach zu hängen. Dann versuche ich auch zu verstehen, warum dies bei mir so anders ist und welche Funktion diese Ängste bei mir haben?
Persönlich interessiert mich dann auch, was eigentlich bei einer Heilung passieren würde?
Wäre dies dann der Tod meiner bisherigen gewohnten Angst geprägten Persönlichkeit, und wie sähe dann meine Persönlichkeit aus, und wäre ich dann noch ich?
Ich selbst habe nämlich meine ehemals sehr extreme sozialen Angststörung schon so deutlich abbauen können, dass ich inzwischen fast frei von den alltäglichen sozialen Ängsten und deren Symptomen bin. Ich weiß sogar, dass eine Heilung möglich wäre, aber genau dies hat bei mir zu einer starken Blockade geführt, die schon seit einigen Jahren alle weiteren Fortschritte blockiert und sabotiert. Diese Blockade hängt aber auch damit zusammen, dass mein eigenes Leben sehr stark von diesen Ängsten geprägt und ruiniert wurde, so dass jeder weitere Schritt zu viele Veränderungen bedeuten würde, wo ich nicht weiß, ob ich dies überhaupt möchte?

28.09.2015 17:55 • #21


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R
Kann es vielleicht daran liegen, daß die ängstlich-vermeidende PS noch seltener isoliert auftritt?

x 1 #2


M
Ich glaube, dass es eine höhere Dunkelziffer geben könnte. Oftmals wird diese ÄVPS nicht erkannt bzw diagnostiziert. Bzw. gehen viele Betroffene erst gar nicht deshalb zum Arzt.

#3


S
Hallo Reenchen, und Mathias T,



Dankeschön für Eure Antworten.



ich hege die reine Vermutung, das die Ängstlich-vermeidende-Persönlichkeitsstörung, sehr häufig als eine schwere Soziale Phobie fehlinterpretiert und auch fehldiagnostiziert wird.
Dabei ist die Ängstlich-vermeidende-Persönlichkeitsstörung, von dem Schweregrad her wesentlich, schwerer überlappender und Facettenreicher als wie die Soziale Phobie das im eigentlichem Sinne ist.
Sie umfasst, permanent Berufliche und Private Aspekte.
Sie schränkt das ganze Leben eines Betroffenen, sehr stark ein, und Sie entsteht meist in der frühen Kindheit, und verläuft dann chronisch.
















LG Schwarzes-Leben

#4


R
Zitat:
ich hege die reine Vermutung, das die Ängstlich-vermeidende-Persönlichkeitsstörung, sehr häufig als eine schwere Soziale Phobie fehlinterpretiert und auch fehldiagnostiziert wird.

Ich schrieb ja bereits, daß eine ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung selten isoliert auftritt. Es scheint bei Persönlichkeitsstörungen immer Überlappungen zu Phobien zu geben. Da Phobien leichter zu behandeln sind als Persönlichkeitsstörungen, wird der Phobie vermutlich mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Bei Persönlichkeitsstörungen im Allgemeinen wird in letzter Zeit auch der Aspekt beachtet, daß als Störung nur angesehen wird, wenn ein Krankheitswert oder Leidensdruck des Betroffenen zum Tragen kommt und Phobien entwickelt werden.
Ich habe das Thema bzgl. einer anderen Persönlichkeit/-störung auch schon mal gewälzt.

#5


S
Hallo Reenchen,



Dankeschön für Deine Antwort.



Also ich bin, von dem öffentlichem Material dieser Materie, nicht so ganz sicher, ob eine Ängstlich-vermeidende-Persönlichkeitsstörung, eine Soziale Phobie
entwickeln kann, weil jene ja schon um ein sehr großes Kaliber größer ist, als die Soziale Phobie an sich.
Du hast Dir eine große Mühe gemacht und auch gegeben, weil Du sehr viel darüber nachgelesen hast.
Persönlichkeitsstörungen, lassen sich kaum beheben es sei den, die Persönlichkeitsstörung, wäre nur sehr leicht ausgeprägt.














LG Schwarzes-Leben

#6


R
Die Frage ist aber auch, ob man hinter einer Persönlichkeit überhaupt eine Störung ausmachen kann. Wenn jemand eine ängstlich-vermeidende Persönlichkeit hat, sich also auch nicht daran erinnern kann, sie nicht gehabt zu haben, sondern sich gar nicht anders kennt, so kann das vielleicht von Außen als eine Persönlichkeitsstörung wahr genommen werden, jedoch empfindet die betroffene Person gar nicht so. Also die Frage ist, wo fängt es an, als Störung überhaupt wahrgenommen zu werden. Und genau da ist das Problem, denn offtmals treten Leidensdruck oder Krankheitswert da zutage, wo die soziale Kompetenz und Interaktion eingeschränkt oder nicht vorhanden ist. Letzteres eben dann als eine Form der sozialen Phobie, zu dem man weitläufig alle Ängste in der Öffentlichkeit zählen könnte, also auch die Angst in der Öffentlichkeit zu Erröten, zu Erbrechen, Hände zu schütteln, nicht angepaßt zu sein usw.
Therapieren kann man Persönlichkeiten genau so wenig, wie Persönlichkeitsstörungen - man kann aber sich daraus entwickelnde Ängste mildern.

#7


S
Hallo Reenchen,



Dankeschön für Deine Antwort.



Das ist alles sehr kompliziert, und man könnte sehr lange darüber Debattieren.
Auch wissenschaftlich gäbe es da auch noch andere Faktoren, die bei der Beobachtung der Ängstlich-vermeidenden-Persönlichkeitsstörung, häufig mit zusammen auftreten.
Hypersensibilität, und eine schnelle Vulnerabilität ( sich schnell gekränkt, fühlen ).
Nun müsste man mit dabei, für alle Fälle, auch den Neurostoffwechsel, Hormonstatus, und die Schilddrüse mit einbeziehen, um möglicher Weise, dort schon auf eine
Anomalie schließen zu können.
Das ist mir auch klar, das die NORMALEN, das als eine Persönlichkeitsstörung ansehen würden, nur für den Betroffenen, ist dieses dann ja eigentlich normal.
Durch die sehr schweren Einschränkungen, würde dann das ganze extrem auffallen, und diesen Menschen der dann darunter leidet, zwingen wird Hilfe aufzusuchen.
Nur wo sind nun ganz genau die Grenzen, die Schulmedizin teilt das dann immer in das ICD ein und auf.















LG Schwarzes-Leben

#8


R
Zitat:
Nur wo sind nun ganz genau die Grenzen, die Schulmedizin teilt das dann immer in das ICD ein und auf.

Es gibt nationale (ICD) und internationale (DSM) Aufteilungen der Persönlichkeitsstörungen. Zusammengefaßt wurde das in einer Cluster-Einteilung. Also der Schlüssel ICD 10, zu F 60 Persönlichkeitsstörungen. Vielleicht hast du dir die Cluster-Übersicht mal angesehen.
Hier finde ich das sehr schön beschrieben. http://www.therapie.de/psyche/info/inde ... eufigkeit/

Zitat:
Das ist alles sehr kompliziert, und man könnte sehr lange darüber Debattieren.
Ja, das könnte man wohl. Vielleicht meldet sich ja noch jemand, der zu deinen Fragen etwas beisteuert.

Grüße

#9


S
Hallo Reenchen,



Dankeschön für Deine Antwort.



Ich persönlich hege Zweifel daran, ob solche Einteilungen wie, ICD oder DSM, die ja von Menschen ausgedacht worden sind, um diese ganzen Persönlichkeitsstörungen,
einzuordnen.
Den jeder Mensch der unter einer Persönlichkeitsstörung leidet, wird damit Quasi ( Abgestempelt ).
Ich würde es sehr begrüßen, wenn sich noch andere User hier zu Wort melden würden, die zu diesem Thema, etwas wissenschaftliches beisteuern könnten.
Ich habe zu diesem Thema, auch noch viele Fragen, die ich noch nicht beantwortet bekommen habe.















LG Schwarzes-Leben

#10


shg-admos
Ja, leider muss man sich wohl irgendwie mit der ÄVPS arrangieren, so schwer das auch ist. Aber: Genau wie bei Borderline z.B. ist es dennoch möglich seinen eigenen Weg zu finden und ein erfülltes Leben mit Familie, Freunden, Arbeit etc. zu leben, glaubt mir es geht (ich habe selbst eine ÄVPS in Kombination mit einer SP). Hatte ne tolle Therapie in Bad Bramstedt gemacht, danach war alles viel besser (ok, hat natürlich ne ganze Weile gedauert).
Ich will mit diesem Post etwas Mut machen, den Schlüssel haben wir selber in der Hand.

#11


S
Hallo shg-admos,



Dankeschön für Deine Antwort.



Ja ich weis wo Du warst, ( Schön-Kliniken ). Smile
Die sollen ja einen sehr guten Ruf haben, was diese Thematik anbelangt, nur meine Frage an Dich wäre nun folgende.
" Wird dort ausschließlich, also zur Unterstützung nur mit Psychopharmaka geholfen, oder haben die dort auch alternative Hilfen, z.B. Homöopathie, oder TCM " ?
Ich bin Kassenpatient, und hätte dort nur ein Recht auf ein Zweibettzimmer, nur mit der ÄVPS, würde ich das nicht aushalten, mit einer fremden Person, auf einem Zimmer zu sein.
Ich hatte die Schön-Klinik, schon einmal deswegen angeschrieben.














LG Schwarzes-Leben

#12


Z
Ich musste 50 werden,um zu erfahren, dass es für mein eigenartiges Verhalten und die Gefühle, die dahinterstecken, einen Namen gibt. Aber ich glaube nicht, dass es diese Persönlichkeitsstruktur nur selten gibt.

#13


B
Wo genau liegt jetzt der unterschied zu einer sozialen phobie?

#14


A
Zitat von Brauni:
Wo genau liegt jetzt der unterschied zu einer sozialen phobie?

Darüber streiten sich selbst die Experten, weil der Übergang von der Sozialen Phobie zur ÄvPS kaum wirklich klar abgrenzbar ist.
Dies führt dann auch dazu, dass Betroffene oft eine Doppeldiagnose bekommen.
Manche Experten sind sogar der Meinung, dass man diese beiden Angststörungen gar nicht so sehr voneinander unterscheiden sollte, und sprechen dann lieber von sozialer Angststörung oder von einer schweren generalisierten Sozialen Phobie. Zudem ist die ÄvPS keine typische Persönlichkeitsstörung, weil sie beispielsweise kaum ein Spielverhalten beinhaltet, dass bei anderen Persönlichkeitsstörungen eben sehr typisch ist, durch das Betroffene beispielsweise bestehende Beziehungen auf seltsame Weise testen. Von allen Persönlichkeitsstörungen ist die ÄvPS sogar die, die am wenigsten "gestört" ist.

Wenn man es aber unterscheiden möchte, dann sind es vor allem:
- die starke Generalisierung, also die extrem hohe Anzahl von Angstsituationen, dagegen haben Soziale Phobie Betroffene eher weniger und klar eingrenzbare Angstsituationen
- der Schwergrad, die Ängste sind also sehr viel ausgeprägter, und durchziehen stark die gesamte Persönlichkeit des Betroffenen
- die starken Funktionseinschränkungen, also die Auswirkungen auf die Lebensführung, Beruflichenwerdegang, Partnersuche usw. des Betroffene ist sehr stark ausgeprägt
- die starke Therapieresistenz, da sich solche Ängste mit normalen Therapien kaum therapieren lassen
- der überdurchschnittliches Angststress, der bei vielen Betroffenen überdeutlich zu erkennen ist
- dysfunktionale Selbstschemata stehen im Zentrum der Angststörung, also beispielsweise die Überzeugung irgendwie nicht okay bzw. wertlos zu sein, wovon sich dann die Unsicherheiten und Ängste ableiten, weil andere Menschen erkennen könnten, dass man nicht okay ist, und einen dafür anlehnen könnten

#15


R
Zitat:
Zudem ist die ÄvPS keine typische Persönlichkeitsstörung, weil sie beispielsweise kaum ein Spielverhalten beinhaltet, dass bei anderen Persönlichkeitsstörungen eben sehr typisch ist, durch das Betroffene beispielsweise bestehende Beziehungen auf seltsame Weise testen.

Hallo Avalon,
kannst du das bitte näher erklären? Ich verstehe das nicht.

Grüße

#16


B
Mir wurde nämlich auch eine soziale phobie diagnostiziert, zudem eine panikstörung.

Einige deiner genannten punkte treffen auch auf mich zu. Interessehalber spreche ich mal mit meiner psychologin darüber. Selbst kann man sich eigentlich nicht ganz so gut einschätzen manchmal, meiner meinung nach.

#17

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A
Hi Reenchen,
Betroffene mit einer Persönlichkeitsstörung neigen dazu ihre Mitmenschen auf bestimmte Weise zu manipulieren, um beispielsweise Aufmerksamkeit zu bekommen oder zu prüfen, ob andere einen mögen oder nicht, so machen manche Borderliner wohl gerne ein gewisses Drama, dass andere Menschen dann kaum verstehen können und wo runter ihre Mitmenschen dann sogar leiden können.
Betroffene mit ÄvPS neigen dagegen weniger zu solchen manipulativen Spielchen zu spielen, auch weil dies Aufmerksamkeit erzeugt, die ja eher vermeiden möchten.
Wenn Betroffene mit ÄvPS spielen, dann meist in der Richtung, dass sie sich so verhalten: "Ich bin ja so schüchtern, möchtest du nicht die Initiative übernehmen?" oder "Du musst dir schon mehr mühe geben, um mich aus meiner Höhle zu locken!". Dabei sagen sie dies natürlich meist nicht, sondern deuten es eben nur durch ihr Verhalten usw an, so dass sie andere Menschen dazu manipulieren sich entsprechend zu verhalten.

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R
Zitat:
Betroffene mit einer Persönlichkeitsstörung neigen dazu ihre Mitmenschen auf bestimmte Weise zu manipulieren, um beispielsweise Aufmerksamkeit zu bekommen oder zu prüfen, ob andere einen mögen oder nicht, so machen manche Borderliner wohl gerne ein gewisses Drama, dass andere Menschen dann kaum verstehen können und wo runter ihre Mitmenschen dann sogar leiden können.

Das finde ich nicht ganz richtig. Es mag auf den borderline Typ zutreffen und Menschen mit dissoziativen oder narzistischen Störungen sind davon auch betroffen, allerdings sind z.B. schizoide Persönlichkeiten von Mitmenschen völlig befreit (liest sich komisch, ist aber so), denn sind sie das nicht, werden Phobien schnell ein Thema.
Es gibt keine 'typische' Persönlichkeitsstörung, es gibt nur Typisches für eine Persönlichkeitsstörung unter vielen und letztlich ist die Frage überhaupt, wo die Persönlichkeit aufhört und die -störung anfängt.

Grüße

x 1 #19


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Dr. Reinhard Pichler
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