Hey, Karl67.
Ich denke, der erste Zeitpunkt, wo man bei mir wirklich von einer Angsterkrankung reden konnte, war um meinen 8./9. Geburtstag rum. Da bin ich kurz vor meinem Geburtstag von einer Schaukel gefallen und war eine Zeit lang zu Hause. Als ich dann wieder zur Schule gehen sollte, funktionierte dies nicht, weil ich Angstattacken bekam, wenn ich nur an Schule dachte.
Ich war vorher aber auch schon ein ziemlich introvertiertes Mädchen, das immer Angst hatte, jemandem auf die Füße zu treten. Mobbing war auch mein Leben lang mit von der Partie. Man spielte mir schon als Kind des Öfteren übel mit, sodass ich nachvollziehen kann, dass mein Kopf sich irgendwann sagte: "So, jetzt REICHTS!". Ich bin mir bis heute unschlüssig darüber, warum ich von der Schaukel gefallen bin. Kennt ihr noch, wo man als Kind versucht hat, mitten im hohen Schaukeln von der Schaukel abzuspringen? Wer das konnte war cool. Einmal wollte ich das machen, war gerade im Absprung, als ich glaubte, einen Schubs von hinten zu spüren, ich mich instinktiv festhielt und dann auf die Erde krachte. Erst dachte ich, es ist nichts passiert, doch später hatte ich Kopfschmerzen und habe mich erbrochen. Also wohl eine kleine Gehirnerschütterung. Und deswegen blieb ich eine Weile zu Hause. Selbst heute bin ich mir nicht sicher, ob dieser Schubs tatsächlich da war oder nicht. Aber als ich mich umdrehte, nachdem ich hingefallen war, lief da eines der Mädchen, das mich immer so gerne mobbt, hinter der Schaukel lang. Vielleicht ist da etwas in mir zerbrochen, was ich nicht mehr zusammen zu setzen vermag.
So habe ich mit den Jahren immer weiter fleißig Misserfahrungen gesammelt, und meine Angst hat sich mit jedem Jahr verschlimmert. :/
Ist keine wirklich schöne Geschichte. Ich hoffe, ich habe euch nicht den Tag verdorben.

Liebe Grüße, Kathi.