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Hallo,
bin neu hier und leide seit 15 Monaten unter starkem Schwindel (mal schwankend, dann drehend), hinzu kommen ständig neue Beschwerden wie Herzrasen, Zittern, Benommenheit, Ohnmachtsgefühl etc.
Habe zig Untersuchungen hinter mir (MRT;CT; EKG...)
mit diversen Befunden (es könnten die Ohren sein, Migräne, die Halswirbelsäule, die Psyche). Nur helfen kann mir irgendwie niemand.
Wie habt ihr gelernt damit umzugehen bzw. wann und wie habt ihr
erkannt, daß es eine Angsterkrankung ist?
Ich weiß nicht mehr weiter und habe auch bald keine Kraft mehr zu kämpfen, da jeder Tag erneut großer Kraftanstrengung bedarf.
Schaffe es vor Schwindel derzeit nicht mal mehr zum Einkaufen.

13.10.2009 10:19 • 21.10.2009 #1


8 Antworten ↓


Christina
Hallo Rollo,

wenn Du organische Befunde hast, ist es nicht primär eine Angsterkrankung. Dann solltest Du diesen Befunden erstmal nachgehen bzw. die Symptome auch von organischer Seite angehen.

Trotzdem hast Du anscheinend aufgrund der Symptome auch Angst entwickelt. Weil sich das aber mit organischen Beschwerden vermischen dürfte, würde ich an Deiner Stelle einen Psychotherapeuten suchen, der sich nicht nur mit Angst auskennt, sondern auch mit Psychosomatik. So einen könntest Du Dir vom Neurologen oder Psychiater empfehlen lassen. Oder Du bemühst Dich gleich um eine stationäre Behandlung in einer psychosomatischen Fachklinik. Das fände ich besser, weil Deine Krankheitsgeschichte noch nicht sooo alt und chronifiziert ist und weil Du in einer Klinik ständig interdisziplinär behandelt wirst. Da dürften die Chancen am größten sein, organisch von psychisch und unabänderlich von therapierbar zu unterscheiden.

Hier ist man übrigens auf Schwindel spezialisiert.

Liebe Grüße
Christina

13.10.2009 11:48 • #2



Angsterkrankung?

x 3


Hallo Christina,
danke für die schnelle Antwort. Es ist wirklich schwierig für mich zu erkennen, was ist organisch und was nicht. Und bei neuen unbekannten
Symtomen kommt dann die Angst.
Eine Therapie hatte ich schon angefangen, mein Therapeut hat mir jedoch noch nach 15 Sitzungen nur gesagt, ich soll mehr entspannen.
Hat mir gar nicht weitergeholfen. Die Idee mit der kombinierten Therapie
ist gut, nur sind gute Therapeuten scheinbar schwer zu finden.
Ein Klinikaufenthalt ist schwierig umsetzbar, da ich meinen schulpflichtigen Sohn versorgen muß und hier keine Familie zur Unterstützung habe, aber dies würde mich sicherlich am besten weiterbringen.

13.10.2009 12:00 • #3


Zitat von rollo:
Hallo,
bin neu hier und leide seit 15 Monaten unter starkem Schwindel (mal schwankend, dann drehend), hinzu kommen ständig neue Beschwerden wie Herzrasen, Zittern, Benommenheit, Ohnmachtsgefühl etc.
Habe zig Untersuchungen hinter mir (MRT;CT; EKG...)
mit diversen Befunden (es könnten die Ohren sein, Migräne, die Halswirbelsäule, die Psyche). Nur helfen kann mir irgendwie niemand.
Wie habt ihr gelernt damit umzugehen bzw. wann und wie habt ihr
erkannt, daß es eine Angsterkrankung ist?
Ich weiß nicht mehr weiter und habe auch bald keine Kraft mehr zu kämpfen, da jeder Tag erneut großer Kraftanstrengung bedarf.
Schaffe es vor Schwindel derzeit nicht mal mehr zum Einkaufen.


so war es vor 7j. auch bei mir!
über das "mädchen" magazin habe ich - nach vielen untersuchungen - ein thema über die "kranke angst" gelesen und das meim arzt gezeigt und ihm so klar gemacht was ich habe
leider habe ich dann 5j. lang nichtsnützige therapeuten gehabt die es eher noch schlimmer machten...

habe dann ein klasse buch bekommen (kann dir den titel über pn schreiben wenn willst) in dem ich dann erst mal lesen konnte was man machen muss...
so konnte ich auch vor nem jahr meine richtge thera finden

du brauchst verhaltenstherapie bei ängsten
und lass bitte erst mal die finger von medikamenten weg. mir hat man es auch eintrichtern wollen das ich es ohne nicht schaffe usw... aber ich habe es geschafft!

20.10.2009 15:54 • #4


Hallo heeexe,

vielen Dank für deine Nachricht. Ich freue mich für dich, daß du Hilfe gefunden hast und wäre dir für deinen Buchtip dankbar (muß mich allerdings noch schlau machen, wie es mit der pn funktioniert.)
Habe Donnerstag einen Termin bei einer neuen Therapeutin und hoffe, sie ist gut. Bin schon immer kurz davor, mir Medis verschreiben zu lassen, da ich bald keinen anderen Ausweg mehr sehe. Mir fehlt die Kraft! Hast du den Weg mit Verhaltenstherapie und Konfrontation geschafft?
Wäre dir für einen Rat dankbar.

20.10.2009 16:51 • #5


Hey,

ich werde bald (sofern der Antrag genemigt wird) in eine Reha gehen. Da kann ich zum Glück meine 1 1/2 Jährige Tochter mitnehmen.

Ich hoffe sehr das mir da geholfen werden kann. Schade das das für dich nicht in Frage kommen kann.
Vielleicht eine Tagesklinik?

Ich drück dir die Daumen, dass deine neue Therapeutin dir helfen kann!

20.10.2009 20:14 • #6


ja der weg, also verhaltenstherapie und konfrontation ist eigendlich der einzige um die sache auch in den griff bekommen zu können.... ist zwar echt hart aber es ist zu schaffen
sagen wir mal so, ich bin noch nicht am ziel aber kurz davor . bin durch die therapie jetzt wieder soweit das ich den tag normal anfangen kann und meine kleinen ziele ohne probleme schaffe und eine große attacke eher jetzt seltenheit ist...

Das Buch:
"Arbeitsbuch Ängste & Phobien" von Edmund J. Bourne.
Schritt-für-Schritt-Übungen und Meditationen zum Umgang mit Panik, negativen Selbstgesprächen, falschen Glaubenssätzen und Angst auslösenden Körperzuständen

Das "Arbeitsbuch Ängste & Phobien" ist ein praktischer und leicht verständlicher Leitfaden für jeden, der mit Panikattacken, sozialen Ängsten, Agoraphobie und anderen spezifischen Ängsten zu kämpfen hat. Das Buch kann sowohl als Selbsthilfeprogramm als auch therapiebegleitend angewandt werden. Der erfahrene Angst-Therapeut Edmund J. Bourne hat in diesem Werk äußerste Gründlichkeit mit einer leserfreundlichen Sprache und aktivierenden Mitmach-Übungen zu einem einzigartigen Instrumentarium der Selbsthilfe vereint.

ich bin seeehr begeistert über das buch und ist jetzt nach meiner therapie (wurde leider nicht mehr verlängert) jetzt mein therapeut auf blatt

20.10.2009 22:50 • #7


Hallo heeexe,

danke für den Buchtipp, werde mir das Buch gleich bestellen und
wieder anfangen mit Konfrontationsübungen. Ist halt nur so schwer, wenn es einem ganz schlecht geht. Aber ich weiß, man muß halt jeden neuen Tag dagegegen ankämpfen!
Liebe Grüße
rollo

21.10.2009 10:27 • #8


Zitat von rollo:
Hallo heeexe,

danke für den Buchtipp, werde mir das Buch gleich bestellen und
wieder anfangen mit Konfrontationsübungen. Ist halt nur so schwer, wenn es einem ganz schlecht geht. Aber ich weiß, man muß halt jeden neuen Tag dagegegen ankämpfen!
Liebe Grüße
rollo


ja es ist sehr schwer...aber es ist zu schaffen! und vor einem jahr hätte ich niemals gedacht das ich sowas mal sage
der therapeut wird mit dir pläne erstellen wie z.b. ein wochenplan in dem alle deine aufgaben stehen die so anfallen und auch die aufgaben was die konforontation angeht...und das in klein klein schritten
so sieht du was du schaffen willst und es ist übersichtlich und am ende der woche kannst du (hoffendlich) stolz drauf gucken und dir sagen "ja das habe ich geschafft"... und wenn es am anfang nur eine konfrontation in der woche ist, ist ok´.

21.10.2009 11:47 • #9




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