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Hallo ihr Lieben,

und zwar habe ich mal eine frage an alle, die Psychotherapien machen. Ich hole erst mal kurz aus, dass man versteht, worum es mir geht:

Ich bin wegen meinem Unfall (wurde als Fußgängerin angefahren und habe ziemliche Angst vorm Straßenverkehr) zu einem Psychotherapeuten. Ich hatte bis jetzt ein paar Vorgespräche bei ihm und er macht die Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie. Jetzt ist es so, dass er alles in Zusammenhang mit meiner Vergangenheit stellt. Ich frage mich, ob das dann wirklich die passende Behandlungsform ist? Ich sehe keinen Sinn darin über meine Kindheit zu reden, wenn ich jetzt und hier akut Angst habe eine Straße überqueren zu müssen.


Daher meine Frage, hat hier jemand schomal die oben beschriebene Therapie durchgemacht? Was wird da genau ergründet? Ich habe gelesen, dass es noch andere Therapien gibt (Verhaltenstherapien etc.)? Wer dazu was sagen mag/kann, ist auch sehr sehr gerne eingeladen, dies zu tun. Ich würde gerne Einblicke in die verschiedenen Formen bekommen.

Denn ich frage mich ernsthaft, ob das nicht die falsche Wahl für mich ist. Ich will das Trauma aufarbeiten und nicht drüber grübeln, ob meine Eltern irgendwas in meiner Erziehung falsch gemacht haben. Oder sehe ich das zu eng? Ich habe jetzt auch einen Frageboge mitbekommen, in dem allerlei Sachen drin stehen, ob meine Eltern das gemacht haben Ähm, ich will über eine Straße gehen können.... ?

08.01.2015 16:08 • 10.01.2015 #1


12 Antworten ↓


Schlaflose
Bei dir liegt ja ein konkreter Anlass vor, dass du Ängste entwickelt hast. Ich würde mal sagen, dass dabei eine tiefenpsychologische Therapie keinen Sinn macht. Die hilft eher in Fällen, wo erstmal herausgefunden und aufgearbeitet werden muss, woher Ängste kommen. Für dich wäre eine Verhaltenstherapie oder vielleicht eine Traumatherapie geeignet.

08.01.2015 17:10 • #2



Welche Psychotherapie ist die "passende"?

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Tintenklex
Hallo Adama!

Ich glaube auch nicht das dir eine Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, da viel weiter hilft.
Im allgemeinen glaube ich ist eine Verhaltenstherapie ganz sinnvoll.
Da wird eher an deiner jetzigen Situation gearbeitet, Strategien entwickelt usw. um damit besser klar zu kommen.
Ich hab auch eine gemacht war ganz ok.

Guck doch einfach mal so nach Verhaltnstherapie im Internet, gibt es einiges.

LG. Tintenklex

08.01.2015 17:22 • #3


Ich schließe mich meinen Vorrednern an. Deine Angst wurde durch ein konkretes Erlebnis ausgelöst und das kann man sehr gut in einer Verhaltenstherapie beseitigen. Eigentlich wundert mich es, dass der Psychologe das nicht gesagt hat und die Therapie nicht von vorne herein abgelehnt hat.

08.01.2015 18:20 • #4


panier22
Ich bin der selben ansicht wie die anderen... verhaltenstherapie ist denk ich da am sinnvollsten. kann allerdings auch nur etwas zu der verhaltenstherapie sagen... du lernst dort mit deinen ängsten umzugehen und wie du dich denen am besten stellst. auch wenn es nur stück für stück ist...

lg

08.01.2015 18:29 • #5


Celestine
Verhaltenstherapie ist gut. Aber auch Deine Posttraumatische Belastungsstörung sollte beachtet werden. Ein guter Therapeut sollte das sehen und wissen und auch fit darin sein. Ein reiner Analytiker ist da fehl am Platze. Hier wären Techniken wie EMDR oder EFT angebracht, um das Trauma aufzulösen. Dies in Kombination mit einer Verhaltenstherapie würde Dir bestimmt helfen! An erster Stelle steht aber die "Chemie" zwischen Dir und dem Therapueten. Die muss stimmen, sonst ist ein Erfolg fraglich.

08.01.2015 22:07 • #6


Hallo ihr Lieben,

vielen dank für eure Antworten. Das baut sehr auf

Also bis jetzt waren es immer nur Vorgespräche mit dem Therapeuten, die Ebene war ganz gut. Nur ich merke, dass es jetzt in eine Richtung geht, die ich nicht unbedingt einschlagen möchte. Viel lieber hätte ich Verhaltensstrategien, wie ich mich in den Angstsituationen verhalten kann/muss. Ich habe meinen Therapeuten jetzt eine Nachricht auf dem AB hinterlassen, weil ich ihn nicht erreicht habe, und hab ihm meine Bedenken geschildert. Weil noch ist nichts beantragt.

Danke auch für die Hinweise mit den Techniken EMDR und EFT und der Traumatherapie. Nur leider, ist das immer Selbstzahler und ich weiß nicht, wie ich bei der gegnerischen Versicherung begründen kann, wieso ich diese Therapieform brauche und nicht einfach eine "Krankenkassen"-Threapie mache Das ist immer so ein Berg an Arbeit mit der gegn. Versicherung, da fühlt man sich immer gleich so eingeschüchtert

09.01.2015 12:02 • #7


Hast du keinen Anwalt der sich um Schadenersatz, Schmerzenzgeld etc. kümmert ? Normalerweise kann der das mit der Versicherung klären. So läuft es jedenfalls bei mir, alles was die gegnerische Versicherung angeht egal ob den Personen- oder Sachschaden betreffend geht über meinen Anwalt. Ich bekomm dann immer nur irgendwann schreiben von denen das gezahlt wurde.

09.01.2015 13:36 • #8


Hallo nicowersonst,

so ist es bei mir auch. Rechnungen für Zuzahlungen etc. schicke ich immer meinem Anwalt und der reicht das alles weiter. Nur bei der Therapie scheint irgendwie ein Unwissen oder Missverständnis zu herrschen, was mir selbst eben nicht ganz klar ist.

Ich weiß jetzt nicht genau, ob Traumatherapie jetzt von der KK übernommen wird (in dem Fall müsste man keine Ansprüche an die gegn. Versicherung stellen), oder nicht? Eine "normale" Verhaltenstherapie wird ja bei kassenzugelassenen Ärzten ja von der KK übernommen. Mein Anwalt meinte mal, wenn ich jetzt eine Selbstzahler-Threapie machen wollen würde, müsste mir irgendwer (ein Arzt oder sonst wer, das hat er nicht genauer definieren können) bestätigen, dass ich genau das machen solle. Aber mein Hausarzt meinte, er hätte soetwas noch nie gehört. Jetzt bin ich ehrlich gesagt, recht verunsichert, mein Anwalt meinte dann, dass es eben sein kann, dass die gegnerische Versicherrung sich dann weigert und sagt "Hätte sie mal eine Kassen-Therapie gemacht", oder so ähnlich...

Ich kenne mich in dem ganzen Bereich nicht aus und ich kriege von allen Seiten immer irgendwelche Halb-Sachen zu hören und jah... Schmerzensgeld ist eigentlich soweit erstmal geregelt, zwar noch nicht abschließend (folgen ja noch mindestens eine Op), aber kamen schon einige Zahlungen. Von daher scheint die gegn. Versicherung ganz ok zu sein. Aber diverse Abstriche hat sie trotzdem gemacht. Daher weiß ich nicht, wie das ist mit der Zahlung einer Selbstzahler-Threapie..

Ich hab jetzt einige kassenzugalssene Therapeuten (mit Traumatherapie) angeschrieben, erreiche sie per Telefon nicht. Und habe meinen Fall geschildert, vielleicht können die mir dann genauer sagen, was Kassenleistung ist und was nicht....

09.01.2015 14:01 • #9


Du hast ja die Möglichkeit, sofern es nicht möglich ist kurzfristig einen Kassenzugelassen Therapeuten zu bekommen, bei deiner Krankenkasse die Kostenübernahme eines " Privattherapeuten" zu beantragen. Hierzu musst du ihnen nachweisen, dass die Kassentherapeuten momentan keinen Platz für dich und deine benötigte Therapieform haben. Vielleicht ist das eine Möglichkeit für dich.

09.01.2015 15:41 • #10


Celestine
Hallo Adama,
also eine "Traumatherapie" in diesem Sinne gibt es so nicht. Aber Techniken wie EMDR und EFT werden natürlich von KK bezahlt, es gibt viele Therapeuten mit Kassenzulassung, die damit arbeiten. Du bist ja wirklich ein klassischer Fall einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS), dies ist zumindest meine Meinung, beim Lesen Deiner Beiträge bisher. Daher ist ja auch ganz offensichtlich, dass Deine Probleme von diesem Erlebnis stammen und nicht von Geschichten aus der Kindheit etc. Wenn Du noch in den Vorgesprächen bist, kannst Du das noch alles in Ruhe klären und Dir ggf. einen Thera suchen, der sich auf PTBS spezialisiert hat oder es zumindest im Repertoire hat

10.01.2015 00:47 • #11


Hallo ihr beiden,

danke für eure Antworten, ihr habt mir nervlich echt geholfen

Also ich habe mal nach Therapeuten gesucht, die EMDR/EFT anbieten. Aber das sind ganz oft Heilpraktiker, Private und die anderen paar wenige Kassenzugelassene haben keine Plätze frei. Hab auch bei "normalen" Verhaltenstherapie nachgefragt, da ist ziemlich viel dicht. Es ist echt zum Verrückt werden. Weiß jemand wie viele Absagen man schriftlich sammeln und der KK einreichen muss? Ich telefoniere am Montag mit der KK, aber ich hätte es gerne mal so grob gewusst 5/10/20? Überprüfen die das überhaupt? Ich verstehe nicht so ganz, wo der Sinn in so einer Liste ist? Telefonieren die das ab oder warum muss man das machen?

10.01.2015 21:43 • #12


Celestine
Ich meine es sind 6, bin mir aber nicht sicher. Das kann Dir bestimmt die KK sagen. Du solltest bei Deinen Überlegungen auch vielleicht in Betracht ziehen, evtl. einige Stunden selbst zu zahlen (falls das für Dich realisierbar ist), Sowohl EFT als auch EMDR sind Dinge die relativ zeitnah wirken, vor allem dann, wenn das auslösende Ereignis in der nahen Vergangenheit liegt. Dann hättest Du erstmal eine Akuthilfe und kannst entspannter auf einen Therapieplatz bei einem kassenzugelassenen Therapeuten warten.

10.01.2015 21:47 • #13



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