Moin
👋 zu dem gestern noch
Zitat von Cbrastreifen: Stimmt, ich hatte dann keine Zeit riesige Erwartungsängste aufzubauen. Das konnte ich früher meisterhaft. Aber das allein ist es auch nicht, man muss auch die Stabilität für den Schritt haben, der nun kommt, sonst kann es auch traumatisch werden.
Ja das ist richtig, wenn man der Erfahrung am Ende nicht gewachsen ist, sie überwältigend ist, ist das auch nicht gut und hinterlässt auch keine gute Erinnerung.
Zitat von Cbrastreifen:Wir sind ja bis heute Wesen, die sich an Erzählungen orientieren.
Irgendwie schon.
🤔 Zitat von Cbrastreifen: Alles geht durch das Ich, wird von ihm verwurstet und daher ist es ungeheuer schwer von Ich wirklich loszulassen. Das Ich tut den ganzen Tag nichts anderes, als die Illusion, dass es existiert zu nähren und daher kommt uns das auch nicht schräg, sondern vollkommen normal vor.
Ok, also in den Träumen ist es irgendwie auch klar, dass das Ich da noch was zu verarbeiten hat.
Im traumlosen Schlaf ist es vielleicht mal anders, aber da ist ja dann eher nichts ,was was wahrnimmt. Oder unbewusst vielleicht dann doch.
Zitat von Cbrastreifen: Es ist aus diesem Grund sehr schwer zu verstehen, was vom Ich loszulassen wirklich heißt, Es geht nicht darum, sich etwas zurück zu halten und nicht in der Vordergrund zu spielen. Erfährt man aber, was es heißt, hat man augenblicklich keine Lust mehr dazu.
Das wäre nur Kontrolle, das Muster mehr oder weniger zu bedienen, ja. Aber es bleibt prägend und bestimmend.
Zitat von Cbrastreifen: Klar, unsere Kultur ist eine andere, wir wissen also weder wie, noch warum wir das tun sollten
Ja. Der Dalai Lama hatte auch mal gesagt, es wäre besser, wenn jeder so bei seinem eigenen Hintergrund bleibt.
Der westliche Buddhismus ist schon etwas speziell. Also was für Westler geschaffenes, was vielleicht mit dem Ursprung weniger zu tun hat. Westler haben z B auch so ne Grundwahrnehmung von Ich/Polarität, die nicht automatisch da sein müsste.
Zitat von Cbrastreifen: Die größte Schwierigkeit, die ich damit hatte oder habe ist, dass der Weg aus dem Ich im Grunde auch eine radikale Entsagung oder Absage an die Welt ist, während die karmischen Reste eben verlangen, dass sie gelebt werden. Vermutlich ist die goldene Mitte die, inmitten der Neigungen das Thema zu beenden, psychologisch ist es ja auch so. Dem Wiederholungszwang widersteht man, indem man noch einmal mit einem alten Muster konfrontiert wird und es dann nicht mehr anziehend findet.
Ja, die Lust verlieren etwas zu bedienen. Nicht Trotz, nicht Enttäuschung, einfach nur - der Ofen ist aus in der Richtung.
Schon interessant. Also wann man noch gegen was kämpft und wann es einfach nicht mehr richtig präsent und relevant ist.
Zitat von Cbrastreifen: Ein Weg ist sicher, sich immer wieder klar zu machen, dass man in den Moment kommen kann, zur serh reduzierten Erfahrung dessen, was hier und jetzt eigentlich gerade (der Fall) ist.
Ja, da ist ein Fokus. Oder man kann so das Gefühl haben man läuft wie in so einem Aquarium mit Deckel rum. Was man erst weiß, wenn man da nicht mehr ist. Dann kann natürlich auch die nächste Illusion kommen, der nächste Kontext
🤷♀ Zitat von Cbrastreifen: Da ich seit geraumer Zeit aber auch die gewöhnliche Verankerung des Ich in seiner momentanen Umgebung infrage stelle, versuche ich immer wieder die Entidentifikation von Ich und Welt, wenigstens für kurze Momente hinzubekommen, indem ich mich allein mit der Tatsaceh verbinde - oder sie mir vergegenwärtige - dass ich (jetzt gerade bin/existiere, ohne das mit etwas aus Körper, Gedanken, Gefühlen oder Außenwelt zu verbinden.
Das klingt interessant. Ist ja im Prinzip Meditation oder? Also beobachten, alles ziehen lassen, nicht anhaften...
Zitat von Cbrastreifen: Der beste Umgang damit soll sein, es zu nehmen und die Wellen zu beruhigen, wenig zu reagieren, woweit das möglich ist. Natürlich ist man immer wieder Ich und wird immer wieder in die Welt gerissen, das Ich wird definiert als etwas, was die beständige Tendenz hat, sich mit Welt (dazu gehören auch Gedanken, Gefühle, Wille, Körper ...) zu verbinden.
Ja, es ist aber auch manchmal verlockend da was aufzunehmen und sich da abzuarbeiten.
Mich wundert, was da eigentlich fraszinierend ist?
Ist das sowas wie man will da was gewinnen oder ne Art Spieltrieb?
Vermeintlicher Machtgewinn?
Zitat von Cbrastreifen: Für mich ist es Karma, was auch immer noch kommen mag und gestern Abend hatten wir wieder so eine Begegnung mit einer alten Dame, die ich zufällig im Rollstuhl an der Ampel aufgelesen habe, sie wollte zu einem Konzert im Park, ich auch, also nahm ich sie mit. Wir plauderten, ich sagte, um ihr die Angst zu nehmen, ich Krankenpfleger sei, was sich dann ereignete, an Dialog und Kreuzung der Wege, Neigungen und Bekanntschaften, zwischen ihr, meiner Freundin und mir, war für uns alle extrem ungewöhnlich, wir saßen am Ende bis tief in die Nacht in ihrer Wohnung und tauschten unsere Lebensgeschichten aus.
Klingt wieder wie so ne Jakobswegsgeschichte. Wenn man ganz offen ist und offene Leute trifft.
Eher abseits, nicht mehr mittendrin. So Begegnungen kenn ich wenn ich iwo einsam wander oder nachts im Wald.
Da kann man die Welt anders sehen. ^^ Oder mal so ganz neue Verflechtungen bekommen.
Zitat von Cbrastreifen: Irgendwie scheint das Thema mit meinen Ängsten noch in dieser Inkarnation gelöst werden zu sollen, also gebe ich mich hin, weil es so wohl am schnellsten geht, die Angebote kommen dann reihenweise. Tja, ich werde es vielleicht berichten.
Klar wenns sich richtig anfühlt und du dich dem gewachsen fühlst (nicht überschwemmt).
Mal schauen was dann kommt.