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Feuerschale
Zitat von hereingeschneit:
Warum sagt man denn, dass das Leben im Hier und Jetzt stattfindet? Weil die Freude über kleine Dinge sonst untergeht, wenn man immer alles kontrollieren und bestimmen möchte. Wer kann den Himmel genießen, wenn er doch eigentlich gedanklich damit beschäftigt ist den morgigen Arbeitstag zu planen?

Wer kann die Gefühle des Hundes wahrnehmen, wenn man noch dem Himmel "nachtrauert"?

Danke 🍀

Da ist viel dran...das einlassen und offen sein vs das erwarten / steuern / festhalten...

x 1 #1041


Feuerschale
Mir ist gerade noch was eingefallen...wenn es so um Veränderung und Transformation geht, also egal ob jetzt innen oder außen.

Weil auf der Arbeit und auch innerlich (Wechseljahre, Therapiearbeit) oder auch bei Leuten so in meinem Alter und ähnlicher Situation merk ich dass sich immer was tut so an Änderungen und dass da altes auf neues trifft, und das kann Konflikte oder Ungeduld erzeugen.

Da gibt's im Buddhismus so ein Bild dass sich ein Seidentuch im Dornengestrüpp verfangen hat. Und man kann das jetzt rausziehen und zerreißt sehr vieles ( nicht empfohlen).

Oder man kann hingehen es ruhig und bewusst betrachten, es verstehen und eher langsam lösen.
Mehr so mit Geduld. So im Prozess.
Vielleicht mit ner Art Liebe und Verständnis auch.

Weil man weiß ja auch nicht, was man sonst alles auch am Strauch den Wurzeln und den Früchten kaputt macht, wenn man zu doll zieht.

Man kann trotzdem zum Ziel kommen, mehr so im Fluss.
Und kontrollieren kann man eh nicht alles, da scheint Ungeduld nicht viel zu bringen.

@Cbrastreifen kennst du das Bild auch oder ist das sogar eher so angelehnt von so neueren Buddhismus Esoterik Lehrern?
Du meinst ja du würdest dich mehr so allem überlassen, aber wie war das in der Zeit wo mehr so Bindungen da waren, zb eine Situation wie Pflege der Eltern?

x 2 #1042


A


Diskussionen & Gedanken, die euch bewegen?

x 3


C
Zitat von Feuerschale:
kennst du das Bild auch oder ist das sogar eher so angelehnt von so neueren Buddhismus Esoterik Lehrern?
Du meinst ja du würdest dich mehr so allem überlassen, aber wie war das in der Zeit wo mehr so Bindungen da waren, zb eine Situation wie Pflege der Eltern?

Nein, ich kenne das Bild nicht, finde es aber ganz schön.

Ich habe noch immer intensive Bindungen, ich versuche nur mehr, mich dem was kommt nicht mehr in den Weg zu stellen. Es war auch keine bewusste Entscheidung, vielmehr passierten eine Menge unerwarteter Dinge in meinem Leben und ich habe dann irgendwann einfach aufgehört, das noch kontrollieren oder verstehen zu wollen.

Als ich mich dem geöffnet habe, lief vieles besser, auch in dem Sinne, dass viele Symptome verschwanden, auch solche, die schon sehr alt waren.

Was ich darüber hinaus zu lösen versuche, ist die Bindung an das Ich und damit auch an die Welt, in dem Sinne, wie ich das schon zu erläutern versuchte: da Ich zu finden versuchen, wobei es bei mir besser klappt, bei reinen Sein zu bleiben, d.h. mir bewusst zu sein, dass ich bin und die anderen Identifikationen abprallen zu lassen.

Manchmal kann ich beobachten, was da ankommt und ob ich die Neigung habe, mich darauf zu stürzen. Aber es sind, wie es in den Texten heißt, endlose Wellen und man muss sich immer und immer wieder bewusst machen, dass man einfach nur ist ... usw.

Sich einfach dem was kommt zu überlassen ist eine ergänzende 'Technik', das Ich gibt seine Widerstände auf, also im besten Fall, auf das ist ein langer, harter Ritt.

x 2 #1043


Feuerschale
wollt nur noch ergänzen, weil mit Psychologie hast du es ja glaub ich nicht so @Cbrastreifen
und haben sich ja schon andere beschwert dass da zuviel Psychologie ist und man die Fachbegriffe nicht versteht.

Also bei dem Thread da --> stammkneipe-zum-lichtblick-f119/wie-geht-es-dir-aktuell-t135055-16450.html#p3871703
mit den Begriffen Hysterie/ Neurose mein ich die Sachen vom Riemann "Grundformen der Angst"
https://de.wikipedia.org/wiki/Grundform...,%E2%80%9C
Ganz interessant, wurde auch bei uns im Studium durchgekaut.

Und dann hatte ich noch das mit der DR / DP immer mal erwähnt, das kennt man ja als Laie oder wenn man selber wenig mit Therapie macht nicht so, da meinte ich das:
https://www.traumazentrum-durbach.de/tr...onssyndrom
Das andere, ja, hat die Suche zu lange gedauert und ist jetzt auch nicht so wichtig.Und außerdem muss ich auch mal gucken, wie ich meinen inneren Kindergarten (also Stimmungen, Drama und so) auf die Reihe kriege, das nervt iwie. 🙄

#1044


C
Zitat von Feuerschale:
wollt nur noch ergänzen, weil mit Psychologie hast du es ja glaub ich nicht so
und haben sich ja schon andere beschwert dass da zuviel Psychologie ist und man die Fachbegriffe nicht versteht.

Doch, ich hab es sehr mit Psychologie. Mehr als mein halbes Leben bade ich in dem Thema, aus so ziemlich allen Richtungen, die man sich denken kann.

Zitat von Feuerschale:
Und dann hatte ich noch das mit der DR / DP immer mal erwähnt, das kennt man ja als Laie oder wenn man selber wenig mit Therapie macht nicht so, da meinte ich das:

Danke. Ist mir vertraut, auch wenn ich selbst noch keine DR/DP hatte, insofern frage ich immer gerne, die Betroffene das erleben. Den link finde ich auch hilfreich.

Zitat von Feuerschale:
Das andere, ja, hat die Suche zu lange gedauert und ist jetzt auch nicht so wichtig.Und außerdem muss ich auch mal gucken, wie ich meinen inneren Kindergarten (also Stimmungen, Drama und so) auf die Reihe kriege, das nervt iwie.

Bei mir ist das auch immer wieder wellenweise.

x 1 #1045


NeonPixie
Zitat von Feuerschale:
Viel Erfolg. 🍀 Bestenfalls zentriert sich alles ein bisschen. Ja, denke schon. Wenn Menschen zusammentreffen, gehen wohl immer iwelche Spiegelungen los. Beim Therapeuten ist das die Übertragung, aber ich denke in halbwegs engeren und häufigeren Kontakten passiert das auch. Menschen können so ne ...

Also bzgl. BDSM kann ich nur abraten, sich da in was Krasses zu stürzen, sei es Praxis oder Beziehung, wenn da gerade noch nicht viel Erfahrung ist. Da kenne ich so einige weibliche und männliche Kandidaten, die es dann so lange unterdrückt haben und dann, meist nach einer Trennung oder sowas, mal so richtig durchstarten wollten, nur um dann sehr schnell überfordert zu sein. Gerade bei intensiven Praktiken sollte man sich langsam steigern, so wie man auch keinen Marathon aus dem Stand läuft.

#1046


Saina91
@NeonPixie

Du kennst Dich ja ganz schön aus🙈

x 1 #1047


Feuerschale
Zitat von NeonPixie:
Also bzgl. BDSM kann ich nur abraten, sich da in was Krasses zu stürzen, sei es Praxis oder Beziehung, wenn da gerade noch nicht viel Erfahrung ist. Da kenne ich so einige weibliche und männliche Kandidaten, die es dann so lange unterdrückt haben und dann, meist nach einer Trennung oder sowas, mal so richtig ...

hab da irgendwie grad den Faden verloren 🤔 worauf von mir sich die Antwort bezieht.

Ist aber auch nicht mein Thema. Ich hatte immer ganz klassische Beziehungen.

Beim anderen war nur ein theoretisches Reinschnuppern und ich hatte da (für mich) das Gefühl, dass sich das auf psychische Schwächen und Missbildungen aufbaut, die ich für mich auf gar keinen Fall unterstützen will,
sondern ich mag was gesundes aufbauen.

#1048


NeonPixie
Zitat von Feuerschale:
hab da irgendwie grad den Faden verloren 🤔 worauf von mir sich die Antwort bezieht.

In dem zitierten Beitrag schreibst du weiter unten:

Zitat:
Alle zwei drei Jahre taucht bei mir auf, ob ich nicht vielleicht doch so ne krasse Beziehung leben müsste oder wollte, wie so im BDSM Bereich, ohne dass ich mich da je gefunden hab und je weiter ich da konkreter gehe, umso mehr denk ich da neeeeeiiiiin, das bin ich doch gar nicht, umso mehr wird mir wieder klarer, nee das sind meine erlebten Prägungen, Traumen, die ich aber NICHT willentlich fortleben mag. Ab und an geht das wieder spazieren in mir, es kommt ne diffuse Sehnsucht und 1000 Fragen auf. Aber die jetzige Frage ist wieder beantwortet.

x 1 #1049


Feuerschale
Zitat von NeonPixie:
In dem zitierten Beitrag schreibst du weiter unten:

aso danke.
Ja da hatte ich das auch beschrieben, Gedankenspiel ja, vor allem wenn ich wohl weit von mir weg bin und eh down.
Aber Praxis nein, würde mir nicht gut tun, brauche ich nicht.

hatte glaub ich auch schonmal so ne sch. Erfahrung ausm Internet beschrieben...da war einer, der so zerstörerische Beziehung wollte also auch Gew.phantasien gegen Frauen hatte und der einem schon den Willen einredete, man wär geeignet als sein Sub....ja klar fress mich auf oder was? 🤔

Unglaublich was sich auch für kranke Gestalten in der Szene rumtreiben.
Nicht auf Konsens gehen und ungefragt grenzüberschreitend sein und mehr ist für mich ein absolutes Nogo.
Da könnte ich in meinem Gehirn und Seele wieder nur k*tzen. Sowas greift auch in ein altes Trauma.
Aber ich fokussiere es nicht, bringt ja nix.

x 1 #1050


NeonPixie
Zitat von Feuerschale:
aso danke. Ja da hatte ich das auch beschrieben, Gedankenspiel ja, vor allem wenn ich wohl weit von mir weg bin und eh down. Aber Praxis nein, würde mir nicht gut tun, brauche ich nicht. hatte glaub ich auch schonmal so ne sch. Erfahrung ausm Internet beschrieben...da war einer, der so zerstörerische Beziehung ...

Wo ich dir zustimme, ist, dass es einige Leute gibt, die ihre problematischen Tendenzen versuchen über den BDSM-Bereich zu positionieren. Da sei aber ganz explizit auf die beiden zentralen Konzepte Safe, sane, consensual (SSC) und Risk-aware consensual kink (RACK) hingewiesen.

Was mir immer auffällt, ist, dass solche toxischen Personen sich besonders in Nicht-BDSM-Kontexten aufhalten und dort versuchen andere Personen mit wenig Erfahrung für vermeintlichen BDSM zu rekrutieren. In Gemeinschaften mit Bewusstsein wie BDSM wirklich funktionieren oder zumindest sollten werden solche Personen meist schnell enttarnt.

Auffällig auch, wie sehr der Anteil an Männern dann meist deutlich abnimmt, besonders Männer mit bestimmten Verhaltensmustern...

Wenn du dich bei der ganzen Sache unwohl fühlst, dann ist das ein wichtiges Zeichen, auf das du hören solltest. Was du ja schon tust!

x 2 #1051


Feuerschale
Zitat von Zitat von NeonPixie:
Und was hat das denn bitte mit einem armen, außgestoßenen Tier zu tun? Ist diese entmenschlichende Sprache notwendig?

sorry da musste ich lachen, das ist glaub ich schon alleine ein sprachliches MIssverständnis. 😄
"das arme Tier haben" ist hier bei uns in der Provinz ein Ausdruck, dass es einem elend geht,
meist so nach ner Enttäuschung wenn man mit großen Hoffnungen iwo hin gesegelt ist oder sowas und dann auf die Fr. gefallen.Hat nix mit entmenschlichter Sprache zu tun.
Und für die political correctness haben wir ja noch das Admin team. 👍

Für sich etwas werten nach Erfahrung wie passt es zu einem ist was völlig anderes als über andere herzuziehen.
Ist ja nunmal so dass du gerade mit dem Thema Sex und wie frei usw sehr präsent bist, und da kann ich ja mein EIGENES dazu schreiben. Kommt halt nicht bei jedem Thema Zustimmung und Einvernehmen bei raus, normal.
Für manche sind Sachen sogar Trigger, und dann ist es eben nicht imemr alles schön zu empfinden oder nach irgendwers Vorstellung!

Vielleicht auch mit ner Message, bleib mir damit vom Leibe oder fang nicht an mich damit zu missionieren, egal ob in aller Vernunft und mit allen "ist doch schön und normal"s.

Aber meine Message ist nicht:iiih was machen denn da andere.
Zitat von NeonPixie:
Abstoßend finde ich dann doch schon etwas hart und wertend formuliert. Was ist an einvernehmlichem, schönen Sex bitte abstoßend?

Wertend alleine für mich....meine Erfahrung auswertend und was ich rausfand was mir gut tut und was nicht oder was Vollkatastrophe ist. Nicht mehr und nicht weniger.

x 1 #1052


NeonPixie
Zitat von Feuerschale:
sorry da musste ich lachen, das ist glaub ich schon alleine ein sprachliches MIssverständnis.
"das arme Tier haben" ist hier bei uns in der Provinz ein Ausdruck, dass es einem elend geht,
meist so nach ner Enttäuschung wenn man mit großen Hoffnungen iwo hin gesegelt ist oder sowas und dann auf die Fr. gefallen. Weiß nicht wie ich es genauer ausdrücken soll....

Hat nix mit entmenschlichter Sprache zu tun.
Ich selber hab aber nix dagegen, den Menschen auch in manchen Dingen als Säugetier zu sehen und ich sehe Tiere nicht als minderwertig oder so. Aber abwerten was andere tun, das brauch ich nicht.

Den Ausdruck kenne ich tatsächlich nicht. Insoweit war es sicherlich ein Missverständnis. Gestand ich ja auch schon ein.

Der Mensch ist genau genommen auch ein Tier. Da ist er biologisch schon sehr deutlich kartiert und positioniert worden. In der Rhetorik werden solche Tier-Vergleiche meist aber deutlich zur Abwertung oder gar Entmenschlichung verwendet. Daher auch meine verwunderte Reaktion.

x 1 #1053


Feuerschale
Zitat von NeonPixie:
Den Ausdruck kenne ich tatsächlich nicht. Insoweit war es sicherlich ein Missverständnis. Gestand ich ja auch schon ein. Der Mensch ist genau genommen auch ein Tier. Da ist er biologisch schon sehr deutlich kartiert und positioniert worden. In der Rhetorik werden solche Tier-Vergleiche meist aber deutlich zur ...

jepp du schriebst im anderen Thread es ist "wohl" ein Missverständnis. Was für mich irgendwie noch den Raum offen lässt- nein eher nicht. Ich nutze keine Tiervergleiche wie ein N*zi oder so.

Ich denke wir verstehen uns irgendwie nicht und ich werde dir aus dem Weg gehen. Bin mir noch nichtmals sicher, ob du ne 'KI sein könntest, weiß man im Inet ja nie. Nur - es passt halt nicht.

x 1 #1054


NeonPixie
Zitat von Feuerschale:
Für sich etwas werten nach Erfahrung wie passt es zu einem ist was völlig anderes als über andere herzuziehen.
Ist ja nunmal so dass du gerade mit dem Thema Sex und wie frei usw sehr präsent bist, und da kann ich ja mein EIGENES dazu schreiben. Kommt halt nicht bei jedem Thema Zustimmung und Einvernehmen bei raus, normal.
Für manche sind Sachen sogar Trigger, und dann ist es eben nicht imemr alles schön zu empfinden oder nach irgendwers Vorstellung!

Vielleicht auch mit ner Message, bleib mir damit vom Leibe oder fang nicht an mich damit zu missionieren, egal ob in aller Vernunft und mit allen "ist doch schön und normal"s.

Aber meine Message ist nicht:iiih was machen denn da andere.

Ich kann dir ehrlich gesagt nicht ganz folgen. Ich weiß auch nicht, warum wir jetzt hier was, was ich schon eingeleitet hatte, auf einmal in einem ganz anderen Faden besprechen. Ich nehme an, hier geht irgendeine emotionale Reaktion ab, die ich gerade nicht ganz nachvollziehen kann.

Falls ich es da zwischen den Zeilen richtig verstanden habe: Ich habe dich nie auch nur zu einer einzigen konkreten sexuellen Handlung aufgefordert und erst recht nicht gedrängt. Es tut mir leid, falls ich mich da je missverständlich ausgedrückt haben sollte. Ich verbitte mir hier aber auch Falschunterstellungen.

Die Nennung einer gesunden und notwendigen menschlichen Tätigkeit stellt keine Missierung dar.

Wenn du wünschst, halte ich mich aber gern vollständig von dir fern.

#1055


NeonPixie
Zitat von Feuerschale:
jepp du schriebst im anderen Thread es ist "wohl" ein Missverständnis. Was für mich irgendwie noch den Raum offen lässt- nein eher nicht. Ich nutze keine Tiervergleiche wie ein N*zi oder so. Ich denke wir verstehen uns irgendwie nicht und ich werde dir aus dem Weg gehen. Bin mir noch nichtmals sicher, ob ...

Oha. Selbst hier um Verständnis bitten und der Autistin sagen, sie sei eine KI. Nungut.

Aber damit ist meine Frage aus dem letzten Beitrag auch geklärt. Ich habe dich jetzt durch die Forensoftware auf ignoriert gesetzt.

#1056


Feuerschale
Super Idee. Wäre mir auch zu mühselig und wenig effektiv mMn auf die rhetorischen Fails da einzugehen 👍

#1057

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Feuerschale
Davon unabhängig denke ich über das Thema "Beziehung" nach.
Beziehung ausleben oder Sexualität ausleben - was ist daran "natürlich" und was ist daran kulturell geprägt.

Ich persönlich denke, ein ganz großer Teil ist kulturell beeinflusst und geprägt.
Egal ob jetzt - für unsere westliche Welt tradtionell, monogam....oder auch romantisch....oder auch das freiheitliche Modell der "freien Liebe"....sprich...das ausleben wie wo was man will....wenn es gut läuft mit Einverständnis.

Ich sehe nichts davon als natürlich gegeben an....es ist alles eine Art von Konzept.
Sei es jetzt Ehen im Beisein eines Hohepriesters oä und Sex. als religiöser Akt....oder Ehen nur um Kinder zu gebären...
sei es das romantische Ziel...von nur Du und Ich und eine Art Heimat, zumindest bis zum Tode.
Oder auch ich hab Sex mit egal wem egal wann weils mir gut tut....Ich glaube nicht, dass Sexualität ohne Moral funktioniert.Ich denke dass halbwegs entwickelte Tiere da auch eine Moral haben, wann sie warum mit wem "interagieren".

Ich sehe da die Vielfalt an Modellen und sehe daran nichts besseres und nichts schlechteres.
Ich bin in keiner anderen Kultur aufgewachsen und kann somit auch nicht sagen, oh die heiraten und kennen den Mann nicht, haben erst dann Sex und ach sind die aber rückständig und nicht aufgeklärt oder sowas.
Es muss für diese Leute in ihrer Prägung Sinn machen.

Ich sehe kein Modell "on the Top"....und ich selber kann nur schauen, was für mich Sinn macht...und ob ich Interaktionspartner finde- oder nicht -oder das Thema gar nicht weiß wie fokussiere, weil es kaum Priorität hat.

Bleibe da ganz auf meiner Straßenseite quasi....und logischerweise habe ich aber ein Urteil darüber, ob ein Modell für mich funktioniert oder nicht, ob ich es passend finde in meiner Persönlichkeit, Neurochemie, Werten und Co oder nicht.
Das ist für mich ein integrativer Akt - auch das Schreiben hier....für mich die Position da deutlicher auszudifferenzieren.
Was brauch ich, was brauch ich nicht....wenn Milliarden Menschen da 1000e und mehr Modelle leben und ausprobieren und gutheißen, ja so what. Glücklicherweise lebe ich hier in einem Landstrich, wo niemand einen in etwas hineinzwängt - als gesellschaftliche Struktur. Subgesellschaften mal ausgenommen wie Zwangsprost. und ähnliches.

Schon damals gabs in der Schule ja so ganz angerissen mal Soziologie....und schon da war klar, dass es bei uns eine Riesen-Pluralität gibt an Lebensweisen....was einerseits frei ist, andererseits auch verwirrend und überfordernd sein kann.
Zudem hat auch nicht jeder unbedingt die gleichen Möglichkeiten, seins zu leben....sei es weil die Merkmale nicht da sind, die es braucht, passende Gegenüber, oder man ein etwas seltenere Weise vertritt und allein von der Wahrscheinlichkeit her wenig passende Gegenüber im Umfeld da sind, verfügbar sind und man hat auch noch die Kontaktfähigkeiten und den Willen diese zu erreichen. Ist halt so, darüber war ich mir ziemlich früh im klaren. 🤷‍♀

Nur anfangs bin ich so den gesellschaftlich etablierten hingehaltenen Möhren hinterhergerannt....bwz hab die Modelle gesehen die mehr oder weniger gut und glücksversprechend galten, habe versucht das in irgendner Weise bei mir umzusetzen, bis man dann merkt- und nu? Naja. Dann bin ich auch den ganzen endorphinversprechenden Sachen hinterhergerannt bzw hab die mal probiert......Dro. hab ich ausgelassen...eher so Reisen, Unternehmungen ect....Sport 😳 was ja angeblich sooo endorphineausschüttend ist...sagt man das besser mal meinen Gehirn was dann nur fix und foxy ist und nahe einem Panikanfall. Es gibt Strukturen, da wäre eine Plastizität auch überfordert oder ist nicht mehr möglich. Und es ist für mich dann gesunder Menschenverstand, dass ich was tue was zu mir passt und nix tue (wenn ich nicht muss, Arbeit und Co), was bei mir nicht gut wirkt.

Da können 1000 Leute da stehen und mir sagen, das ist schön und toll und macht man so....so wie man das als Jugendliche oft noch von so sich als maßgeblich haltenden Leuten noch gesagt bekommen hat. Irgendwann ist da Selbstkenntnis und Erfahrung....und ich bin so froh, dass ich in dieser Gesellschaft noch meine Nische finden kann, soweit wie möglich....und nicht unbedingt zwangsgesellschaftet und zwangs"gesexed" werde.

In meiner Psychose dachte ich ja mal was völlig anderes und bin in totale Panik ausgebrochen...mein Hirn war nur noch in Action...fühlte mich wie kurz vor der Schlachtung und der Stresslevel und die Vermutung zu sterben war da wirklich präsent und nicht sinnbildlich, bin über Felder gerannt und hatte Sui.gedanken bei dem Gedanken, meine Freiheit in der Richtung zu verlieren und Stress erleben zu müssen, den ich mir freiwillig nie ausgesucht hätte. Nun ist mein Hirn ja GsD gedämpft, damit sowas gar nicht mehr durchkommt. Bei Psychose 2 war das ganze nämlich noch viel intensiver.
Es raubt mir jetzt noch die Luft wenn ich daran denke....aber mit Dämpfung ist das große Ersticken und der Daueralptraum der tags und nachts präsent war ja GsD weggeschoben.

x 1 #1058


Feuerschale
In der Zig. pause vorm einkaufen kam die Frage auf: Kann es eine kapitalistische Anarchie geben?
Vermutlich weiß Chat GPT da auch was zu....

Ich selber würde denken, es widerspricht sich - also, nein, da Anarchie soweit ich weiß eher auf eigene Währungen/Tausch zurückgreift und eigene kleine Kommunen, wo die Menschen gleichberechtigt gestalten.
Für Kapitalismus müsste es ja ein "außen" geben wo man Gewinne erzielen will, was man am Ende dann doch ausbeutet.
Würde das zu den Werten einer Anarchie passen? Drinnen sauber, draußen "unsauber" da darf man alles was man an Werten eigentlich verachtet? Keine Ahnung ob es so ein Experiment oder Staatsform jemals gab. Vielleicht bei kleineren Völkern iwo und iwann in der Geschichte.

Anderer Gedankengang, im umgangssprachlichen ist Anarchie ja so etwas wie Regellosigkeit, Chaos, jeder macht alles was er will (ohne: die Freiheit des einen hört da auf wo die des anderen anfängt, mehr so helter skelter und Co wenn es eskaliert), jeder nimmt sich wozu er gerade lustig ist wo auch immer, Schaden egal.

Darum sind soviele Menschen gegen Anarchie, weil ihnen das Vorurteil bekannt ist.
Dabei ist das gar keine Anarchie, das ist eher ein Missverständnis zu Anarchie oder eine Art "Freibrief" für alles, egal wie amoralisch. Und dann können Menschen sich das vielleicht nicht vorstellen, weil es eben auch diese eher willkürliche missbräuchliche Nutzung unter dem Deckmantel von Anarchie gibt und man diese schlechten Vorbilder dann vor Augen hat.

Also eine Ideologie, um sich einfach aufzuführen wie die Axt im Walde, ohne Grenzen, Sinn, Respekt, für das eigene Gutdünken, für den eigenen Spaß oder whatever aber unter dem Deckmantel von "gut".
"Mir gehts ja gut", "ich meine es ja gut" - Schaden und Leiden im außen angerichtet- betrifft ja nicht, wenn man es selbst nicht fühlt, selbst wenn man es veursacht, abgehakt.

In diesem Sinne könnte es vielleicht kapitalistische Anarchie geben....Kapitalismus und das noch angehäuft mit
Regellosigkeit, dem eigenen Vorteil, Intransparenz für alle, Umdefinierung von Verbrechen, Gew. ect.
Ich glaube, wenn es so eine Organisation/Politk mal geben sollte, wäre es vermutlich schädlich, korrupt, mehr als andere Formen es auch in sich tragen...weit weit von Gleichheit, Mitbestimmung, Allgemeinwohl, Transparenz im Kleinen, friedliches Leben für alle, Natürlichkeit ect entfernt. Sozusagen ein Horror.

Wenn ich da noch an die biblischen Beschreibungen denke, wie Mensch sich alldieweil immer regiert und organisiert hat durch die Zeiten hindurch, würde ich sogar sagen, es ist satanisch auf die Spitze getrieben....sooo weit weg vom natürlichen, so weit weg von einem freien Menschenbild. (Satanisch ist als Wort natürlich auch vorbelastet, da denkt man an iwas phantasievolles, man kann es aber runterbrechen, nur bin ich gerade in dieser Bibel-Bilder-Welt... )

In der Bibel steht sowas wie das alle Menschen eine Art Stempel bekommen in den letzten Zeiten, dass sie markiert sind und das sie so unfrei sind, bei den Zeugen Jehovas gabs so ein Motiv, was die hervorhoben, dass Satan die Menschen wie Sprechpuppen gebraucht und dass sie nicht mehr bei Gott sind und frei sind eben. Und da standen noch viele andere Sachen.

Früher hatte ich da überhaupt keinen Draht zu irgendwie....man ist so in einer freien demokratischen Welt aufgewachsen, alles in allem geht es gut, alles in allem kann nicht ständig iwas kriminelles über einen einbrechen oder nur im Ausnahmefall ect, da dachte ich wovon reden die, jetzt- letzte Zeiten? Dann sieht man noch diese Instagram Spaß Welt, die sich unecht anfühlt, hat da einen eigenen Film- und Erleben und denkt nur 😵

#1059


DrSeltsam
Zitat von Feuerschale:
Kann es eine kapitalistische Anarchie geben?

Wie Du ja schreibst bedeutet Anarchie "nur" ein Zusammenleben ohne Herrschende / Regierungen und von diesen auferlegte Gesetze und Regeln. Anarchie ist ja nicht Regellos, sondern die Regeln ("Gesetze") werden untereinander ausgemacht (statt durch Herrschende – denn die gibt es da ja nicht).
Wenn also alle die gleichen Ansichten haben bzw. sich darauf einigen können und dir dadurch entstandenen Regeln befolgen, könnte es das – theoretisch – doch geben.

x 1 #1060


A


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