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Mila40
@Dunkelbunte

Aber wie machst du das?

• x 1 #21


freely
Zitat von Hermit:
Das ist leider so eine Sache mit der Bewertung. Welche Bewertung eines Gedankens ist denn die Richtige? Hier hat man wieder das Problem, dass die Bewertung eines Gedankens durch die eigenen Erfahrungen und Gefühlen eingefärbt ist.

Da das Wort Bewertung schon das Wort "Wert" beinhaltet, hängt es für mich vom eigenen Wertesystem ab.
Das ist jedoch ein größeres Fass.

Ich finde man kann es aber gut runter brechen auf die Ausrichtung nach dem Guten, dem Wahren und dem Schönen.

Und ja die Sahnetorte oder Schokolade zu essen ist zwar etwas schönes, aber nicht wirklich gut für den Körper.
Auch fühlt es sich erst mal gut und richtig an über andere zu Schimpfen, aber es entspricht nicht dem Guten und Schönen.

Funktioniert das als Richtungsweiser?

• x 1 #22


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Das große Psycho-Fakten-Lexikon Logik gegen das Gefühl

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Cornelie
Zitat von Mila40:
@Dunkelbunte Bei mir kommt die Bewertung erst wenn ich Angst habe. Vorher mache ich mir keine Gedanken darüber und bewerte diese auch nicht. Warum ...

Ich kann erst bewerten wenn die Angst rückläufig ist oder die akute Panik vorbei. Vorher geht nichts .
Aber als erstes muss ich dann meistens erstmal auf die Toilette.
Dringend

• x 1 #23


Hermit
@Dunkelbunte

Stimme natürlich zu. Mein Punkt war eher, dass trotzdem eine ganze Reihe von Situationen übrig bleiben werden, bei denen man nicht abschließend sagen kann welche Bewertung denn jetzt richtig sein soll. Das betrifft insbesondere das Zwischenmenschliche, wo man nur mit den dürftigen Informationen arbeiten muss, die der andere preisgibt.

• x 3 #24


Mila40
@Dunkelbunte Eine richtig gute Frage.
Die Angst hat sich etabliert, weil mein Körper den Alarm geschlagen hat, bevor der Verstand überhaupt schalten konnte. Erst danach fing das Kopfkino an, diesen Zustand zu bewerten.

• x 1 #25


SilentRoG
Fakt ist:

Sexuelle Gedanken können helfen die Angstspirale zu durchbrechen und die Angst in den Hintergrund zu schieben.
(Stichwort Neurotransmitter und Belohnungsystem)

Bei zu häufigem Gebrauch kann, wenn die Erregung wieder abflacht, ein Rebound Effekt auftreten und die Angst ggf. verstärkt zurück kommen.

• x 1 #26


Mila40
@Cornelie

Das stimmt. Ist bei mir ähnlich, nur das ich nicht zum Klo muss. 😃 Und bei Panik habe ich es so. Bei Angst allerdings ist es etwas anders, weil da habe ich den ganzen Tag unterschwellig Symptome und die kann/muss ich dann ständig bewerten . Ja, irgendwie so.

• x 1 #27


Dunkelbunte
Zitat von Mila40:
@Dunkelbunte Aber wie machst du das?

Also, das war ja eine lange Reise. Die auch nicht zu Ende ist. Ich fürchte, das hört auch nie auf...
Wenn was im sozialen Kontext ist, wo ich mir Gedanken mache... dann frage ich frei heraus nach 😉 In den allermeisten Fällen waren meine vorherigen Gedanken Quatsch und daraus lerne ich, das ich zuviel rein interpretiere. Mein Hirn lernt da auch automatisch mit.

Wenn es um Körper und Krankheit geht... Ich war mal Hypochonder. Das war eine harte Reise. Geholfen hat mir da, das ich wirklich krank wurde. Chronisch körperlich krank.

Ich schiebe Gedanken an die Seite. Mache was kreatives und lenke es um. Und bin produktiv. Das hilft mir tatsächlich

Habe Therapie gemacht. Vor allem Traumatherapie.

• x 3 #28


Mila40
@freely

Unser Gehirn hasst nichts mehr, als wenn unser Denken und unser Handeln nicht zusammen passen. Wenn ich weiß, dass Schokolade ungesund ist (das Wahre), sie aber trotzdem esse (das Schöne), entsteht im Kopf ein unangenehmer Spannungszustand.

• x 1 #29


Dunkelbunte
Zitat von Mila40:
entsteht im Kopf ein unangenehmer Spannungszustand.

Und vor allem hormonell.
Stresshormone.

Schokolade löst dann schön konditioniert Stress aus.

• x 1 #30


Mila40
@Dunkelbunte

Das lässt sich unfassbar leicht lesen. (Ich weiß, war es bestimmt nicht).

Sehr stark von dir, dass du es mittlerweile so gut drauf hast. 🤗Glaubst du wirklich, deine chronische Krankheit hat’s mit gedreht?

• x 1 #31


Mila40
@Dunkelbunte

Dunkele Schoki auch 🥹? 😃

• x 2 #32


Hermit
@freely

Mir gefällt dein Bezug zum eigenen Wertesystem. Ich stimme da zu, aber es bleiben ein paar Probleme:

1) Es kann das Richtige sein auf einen Menschen zu schimpfen, wenn dieser übergriffig / der Aggressor ist. In diesem Fall ist die eigene Wut die richtige Reaktion. Das fühlt sich vielleicht nicht gut an, aber es schützt vor weiteren Verletzungen. Leider ist hier wieder das Problem, dass man sich sicher sein muss, dass wirklich der andere toxisch ist und nicht ein "normaler" Mensch, dessen Worte oder Taten man falsch bewertet hat.

2) Das Schöne muss nicht mit dem Wahren übereinstimmen. Es gibt einige Wahrheiten über den Menschen, die nicht schön sind. Ich glaube sogar, dass die meisten tiefen Wahrheiten nicht "schön" sind.

• #33


Mila40
@SilentRoG

Es ist tatsächlich medizinisch bewiesen. Sexuelle Erregung und Angst nutzen im Gehirn teilweise dieselben Autobahnen, können aber nicht gleichzeitig die volle Kontrolle haben (National Library of Medicine). Wenn das Belohnungssystem den Körper mit Dopamin und Oxytocin flutet, hat die Angstzentrale (die Amygdala) erst mal Sendepause (National Library of Medicine) Es ist quasi das intensivste biologische Ablenkungsmanöver, das die Natur für uns eingebaut hat (National Library of Medicine).


Und das mit dem Rebound-Effekt macht auch total Sinn (American Psychological Association). Sobald die Hormone wieder abflachen, steht man im schlimmsten Fall wieder *beep* (im wahrsten Sinne des Wortes) vor seinen alten Sorgen da, und das System schlägt umso lauter Alarm (American Psychological Association, Psychology Today).

Habe das bezüglich deines Faktes im Netz gefunden. 😃

• x 2 #34


SilentRoG
Zitat von Mila40:
@SilentRoG Es ist tatsächlich medizinisch bewiesen. Sexuelle Erregung und Angst nutzen im Gehirn teilweise dieselben Autobahnen, können aber nicht ...

Ich weiß. Deswegen hatte ich es gepostet. Hätte noch überlegt Quellen mit anzugeben.

Wobei ich nichts zu dem Rebound sagen kann. Hatte ich nie.

Würde da eher die Hypersexualität bestätigen, wobei, ich aktuell recht Angstfrei unterwegs bin und trotzdem eine extrem ausgeprägte Libido habe - ohne Angst zu kompensieren. Was eher wieder dagegen spricht.

• x 1 #35


Dunkelbunte
Zitat von Mila40:
Glaubst du wirklich, deine chronische Krankheit hat’s mit gedreht?

Japp. Man kann nicht ernsthaft krank und für immer medikamentenpflichtig sein ohne die Entscheidung "Leben oder Leiden".
Krankheit erfordert Stressmagement 😄
Und es wirkte auf mich erdend.

• x 1 #36


Dunkelbunte
Zitat von Mila40:
@Dunkelbunte Dunkele Schoki auch 🥹? 😃

Nicht wenn sie fettarm und zuckerfrei ist und staubt beim kauen Mr. Green

• x 1 #37

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User_0815_4711
Zitat von Mila40:
Die Angst hat sich etabliert, weil mein Körper den Alarm geschlagen hat, bevor der Verstand überhaupt schalten konnte. Erst danach fing das Kopfkino an, diesen Zustand zu bewerten.

Ich denke, das ist auch der "natürliche" Ablauf.
Seit hunderten Millionen Jahren gibt es keine Zeit, etwas Verdächtiges zu bewerten. Deckung, Flucht oder sonst meist Tod. Reptiliengehirn und noch tiefer.

@Dunkelbunte , wenn du das geschafft hast, das Reptiliengehirn erst mal zu umgehen - alle Achtung!

• x 1 #38


User_0815_4711
Zitat von Dunkelbunte:
Und bin produktiv. Das hilft mir tatsächlich

Wenn es in irgendeiner Form möglich ist: Ja, ja ja!

• x 1 #39


User_0815_4711
Zitat von Mila40:
Wenn ich weiß, dass Schokolade ungesund ist (das Wahre), sie aber trotzdem esse (das Schöne), entsteht im Kopf ein unangenehmer Spannungszustand.

Bei mir nicht.
Die Dosis macht das Gift.

• x 1 #40


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