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Mila40
@User_0815_4711

Ich glaube auch viel, aber längst nicht alles. Ich weiß nicht, ob es wirklich der Realität entspricht. Aber ich kann mir eine Menge einreden. Allerdings immer nur das schlechte.

• x 1 #101


Hermit
Zitat von Mila40:
@YellowFerrum Hochintelligente Menschen sind oft besonders gut darin, nachträglich logisch klingende Argumente für Dinge zu konstruieren, die sie eigentlich aus rein emotionalen oder ideologischen Gründen glauben wollen. Sie nutzen ihre kognitiven Fähigkeiten nicht, um die Wahrheit zu finden, sondern um ihre ...

Da ich unter deinem Beitrag nur ein 👍 geben kann, musste ich nochmal antworten, um hier nochmal 👍👍👍👍👍nachzuschieben.

Da ich mir jetzt etwas doof vorkomme, noch ein paar inhaltliche Sätze dazu, auch wenn du eigentlich alles Wesentliche schon gesagt hast. Ich halte sehr viel vom Gedanken aus der Tiefenpsychologie, dass ein Großteil unserer Motive unserem Bewußtsein verborgen bleibt und wir uns unsere Taten meistens zurechtrationalisieren. Ich würde das nichtmal auf intelligente Menschen beschränken, sondern alle Menschen einschließen. Wir legen alle viel Wert darauf "ein guter Mensch" zu sein, auch wenn wir eigentlich triebhafte, egoistische Tiere sind. Da kommt die Ratio sehr gelegen, um sich eine wohlfühlende Erklärung für die eigenen Taten zu konstruieren.

• x 1 #102


A


Das große Psycho-Fakten-Lexikon Logik gegen das Gefühl

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User_0815_4711
Zitat von Mila40:
Allerdings immer nur das schlechte.

Gut und schlecht sind menschliche Kategorien.
Oder geht es da um deine Ängste?

• x 1 #103


User_0815_4711
Zitat von Hermit:
Ich würde das nichtmal auf intelligente Menschen beschränken, sondern alle Menschen einschließen.

Ja, die Intelligenten und Gebildeten haben einfach noch ein paar Möglichen mehr dazu.

Andererseits:
"Welches Gut ist auf der Welt am gerechtesten verteilt? Das Hirn, der Verstand. Jeder glaubt, genug davon zu haben." 😁

• #104


Hermit
@User_0815_4711

Ja, die Intelligenten können sich dann selbst komplexere Märchen erzählen 😆

• x 1 #105


Mila40
@User_0815_4711

Ich glaube, so funktioniert unser Gehirn fast immer. Der Bauch prescht vor und der Kopf muss danach die Aufräumarbeiten leisten und es logisch erklären. 😉 Aber genau das macht uns eben auch alle manipulierbar, egal wie schlau wir sind.

• x 2 #106


Mila40
@User_0815_4711

Auch, ja. Ich bin definitiv besser darin alles schlecht zu denken und es nervt. Habe schon probiert den Pfad zu ändern in meinen kleinen Gehirn, funktioniert nur nicht.

• x 1 #107


User_0815_4711
Zitat von Mila40:
Habe schon probiert den Pfad zu ändern

Dran bleiben, du bist noch jung 👍 .

• x 1 #108


Mila40
@User_0815_4711

Danke! 😉Jung nicht mehr. Aber ich kann mir vielleicht einreden noch jung zu sein. 😃

• x 2 #109


M
Fakt ist: Nichts.

• #110


Mila40
@moo

Wenn Fakt gleich nichts ist und deine Behauptung ein Fakt ist... bedeutet das, deine Antwort existiert gar nicht?🧐😃

• #111


M
Nichts ist Fakt, mit Existenz derselben hat das nix zu tun. 😉

• #112


Mila40
@moo

Schachmatt durch philosophische Verwirrung. Den Punkt gebe ich dir. 🤝😂

• x 1 #113


M
😇😉🙏

• x 1 #114


YellowFerrum
Zitat von Mila40:
Hochintelligente Menschen sind oft besonders gut darin, nachträglich logisch klingende Argumente für Dinge zu konstruieren, die sie eigentlich aus rein emotionalen oder ideologischen Gründen glauben wollen.

Das ist wahrscheinlich bei all jenen Männern so, die ihren Frauen wortreich begründen, weshalb der Kauf eines teuren Autos aus rationalen Gründen dringend notwendig ist.
Dem stimme ich voll zu. Ich bin der Meinung, fast alle Entscheidungen, Zustimmungen und Ablehnungen basieren auch unabhängig von Intelligenz und Bildung auf Emotionen, dem Bauchgefühl, dem Vertrauen. Mit dem Rest unserer Intelligenz können wir ein bisschen logisch denken. Bei höher gebildeteren Menschen mögen mehr Faktoren die Entscheidungsfindung beeinflussen.
Streitereien sind eigentlich sinnlos. Sie lassen nie eine Meinung ändern und sind nur ein rhetorisches Geplänkel.

Zitat von Mila40:
Sie nutzen ihre kognitiven Fähigkeiten nicht, um die Wahrheit zu finden, sondern um ihre eigene Meinung zu verteidigen.

Es kommt darauf an, in welchem Rahmen man sich befindet. Eine neutrale Wahrheit hat ihren Platz. Die eigene Meinung ebenfalls, sie kann sogar der Wahrheit widersprechen. Nicht jeder Mensch sucht nach der neutralen Wahrheit. Er findet sich meist in seiner subjektiven Wahrheit, seiner Meinung, wieder und verteidigt sie. Das finde ich normal und legitim.
Es ist bei verschiedenen Themen fast unmöglich, eine Wahrheit zu finden. So wird es bei Politik tausende Faktoren geben, die einzubeziehen sind und die jeweils gewichtet werden müssen. Dabei kann man auch zu gegensätzlichen Ergebnissen kommen.
Zitat von Mila40:
Ich finde nämlich, Menschen mit hoher Bildung glauben oft von sich selbst, sie seien "zu schlau, um manipuliert zu werden". Genau diese Überheblichkeit macht sie blind für subtile emotionale Manipulation oder Framing.

Manipulationen lassen sich dann erkennen, wenn andere Ziele wahrscheinlich sind oder erkannt werden, als vorgegeben wird. Wenn man etwas kritisch unterwegs ist, dann kann man das schon erkennen. Jeder einfache Mensch verliert Vertrauen, wenn Versprechen der Politiker nicht gehalten werden oder etwas unstimmig ist. Der Papa der Psychologie der Massen war Edward Bernays: https://de.wikipedia.org/wiki/Edward_Bernays

• x 2 #115


Hermit
@YellowFerrum

" Streitereien sind eigentlich sinnlos. Sie lassen nie eine Meinung ändern und sind nur ein rhetorisches Geplänkel."

Ein weiser Satz, zumal Menschen dann schnell in die Defensive geraten und selbst für wohlwollende Argumente nicht mehr zugänglich sind. Wenn man wirklich die Meinung eines Menschen ändern möchte (Es stellt sich sofort die Frage wieso man das überhaupt möchte), dann sind einfühlsame Fragen der bessere Weg. Die Person wird dann im besten Fall ehrlich über die Frage nachdenken und selbst zu neuen Schlüssen kommen.

• x 1 #116


YellowFerrum
Zitat von Hermit:
@YellowFerrum " Streitereien sind eigentlich sinnlos. Sie lassen nie eine Meinung ändern und sind nur ein rhetorisches Geplänkel." Ein weiser Satz, zumal Menschen dann schnell in die Defensive geraten und selbst für wohlwollende Argumente nicht mehr zugänglich sind. Wenn man wirklich die Meinung eines ...

Der Satz ist nur halbweise. Streitereien dienen vielleicht nicht der Wahrheitsfindung, aber der Hierarchiebildung. Alles Gerede ist ein monströser Überbau, um größer und unangreifbar zu erscheinen. Man könnte das auch mit einem Urschrei abkürzen.

• x 1 #117

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Hermit
@YellowFerrum

Mein Fehler. Ich hatte unter der Voraussetzung geantwortet, dass der Streit einer Konfliktlösung und Wahrheitsfindung dienen sollte, um sich danach besser zu verstehen und wieder annähern zu können. Man verzeihe mir mein harmoniebedürftiges Wesen. 🙃

Dass es darum gehen könnte die Machtfrage zu klären, hatte ich in dem Moment nicht im Blick.

• #118


YellowFerrum
Zitat von Hermit:
@YellowFerrum Mein Fehler. Ich hatte unter der Voraussetzung geantwortet, dass der Streit einer Konfliktlösung und Wahrheitsfindung dienen sollte, um sich danach besser zu verstehen und wieder annähern zu können. Man verzeihe mir mein harmoniebedürftiges Wesen. 🙃 Dass es darum gehen könnte die ...

Wir müssen hier ganz bestimmt nicht perfekt sein. Gerade unsere Fehlerquote hat uns hierher gebracht und ist das Salz in der Suppe 🤩 .

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