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falls ihr ne psychische kranheit habt..
kennt ihr das auch, die zweifel, ob ihr überhaupt krank sein? ob ihr euch das alles nich selbst einredet? ob ihr euch nich einfach zusammenreissen solltet und dann würds euch besser gehn?
ich habe eine generalisierte angsstörung diagnostiziert bekommen und war in einer tagesklinik. dort waren menschen, die schizophren waren (stimmen hören, halluzinationen) und auch mit manischer depression.
manchmal hatte ich da ein schlechtes gewissen, weil ich dachte, ich hab doch "nur" ne angsstörung. den andren gehts viel dreckiger als mir!
wahrscheinlich irre ich mich da, aber ich wollt nur fragen ob euch auch ab und zu so gedanken durch den kopf gehen?

liebe grüße.

21.03.2011 02:06 • 09.07.2011 #1


11 Antworten ↓


ja du bist da nicht der einzige der das denkt. Als ich in der Tagesklinik war waren auch viele drin die Depressionen hatten usw und dachte mir immer so "den gehts viel schlechter" und manchmal war es mir sogar peinlich das ich dort war weil ich dachte ich übertreibe. Keine Ahnung ob jeder so denkt. Ich habe soziale Phobie, schon mein ganzes Leben lang. Ich denke jeder Mensch ist auf ne gewisse Art "gestört" jeder hat so seine Macken, nur man muss versuchen damit zu leben, und das versuche ich so gut wie möglich.Meide nix sondern versuche aus der Situation das beste zu machen oder wie man es am besten machen könnte z.b: ein kollege den ich mag steht neben mir und ich arbeite, ich bin da immer sehr nervös wenn er es manchmal tut und dann fang ich an zu zittern aber halt nur bei ihm. Also werde ich öfters immer mal stehen, wenn ich stehe ist es nicht ganz so schlimm als wenn ich still dasitze, so kann ich ich mich noch bewegen aber eben nicht davor ausreißen.

Jeder hat mit seiner Angst zu kämpfen , und du auch sicher? Und keine Angst ist weniger schlimm, gut es gibt manche die sich dann fallen lassen und denken "ich bin krank ich kann das und das nicht" dann könnte ich mich gleich einschließen gg

22.03.2011 11:56 • #2



Bin ich wirklich psychisch krank?;-)

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Zitat:
ob ihr euch das alles nich selbst einredet?

Kenn ich! Bei mir pendelts immer zwischen verschiedenen Schüben. Es gibt Zeiten ( leider zu kurz und zu selten ) bei denen ich mich normal fühl ( keine Angst hab und positiv in die Zukunft schau ). Ich hab dann aber auch Phasen/Schübe in denen ich voll depressiv bin ( zum Glück eher selten ) oder wo ich total Angst hab ( leider viel zu oft ) und natürlich auch Phasen wo ich denk das ich mir alles nur einrede ( aus Faulheit, .... ).

22.03.2011 13:33 • #3


Ich kann das zwar gut nachvollziehen, kenn das aber nicht. Ich kenne aber das Gegenteil. Ich will nicht, dass jeder mitkriegt, dass es mir so geht, deshalb, wenn die Angst nicht so arg schlimm ist und ich es unter Menschen aushalte (was zum Glück mittlerweile der Großteil der Zeit ist) dann überspiele ich die Angst. Ich trage quasi eine unsichtbare Maske, bin gut drauf und reiß auch andere mit guter Laune mit, wenn ich mich dann in einer Klinik befinde, dann können da einige nicht mit umgehen, aber statt dass sie mal nachdenken und auf die Idee kommen, dass mir ihr Selbstmitleid und ihr Durchhängen evtl auch Schwierigkeiten bereiten könnte und ich damit genauso umgehen muss, wie sie mit meiner "guten Laune", wird mir oft vorgeworfen, ich hätte ja nichts und würd nur simulieren und sollte da den Therapieplatz doch jemandem überlassen, der ihn wirklich braucht.

Auch nicht schön

22.03.2011 14:24 • #4


hallo leute!

danke erstmal für eure beiträge!

das mit der maske aufsetzen kenn ich auch. als ich in der tagesklinik war, war ich in der zeit dort meist offen zu jedem menschen, jeden angesprochen, freundlich usw..
dabei hab ich denk auch ne neigung zu sozialer phobie..und häufig hätte ich einfach meine ruhe gebraucht..aber das kommt bei mir irgendwie automatisch, dass ich dann anfange zu "schauspielern", und am ende weiß ich manchmal garnicht mehr wer ich bin.
erst wenn ich wieder mal total fertig mit den nerven mit bett lieg und mir die augen auswein und dabei lust hab mich zu ritzen und es trotzdem nich mach (sozusagen mit mir selbst kämpfe), weiß ich, das ist das wahre ich von mir, was fast keiner je zu sehen bekommt. irgendwie sind so "nervenzusammenbrüche" auch etwas befreiend...
ich wünschte ich wär häufiger so wie ich wirklich bin, aber ich werd automatisch zu jemand anderem wenn andre dabei sind.
häufig bin ich genervt und sogar aggressiv aber zeige es nich nach außen..dafür lass ich es dann an den menschen aus, denen ich am meisten vertraue...auch keine schöne sache...

Zitat von Markus01:
Kenn ich! Bei mir pendelts immer zwischen verschiedenen Schüben. Es gibt Zeiten ( leider zu kurz und zu selten ) bei denen ich mich normal fühl ( keine Angst hab und positiv in die Zukunft schau ). Ich hab dann aber auch Phasen/Schübe in denen ich voll depressiv bin ( zum Glück eher selten ) oder wo ich total Angst hab ( leider viel zu oft ) und natürlich auch Phasen wo ich denk das ich mir alles nur einrede ( aus Faulheit, .... ).


genauso gehts mir auch..was mir aufgefallen ist, dass ich immer richtig in n loch fall, kurz nachdem ich mich mal richtig gut gefühlt hab!
also nach jedem hoch folgt fast n katastrophales tief...auf dauer ziemlich anstrengend..so sachen ham bei mir schon dazu geführt dass ich kurzfristig wichtige termine abgesagt hab (arzttermine, geburtstagsfeiern) usw.

liebe grüße.

22.03.2011 15:10 • #5


Nu würfeln die in ner TG auch schon alles zusammen wie in einer Psychiatrie.

Was haben schizophrene Leute mit Leuten die PAs haben zu tun ? Nix. Meine Meinung.

Wo spart denn die Kasse noch überall. Kannste ja gleich in die Psychiatrie gehen.

Passiert Dir in einer psychosomatischen Langzeit nicht ;-.) Nur mal als Tipp

23.03.2011 14:19 • #6


Ja Oldie, das war auch mein erster Gedanke...also minimale schizophrene Tendenzen zusätzlich zu ner Angststörung / Depression, solche Mitpatienten hatte ich auch schon. Oder manisch Depressive im Endstadium ihrer Behandlung...ja ok...

Aber das ist ja ne andere Geschichte...wollt hier nicht "wieder" vom Thema ablenken

Fakt ist ja nunmal, wenn man in so ner zusammengewürfelten Klinik sitzt (gerade TK ist ja nicht so einfach, gibt ja nicht immer 5 verschiedene pro Stadt, das gibts wohl nur in Berlin ), also wenn man da nu so eine erwischt, dann muss man eben das beste draus machen. Und das beste ist eben, der eine ist schizophren und hat sich starke Nerven angearbeitet, der andere leidet "nur" unter 2 PAs in der Wochen, kann für den aber genauso schlimm oder sogar schlimmer sein. Das ist ja auch immer sehr individuell.

23.03.2011 17:26 • #7


hmm vllt is ja alles einfach nur subjektiv.
mir hat mal ne manisch-depressive gesagt, sie stellt sich grad ne angsstörung extrem schlimm vor. wahrscheinlich findet man ne psychische krankheit immer extrem wenn man sie nich selber hat. ich stell mir halluzinationen auch hart vor, aber wer weiß vllt gewöhnen sich manche ja irgendwann daran und können normal mit umgehn?
ich weiß es nich..hängt wahrscheinlich auch mit schweregrad der krankkeit zusammen, wie man es erlebt, und natürlich, der individuelle mensch an sich!

also mich zum beispiel belastet mein seelischer zustand zur zeit so stark dass ich mir nich zutraue arbeiten zu gehen oder ne ausbildung anzufangen. manche leute, die mich von außen betrachten, raten mir immer wieder doch n job anzufangen. aber das sind leute die nich wirklich wissen wies in mir aussieht..ich würd jeden job nach spätestens zwei monaten abbrechen genauso wie ich die schule abgebrochen hab.
deswegen will ich nochmal in ne andre klinik (wurd mir auch in der tagesklinik geraten)

liebe grüße

24.03.2011 00:12 • #8




Staionär vieleicht mal ?

24.03.2011 00:27 • #9


ja die andre klinik wär ja stationärer aufenthalt und auch ne viel intensivere therapie als in der tagesklinik.

24.03.2011 02:16 • #10




Mir hats geholfen . Seit 20 Jahren keine einzige Panikattacke mehr

25.03.2011 08:50 • #11


mir gehts eigentlich so, wenn ich solche Menschen treffe, was selten vorkommt, aber eher wenn ich über Störungen lese, glaube ich daß ich auch so gestört bin.
Mein Psychiater dementiert es und meint ich bräuchte einfach jemanden zu reden. Und ich denke mir, wenn er wüsste was in mir wirklich vorgeht. Ich würde einfach gerne wissen was mir fehlt, ich will einen Namen für meine Störung haben.

09.07.2011 08:41 • #12



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