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Hallo ihr Lieben Ich bin neu in diesem Forum, und hoffe, ihr könnt mir vielleicht zu meiner Lage mal eine Meinung/Einschätzung geben, da ich derzeit völlig am verzweifeln bin. Ich beginne am besten von vorne:

Vor ca. 3 Monaten ging es mir urplötzlich, von einer Minute auf die andere, hundeelend. Mir wurde schwindelig, Schüttelfrost, Übelkeit, Sehstörungen, - und ich habe mich einfach generell todkrank gefühlt. Habe mich ins Bett gelegt, denn sitzen oder rumlaufen war nicht mehr möglich, ich war körperlich völlig am Ende. Das ganze steigerte sich dann als ich im Bett lag noch weiter, ich konnte nicht aufhören zu zittern, Würgereiz kam hinzu, ich war klatschnass geschwitzt, ich dachte wirklich meine letzte Stunde hätte geschlagen, so dass mein Mann den Notarzt rief. Der Notarzt hat notdürftig (war durch mein zittern kaum möglich) ein EKG geschrieben, Blutdruck gemessen, und mich dann mit ins Krankenhaus genommen, wo ich weiter untersucht werden sollte. Im KH wurde dann Blut abgenommen, und nochmal ein EKG gemacht. Es ging mir dann im Laufe der Stunden im KH ein bisschen besser. Der Bluttest war in Ordnung, das EKG auch, also schickten sie mich wieder nach Hause, mit der Bitte mich beim Hausarzt vorzustellen. Mir dämmerte hier schon, dass es sich eventuell um eine schwere Panikattacke handeln könnte (ich hatte sowas noch nie zuvor).

Es ging mir in den Tagen darauf ein bisschen besser, was jedoch blieb: dauerhaft Schwindel/Benommenheit, unendliche Müdigkeit, und das Gefühl mich kaum auf den Beinen halten zu können. Ich habe in diesen Tagen die meiste Zeit im Bett verbracht, weil ich mich zu mehr nicht in der Lage fühlte.

Montags schleppte ich mich dann zur Hausärztin. Sie hat die Schilddrüse noch untersucht, - da schien aber auch alles in Ordnung. Sie sprach mich dann eben auf die Psyche an, und meinte das könne durchaus ein psychisches Problem sein. Ich war davon ziemlich überrascht, da ich mich eigentlich psychisch weder schlecht noch belastet fühlte, habe aber zugestimmt mal zu einem Psychologen zu gehen.

So. Jetzt gehe ich seit ca. 2 Monaten zu meiner Psychologin, wo wir viel über meine Vergangenheit sprechen, aber ich merke das ganze "macht" nichts mit mir. Weder positiv, noch negativ. Es lässt mich einfach kalt. Wir sprechen über Dinge, mit denen ich innerlich schon vor Jahren abgeschlossen habe. Dinge die ich zu gegebener Zeit selbst in meinem Leben schon bis zum erbrechen analysiert und durchgekaut hatte, und die für mich einfach "durch" sind. Ich muss auch dazu sagen, dass ich absolut kein Mensch bin der z.b. ständig der Vergangenheit nachhängt, ich lebe geistig voll und ganz im Hier und Jetzt. Vergangenheit ist Vergangenheit.

Soweit so gut, ich gehe nun wie gesagt seit einiger Zeit zur Psychologin - aber meine körperlichen Symptome sind nach wie vor da. Es gibt zwischendurch vielleicht mal 1-2 Tage wo es mir etwas besser geht, die meiste Zeit aber habe ich mit Schwindel, unendlicher Müdigkeit und Schlappheit (ich lege mich oft mittags hin, obwohl ich nachts schon 8-9 Stunden schlafe) und generell dem Gefühl mich hundeelend zu fühlen zu tun. Mittlerweile traue ich mich überhaupt nicht mehr irgendwo hin zu gehen, oder irgendwas abzumachen, weil ich Angst habe es geht wieder los mit dem schlecht fühlen. Es ist auch so, wenn ich unterwegs bin, und es geht mit dem Schwindel und der Müdigkeit und dem todkrank fühlen wieder los, dass ich dann sofort nach Hause muss. Und da lege ich mich dann auch oft erstmal ins Bett. Ich arbeite von zu Hause aus, das heisst ich kann mich fast jederzeit mal 1-2 Stündchen ins Bett legen.

Was mich stört, und was meine Frage an euch, bzw. der Hintergrund meiner Bitte um eure Meinung ist: Ist es möglich, dass man ständig oben genannte körperliche Symptome hat, die aus heiterem Himmel auftauchen, in Situationen wo man sogar sehr glücklich ist und es einem gut geht (!), von jetzt auf gleich, ohne dass es irgendeinen ersichtlichen Grund dafür gibt? Ich bin nach wie vor nicht überzeugt davon, dass meine körperlichen Probleme rein psychischer Natur sein sollen. Daher merke ich, wie ich so langsam, nach mittlerweile 3 Monaten mit körperlichen Symptomen, ohne Besserung und ohne dass ich irgendwas dagegen tun kann, anfange eine unglaubliche Angst zu entwickeln. Angst, dass ich irgendeine schlimme Krankheit habe. Seit meine Hausärztin beschlossen hat, dass es alles psychisch ist, untersucht sie mich natürlich kaum mehr. Allerdings, was sollte auch weiter untersucht werden? Blutbild wurde ja gemacht, Schilddrüse wurde per Ultraschall & Blut abgeklärt. Dennoch habe ich diese unglaubliche Angst, dass ich krank bin, denn ich KANN mir einfach nicht vorstellen dass diese körperliche Symptomatik wie oben geschildert psychisch bedingt sein soll.

Wie ist eure Meinung dazu? Ich nehme bisher keine Medikamente, habe bisher Lorazepam für den Notfall bekommen, mich bisher aber nicht getraut sie anzurühren. Meine Psychologin sprach auch schon von Antidepressiva, aber auch hier habe ich sehr grossen Respekt vor dem Medikament (und vorallem der Abhängigkeit), so dass ich das sicherlich nicht leichtfertig nehmen werde, und für mich vorher auch 100% bombenfest klar sein muss, dass das wirklich alles psychisch ist. Und vorallem, dass es sicher keinen anderen Weg als Medikamente gibt.

Puh, ich habe jetzt etwas wirr geschrieben, bitte entschuldigt. Ich habe leider niemandem, mit dem ich darüber sprechen kann, oder der selbst Erfahrung mit psychischen Problemen hat, daher wende ich mich jetzt an Euch, in der Hoffnung mal ein paar objektive Meinungen zu meiner Lage zu bekommen. Vermutlich habe ich auch was vergessen, also bitte fragt nach wenn etwas unklar ist

Ich habe das Forum Angst vor Krankheiten ausgewählt, da die anderen Foren noch weniger zur Thematik passen. Sollte das Forum falsch sein, dann bitte verschiebt meinen Eintrag gerne.

So, ich hoffe ich habe nicht zu viel ausgelassen/vergessen, wie gesagt, sonst fragt einfach nach.

Liebe Grüsse an Euch
Julia

12.08.2015 11:33 • 04.08.2021 #1


31 Antworten ↓


Dani80
Ein liebes Hallo,

so ähnlich hat es bei mir auch angefangen. Übelkeit, Schwindel, Herzrasen usw. Ich habe am Anfang gedacht, es ist nur mal der Kreislauf und der Stress an der Uni. Wollt dann eines Tages mit dem Bus zur Uni fahren und da ging gar nichts mehr. Im Bus dachte ich, ich müsste sterben. Bin dann auch ins Krankenhaus gekommen, sämtliche Untersuchungen wurden gemacht und nichts gefunden. Ab diesem Tag ging es mir immer schlechter. Dinge, die vorher normal waren konnte ich nicht mehr machen. Einfach mal zum Aldi wurde undenkbar. Es ging dann soweit, dass ich das Haus nicht mehr verlassen habe. Immer diese Angst, dass die Symptome wieder kommen.

Meine Hausärztin machte mir einen Termin beim Psychiater. Wie ich diesen Termin überstanden habe weiß ich nicht mehr. Seitdem nehme ich Medikamente und es geht mir besser. Ich fahre zwar kein Bus, keine Bahn oder Sonstiges. Fahrstühle, Menschenmassen und enger Räume geht auch nicht, aber ich kann wieder rausgehen. Ich fahre überall mit Fahrrad hin. Das hilft mir. Ich nehme mir den Druck mittlerweile selber raus. Ubahn fahren muss ich nicht, ich habe ja ein Fahrrad. Aufzug brauche ich nicht, es gibt Treppen. Es sind die anderen, die erwarten, dass alles seinen gewohnten Gang geht.

Wenn du dich hast durchchecken lassen und dabei nichts körperliches rauskam, dann ist es die Psyche. Aber ich kann dir Mut machen, es wird besser. An schlechten Tagen, wenn ich die Türklinke nicht runterdrücken kann, bleibe ich zuhause. An guten Tagen gehe ich raus.

Gegen die Übelkeit und den Schwindel nehme ich Promethazin (auch als Atosil bekannt). Das hilft mir schon. Es macht nicht abhängig.

12.08.2015 11:54 • #2



Wirklich alles psychisch bedingt?

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Vergissmeinicht
Liebe Julia,

begrüße Dich erstmal herzlich hier im Forum. Ferner hasat Du Null wirr geschrieben, alles total nachvollziehbar.

Es scheint wirklich die Psyche zu sein und in Therapie bist Du schon. Ich war damals auch in Therapie und die Aufarbeitung meiner Kindheit etc. haben nicht wirklich geholfen.

Irgend etwas scheint bei Dir nicht rund zu laufen und wenn es im Unterbewusstsein ist. Ist irgendetwas vor den 3 Monaten geschehen, stand was an o.ä.?

Lorazepam ist in Tavor enthalten und somit ein Benzo, was abhängig macht. Wenn Du es irgendwie vermeiden kannst es zu nehmen, dann lasse die Finger davon.

Vielleicht sprichst Du die Therapeutin an, dass Dir die Aufarbeitung der Vergangenheit nicht wirklich was bringt und Dich eher im Hier und Jetzt austauschen möchtest.

12.08.2015 12:01 • #3


Liebe Dani,

danke für deine Antwort. Das beruhigt mich ein wenig. Auch hilft es mir, dass Du sagst, dass die Medikamente dir gut helfen. Ich bin im Moment am hadern, ob ich morgen meine Therapeutin doch mal auf Antidepressiva ansprechen soll. Vielleicht sollte ich es wirklich mal mit einem AD probieren, und schauen wie es mir dann geht in den nächsten Wochen? War es bei Dir denn auch so, dass es Dir aus heiterem Himmel so schlecht ging? Also Du an nichts negatives/schlimmes dachtest, es Dir vielleicht eigentlich sogar gut ging, und es dann urplötzlich losging?

Ich hatte am Sonntag so eine Situation, die mich halt stark ins Zweifeln brachte (und sofort wieder unnatürlich grosse Angst vor einer Krankheit geschürt hat)... ich war mit meinem Mann auf einer Veranstaltung, auf die ich mich sehr gefreut habe. Es ging mir wirklich supergut, ich war so glücklich dort zu sein, fast im 7. Himmel 2 Stunden lang ging es mir so blendend, und dann urplötzlich, innerhalb von Sekunden und ohne irgendeinen Auslöser war ich körperlich fix und fertig und musste nach Hause. Das ganze kommt mir einfach so komisch vor... ich habe dafür einfach keine Erklärung. Auch ist es bei mir so, dass es mir dann nicht über ein paar Stunden o.ä. schlecht geht, sondern das geht dann meist tagelang. Und es handelt sich, denke ich, auch nicht um Panik oder Angstattacken, denn ich bin innerlich eigentlich völlig ruhig, habe auch kein Herzrasen oder ein Gefühl dass ich innerlich aufgewühlt wäre - nichts dergleichen. Eher das Gegenteil. Total müde, schlapp, schwindelig, fix und fertig.

Da bei mir ja "nur" Blut abgenommen wurde, und die SD untersucht wurde, bliebe (theoretisch, wenn man denn Angst vor Krankheiten hat ) noch eine ganze Menge übrig, was untersucht werden könnte. Und das ist natürlich nicht hilfreich, wenn man Angst hat, dass man etwas (schlimmes) haben könnte.

Danke auch für den Tipp mit dem Promethazin, das habe ich mir direkt mal aufgeschrieben.

Ich bin einfach so ratlos im Moment, und fühle mich als wäre ich so hilflos und unerwartet in diese "psychische" Geschichte hineingestolpert... ich glaube, ich kriege das im Moment in meinem Kopf alles noch gar nicht so richtig geordnet und klar... ich hoffe, es hilft mir ein bisschen das Forum zu lesen und hier mit euch zu schreiben.

12.08.2015 12:07 • x 1 #4


Liebe vergissmeinicht,

lieben Dank auch für deine Antwort

Tja, das ist es eben: damals, vor 3 Monaten, als es anfing und ich diese (offenbar) schlimme Panikattacke hatte, gab es nichts, absolut gar nichts Aussergewöhnliches. Ich sass am Computer und habe wie immer gearbeitet, als es losging. Ich bin das so oft in Gedanken durchgegangen, auch mit meiner Therapeutin, - aber da war einfach nichts. Im Gegenteil, das war sogar in einer Phase wo ich sehr glücklich war. Das macht das ganze für mich ja so schwer nachvollziehbar, vorallem auch in Kombination mit der Tatsache, dass es mir jetzt im Nachhinein immer aus heiterem Himmel so schlecht geht. Ich finde einfach keine psychische Erklärung dafür.

Die Lorazepam will und werde ich (hoffentlich) auch nie anrühren, so ist zumindest mein Plan. Da es aber so wie im Moment nicht weitergehen kann, eben mein Gedanke bzgl. Antidepressiva. Was haltet ihr davon? Habt ihr Erfahrungen mit AD?

Ich habe morgen einen Termin bei meiner Therapeutin, und da wollte ich sie genau darauf ansprechen: dass ich den Eindruck habe, dass mein Problem, sofern es denn eins gibt, nicht in der Vergangenheit zu liegen scheint. Mal sehen, was sie dazu sagt.

12.08.2015 12:19 • #5


Hallo Julia

herzlich Willkommen hier bei uns im Forum.

Ob es wirklich nur die Psyche ist, habe ich mich auch lange gefragt.
Bei mir waren die Symptome auch einfach von einer Sekunde auf die nächste da, Schwindelanfälle mit Sehstörungen, Herzrasen.
Diese dauerten nur wenige Sekunden und kammen so alle 3 Tage.

Ich hatte EKG, Langzeit-EKG, Lunge Herz röntgen, mehrmals Blutuntersuchung, MRT, Sono Bauchraum, Nieren Untersuchung, Duplex Sono Gefäße und, und, und....

Das einzige, dass man gefunden hat war Magenschleimhaut Reizung und diese verursacht derart Symptome nicht.

Mitlaweile nach 6 Monaten sind viele Symptome abgeklungen und andere dazu gekommen. Dass man irgendwann eine Angststörung entwickelt ist nur verständlich.

Die Psyche kann derart Symptome verursachen doch sollte alles mögliche abgeklärt werden.

Lieben Gruß
Lockenkopf

12.08.2015 12:24 • #6


Vergissmeinicht
Liebe dearlia,

denke auch, dass das mit der Thera ein besserer Weg ist @ Gegenwart. Es gibt dieses Phänomaen = Angst aus heiterem Himmel. Wichtig ist, das sich die Ängste nicht so manifestieren und da Du schon in Therapie bist ist es sicher ein guter Weg.

Wir alle haben aber auch ein Unterbewusstsein. Sprich, nicht immer ist alles für uns klar und greifbar. Mit dem AD würde ich die Thera fragen. Ich nehme auch eines. Kann es Dir aber nicht empfhelen, da jeder Körper anders reagiert. Probiere es aus, ohne die Therapie aus den Augen zu verlieren.

12.08.2015 12:34 • #7


Hallo Lockenkopf

da hattest Du ja so einige Untersuchungen, - ich wünschte die hätte ich (und wenn auch nur zur Beruhigung um die Angst im Zaum zu halten) auch machen können. Aber ich habe bei meiner Hausärztin eher das Gefühl, dass sie nun (da es für sie ja eindeutig die Psyche ist) keine Veranlassung sieht, weitere Untersuchungen zu machen. Und ich bin nicht der Typ Mensch der auf sowas drängt, das kann ich einfach nicht. Ich habe generell grosse Probleme überhaupt erst zum Arzt zu gehen (Angst!), und wenn ich es dann schaffe, bin ich während der Untersuchung/dem Gespräch meist schon so ängstlich, dass ich da nicht weiter "bohren" kann... ich habe mir aber fest vorgenommen, meine Therapeutin morgen direkt darauf anzusprechen, wie ihre Einschätzung ist. Ob sie sich ganz sicher ist, dass das alles psychisch ist, oder ob sie eventuell doch meint, das eine oder andere sollte noch untersucht werden. Ich weiss nicht, ob das eine gute Idee ist, aber ich werde es mal probieren, denn natürlich interessiert mich ihre Einschätzung diesbezüglich sehr... sie hat sich dazu bisher kaum geäussert. Meine Therapeutin ist nicht "nur" Psychotherapeutin, sondern auch Dr. der Psychologie, d.h. sie hat Humanmedizin studiert, und sollte das ja eigentlich auch einigermassen einschätzen können. (Ich weiss, ich habe bescheuerte Gedankengänge )

Vergissmeinicht, ja ich denke auch, dass es vermutlich sinnvoller ist sich in meinem Fall mit der Gegenwart zu beschäftigen. Ich hoffe, meine Therapeutin sieht das nicht völlig anders und verunsichert mich noch mehr... ich bin mal auf morgen gespannt. "Angst aus heiterem Himmel" - das kann ich mir sogar vorstellen. Aber wie ich oben schon schrieb, habe ich bei mir ja irgendwie gar nicht das Gefühl dass es sich dabei um Angst handelt, denn die innere Unruhe, Herzrasen, - solche Dinge sind bei mir, wenn es mir so schlecht geht, ja gar nicht vorhanden. Und auch die Tatsache, dass sich das dann bei mir über Tage hinweg zieht macht mich stutzig... z.b. geht es mir jetzt seit fast 14 Tagen nonstop (2 Tage Ausnahme) so schlecht. Das ist doch alles völlig verrückt?

Ich danke euch dass ich euch damit auf die Nerven gehen darf. Ich habe oft selbst das Gefühl, dass dieses ständige Zweifeln und Nachdenken zu nichts führt - aber man kann es einfach nicht sein lassen, vielleicht kennt ihr das ja...

12.08.2015 12:48 • #8


Vergissmeinicht
Hey dearlia,

die Ärztin weiß was sie tut und meint es nur gut. Mit jeder weiteren Untersuchung wirst Du an das Schlimmste denken. Es wird die Psyche sein, da alles was Du schilderst dafür spricht. Bei jedem macht sich Angst/Panik anders bemerkbar.

Ja, irgendetwas in Deinem Leben hat sich ver-rückt und das gilt es heraus zu finden.

12.08.2015 12:53 • #9


Vermutlich hast Du Recht, Vergissmeinicht. Es hat mich schon ein bisschen beruhigt, hier mit euch zu schreiben - das ist klasse. Jetzt warte ich mal morgen mein Gespräch ab, und hoffe ich kann alles ansprechen, was ich mir vorgenommen habe. Mal sehen, was sie dann sagt und wie es weitergeht. Es ist schön zu wissen, dass ich hier herkommen kann in dieses Forum - warum habe ich das bloss jetzt erst entdeckt!

12.08.2015 12:58 • #10


Vergissmeinicht
Schön, das es Dir hilft. Wie sagt man: Besser spät als nie"

12.08.2015 13:04 • #11


Zitat von dearlia:
Hallo Lockenkopf

da hattest Du ja so einige Untersuchungen, - ich wünschte die hätte ich (und wenn auch nur zur Beruhigung um die Angst im Zaum zu halten) auch machen können. Aber ich habe bei meiner Hausärztin eher das Gefühl, dass sie nun (da es für sie ja eindeutig die Psyche ist) keine Veranlassung sieht, weitere Untersuchungen zu machen. Und ich bin nicht der Typ Mensch der auf sowas drängt, das kann ich einfach nicht. Ich habe generell grosse Probleme überhaupt erst zum Arzt zu gehen (Angst!), und wenn ich es dann schaffe, bin ich während der Untersuchung/dem Gespräch meist schon so ängstlich, dass ich da nicht weiter "bohren" kann... ich habe mir aber fest vorgenommen, meine Therapeutin morgen direkt darauf anzusprechen, wie ihre Einschätzung ist. Ob sie sich ganz sicher ist, dass das alles psychisch ist, oder ob sie eventuell doch meint, das eine oder andere sollte noch untersucht werden. Ich weiss nicht, ob das eine gute Idee ist, aber ich werde es mal probieren, denn natürlich interessiert mich ihre Einschätzung diesbezüglich sehr... sie hat sich dazu bisher kaum geäussert. Meine Therapeutin ist nicht "nur" Psychotherapeutin, sondern auch Dr. der Psychologie, d.h. sie hat Humanmedizin studiert, und sollte das ja eigentlich auch einigermassen einschätzen können. (Ich weiss, ich habe bescheuerte Gedankengänge )

Ich danke euch dass ich euch damit auf die Nerven gehen darf. Ich habe oft selbst das Gefühl, dass dieses ständige Zweifeln und Nachdenken zu nichts führt - aber man kann es einfach nicht sein lassen, vielleicht kennt ihr das ja...



Hallo Julia,

Du gehst uns nicht auf die Nerven, dafür ist das Forum auch da, dass man sich austauscht, gut zuredet und Tipps sowie positive Impulse gibt.

Ich habe vergessen zu erwähnen, dass meine Ärztin da relativ schnell der Meinung war, dass es die Psyche ist. Da ich aber andere Ansicht hatte, habe ich die letzten Untersuchungen auf eigenen Wunsch machen lassen (Selbstzahler), es ist nicht so teuer wie man denkt und für mein Seelenfrieden war das eine wirklich gute Investition.

Dass Du ständig darüber denkst ist absolut normal.

12.08.2015 13:13 • #12


Schlaflose
[quote="dearlia"]So. Jetzt gehe ich seit ca. 2 Monaten zu meiner Psychologin, wo wir viel über meine Vergangenheit sprechen, aber ich merke das ganze "macht" nichts mit mir. Weder positiv, noch negativ. Es lässt mich einfach kalt.[\quote]

Nach zwei Monaten kann man auch noch nicht viel erwarten. Eine Kurzzeittherapie dauert 25 Stunden und in den meisten Fällen braucht man noch Verlängerung.



[quote="dearlia"]Wie ist eure Meinung dazu? Ich nehme bisher keine Medikamente, habe bisher Lorazepam für den Notfall bekommen, mich bisher aber nicht getraut sie anzurühren. Meine Psychologin sprach auch schon von Antidepressiva, aber auch hier habe ich sehr grossen Respekt vor dem Medikament (und vorallem der Abhängigkeit), so dass ich das sicherlich nicht leichtfertig nehmen werde, und für mich vorher auch 100% bombenfest klar sein muss, dass das wirklich alles psychisch ist. Und vorallem, dass es sicher keinen anderen Weg als Medikamente gibt.[\quote]

Bei Ängsten werden in erster Linie Antidepressiva eingesetzt und die machen nicht abhängig. Man darf sie nur nicht von einem Tag zum anderen absetzen, weil sie dann Absetzerscheinungen verursachen. Man muss sie über einen längeren Zeitraum langsam ausschleichen. Aber eine Abhängigkeit im Sinne von Sucht wie bei z.B. Tavor und ähnlichen Beruhigungsmitteln ist nicht zu befürchten.

12.08.2015 13:18 • #13


Hallo Lockenkopf,

ich bin auch bereit, sämtliche Dinge selbst zu zahlen. Habe das auch bereits beim Arzt mehrfach geäussert, da winkt sie allerdings immer ab und meint das sei doch unnötig. Vielleicht sollte ich einfach mal zu einem anderen Arzt gehen... ich mache das jetzt erstmal davon abhängig, was meine Therapeutin morgen dazu sagt, wie ihre Einschätzung ist. (Insgeheim hoffe ich ja wirklich, dass sie der Meinung ist, das wäre sicher nichts körperliches. Wenn sie morgen sagt, sie würde eventuell auch weitere Untersuchungen für sinnvoll halten, drehe ich wahrscheinlich völlig durch... Ich glaube meine extreme Angst vor Krankheiten sollte auch unbedingt eine grössere Rolle bei der Therapie spielen, das werde ich ihr morgen auch nochmal sagen... meine Güte, mittlerweile habe ich so viel angesammelt, was ich morgen ansprechen will, ich sollte wohl langsam eine Liste machen )

Hallo Schlaflose,

lieben Dank für deine Antwort. Das beruhigt mich etwas zu lesen, dass AD nicht abhängig machen. Ich hatte nur im Internet so einiges gelesen (die Sache mit dem googlen und der Panikmache kennt ihr vermutlich selbst ) dass es wohl doch beim absetzen (auch beim langsamen ausschleichen) so einige körperliche Symptome geben kann... die Vorstellung finde ich natürlich nicht so toll. Mir fällt es auch schwer an diese psychopharmazeutischen Medikamente zu "glauben"... ich stelle mir dann immer Fragen wie: durch das Medikament werde ich mich vermutlich besser fühlen, aber das Ziel soll ja sein, sich ohne Medikament wieder gut zu fühlen. Das heisst, wenn ich das Medikament absetze wirkt es nicht mehr - und mir geht es dann vermutlich wieder schlecht? Hier ist mir das Wirkungsziel einfach völlig unklar, anders als beispielsweise bei Schmerzmitteln, Antibiotika o.ä. - aber das ist vermutlich auch eine Frage, die ich eher meiner Psychologin stellen sollte...

12.08.2015 13:28 • #14


Schlaflose
Zitat von dearlia:
Mir fällt es auch schwer an diese psychopharmazeutischen Medikamente zu "glauben"...


Da braucht man nicht dran zu glauben, denn die greifen in die Chemie des Gehirns ein und tun ihre Wirkung. Glauben muss man bei pflanzlichen und homöopathischen Mitteln. Da ich das nicht tue, wirken die bei mir gar nicht, die ADs schon.

Zitat von dearlia:
Das heisst, wenn ich das Medikament absetze wirkt es nicht mehr - und mir geht es dann vermutlich wieder schlecht?


Wenn man nur Medikamente nimmt, keine Therapie macht und nicht an sich arbeitet, ist das wohl so. Aber es hat sich gezeigt, dass die Kombination von Medikamenten und Therapie am ehesten zum dauerhaften Erfolg führt.

12.08.2015 13:56 • #15


Ok, das werde ich wohl so glauben müssen, - ich arbeite dran

12.08.2015 14:13 • #16


Ja, die Seele kann solche "Zustände" verursachen, auch wenn es uns nicht bewusst ist. Vielleicht ist es auch hilfreich, den Hormonstatus anzusehen? Ein Ungleichgewicht kann auch solche Symptome auslösen. Meine Paniksymptome sind auch besser geworden, als ich meine Ernährung umgestellt habe. Ich habe eine Histaminintoleranz. Seit dem Weglassen geht es mir besser!
Um mich stabiler (in den Wechseljahren) zu fühlen, lass ich mir derzeit gute Meditationen zu"fließen".

Derzeit: Kristin Neff - Selbstmitgefühl Schritt für Schritt. (sind gute Übungen, um zur Ruhe zu kommen)
Alles Liebe für dich!

12.08.2015 16:52 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

jessiiii
Herzlich willkommen im Forum !

Ich bin auch erst seit kurzem dabei...
Meine Symptome fingen Mitte Juli an und seitdem habe ich sie fast tgl .... also irgendwas ist immer da .. bei mir kam es auch plötzlich von einem Tag auf den anderen ..
Ich war in 2 Wochen bei 7 Ärzten und im MRT ... alles in Ordnung.
Hast du vielleicht insgesamt zuviel Stress das der Körper dir signalisiert das du ne Auszeit brauchst ?
Ich glaub zum Teil ist das bei mir auch der Fall.
Hattest du damals schon irgendwann mal Angst vor einer Krankheit ?
Ich glaub auch an manchen Tagen nicht daran das das die Psyche auslösen kann ... ich bin auch so sensibilisiert was meine Symptome angeht.

Ich hab auch mit Meditation begonnen sowie mit progressiver Muskelentspannung ,kannst du dir über YouTube anschauen.

Wünsche dir alles Gute.
Kannst dich auch gerne mit mir austauschen !
Alles Liebe Jessi

12.08.2015 19:56 • #18


Heii ich habe auch seit Tagen wieder Schwindel und fühle mich müde schlapp und ganz komisch irgendwie als würde man umkippen.. wär wegen dem Schwindel auch vor 3 Monaten im MRT ohne Befund.. ichbhabe oft das Gefühl ich bekomme schlecht Luft ( kann nich richtig durchatmen) und Messe ständig mein Blutdruck mal is es zu niedrig mal zu hoch mal normal und das Messgerät zeigt mir oft Herzruthmusstorungen an was mir auch sehr angst macht.. der Schwindel wird meist abends wenn ich ins Bett geh am schlimmsten.. ich hab da immer das Gefühl ich oder mein Körper dreht doch aber die Umgebung steht still also ganz komisch.. ich weiß auch nicht ab ich das auf die Psyche schieben soll grade weil mir mein Messgerät so oft Herzruthmusstorungen anzeigt :/..sowohl ich ya dachte als das MRT ohne Befund war es käme tatsächlich von der Psyche so wie die Ärzte sagen nur mittlerweile fällt es mir immerschwerer dran zu glauben grade weil ich so abgeschlagen müde schwindelig bin und Atemnot hab :/

14.08.2015 11:18 • #19


Vergissmeinicht
Hey schocko,

ich habe auch ein Messgerät. Wie kannst Du anhand des Gerätes Rhythmusstörungen feststellen?

14.08.2015 11:26 • #20



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