Zitat von hor grindel:trotzdem wirst du kaum irgendwen vor die Kamera kriegen,
das macht Mut, danke
deine beschreibung deines weges ist sehr ehrlich und aufschlussreich. insofern, dass man daran sehr gut sieht, wie eins zum anderen kommt. und wie man immer tiefer hineingerät. und oft kommen ja mehrere sachen auf einmal, die einen dann überfordern, oder?
(dazu fällt mir ein zitat ein:
„Leben lässt sich nur rückwärts verstehen, muss aber vorwärts gelebt werden.“
Sören Kierkegaard)
interessant deine vermutung, dass in solchen fällen bei den eltern auch meistens irgendwelche ängste zu erwarten sind. das macht es natürlich für die kinder doppelt schwer. ist mir aber in meiner recherche bisher noch nicht so oft aufgefallen.
schlimm finde ich allerdings, dass du beschreibst, wie gross das unverständnis innerhalb der familie ist. bzw, wie die reaktionen sind. hast du denn schon viel mit anderen betroffenen gesprochen? sind die reaktionen häufig so? und versucht man eigentlich so lange es geht, allen anderen etwas vorzuspielen? also das alles in ordnung ist, dass es einem gut geht? oder versucht man, signale zu senden, gespräche zu führen?
Tschuldigung, ich wollte dir nicht deine Hoffnung nehmen, lediglich meine Meinung kund tun.
Wenn du nichts unternimmst gerätst du automatisch immer tiefer rein, finde ich zumindest. Ist wie ein .. wie heißen die noch gleich? Sandstrudel? Moor, wie auch immer du das sehen willst.
Je mehr du dich (falsch) wehrst, desto tiefer sinkst du.
Ich weiß es durch meine Mutter und durch ein paar Postings hier im Forum. Ich meine damit nicht alle, aber ab und an oder eher gesagt fiel es mir hier im Forum schon ab und zu auf. Meine Mutter hat auch Angst, meine Schwester ebenfalls. Meine Mutter hat ihre durch Ereignisse in ihrem Leben bekommen (Bedroht etc.). Meine Schwester würde sich hier im Forum unter umständen wohl fühlen wenn es darum geht, sich Krankheiten einzureden aufgrund verschiedener Symptome.
Zu der Sache mit der Familie...
Unterschiedlich.
Depressionen o.ä. hatte ich länger. Meine Familie wusste es. Ich habe nichts mehr mit anderen Kindern gemacht immer mehr abgesagt und mich vor den PC verkrochen, meine ganze Freizeit. Ich hab ne Mauer um mich herum gebaut und Sozialkontakte waren dann auch weg
Es wurde nur gesagt "Mach mehr mit Freunden". Wie gesagt später schleppte meine Mama mich zum Psychologen, aber nur wegen meinen Bauchschmerzen (psychosomatisch bzw Reizdarm/Magen?)
Gesprochen haben wir öfter mal, doch im endeffekt brachte es nicht.
Das Problem ist. Woher weißt du als Kind, ob du so etwas hast? Wie willst du das objektiv beurteilen können? Du denkst doch es sei ganz normal und schiebst sowas wie "es könnte eine Krankheit sein oder dauer depressionen" beiseite. Du sagst halt, du bist nicht gut drauf. Das sagst du halt nicht nur einen Tag sondern 2,3,4......
Und vorzuspielen denke ich ab und zu auch. Klar man will niemandem kummer machen besonders nicht, wenn diese Personen schon genug haben. Es gibt solche und solche Familien. Meine Familie war nicht tatenlos, aber auch nicht tatenreich. Sie waren nicht sorglos, sondern voller sorgen. Sie waren aber am Ende ihrer Macht, zumindest in ihren Augen. Auch wenn ich das anders bewerte.
Und die jetzige Situation, wieso die zur Stande kam.
Mh schwierigg...
Wer weiß