Zitat von Angor:
Was soll bitte die Schuld der Eltern sein, wenn die Kinder an ADHS oder ADS leiden?
Wer redet denn von Schuld?
Hallo?
Wenn Du als Mutter dich dafür verantwortlich fühlst, aber "schuldfrei" bleiben möchtest, ok, dann viel Spaß in der Ritalinwelt...
Und offenbar,wenn Dein Kind heute noch die Probleme hat, scheint Ritalin ja NICHT die Lösung des Problems zu sein, oder?
Zitat von Angor:Ich war jahrelang fix und fertig mit den Nerven, weil ich von allen Seiten immer gehört habe, dass es an meiner Erziehung liegt, dass mein Sohn an ADS leidet (übrigens auch jetzt noch als Erwachsener)
Hatte ich behauptet es läge an Deiner Erziehung?
Nein.
Erziehung wäre ja zu schön und zu einfach.
Zitat von Angor:Der ganze Stress tat meiner Angsterkrankung auch nicht besonders gut, erst meine damalige Therapeutin hat mir gesagt, es ist nicht meine Schuld! Ich bin in Tränen ausgebrochen weil es so gut tat, dass zum ersten Mal zu hören.
Es geht nicht um Schuld bei der Sache.
Denn was wäre denn, wenn Du sagen würdest, Du hättest die Schuld? Würde das weiterhelfen? Würde das irgendeine mögliche Ursachenforschung begünstigen?
Wohl kaum.
Zitat von Angor:Erzählt doch bitte nicht so einen Mist, mein Sohn und ich haben genug darunter gelitten!
Wenn für Dich dein schuldfreies Weltbild damit in Ordnung ist, dann bleibe doch dabei, lasse aber andere Ansätze einfach so stehen und überziehe sie nicht mit einer Totschlagkritik "ist Mist", nur weil Du glaubst, für dich einen Weg damit gefunden zu haben, um am Leid Deines Sohnes nicht zu zerbrechen.
Dann ist das Forum, der Text hier usw. für Dich eher nicht geeignet.
Für mich ist ein Erklärungsmodell von ADHS NICHT die falschen Gene, die ursächlich die Seele des Kindes krank machen oder sogar falsche Erziehungsmethoden, sondern es sind traumatische Erfahrungen von Menschen MIT anderen Menschen, die seelisch verletzten, und massive Bindungsstörungen zwischen Eltern und Kindern nach sich ziehen, welche aus diesen Traumatisierungen folgen (siehe DEINE EIGENEN psychischen Probleme)!
Ich bin fest überzeugt, dass über Bindungsprozesse die Eltern ihre nicht verarbeiteten traumatischen Erfahrungen und damit auch ihre seelischen Spaltungen an ihre Kinder weitergeben (was im übrigen ja auch von der Schulmedizin so bestätigt ist).
Und das passiert zu einem Zeitpunkt, der sehr früh im Leben der Kinder stattfindet!
Somit ist ein Bindungstrauma für Kinder eine der schwerwiegendsten Ursachen für seelische Fehlentwicklungen. Das Kind ist symbiotisch mit der Mutter und deren Trauma verstrickt, was dazu führt, dass u.a. seine Angst und Wutgefühle seelisch nicht integrieren kann und illusionäre Vorstellungen entwickelt, wie es die Liebe der Mutter doch noch bekommen kann.
Traumatische Erfahrungen können noch über drei oder vier Generationen (!) in Bindungsbeziehungen weiter wirken und Einfluss nehmen. Die Ursachen von psychischen Problemen liegen nach meiner Auffassung daher in sehr vielen Fällen in den traumabedingten Bindungsstörungen zwischen Mutter und Kind!
Eine Heilung wird nur möglich, wenn das GESAMTE traumatisierte Bindungsgefüge (d.h. FAMILIE) mit in Betracht gezogen wird!