Zitat von mkaufmann: Dadurch das die Diagnose bisher nie gestellt wurde, könnte ich praktisch nie richtig heilen bzw. Habe ich mich auch nie richtig verstanden.
Meine Freundin hat auch ADHS und ist hyperaktiv. Sie zappelt zwar nicht, braucht aber ständig Action. Sie hatte eher Depressionen als Ängste. Ob man das 'heilen' kann ist fraglich, ob man es heilen muss aber auch.
Ich finde, wenn man sein Leben dahingehend einrichtet, ist diese andere Herangehensweise bereichernd.
Bei meiner Freundin und mir läuft das aktuell sehr gut, weil ich für sie der ruhende Pol bin, auch wenn ich mich selbst nicht so empfinde, aber für sie ist es so. Sie ist irgendwie die Vitaminspritze, der Glücksknubbel, manchmal auch die Abrissbirne. Wir haben erstaunliche Übereinstimmugen, obwohl ich mein eigenes ADHS Potenzial so bei 20 - 30% einschätzen würde, ich war dafür ein Angstkandidat.
Die Angst zwingt einen ja auch dazu, die eigene, manchmal rasende Innenwelt zu strukturieren, irgendwie scheine ich das auszustrahlen, so dass sie geerdet wird.
Naja, für Dich ist es wohl hilfreich Dich erst mal mit dem Bild der Neurodivergenz zu beschäftigen und dann vielleicht Dein Umfeld neu zu strukturieren, evtl auch was Arbeit angeht.