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Ich würde mal gerne Wissen was die Psychologie über Saddisten sagt. Was sind das für Leute die z.B. aus habgier Vergewaltigen, Rauben, Foltern, Stehlen, Zerstören, Sabotieren und Morden. Ich hab auf einer Seite gesehen das dort darüber Diskutiert wurde wer den der Abschaum der Gesellschaft ist. Irgendwie konnte man den Eindruck haben das dort Leute als Abschaum betitelt werden die von solchen Saddisten an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden. Da frag ich mich wie diverse Leute so geblendet sein können, von einem oberflächlichem Bild welches sie zu sehen bekommen. Ist es Angst die Wahrheit zu sagen oder sind einige Menschen so verblendet für diese Dinge?

10.05.2017 02:10 • 16.05.2017 #1


46 Antworten ↓


Was soll schon mit denen sein wenn sie aus niederen Beweggründen nicht mehr der Norm einer Gesellschaft
entsprechen, sie keine Schuldgefühle kennen und keine moralische Bedenken anerkennen, nur den eigenen
Vorteil erstreben, Lügen und Betrügen, aus Habgier oder um sexuelle Fantasie zu befriedigen, die Palette ist
unendlich. Alles was sie machen kommt aus einer ziemlich dunklen Seele heraus und liegt immer im
verborgenem und kommt nur aus dem Hinterhalt heraus. Sind sie Krank oder Sadisten? Sie sind Menschen
und Menschen denken bewusst, ich kenne kein anderes Lebewesen auf dieser Welt welches sich so verhalten
kann. Es ist das Gehirn, unser menschliches Gehirn was Leute nach denen du fragst ausmacht, nicht mehr und
nicht weniger!

10.05.2017 12:07 • x 1 #2



Was sagt eigentlich die Psychologie über Saddisten?

x 3


Sicher, dass du nicht eigentlich Soziopathie meinst?

11.05.2017 16:55 • #3


Mondkatze
Mit Sadismus ist aber was ganz anderes gemeint.
Sieh dir mal die Definition an.
Es geht dabei um sexuelle Lust / Erregbarkeit, die der sadist nur erleben kann, wenn er Andere , egal ob Mensch oder Tier, quält.
Oft grausam quält.

11.05.2017 17:07 • #4


oh mein Gott, wie schrecklich!

11.05.2017 17:41 • #5


Schlaflose
Zitat von Mondkatze:
Es geht dabei um sexuelle Lust / Erregbarkeit, die der sadist nur erleben kann, wenn er Andere , egal ob Mensch oder Tier, quält.


Gibt es denn keine Sadisten, bei denen kein sexueller Hintergrund da ist?

11.05.2017 17:47 • x 1 #6


Zitat von Schlaflose:

Gibt es denn keine Sadisten, bei denen kein sexueller Hintergrund da ist?


Ein Sadist ist auch ein Mensch, der sich über das Leid anderer freut.

11.05.2017 17:51 • x 1 #7


Mondkatze
Zitat von Schlaflose:

Gibt es denn keine Sadisten, bei denen kein sexueller Hintergrund da ist?


Heutzutage gibt es tatsächlich unterschiedliche Einteilungen.
Menschen zu demütigen und absolute Macht auszuüben gehören auch dazu.

11.05.2017 19:09 • x 2 #8


Vor allem wird ja die überwältigende Mehrheit sadistischer und masochistischer Vorlieben im gegenseitigen Einvernehmen ausgeübt. Da einfach nur zu rufen oh wie schrecklich und mit dem Finger drauf zu zeigen ist etwas kurz gedacht.

12.05.2017 13:49 • #9


kopfloseshuhn
Um so eine Frage zu beantworten müsste man meiner Meinung nach schon differenzieren:
geht es um die kranken Sadisten die Kinder missbrauchen, und aus Spaß töten und solche DInge oder eher um die leute, die das im "Bett" ausleben und das im gegenseitigem Einvernehmen?
Schon ein Himmelweiter Unterschied......

12.05.2017 19:18 • #10


Miral
Zitat von Mondkatze:
Heutzutage gibt es tatsächlich unterschiedliche Einteilungen.
Menschen zu demütigen und absolute Macht auszuüben gehören auch dazu.


Mich würden diejenigen interessieren. Ist das erlerntes Verhalten ? Lernen wir Mitgefühl mit anderen zu haben ? Ist das Gefühl Leid lindern zu wollen auch erlernt ?

12.05.2017 19:24 • #11


Zitat von idk11:
Ich würde mal gerne Wissen was die Psychologie über Saddisten sagt. Was sind das für Leute die z.B. aus habgier Vergewaltigen, Rauben, Foltern, Stehlen, Zerstören, Sabotieren und Morden. Ich hab auf einer Seite gesehen das dort darüber Diskutiert wurde wer den der Abschaum der Gesellschaft ist. Irgendwie konnte man den Eindruck haben das dort Leute als Abschaum betitelt werden die von solchen Saddisten an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden. Da frag ich mich wie diverse Leute so geblendet sein können, von einem oberflächlichem Bild welches sie zu sehen bekommen. Ist es Angst die Wahrheit zu sagen oder sind einige Menschen so verblendet für diese Dinge?

Das sind keine Sadisten, sondern Verbrecher.
Sadismus setzt aus meiner Sicht immer einen sexuellen Hintergrund voraus und ist an sich und unter Einhaltung bestimmter Regeln nicht strafbar. Aber gerade deswegen können sadistisch veranlagte Personen für andere besonders gefährlich werden, weil sie für ihre Taten und deren Folgen nicht belangt werden können. Verführung ist nunmal nicht strafbar, höchstens moralisch, doch darüber lachen sich alle tot.

Zitat:
oh mein Gott, wie schrecklich!

Tja... als ich das erste Mal damit konfrontiert wurde, über eine Radiosendung, war das auch für mich ein riesiger Schock. Wie alt war ich noch damals? Weiß nicht mehr genau, aber ich schätze 15 oder 16, vllt sogar 14? Keine Ahnung. Zunächst dachte ich, dass so etwas doch äußerst selten vorkommt und versuchte mich selbst damit zu trösten. Doch einige Jahre später las ich in einer Zeitschrift einen Artikel, in dem das Gegenteil behauptet wurde. Konkrete Lebensbeispiele wurden dort in aller Ausführlichkeit beschrieben und mit Bildern ausgeschmückt. Es war die Zeitschrift Coupe, Anfang 1999, wenn ich mich nicht täusche. So etwas hinterlässt eine bleibenden Eindruck.....

12.05.2017 19:31 • #12


Zitat von Miral:


Wie immer:
Teils Teils.
Evolutorisch müssten wir natürlich Mitgefühl mit den Mitgliedern unserer Gruppe haben. Wenn wir uns gegenseitig helfen, sind wir gemeinsam stärker, darum haben die überlebt, die von sich heraus glücklich werden dadurch, dass sie anderen helfen.
Anderer Seits müssen wir natürlich die Mitglieder anderer Gruppen hassen können, obwohl es die gleichen Menschen sind.
Dazu kommt, dass wir uns selbstverständlich auch innerhalb unserer Gruppe durchsetzen wollen und müssen um "nach oben" zu kommen. Darum kann es nicht unser Primärbedürfnis sein, Leid zu lindern, sondern es kann auch helfen, anderen schaden zu wollen um selbst besser dazustehen.

Welche Eigenschaft dann gefördert wird, hängt von der sozialen Stellung und der Erziehung ab.

13.05.2017 09:36 • x 1 #13


Gegenseitiges Einvernehmen kann es übrigens gar nicht geben, wenn es sich um eine 24/7 Unterwerfung handelt. Wer das sagt, macht nur sich und anderen etwas vor. Man stöbere im Internet nach solchen Geschichten - davon gibt es dort unzählige.
Nach der Lektüre wird klar, dass das Einvernehmen bestenfalls (!) zu Beginn einer solchen Beziehung vorhanden war, später jedoch zu einer Abhängigkeit entartete, aus der es allein schon aus psychologischer Sicht keinen Ausweg gibt. Unfreiwillig-freiwillig steckt man quasi da drin und macht mit, obwohl man das möglicherweise nicht mehr möchte.

Abgesehen davon lassen sich viele nur deshalb darauf ein, um die geliebte Person nicht zu verlieren, um nicht verlassen zu werden. Gegenseitiges Einvernehmen? Freiwilligkeit? Na, wer das noch glaubt...

13.05.2017 11:17 • x 1 #14


kopfloseshuhn
Es soll Menschen geben, die geben ihr Einverständnis zu 24/7. Und können dieses ja auch jederzeit widerrufen.

Klar, es gibt auch schwarze Schafe. Wie überall.
Es kann entarten aber über einen Kamm scheren würde ich da nichts.

Was sagt die psychologie zu Sadisten?
Naja ich glaube, dass bei diesen Menschen im gehirn aus verscheidensten Gründen etwas anders verschaltet ist, als bei anderen.
Darin sehe ich erstmal gar kein Problem solange niemandem wirklich geschadet wird, solange der Gegenpart es auch so will.

Außerdem ist Dominanz nicht gleich Sadist. Kann zusammen einhergehen muss aber nicht.

13.05.2017 11:22 • #15


Ich bin nicht so überheblich, jemanden über seine eigenen Gefühle und Entscheidungen (ob sie freiwillig sind oder angeblich nicht) zu belehren.
Es kommt viel zu oft vor, dass ein Besserwisser mir erzählen will, er wüsste besser über mich bescheid als ich selbst, weil ihm mein Lebensentwurf nicht passt, als dass ich an sowas glauben würde.

13.05.2017 13:06 • #16


Zitat von idk11:
Ich würde mal gerne Wissen was die Psychologie über Saddisten sagt. Was sind das für Leute die z.B. aus habgier Vergewaltigen, Rauben, Foltern, Stehlen, Zerstören, Sabotieren und Morden. Ich hab auf einer Seite gesehen das dort darüber Diskutiert wurde wer den der Abschaum der Gesellschaft ist. Irgendwie konnte man den Eindruck haben das dort Leute als Abschaum betitelt werden die von solchen Saddisten an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden. Da frag ich mich wie diverse Leute so geblendet sein können, von einem oberflächlichem Bild welches sie zu sehen bekommen. Ist es Angst die Wahrheit zu sagen oder sind einige Menschen so verblendet für diese Dinge?

Sadismus ist keine eigenständige isolierte psychische Störung, sondern nur ein Merkmal, das zu anderen psychischen Erkrankungen oder Störungen gehört. Psychopathie ist eine dissoziale Persönlichkeitsstörung und ist deshalb so markant, weil es nicht nur das Unvermögen sozialen Handelns beschreibt, sondern der klare Plan verfolgt wird, durch manipulatives Verhalten anderen Menschen zu schaden. Das passiert nicht mal mit dem Ziel der Erlangung persönlicher Vorteile, sondern auch aus reiner Schadenfreude und dem Gefühl, besonders mächtig zu sein. Die Psychopathie kann dabei in verschiedenen Ausprägungen vorliegen.
Sadismus ist eben auch ein sexuelles Merkmal anderer Störungen, wobei nicht jeder Sadist ein Psychopath ist.
Du hast den Umstand angesprochen, daß "...wer den der Abschaum der Gesellschaft ist. Irgendwie konnte man den Eindruck haben das dort Leute als Abschaum betitelt werden die von solchen Saddisten an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden."
Es gibt vor allem bei den dissozialen oder antisozialen Persönlichkeitsstörungen den Umstand, daß sich diese Täter meist Opfer suchen, von denen sie bereits anfänglich glauben, sie in die Tasche stecken zu können. Das müssen noch nicht mal "leichte" Opfer sein, sie müssen dem 'Kick' nur genügen. Jeder Mensch muß bei bestimmten 'Anzeichen' mit Rückzug und Selbstschutz reagieren, um solchen Tätern nicht auf den Leim zu geraten. Das kann für viele Opfer genau das Problem sein, denn sie wissen nicht, wie sie dem entgehen. Es gibt wirklich krasse Fälle in der Kriminalgeschichte, wo man sich fragt, wieso hat das Opfer dieses oder jenes mit sich machen lassen?, z.B. geschwiegen, nicht öffentlich gemacht, Kontakt nicht abgebrochen... Die Opfer sind deshalb nicht schuld, aber die Frage ist die Frage nach dem Eigenanteil und hier wird es kompliziert, denn Eigenanteil ist nicht Schuld.

13.05.2017 13:28 • x 4 #17


boomerine
Ich finde deine Zeilen sehr gut geschrieben @reenchen.
Nur ich stelle mir die Frage, wie viele Psychologen, die ein Gutachten erstellen müssen, wollen ihren Patienten mit 100% glauben ?
Gab es da nicht erst vor kurzem einen Film darüber ?
Wo der Gutachter am Schluss falsch lag.
Ich denke da wird manches schön geredet und getan, um denjenigen zu schützen,
zuerst kommt er in die Psychatrie oder auch Haft und nach mehreren Jahren wird er entlassen.
Wer garantiert uns keine Rückfälligkeit ?
Wo fängt der Sadist an und wo hört er auf ?
Bei mir persönlich fängt der Sadist, beim Quälen und töten eines Tieres an
und hört beim Menschen auf.
Solche Menschen haben in meiner Welt, nicht das Recht auf Gnade oder in irgendeiner staatlichen Einrichtung zu sein.
Ich mag da hart und ungerecht sein, um diesen Menschen keine 2.te Change zu geben, warum auch ?
Haben die mit den Opfern Mitleid gehabt ? oder haben die den Opfern eine 2.te Change gegeben ?

Und noch eines, warum zeigen viele Opfer ihren Vergewaltiger nicht an ?
Aus Scham und Verzweiflung ?

Ich persönlich kann da keine Unterschiede mache ob Psychopathie / Persönlichkeitsstörungen oder sonstiges.
Es ist KRANK und ABARTIG.

13.05.2017 18:42 • x 1 #18


Zitat von boomerine:
Wer garantiert uns keine Rückfälligkeit ?
Wo fängt der Sadist an und wo hört er auf ?
Bei mir persönlich fängt der Sadist, beim Quälen und töten eines Tieres an
und hört beim Menschen auf.
Solche Menschen haben in meiner Welt, nicht das Recht auf Gnade oder in irgendeiner staatlichen Einrichtung zu sein.


oO Das kannst du doch nicht ernst meinen? Demnach haette ich schon einige meiner damaligen Mitschueler... aeh... weg machen... muessen. Unter anderem eine damals angeblich Vegetarierin (hat mein Bild von Vegetariern deutlich negativ gepraegt).

Zitat von boomerine:
Ich persönlich kann da keine Unterschiede mache ob Psychopathie / Persönlichkeitsstörungen oder sonstiges.
Es ist KRANK und ABARTIG.


Jetzt schlaegt's aber 13. Ist dir bewusst, in was fuer einem Forum du hier schreibst?
Besinn dich mal und denk ein bisschen ueber deine Worte nach.

13.05.2017 20:49 • #19


Sadismus muss nicht unbedingt mit Sex, körperlicher Gewalt oder Kriminalität zu tun haben. Menschen mit sadistischen Neigungen wollen die totale Kontrolle und Macht über andere ausüben. Sie können in den verschiedensten Lebensbereichen zu finden sein.
Sadistisches Verhalten kann auf sehr subtile Weise erfolgen und auch legal und sogar sozial anerkannt sein.
Ich denke, dass diese Menschen ihr Selbstwertgefühl daraus beziehen, Kontrolle über andere zu haben und diese dadurch zu demütigen.

Ich hab mal gelesen, dass Hirnforscher bei sadistischen Mördern bestimmte Veränderungen im Gehirn entdeckt haben, die sie aber auch bei Nichtkriminellen festgestellt haben. Man vermutet daher, dass diese ihre sadistischen Neigungen auf sozial erlaubte Weise ausleben. Es scheinen also äußere Faktoren mit entscheidend zu sein, wie sich diese Veranlagung auswirkt. Wie weit man auf diesem Gebiet der Forschung inzwischen ist, weiß ich aber nicht.

Meine Meinung ist, dass Sadismus in den meisten Fällen keine organischen Ursachen hat, sondern durch eigene traumatische Erfahrungen verursacht wird.

14.05.2017 03:24 • x 1 #20



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