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Universaldenker
Hallöchen,

mir ist da eine "kleine" Sache aufgefallen...nämlich die Wortwahl in der Wissenschaft. Ersetzung "harter" Begriffe (beweisen, widerlegen etc.") mit "zurückhaltenderen" Begriffen (argumentieren, nicht belegen); aber auch die komplette Abschaffung der Falsifikation, würde meiner Meinung nach die Wissenschaft toleranter und zurückhaltender gestalten (vielleicht nicht in dieser Generation; aber in der nächsten). Falsifikations- und Verifikationsbegriffe müssen ausschließlich den einzelnen Subjekten überlassen werden. Diese Veränderung (so meine Annahme) wird unter anderem zur Folge haben, dass der Konsens der Wissenschaftler über das Ergebnis eines Experiments nicht zu schnell gebildet wird; bzw. es würden mehr Gruppierungen entstehen, die andere Ansichten vertreten werden; was unserer Gesellschaft mehr Vielfalt bringen wird. Aber auch mehr Kreativität für einzelne Subjekte, mehr Toleranz und weniger Konservatismus.

Hier könnt ihr das Video dazu anschauen:


Was sagt ihr dazu?

06.11.2014 12:36 • 06.11.2014 #1


5 Antworten ↓


martin170de
Huhu, Guten Tag!
Ich habe das Video jetzt nicht angesehen - aber meine, den Ansatz in Deinem Sinne verstanden zu haben.
Ich bin unsicher - es ist aus meiner Sicht ambivalent; sicher wäre die Diversifizierung in von Dir erwähnter Form von z.B. kleineren "Subjekt-Gruppen" mit jeweiligen "Modellen" ein Zugewinn an Vielfalt, Volumen - und damit auch Chancen, zu "mutieren".
Auf der anderen Seite (jetzt einmal nicht zu philosophisch werdend) würde sich dadurch aber (erstmal, vordergründig gesehen) ein Rückschritt in den übergreifenden Kommunikationsmöglichkeiten ergeben. Dies wäre einer "Weiterentwicklung" evtl. nicht zuträglich - und würde, als ein zweiter Aspekt, auch die "geregelte Anwendbarkeit" erschweren - alles natürlich "profan, menschenhaft gesehen in Anlehnung an die 'Welt', die wir die unsere nennen, mit unseren Mitteln".
Viele Grüße!
Martin

06.11.2014 13:47 • #2



Wortwahl in der Wissenschaft (Psychologie)

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Interessante These, was studiert Du?

06.11.2014 13:49 • #3


martin170de
Huhu, bio_!
Meintest Du jetzt mich?
Viele Grüße,
Martin

06.11.2014 13:56 • #4


eigentlich den Initiator

Ich denke, man kann unterscheiden zwischen harten Fakten und Theorie/Hypothesen-basierten Wissenschaften.

In den Naturwissenschaften wird einem ja von der ersten Stunde an eingeimpft, dass man alles in Frage stellen muss und erst behaupten kann, wenn man gar keine andere Möglichkeit einer anderen Interpretation findet.
Im Bereich der Mathematik ist es recht einfach von Beweiss zu reden, zumindest in der Algebra.
Und in der Medizin will ich als Patient aber von meinem Arzt hören: Nimm das, das hilft! Ich möchte keinen Arzt, der dann "möglicherweise, im Allgemeinen, im Moment, nach aktuellem Erkennnisstand" sagt, das fördert keine Selbstheilungskräfte und das Vertrauen.

Und in den Bereichen Kosmologie, Evolutionsbiologie und so schwingt ja immer mit, dass es nach aktuellem Erkennnisstand soundso ist.

Sorry, in den Geisteswissenschaften kenne ich mich nicht aus.

Gruß
bio

06.11.2014 14:15 • #5


martin170de
Huhu, bio_!
Alles klar! Ich würde mich mit 48 als Student auch als etwas unkonventionell empfinden - naja - Konventionen. ..ok!
Danke für Deine Worte, ja, sehe ich auch so - solange man nicht zu tief in die Philosophie eintaucht, da wird es dann schon sehr dünnes Eis mit "Fakten" etc.
Viele Grüße!
Martin

06.11.2014 14:21 • #6