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dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

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M

mattes
Gast

Sammelthema
Hallo Community,

Warum Selbsthilfegruppe werdet ihr euch fragen, wir wollen doch wissen was unsere Symptome zu bedeuten haben, ob wir ernsthaft krank sind oder nicht, dann ist unsere Angst weg. Genau da liegt ja das Problem und das wissen eigentlich alle hier. Ist das eine Symptom weg, kommt postwendend das nächste und somit die erneute Angst. Da soll die Selbsthilfegruppe greifen. Wir diskutieren Methoden zur Behandlung und Therapie Erfahrungen.

Ziel ist es dem Angstkranken zu vermitteln das zuerst einmal bei einem kompetenten Arzt die schulmedizinische Seite abgeklärt werden muss. Ist nichts schulmedizinisches diagnostiziert worden auch ohne MRT / Darmspiegelung / Magenspiegelung etc. und der Arzt bestätigt das nichts organisches vorliegt soll dem Angstgeplagtem vermittelt werden, durch schon therapieerfahrende Mitglieder, wie der weitere Weg aussehen kann und sollte. Weitere teure Untersuchungen oft mehrfach bringen nur mehr Angst, lange Wartezeiten auf Ergebnisse die wieder Angst bedeuten.

So soll im Laufe der Zeit eine Gruppe von Mitgliedern entstehen die sich gegenseitig positiv unterstützt. Rockabella84 und meiner Wenigkeit ist aufgefallen das durch Kommentare unsererseits, natürlich auch durch Kommentare anderer Mitglieder, einige einen besseren Weg eingeschlagen haben als dieses ewige rennen von Arzt zu Arzt.
Lasst uns gemeinsam versuchen den Weg aus der Angst hin zur Freiheit zu finden und dabei auf die Symptom Analyse in Richtung Schulmedizin zu verzichten. Vielmehr gilt es die Gründe zu ermitteln warum die Angst Herr über uns geworden ist und dieses umzudrehen, wir wollen Herr unserer Angst werden und die natürliche Angst des Menschen wieder herstellen.
Mit dem psychic-team ist die Selbsthilfegruppe abgesprochen und wird immer oben in der Unterkategorie Selbsthilfegruppe zu finden sein.

Auf geht’s, wir freuen uns auf rege Beteiligung

Hier findet Ihr Informationen zur Somatisierungsstörung Definition.

Rockabella84 und mattes

16.12.2023 x 22 #1


961 Antworten ↓
M

mattes
Gast

Hier habe ich eine, ich sage mal Anleitung gefunden und hoffe der Verfasser hat nichts dagegen das ich sie euch poste. War in einem anderen Forum und ich finde sie so gut das ich sie hier poste.

Bei mir sind Panikattacken aufgetreten - was nun?!?


1. Es ist ganz normal, dass jeder in dieser Situation sich hilflos und verwirrt fühlt und Informationen sucht, sei es bei einem Arzt, einem Therapeuten, im Internet etc. Meiner Erfahrung nach wird sich im Laufe des Weges, den man geht herausstellen, dass man selbst die wichtigsten Erkenntnisse sammelt und die innere Stimme wichtiger wird. Der folgende Text soll daher keine weitere Quelle von Behauptungen oder fachlichem Wissen / vorläufigem Wissen sein, sondern eine Beschreibung aus der eigenen Erfahrung. Jeder mag für sich feststellen, ob dies stimmig ist für seinen Fall oder ob es nicht zutrifft.

2. Die erste(n) Panikattacke(n) sind ein einschneidendes Erlebnis. Kaum ein Außenstehender kann sich vorstellen, wie dramatisch und grundlegend erschütternd diese Erfahrung ist. Sie betrifft alle Altersgruppen, alle Berufgruppen, Bildungsstände, Positionen und Charaktere. Auch "mutige" Menschen in adrenalin-gefüllten Berufen (Militärpiloten etc.) können Panikattacken bekommen - und finden sich plötzlich in einer Lage wieder, in der sie abhängig, hilflos, wie ein Kind Reaktionen und Gefühle entwickeln, die sie sich völlig fremd werden lassen


3. Damit in Kontrast steht die häufig wenig dramatische Reaktion der Umgebung. Erwartet man, dass sie die eigene Panik und Hektik, die Erschütterung und Dramatik teilen, wird man häufig erstaunt feststellen, dass Partner und andere Menschen häufig noch nicht mal bemerken, wenn man eine Attacke hat. Die Außenwirkung erscheint eher in sich gekehrt, evtl. schlecht gelaunt. Mehr nicht.

4. Panikerkrankungen gibt es in verschiedenen Intensitäten. Manche Menschen erleiden eine Attacke und erholen sich von ihr bzw. erleben nur in großen Abständen Attacken bzw. Attacken mit wiederkehrend gleicher Symptomatik und ohne Sensitivierung / Erwartungsangst. Es geht ihnen also zwischen den Attacken sehr gut oder zumindest nicht sehr schlecht. Manche Menschen entwickeln eine Dauerpanik, eine lang anhaltende Grunderregung, Sensitivierung und Erwartungsangst.


5. Die erste Panikattacke führt den Betroffenen unweigerlich zum Arzt. Ein anderer Weg ist nicht möglich. Paniksymptome sind völlig ungefährlich und für den Körper nicht mal belastend (der Unterschied zwischen "wie sehr belastet mich das Symptom" und "wie sehr belastet mich das Ankämpfen gegen das Symptom" wird weiter unten noch ausgeführt).

Dennoch sind sie so dramatisch, intensiv und für denjenigen neu und unbekannt, dass sie medizinisch abgeklärt werden müssen. Häufig zieht sich diese Abklärung eine ganze Weile hin bzw. wird durch das Neu-Auftreten von Symptomen oder das Verändern von Symptomen wieder aufgepusht. Je nach Qualität der ärztlichen Beratung und eigener Findigkeit findet der Betroffene früher oder später zu seiner Diagnose. Diese Zeit kann durchaus lang dauern und sehr hart sein.


6. Eine Panikattacke ist ein plötzlich und abrupt beginnender Anstieg von Angst oder Unbehagen. Häufig wird dieser Anstieg nicht als Angst wahrgenommen, sondern als körperliche Symptomatik, die sich dramatisch steigert. Sie geht mit einer intensiven Befürchtung, Überzeugung von Gefahr oder akuter Todesangst einher. Auch bei situationsunabhängigen Panikattacken gibt es immer einen Auslöser, der aber oft nicht als solcher wahrgenommen wird.

Manchmal kann man - wenn man mit den Symptomen vertrauter ist und gut beobachtet - klare oder auch leichte Auslöser finden und Zusammenhänge ziehen.

Ein Adrenalinschub aufgrund von Ärger, oder aber auch Freude (Aufregung), Schmerz, Scham etc. oder auch bei körperlicher Belastung (Treppensteigen) ist eher ein leicht zu findender Auslöser; "verborgenere" Zusammenhänge gibt es z.B. beim Bücken (Herzschlagunregelmäßigkeit), nach dem Essen (Kreislauf reagiert ganz leicht, wird aber überstark wahrgenommen, der volle Magen kann Herz oder Zwerchfell-Empfindungen machen, es kann auch zu verstärkten Nahrungsmittelunverträglichkeiten kommen (z.B. Glutamat, Lactose etc.), das Schlucken kann bei verkrampftem Hals die Angst auslösen zu ersticken.

Ein häufiger Auslöser ist das Stehen (z.B, vor der Kasse, vor der Fleischtheke, aber auch bei Rot an der Ampel etc.) , wobei bei Dissoziationen / Schwindel die Rückmeldung durch Bewegung wegfällt und damit der Schwindel zunächst verstärkt wird. Auch ein unregelmäßiger Boden (Waldboden oder welliger Boden, selbst, wenn er gefliest ist) kann das überempfindliche und durch Angst sensitivierte Gleichgewichtsorgan reizen. Augen schließen kann nach demselben Prinzip Schwindel auslösen (weil eine Rückmeldequelle wegfällt); ebenso kann es bei Aufregung zu Sakkaden kommen (die Augäpfel gehen unwillkürlich hin und her, der Blick ist also nicht ruhig), was kurzzeitig eine starke und völlig harmlose Schwindelattacke auslösen kann.

Sakkaden treten auch auf beim Lesen (auch vor dem Computer, wo das Herunterscrollen einer Seite den Effekt verstärkt) oder z.B. vor einem Regal im Kaufhaus, wenn ich viele Produkte "scanne", wo ist die Butter etc. Weitere Auslöser können sein: Hormonelle Wechsel, z.B. vor allem die Zeit vor der Periode bei Frauen (Gestagenmangel), körperliche Empfindungen jeglicher auffälliger Art, z.B. wenn man erkältet ist oder andere Krankheitsbelastungen hat, Medikamente (z.B. Lokalanästhesie beim Zahnartz; dort ist oft Adrenalin enthalten), Wetter und Luftbeschaffenheit, z.B. Wärme (das Gefühl von Wärme im Körper, z.B. wenn man in einem warmen Raum ist), die Wahrnehmung fehlender schneller und unaufwändiger Fluchtmöglichkeit (sitze im Kino in der Mitte o.ä.), das Lesen oder Sehen oder Hören von Dingen, vor denen ich Angst habe (ich sehe einen Krankenwagen, lese über den Tod eines Menschen o.ä.) Vibrationen (z.B beim Zahnarzt oder wenn im Haus irgendwo gebaut oder gebohrt wird) können Attacken auslösen.

Häufig kommt es auch gerade denn zu Panikattacken, wenn man nach einer Phase des Stresses dann zur Ruhe kommt (und Zeit hat nachzudenken bzw. sich nicht mehr so sehr ablenkt)

Sehr oft beobachtbar ist eine Panikattacke (oder ihr Beginn) kurz nach dem Einschlafen (typischerweise: Hochschrecken und das Gefühl haben, ich bekomme keine Luft). Hier ist es meinem Empfinden nach so, dass durch das Loslassen in den Schlaf hinein die angestaute Energie endlich losgelassen wird, was mit einem Aufwallen des Symptoms einhergeht. Viele andere Auslöser sind noch aufzählbar.

Die Aufzählung dient keineswegs dem Vorschlag, all diese Auslöser zu meiden, sondern vielmehr zu erkennen, warum ich gerade wieder eine Attacke bekomme und so den Kreislauf möglichst früh zu stoppen.


Folgende Symptome werden als paniktypisch bzw. paniknah (somatoforme Störung) eingestuft. (Die meisten Listen in Büchern sind zu kurz. Sie umfassen nur die Symptome, die akut zu sehr starken Attacken und akuter Todesangst führen können. Genauso wichtig ist aber m.E. die Einordnung sensitivierter Symptome zwischen den Attacken, die einen immer wieder in Sorgen und Dauerangst versetzen und den Boden für neue Attacken bereiten.)

Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie ist keine Diagnosehilfe. Eine Diagnose wird medizinisch gestellt. Dieser Text ersetzt nicht den Gang zum Arzt Nicht jeder Panikkranke "muss" jedes dieser Symptome haben oder kennen.

Er sollte aber auf sie vorbereitet sein oder sie schnell einordnen können, denn oft kann nach einer Abklärung eines Symptoms dann das nächste erscheinen.

Viele dieser Symptome kommen auch bei anderen psychischen Erkrankungen vor, z.B. bei Depressionen. Dann allerdings selten so attackenhaft, außerdem- das ist der entscheidende Punkt - hat der Betroffene dort keine Angst vor diesem Symptom und pusht es dadurch nicht weiter hoch.

Auch gibt es viele Symptome, die bei körperlichen Erkrankungen ebenfalls vorkommen. Deshalb kann eine körperliche Erkrankung nicht ausgeschlossen werden, nur weil ein solches Symptom hier auf der Liste steht.

Manchmal gibt es auch Kombinationen aus beidem (eine schon anfällige Schilddrüse reagiert unter Einfuß der psychischen Anspannung noch intensiver o.ä.)

Es ist aber wichtig, wenn man sich hat untersuchen lassen, an einem bestimmten Punkt dann den "Absprung" zu finden von den ärztlichen Untersuchungen Abstand zu nehmen, sich auf die Behandlung der Angst einzulassen.

Dies wird typischerweise nicht erst dann möglich sein, wenn "alles sicher ausgeschlossen ist", denn das gibt es nicht.

Man kann mit vertretbarem Aufwand / Risiko eine vernünftige und statistisch sehr zufriedenstellende Sicherheit herstellen, die aber selten "perfekt" ist.


Das Gefühl der Angst und Unsicherheit wird dennoch wiederkehren, auch sehr viel intensiver, als angemessen, dies gehört eben zum Krankheitsbild.

Hier ist das Spüren, das Zulassen, das Akzeptieren der Angst hilfreicher als das sofortige NIederschlagen dieses Gefühls mit ärztlicher "Hilfe". Wenn sich die Angst dann eingependelt hat, kann man mithilfe des Verstandes entscheiden, welche Abklärungen wann gut für mich sind.

- Herzrasen, Herzklopfen, unregelmäßiger Herzschlag, Pause mit nachfolgendem "Kanonenschlag", seltsame Gefühle am Herzen

- Druck auf dem Brustkorb, Stechen, Gefühl der Luftnot, Gefühl, nicht richtig durchatmen zu können

- Schwitzen

- Mundtrockenheit

- Schwindel / Benommenheit / Schwäche / Watte im Kopf / Boden scheint plötzlich nachzugeben / sichere Überzeugung umzukippen (Schwankschwindel), Gefühl, wie betrunken zu laufen, Gesichtsfeld scheint sich einzuengen (tut es aber tatsächlich nicht, ich kann alles sehen / ich habe das Gefühl, dass sich gleich alles um mich dreht (tut es aber tatsächlich nicht). Drehschwindel (Zimmer dreht sich wie Karussel) ist nicht typisch für Panik (mir ist kein Fall bekannt) und kommt eher beim sog. gutartigen Lagerungsschwindel vor


- Kribbeln, Taubheit, Brennen, Empfindungsstörungen, wie "Stromblitze" / "Stromschläge" (Überreaktion sensibler Nerven) - Zittern, Beben (äußerlich sichtbar oder nur innerlich spürbar)


- erhöhter Blutdruck während der Attacke (völlig normal und kein Problem. Blutdruckmessen während der Attacke ist sinnlos.)

- aufsteigende Hitze / Hitze- und Kälteschauder / Gesichtsflush (Röte im Gesicht)

- Gefühl der Unwirklichkeit, Gefühl, seinen Körper nicht zu spüren, weit weg zu sein, Entfremdung von der Umwelt oder von sich selbst, Gefühl, dass mein Körper nicht zu mir gehört, Angst vor dem eigenen Spiegelbild, vor der eigenen Stimme, "stehe plötzlich wie neben mir" (Depersonalisation und Derealisation)

- Konzentrations- und Gedächtnisstörungen ("was wollte ich hier noch" / "was habe ich gerade gesagt" / "wie heißt der noch") Unfähigkeit, sich z.B. auf das Lesen von Texten zu konzentrieren. Kann Angst vor Demenz entstehen lassen, besonders, wenn der Betroffene älter ist

- Globusgefühl: Gefühl, einen Kloß im Hals zu haben

- unwillkürliche Zuckungen einzelner Muskelfasern, sichtbar oder von außen nicht zu sehen, nur innen spürbar


- Gefühl, Teile des Körpers, besonders des Gesichts sind taub oder geschwollen (z.B. Zunge), Gefühl, nicht schlucken zu können, Gefühl zu ersticken


- (die Illusion von) Sehstörungen: Verschwommensehen, das Gefühl, nicht sehen zu können (selbstverständlich kann man es aber doch), Sehen von mouches volantes (schwarze Punkte) bzw. anderen Übererregungs-Phänomenen wie das Sehen von scheinbar durchsichtigen Fäden.

Plötzliches "Ruckeln" im Bild, Gegenstände und Personen scheinen sich ruckartig bewegt zu haben


- (die Illusion von) Sprachstörungen: Man hat das Gefühl, verwaschen zu sprechen (anderen Personen fällt das nicht auf oder kaum), Wortfindungsstörungen, es fallen einem Namen nicht ein


- (die Illusion von) Lähmung: plötzlich habe ich das Gefühl, ich kann nicht mehr weiterlaufen oder meinen Arm nicht heben (versuche ich es aber, ist es problemlos möglich.)


- (die Illusion von) Sensibilitätsstörung: ich fühle meinen Körper nicht, Taubheit im Körper, wie Watte (nehme ich aber einen Gegenstand, z.B. einen Stift und fahre über meine Haut, dann ist dieses zu spüren)

- Harndrang / Stuhldrang bis zu Durchfällen

- plötzlich aufgeblähter Bauch mit Windabgang, Schmerzen und Übelkeit

- Überempfindlichkeit der Sinne, Geräusche scheinen lauter, Blendungsempfindlichkeit, Blitzen von Lichtreflexen erschreckt einen, Überempfindlichkeit für Gerüche etc.

- Unruhegefühl im Magen, Übelkeit, Würgen, selten Erbrechen

- Druck auf dem Kopf, auf den Ohren, Rauschen im Ohr


- erhöhte Schreckanfälligkeit. Erschrecken phasenweise auch vor Dingen, vor denen man sonst nie erschrickt oder Unwohlsein bei Dingen, die man sonst als ganz normal ansieht (jemand auf einem Foto guckt böse und ich kann gar nicht gut dahingucken)


- Angst in allen Formen: Todesangst, Sorgen, Befürchtungen, Angst vor Dingen, vor denen man vorher keine Angst hatte, starkes Unheilgefühl, akute Attacken von Nervosität und massiver innerer Unruhe, Angst vor den "beklopptesten" Dingen, spontane Alptraumbilder, Katastrophenfantasien (ich komme nach Hause und plötzlich stelle ich mir vor, mein Kind liegt da in einer Blutlache), mißtrauische Ängste, Angst, sich etwas anzutun (wenn man an einem Messer vorbeigeht) etc.

- Angst zu sterben, Angst verrückt zu werden, Angst umzukippen, Angst die Kontrolle zu verlieren, Angst sich zu blamieren (Angst vor der körperlichen oder psychischen persönlichen "Katastrophe")

- Gefühl der Grobmotorik - Finger steif, kalt

- Symptome bei Hyperventilation: Kribbeln um Mund und Hände, Hände werden steif (Pfötchenstellung), Lippen werden steifer - Verspannungen, besonders Nacken / Halswirbelsäule / Schultern (häufig aber auch am ganzen Körper). Kopf- und Muskelschmerzen. Gefühl, dass der Kopf nicht auf der Halswirbelsäule gehalten werden kann, das er schwer wird, zu einer Seite gezogen wird o.ä. oder umgekehrt, dass er nicht richtig Kontakt zum Hals hat, darauf "schwebt", "ab ist"


- Zwischen den Attacken Unfähigkeit zu entspannen und sich fallen zu lassen.

- Appetitlosigkeit mit schnellem Gewichtsverlust

- Schlafstörungen / fragmentierter Schlaf (häufiges Aufwachen)

- viele Störungen im "Halbschlaf" möglich (besonders beim Einschlafen / Wegdämmern) und besonders dann, wenn Derealisation / Depersonalisation eine Rolle spielen: z.B. Gedankenrasen, Durcheinander-Denken (hört aber auf, wenn man wacher ist), Fragmente akustischer Halluzinationen (Stimme, Geräusch), Orientierungsstörung / Hochschrecken aus dem "Fast-Eingeschlafen-Sein" oder aus dem vollen Schlaf

- Klagen über vaginalen Ausfluß

- Klagen über schlechten Geschmack im Mund

- emotionale Taubheit / Gefühllosigkeit / Übererregung

- Haarausfall

- Reizbarkeit

- Mißempfindungen aller Art, "sich komisch fühlen", anders als vorher - Verstärkung von Ängsten, die man sonst auch hat (z.B. soziale Ängste, Sorgen um die Familie, Sorge, dass meinen Kindern etwas passiert)

- alles, was das Nervensystem verarbeitet, wird intensiver, die Drehzahl geht schneller hoch, man ist getriebener, jemand, den ich vorher nicht mochte, mag ich jetzt ganz überhaupt nicht, bin überspannt, kenne mich selbst nicht wieder

- Verstärkung evtl. schon vorher vorhandener hypochondrischer Ängste (zwischen den Attacken), "Checking behaviour", Körper wird untersucht, kontrolliert, man findet Dinge, die auffällig sind (die immer schon da waren, man aber nie bemerkt hat, weil man nie so sehr gesucht hatte), außerdem wird durch das dauernde Checken (Abtasten, Reiben, Knibbeln, Drücken) die Stelle noch auffälliger und die Symptome intensiviert / übermäßige Katastrophisierung von Dingen, die man früher gelassen gesehen hätte oder die einen nicht alarmiert hätten ("Muttermal sieht irgendwie komisch aus" / "warum ist das da so rot" / "das sieht geschwollener aus als sonst"

- eine Hypochondrie kann sich auch auf psychische Krankheiten beziehen (ich habe eine Psychose / andere Erkrankungen, die Kontrollverlust oder Unkontrollierbarkeit für denjenigen beinhalten)

- Erschöpfung und Angst vor Erschöpfung / Angst, dass die Anspannung dem Körper schadet und ihn krank macht - typische Auslöser / Verschlimmerung: vor der Menstruation / während einer Erkältung oder anderer körperlicher Schwäche / nach Dro.konsum, Schlaflosigkeit, Reisen und anderen Belastungen

- Auftreten der Attacken gerne auch mal nachts

- fester Bestandteil der Störung: Die fast zwanghafte Frage, warum einem das passiert und das Wüten dagegen, dass man plötzlich so komisch ist.

- zwanghaftes "Runterhalten" und "Kontrollieren" dieser Empfindungen, Ankämpfen dagegen, Vermeiden, Ablenken, Flucht

- Anlehnungen an "Nachbar-Krankheitsgebiete", quasi "Ausleihen" einiger Symptome, in diesem Fall nur kurz und ohne, dass das Vollbild einer anderen Erkrankung erreicht wäre (was natürlich auch sein kann und dann entsprechend mitbehandelt werden muss)

Hier sind vor allem die Depression und die Zwangserkrankung zu nennen.

Zeitweise und einschießend also Antriebslosigkeit, "komme kaum noch aus dem Bett", plötzliche Überzeugung, nicht mehr arbeiten zu können, nichts mehr leisten zu können, nie da rauszukommen, versagt zu haben (alle Themen angst"getränkt"), Weinattacken, Zwangsvorstellungen (plötzlich denke ich, ich könnte meinen Mann töten / was ist, wenn ich meinem Kind etwas antue) (bestimmt habe ich noch was vergessen) Grundsätzlich könnte man sagen: Wunder dich über nix! All dies sind Symptome, die sich um die Sensitivierung / Überempfindlichkeit / (medizinisch unkorrekt, aber bildhaft hilfreich: Entzündung / Wundsein, Empfindsam-Sein, Sensibel-Sein) des Nervensystems entwickeln.

Hilfreiches in einer Panikattacke:

Möchte ich zulassen? Möchte ich versuchen zu akzeptieren, die Welle durchfließen zu lassen?

Oder möchte ich im Moment alles tun, um sie runterzuhalten? Traue ich sie mir im Moment nicht zu, möchte ich einen Rest Kontrolle darüber behalten und die Symptome möglichst lindern?

Tipps für Leute, die die Welle klein halten möchten:

- Bauchatmung. Bauch beim Einatmen raus, beim Ausatmen rein (Es sei denn, dies verschlechtert die Empfindung, z.B. weil der Bauch extrem verspannter ist als die Rippenseite). Singen, zählen oder sprechen, um Hyperventilieren zu vermeiden.

- Ablenken (z.B. durch Gespräche), Handlungen

- Äußere Reize lindern (in einen ruhigeren Raum, in einen Raum mit weniger Lichtstärke, mit weniger Lautstärke, Körperhaltung verändern, z.B Aufstehen oder Hinsetzen je nachdem was hilft, entweder Bewegung oder sich Hinlegen, man wird selbst spüren, was am besten ist

- Innere Reize lindern: Ansprüche in diesem Moment runterschrauben, sich erlauben, schlechter zu leisten was immer ich grad tu, evtl. sich eine Pause nehmen, sich zurückziehen

- so wenig wie möglich ankämpfen, so wenig wie möglich auf sich, die Welt und den Körper schimpfen. Mitgefühl mit sich selbst haben: Ich habe eine schwere Erfahrung.

- Aufmerksamkeit aus dem Körper heraus auf äußere Dinge legen, den Boden spüren, die Umgebung anschauen etc.

- nach Möglichkeit den eigenen Kontrollimpulsen nicht nachgeben (keinen Puls messen, keinen Blutdruck messen, nicht Googeln etc.)


Tipps zu speziellen Symptomen:

- Bei Schwindel: Sich kurz auf ein Bein stellen und sich damit beweisen, dass man kein Gleichgewichtsproblem hat (Schwanken ist erlaubt auf einem Bein). Sich bewegen, wenn der Schwindel dadurch besser wird. Augen auf einen Punkt fixieren. Die Beine nicht durchgedrückt halten. Mit den Fußsohlen den Boden erspüren. Kontakt zum Boden aufnehmen. Die Augenbewegungen nicht mehr in Sakkaden führen, das heißt, nicht mehr Lesen oder in einem Supermarkt die Reihen in Regalen visuell abscannen

- bei Herzrasen: moderat bewegen, hin und hergehen. Beim Stehenbleiben spürt man es intensiver - Hitzewallungen und aufsteigende Unruhe aus dem Bauch: Hand wenn es angenehm ist auf die Stelle im Körper legen, die darum bittet. Die Welle durchlassen. Nicht dagegen ankämpfen

- bei Fremdheitsgefühl / unwirklich-Sein / Depersonalisation: Auf andere Menschen konzentrieren, Dinge angucken, den Körper bewegen, Sinnesreize fokussieren (Riechen, die Haut berühren, streicheln)

- bei Derealisation (Fremdheitsgefühl der Umgebung, anderer Menschen): nichts erzwingen, auf den eigenen Körper spüren

- bei Übelkeit und Brechreiz: Das Zwerchfell entspannen. Den Bauch loslassen. Ihm Platz lassen

- bei Herzstolperern: Die Lage des Körpers ändern, dem Bauch Platz lassen (Luft im Bauch), Magnesium nehmen, Bauchatmung üben, nicht bücken, gucken, ob es in der akuten Situation gut ist, den linken Arm und die linke Schulter eher ruhen zu lassen, statt sie zu belasten, um ihnen bei der Entspannung zu helfen. Ausatem einladen, etwas länger zu werden. Noch ein bißchen was "dranzuhängen", was eigentlich im Brustkorb bleiben wollte wegen der Verspannung (längerer Ausatem verstärkt den Entspannungsnerv)

- Handfläche auf die Stelle im Körper legen, die dir Angst macht, die andere Hand auf die Leiste legen (falls Situation es erlaubt). Hand liegenlassen, wenn hilfreich, dort hineinatmen und beim Ausatmen loslassen. Wärme entstehen lassen. - nicht googlen. Falls du es doch tust: Nicht einfach das Symptom eingeben, sondern das Symptom und "Angst" oder "Panikattacke" oder "Stress" - versuchen, die Gedanken nicht zu bekämpfen, aber ihnen auch nicht zu folgen.

03.07.2014 09:58 • x 9 #137


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A


Somatisierungsstörung Selbsthilfegruppe

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F

feuerlandoneday
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Guten Morgen Smile

Ich leider seit 2010 unter einer GAS mit Panikattacken, Fokus auf Krankheiten. Ständig ziept, schmerzt, keucht, flattert und krampft es. Also ab zum Hausarzt, der mich beschwichtigt, was mich nicht beruhigt, dann Dr. Google, wonach ich überzeugt bin, schwerst krank zu sein, ewig auf die Ergebnisse der fachärtzlichen Untersuchung warte um dann ein paar Wochen später ohne krankhaften Befund dazustehen. Ich vermute, ihr kennt das Wink

Ich wollte aber gar nicht groß erzählen, was ich mir im Moment gerade einbilde, sondern einfach mal auflisten, was mir in diesen Situationen hilft.

1) Ein guter Hausarzt, der über das psychische Problem Bescheid weiß. Ich habe nach langem Suchen einen guten HA gefunden, der um meine Problematik weiß und mich trotzdem Ernst nimmt. Wenn ich mal wieder Symptome verspüre (zum Beispiel Herzrasen) dann gehe ich zu ihm, bespreche mit ihm meine Befürchtungen und lasse von ihm alle sinnvollen Untersuchungen durchführen. Dann kann ich, wenn mein Kopf mal wieder spinnt und mein Herz rast, mich daran erinnern, dass organisch alles okay ist - das habe ich ja schwarz auf weiss. Das war am Anfang schwer, weil ich mich für meine Hysterie natürlich schäme, aber es gibt mir Sicherheit, wenn da mal jemand hingeschaut hat.

2) Ich versuche mich bewusst an schöne Momente zu erinnern oder an positive Dinge in der Zukunft zu denken. Wenn ich wieder eine Attacke habe, dann bin ich wie im Nebel... Alles ist Befürchtung, Unruhe und ich stecke regelrecht in halbfertigen Panikgedanken fest. Da hilft es mir dann, bewusst an Dinge zu denken, die schön sind und mich an die Welt außerhalb meiner Panikblase zu erinnern. Das ist nicht einfach und dauert oft eine Weile, bis ich wirklich an schönes Denken kann, aber dann hilft es mir sehr, denn diese Panik dauert nicht ewig, es gibt immer Lichte, entspannte Momente in denen man mal kurz durchschnaufen kann.

3) Eine Liste von all den Krankheiten machen, vor denen ich schon Angst hatte und an denen ich NICHT gestorben bin Wink Eine Auswahl wären zum Beispiel Meningitis, Kehlkopfkrebs, Magenkrebs, Lymphdrüsenkrebs, Herzfehler, Blutvergiftung, Multiple Sklerose... Das rückt die neueste Befürchtung dann wieder ein bißchen in Perspektive - möglich, dass ich auch dieses Mal nix schlimmes habe Wink

4) Darüber reden! Wenn ich mal wieder Angst habe, zu sterben, dann erzähle ich meinem Mann (oder wahlweise meiner Mutter oder Freundin) alle noch so lächerlichen Ängste ("Ich habe Angst, mein Herz platzt gleich vor Herzrasen") und es laut auszusprechen hilft mir dann zu sehen, wie lächerlich das ist. Vielleicht hat nicht jeder das Glück, so jemanden zu haben, aber dafür gibt es ja zum Beispiel dieses Forum Smile

5) Erfahrungsberichte Lesen! Nein, um Gottes willen nicht Dr Google fragen! Aber in diesem Forum zB von den Symptomen anderer zu lesen. Dann sind zwei Stunden 110er Puls auf einmal nicht mehr so ungewöhnlich, wenn ich lese, dass andere bei Ihren Panikattacken ähnliches erleben. Denn das gemeine ist ja, dass ich immer wieder denke "Oh gott, das fühlt sich so schlimm an, das ist sicher nicht "nur" eine Panikattacke" - Denkste.

Und wenn all dies nicht hilft, dann rufe ich meinen Therapeuten an. Manchmal frustriert es mich, warum "das nicht endlich weggeht", aber dann erinnere ich mich an die Anfangszeit, vor meiner Therapie, als mich die Panikattacken vollständig gelähmt haben. Jetzt ist es mehr wie eine Erkältung - mein Leben ist dann mal ein, zwei Wochen hart und ich fühle mich schlecht, aber es kommt nicht mehr komplett zum Stillstand.

Alles Liebe,

Nina

19.01.2016 09:27 • x 2 #761


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J
eine sehr gute idee, finde ich! daumen hoch! hoffentlich gibt es genug mitglieder , die interesse an dieser gruppe haben.

#2


R
Danke mattes, für den tollen Anfang!

Ich bin gespannt, was hier nun passiert und freue mich schon Very Happy

Liebe Grüße an alle !

#3


L
Finde ich hervorragend, denn die " Ärzterennerei" ( von der ich mich auch nicht frei machen kann, aber hart dran arbeite) heizt der Angst erst richtig ein!
Ich wünsche euch/uns einen erbaulichen Austausch,

liebe Grüße,

Charly

x 2 #4


ManuBS
Hallo alle zusammen,

Ich würde gerne mal wissen wie ihr mit euren ängsten umgeht Thema Globusgefühl?

Ich weiß das ich Organisch gesund bin habe aber immer Angst das es was schlimmes ist wie z.b Krebs Sad(.

Lg

#5


R
Huhu Manu,

falls sich das "Bs" auf einen Ort bezieht, begrüße ich dich herzlich als Nachbar Smile

Ich hab schon gelesen, dass du Untersuchungen hast machen lassen, die alle besagen, dass du nichts hast. Ich denke, wenn du trotz alledem noch fest davon überzeugt bist, Krebs zu haben (oder etwas anderes Schlimmes), dann frage ich dich, woher kommt das Misstrauen dir selbst und deinem Körper gegenüber?
Da ist meistens die Crux an der Sache. Die Angst an sich ist nur Symptomträger. Das wirkliche Problem sitzt an anderer Stelle.
Wenn du mal darüber nachdenkst, an welchen Stellen in deinem Leben hattest du vielleicht eine Situation oder eine Phase, die dich heute dazu bringt, dir selbst nicht vertrauen zu können ?!
Ich würde das ganze gern versuchen, mit dir gemeinsam zu ergründen. Denn wenn man herausgefunden hat, was einen heute so denken lässt, hat man auch den Fehler im eigenen System gefunden und kann loslegen, ihn zu beheben.


Liebe Grüße

Dani

x 1 #6


ManuBS
Ich hatte in den letzten drei Jahre Angst mein Job zu verlieren, dann haben wir vor zwei Jahren erfahren das mein kleiner Neve eine Geneticke Krankheit hat wo er wenn wir Pech haben wohl noch nicht mal 20 wird und dadurch ist meine Mutter leider depressiv gewurden so das ich dann auch noch sorgen um meine Mutter und mein Vater hatte weil wir( meine Freundin und ich) ihn versucht haben zu helfen und zu unterstützen und dann halt der ganz normale Alltags Stress.

Aber was ich nicht verstehe ist jetzt wo ich mein Festvertrag habe, meine Mutter wieder besser drauf ist und ich sehe das mein Neve gut drauf ist, warum ich das jetzt bekomme und ständig Angst habe schwer krank zu werden.

Muss dazu auch mal erzählen das mein Vater mal schwer Hoden krebs hate (wieder gesund) und meine Mutter mal Gebärmutter krebs hatte( wieder alles gesund) das die Angst vieleicht davon kommt und ich lease leider jede schei. bei google nach wenn ich was habe.

Lg

#7


M
In diesen Erfahrungen und sicher auch noch anderen wird das Problem liegen. Du hast das Vertrauen in ein gesundes Leben wohl verloren. Das muß man genauer durchleuchten. Warten wir mal was rockabella dazu sagt. Ist aber reparabel. Glaub mir.

#8


ManuBS
Ach und wie ich erfahren habe damals das ich nach drei Jahren ein Festvertrag bekommen kann habe ich mir gerade im 3 Jahr immer gesagt du darfst nicht krank werden sonst fällst du negativ auf und das wars dann mit dein Vertrag also habe ich mich selber noch unter Druck gesetzt und wie ich dann die Einladung bekommen habe zu ärztlichen Firmen Untersuchung habe ich gleich gesagt so jetzt erst recht nicht krank werden nicht das die Untersuchung schlecht aufstellt.

Lg

#9


M
Die Genesung kommt aus dem "Achso" Erlebnis. Wie du schon bemerkt hast fallen dir Dinge auf die dir verwehrt wurden in der Angst.
Siehst du, da bist du der Sache schon wieder ein Stück näher gekommen. Du arbeitest an dem Problem, das wiederum erkennt deine Seele und je mehr du das machst, nicht übertreiben auch entspannen, desto weniger wirst du von deiner Krankheitsangst spüren. Das was du jetzt machst ist Negativ (Symptome-Gedanken-Angst) in Positiv (Analyse-Erkennen-Akzeptieren) umzuwandeln. Es wird noch ein Gutes Stück Weg sein das du gehen mußt, es kann sogar sein das du durch dein Erkennen hin und wieder Rückschläge erlebst aber die gehören dazu.

Merkst du, wie du dich beschäftigst mit der Analyse und nicht mit deinem Symptom und wie gut es dir tut wenn du eine Sache findest wie mit dem 3 Jahr wo du auf keinen Fall krank werden durftest. Das ist das erste positive Gefühl seit langen, richtig?

x 2 #10


ManuBS
Was ich nicht verstehe ist, jetzt wo ich zu Ruhe komme kommt jetzt das und das verstehe ich leider noch nicht.

Ich versuche auch nicht dran zu denken und mich abzulenken und stark zu bleiben was aber leider nicht immer hin haut Sad(.

Lg

#11


M
Du kommst zur Ruhe, ja aber davon ist das was du gespeichert hast ja nicht weg. Es ist ja da, du hast es ja erlebt. Das wichtigste ist das du verstehst das deine blöden Symtome dich nicht umbringen. Es kommt von innen. Nimm es so, du bist falsch programiert. Durch deine Erlebnisse hast du dir die Angst anerzogen. Nun muß sie wieder weg. Ruhe alleine bringt es nicht alleine. Die falsche Programierung muß raus. Dafür mußt du wissen was ist falsch, was habe ich in meinem Leben falsch gesehen oder wurde mir auch falsch beigebracht. Lass dir Zeit. Das wichtigste wirklich ist, "DU BIST NICHT ERNSTHAFT KRANK. sag dir das immer wieder.

x 1 #12


ManuBS
Gib's überhaupt etwas was ich machen kann?
Ich will auch keine anti depressiver nehmen oder so.

Danke für die tollen Tipps.

Lg

#13


M
Ich nehm Laif 900 Johanniskraut, aus der Apotheke. Dauert 2-4 Wochen bis sie wirken aber das machen sie jetzt sehr gut bei mir. 1 Pille am Morgen, reicht für 24 Std. Keine Nebenwirkungen, keine Abhängikeit, kein ausschleichen. Nur bei Sonnenbädern und bei einigen anderen Medis in Kombination (steht auf der Beschreibung) mußt du aufpassen.

#14


R
Guten Morgen,

weil du fragst, ob du überhaupt was machen kannst, Manu, aber na sicher kannst du das ! Mattes hat dir bereits einiges an Vorschlägen gemacht, was gut für dich sein könnte ! (Und ich meine damit nicht den Medikamentenvorschlag, der auch gut war, aber ich meine das, was mattes wirklich sagt!)

In erster Linie, brauchte ich etwas Zeit um darüber nach zu denken, worin der Knackpunkt liegen könnte. Dann ist mir aufgefallen, dass ich zu wenig weiß, über deine Geschichte, bestimmte Erlebnisse, etc. Logisch, du hast geschrieben, worum es bei dir im Groben ging, aber ich glaub, da war sicherlich noch ne ganze Menge mehr.

Ich bin kein Psychologe, keine Psychiaterin, nur mal vorweg!
Mattes sagt schon völlig richtig, deine Erfahrungen, die sind, in ihrer Mischung, ein Grund für dein heutiges Verhalten.
Du musstest erleben, dass Dinge nicht so laufen, wie sie laufen sollten. Eine Menge Unsicherheiten (Krebserkrankungen der Eltern zb.) kreuzten deinen Weg. Das sind Dinge, vor denen man steht und denkt "Ach du schei., das kommt einfach aus heiterem Himmel, ich habe keine Chance dagegen, irgendwann bin ich auch dran, nichts kann mich schützen!".
Und ich glaub, da könnte ein Problem liegen.
Du fühlst/fühltest dich ungeschützt, offengelegt, unsicher und quasi auf dem Präsentierteller für alle Schlechtigkeiten, die einem Menschen zustoßen könnten.

Ich weiß ja nicht, zu welchem Alterszeitpunkt deine Eltern so krank waren, aber wenn es war, als du Kind /Jugendlicher warst, dann setzt es dem Ganzen natürlich noch einen drauf !

Das Wichtigste, was du lernen und wissen musst ist, niemand außerhalb kann dir helfen. Aber weißt du was das Tolle daran ist? DU allein, du kannst es.
Vielleicht kannst du, als kleine Übung und Sicherheitgebung für dich, dich täglich vor den Spiegel stellen, lächeln und dir LAUT ins Gesicht sagen : " Ich liebe, glaube, vertraue, ich bin dankbar und mutig!" Das mag bescheuert klingen, aber solche Dinge sind unerlässlich, wenn man lernen will, sich selbst zu vertrauen und zu lieben. Und das ist, jedenfalls meiner Meinung nach, die absolute Grundlage für so gut wie alles !

Warum das alles passiert, jetzt wo du eigentlich Ruhe hast?
Warum ist es so wichtig, dafür einen Grund zu finden, wieso es gerade jetzt passiert?
Wichtig ist nur, dass du es registrierst, annimmst und bereit bist, an dir selbst zu arbeiten!
Sei dir sicher, dass du das kannst!

Freunde

Lg,

Dani

x 1 #15


M
Gut, versuche ich dir zu erklären was sein könnte, warum gerade jetzt. Das vegitative Nervensystem ist der Schlüssel, das heißt du hast einen Sympatikus Nerv und einen Parasympatikus. Ersterer ist zuständig für die Energie, er ist aktiv, für Leistung zuständig. Zweiterer fährt dich runter nach getaner Arbeit des Tages, er ist für die Entspannung zuständig. Wenn nun eine lange Zeit nur der Sympatikus aktiv ist (in der Angstfase, die ja lange läuft bei unsereins) dann wirds irgendwann nicht mehr gehen und der Parasympatikus tritt ein, fährt dich extrem runter (kennen wir als Antriebsschwäche/ich kann mich zu nichts mehr aufraffen)

Wie das im einzelnen funktioniert kannst du im nachstehenden Link nachlesen. Durch die beiden enstehen auch die Symptome die wir alle kennen und kein Arzt findet etwas. Eben Fehlmeldungen des vegitativen Nervensystems an die Organe.
Hier spricht man dann von einer Somatisierungsstörung an der du sicherlich leidest wie viele hier. Ich bin aber kein Mediziner, ist alles nur eine Annahme. Sprech deinen Arzt darauf an.

http://flexikon.doccheck.com/de/Sympathikus

x 1 #16


M
Wenn du das verstanden hast, dann weißt du das deine Symptome von der Psyche kommen, du kannst sie annehmen und sie werden weniger aber vor allem geht die Angst.

Hier noch die Erklärung zum Parasympatikus

http://flexikon.doccheck.com/de/Parasympathikus

und zum vegitativen Nervensystem

http://www.netdoktor.de/Gesund-Leben/An ... 10169.html

#17

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R
danke mattes Very Happy
Zur erklärung, weshalb ich das schrieb:

ich hab nur irgendwann versucht aufzuhören, immer grundsätzlich genau wissen zu müssen, warum alles so ist, wie es ist. man macht sich nur wahnsinnig und es bringt absolut nicht weiter. denn irgendwann, kann man sich auch damit nicht mehr beruhigen... stirnrunzeln deshalb denk ich, abschalten das ganze, bevor auch das nicht mehr hilft. und an der richtigen stelle beginnen !

ganz zu anfang hat es mir geholfen, wenn ich schnell zu hause war, das war mein sicherer ort.
das half irgendwann nicht mehr, dann musste immer ein arzt oder ein krankenhaus in der nähe sein, damit ich mich sicher fühlte.
nachdem auch das die angst nicht abhielt, musste ich immer notfallmedikamente dabei haben, waren die mal nicht in meiner handtasche, war sofort panik angesagt.
und als das nicht mehr half, musste für einfach ALLES sofort eine erklärung her. ich habe so lange gesucht, bis ich eine gefunden hatte.
und dann? tja....dann half das irgendwann auch nicht mehr...
und erst da habe ich geschnallt, darum gehts gar nicht.
es geht um was ganz anderes.
nicht die umwelt ist die, die mir helfen kann und muss.
das bin nur ich selbst.

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M
Richtig was du schreibst. Wichtig ist aber für 99% der Leute hier zu akzeptieren, nach schulmedizinischer Abklärung, wo kommen meine Symptome her. Zu begreifen sie tuen mir nichts, ich bin nicht lebensbedrohlich erkrankt. Das kann man an Hand der Erklärungen und in dem Fall dann auch googlen um weitere, zur Somatisierung typischen Symptome, zu finden und sich zu verinnerlichen, da kommen sie her ich brauche keine Angst zu haben.

x 1 #19


R
Akzeptanz ! Dat isset Very Happy

#20


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