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Huhu Ihr Lieben!

Hat jemand auch die Diagnose "Somatisierungsstörung" vom Hausarzt bekommen? Habe eine Überweisung bekommen für Neurologie und Psychiatrie. Habe aber erst am 23.07. einen Termin. War schonmal jemand mit sowas beim Neurologen und kann mir vielleicht sagen was da so gemacht und untersucht wird? Habe so einen extremen Bammel davor, dass ich jeden Tag voller Adrenalin stecke

04.06.2012 09:04 • 04.06.2012 #1


5 Antworten ↓


HeikoEN
Ich würde das eher als Zugewinn sehen, denn dann kannst Du klar ausschließen, dass es z.B. kein Nervenproblem ist.

Und versuchen wir ein wenig realistisch zu bleiben und Dir klar zu werden, dass ein Tumor wahrscheinlich schon im Blutbild aufgefallen wäre, genauso wie MS oder eine andere Autoimmunerkrankung, die ja auch gar nicht so selten sind...

Es gibt ja hier auch relativ viele Teilnehmer, die vom Neurologen berichten können. Es klingt immer so danach, wenn der Hausarzt nicht weiter weiss, dann ab zum Neurologen.

Der Weg dort kann relativ lang sein, weil das Feld des Neurologen weit ist.

Und die Somatisierungsstörung ist gerne von der eigentliche Angsterkrankung "genutzt", um sich dahinter zu verstecken, denn die Symptome sind fast identisch! Die Abgrenzung ist ebenfalls relativ schwierig.

Aber je nach Vorgeschichte (die ich jetzt nicht kenne von Dir), würde ich Dir empfehlen, den eigenen Kopf nicht auszuschalten. Damit meine ich, wenn man zu drei Ärzten geht, bekommt man drei Meinungen Und ein Arzt kann nur was finden, wenn er auch weiss, wonach er sucht. D.h., wenn Du ihn auf die richtige Spur in Sachen psychischer Erkrankung schickst, wäre das ggf. ein guter und wichtiger Hinweis für den Arzt.
Oder als Alternative ihn einfach "benutzen" als Facharzt dahingehend, klar die Fragestellung zu beantworten, ob eine Nervenerkrankung vorliegt ja/nein. Dann aber das weitere Vorgehen mit dem Hausarzt als "Kopf" bzw. Zentrale aller untergeordneten Fachärzte zu besprechen.

Wie schon oben gesagt, sehe ich es eher als gut an, wenn Du wirklich organisch alles ausschließen kannst und somit am Ende ggf. etwas psychisches übrig bleibt.

Oder?

04.06.2012 09:27 • x 1 #2



Somatisierungsstörung?!

x 3


Erst einmal, danke für die Antwort.

Ich leide seit meinem 14. Jahr unter Panikattacken und Angstzuständen, die aber erst mit 28 Jahren erkannt wurden. Also vor 3 Jahren. Mein Hausarzt untersucht mich seitdem nicht mehr. irgendwann fingen diese Schmerzen jeden Tag überall im Körper an, aber er untersuchte mich nicht, schob es direkt auf die Psyche
Habe panische Angst vor einer Nervenkrankheit. Ich will zwar wissen woher das alles kommt, aber irgendwie auch gar nicht..Panik halt, dass die doch was schlimmes finden könnten.. Ein teufelskreis

04.06.2012 09:46 • #3


HeikoEN
Genau, wie Du schon schreibst, ein Teufelskreis!

Psychische Probleme treiben manchmal ein ziemlich buntes Spiel...

Aber und das denke ich, solltest Du dir wirklich verdeutlichen, den Weg gehst nur Du alleine!

D.h., Dein Hausarzt ist nicht verantwortlich. Denn er hat ja keine Probleme, geschweige denn psychische Probleme.

Und wenn Du in einem KH liegst, Laboruntersuchungen gemacht werden, Du aber nichts erfährst darüber, dann bist nur Du auch dafür verantwortlich es totzdem in Erfahrung zu bringen.

Wenn man hier so quer liest, fällt mir immer wieder auf, dass die Betroffenen zu sehr die Verantwortung für die eigene Erkrankung gerne abgeben möchten.

"Der Arzt hat..." oder "Ich soll die und die Tabletten nehmen..." usw.

Ich meine, man kann die Verantwortung nicht abgeben, denn die Probleme hat man selbst und nicht der Arzt, der vor einem sitzt.

Ärzte, Therapeuten oder wer auch immer, können nur Wegbegleiter sein, Hilfesteller, aber nicht Löser des Problems. Die Schulmedizin macht m.E. nach sowieso nur eine reine Symptombehandlung. Dazu ist diese Wissenschaft offensichtlich noch zu jung, als das sie dem Patienten bewusst macht, dass er selber der Schlüssel zum Erfolg ist. Schulmediziner fühlen sich auch immer in der Situation, eine Antwort geben zu müssen und wenn die "nur" heisst, mal eine Packung Antidepressiva rüberzureichen und den Kassenpatienten nach 3,5 Minuten damit nach Hause zu schicken. DAS ist für mich KEINE Medizin

Daher finde ich, solltest Du "am Ball" bleiben und ggf. selber die Sache in die Hand nehmen, weil Wartezeit ist nur verlorene Zeit und seit dem 14. Lebensjahr damit herumzulaufen ist eine Last.

Oder wie ist Deine Meinung?

04.06.2012 10:52 • x 1 #4


Zitat von HeikoEN:
Und wenn Du in einem KH liegst, Laboruntersuchungen gemacht werden, Du aber nichts erfährst darüber, dann bist nur Du auch dafür verantwortlich es totzdem in Erfahrung zu bringen.


Glaube kaum, dass, nehmen wir mal an, das dort was Gefährliches entdeckt wurde, dass es dann meine Schuld wäre, evtl. zu sterben weil ICH da nicht vorher nachgefragt hatte wie die Laborergebnisse waren?

Ärzte sind dafür da um zu helfen und zu heilen (wenn es heilbar ist)
Ich will keine Verantwortung anderen in die Tasche legen, ich will wissen was ich habe und woher das kommt! Dafür zahle ich Praxisgebühren, und dafür zahle ich Kassenbeiträge!
Und wenn du nachher umkippst, doch was Ernsthaftes hattest, und Du jedesmal Beschwerden hattest, und damit beim Arzt warst, und der Dich nicht darauf untersucht hat, dann ist es SEINE Verantwortung und nicht Deine!

04.06.2012 14:17 • #5


HeikoEN
Zitat von Jaleolina:
Glaube kaum, dass, nehmen wir mal an, das dort was Gefährliches entdeckt wurde, dass es dann meine Schuld wäre, evtl. zu sterben weil ICH da nicht vorher nachgefragt hatte wie die Laborergebnisse waren?


Nunja, wenn man beim Tod dann von Schuld sprechen kann

DAS war damit auch nicht gemeint. Aber Du kannst dem Arzt, wenn er Dir den Laborbefund nicht gezeigt hat, keinen Vorwurf daraus machen. Wenn Dich der Laborbefund interessiert, bist Du selber dafür verantwortlich ihn zu erfahren. DAS meinte ich damit.

Zitat von Jaleolina:
Ärzte sind dafür da um zu helfen und zu heilen (wenn es heilbar ist)
Ich will keine Verantwortung anderen in die Tasche legen, ich will wissen was ich habe und woher das kommt! Dafür zahle ich Praxisgebühren, und dafür zahle ich Kassenbeiträge!
Und wenn du nachher umkippst, doch was Ernsthaftes hattest, und Du jedesmal Beschwerden hattest, und damit beim Arzt warst, und der Dich nicht darauf untersucht hat, dann ist es SEINE Verantwortung und nicht Deine!


Spannende Annahme. Aber ok, wenn Du es so siehst, mag man damit leben können. Nur dann gibst Du sozusagen Dein Wohl an den Arzt ab, oder?

Denn was nutzt es Dir, wenn ER die Untersuchung, aus welchen Gründen auch immer, versäumt hat? Eine moralisches Recht, als unwissender Patient dich richtig verhalten zu haben? Und Praxisgebühr und Krankenkassenbeiträge sind ja keine Rechtfertigung dafür, sich "blind" auf das zu verlassen, was der Arzt, der dich seit Jahren nicht mehr untersuchen möchte, zu verlassen.

Ich will damit die Verantwortung der Ärzte für ihr Tun und Handeln nicht in Abrede stellen, aber Du schreibst selber, dass er dich seit Jahren nicht mehr untersucht usw., was offentsichtlich ein Zustand ist, der Dir nicht gefällt?

Oder habe ich das falsch interpretiert?

Letztendlich entscheidest Du für Dich was richtig ist und geeignet. Ich wollte damit nur ein wenig Denkanregung geben, die Du selbstverständlich nicht teilen musst. Jeder ist für sich selbst verantwortlich und vielleicht ist der Neurolge ein guter Ansatz ein Stück weiterzukommen.

04.06.2012 14:31 • #6




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