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xestus
Hallo liebe Mitleidenden.

bitte entschuldigt den ewig langen Text, aber vielleicht kann ich jemandem auch damit helfen.
zuerst möchte ich mich vorstellen. Ich bin 28 Jahre alt, männlich, zwar unsportlich aber bin normal statuiert und "eigentlich" auch mehr oder weniger gesund. Ja, ich bin Raucher, seit ca. 15 Jahren, mal mehr oder weniger. Auch beruflich kann ich mich nicht beklagen, es geht mir sehr gut. Vor drei Wochen haben meine Partnerin und ich geheiratet.

So, vor ca. 4 Wochen hat alles angefangen. Eigentlich schon vor ca. einem halben Jahr, aber dazu später mehr.
Als ich wie gesagt vor 4 Wochen vom Büro zum Parkhaus lief, habe ich gedacht ich hätte Schluckauf. Im Auto habe ich dann an der Ampel aus Reflex meinen Puls gefühlt und bemerkte, dass mein Herz "aussetzt". Ich dachte zuerst, ich bilde es mir ein. Jedoch fühlte ich erneut, wieder ein Aussetzer. Sofort wurde mir heiß, aber gleichzeitig wurde ich eiskalt. Binnen Sekunden war ich komplett durchgeschwitzt, mir lief der Schweiß die Stirn runter und hatte einen Puls von gefühlt 200. Ja, ich hatte Todesangst. Nach ca. 2 Minuten kam ich bei meiner Schwester an (Ihr Haus ist näher als meine Wohnung) schlug gegen die Tür und flehte Sie an den Notarzt zu rufen, ich dachte ich hätte einen Herzinfarkt. Nach ein paar Minuten waren auch schon Notarzt und Sanitäter angekommen, EKG - Blutdruck etc. gecheckt und ab ins Krankenhaus. Mir wurde sofort etwas zur Beruhigung gespritzt und dann war ich auch schon angekommen. Nach ein paar Minuten kam auch schon der Oberarzt mit den Ergebnissen von meinen Blutwerten und des aufgezeichneten EKGs.

Ohne auch nur ein Wort zu verlieren hielt er mir das EKG unter die Nase, zeigte auf die Blutwerte und meinte ganz trocken : " Sie sind ein Schisser!"

EKG völlig normal, absolute astral Blutwerte. Ich hätte anscheinend absolut nichts und wäre kerngesund!
Diagnose : Extrasystolen / Panikstörung. Nach einem kurzen Gespräch wurde mir erklärt was denn diese Extrasystolen wären und dass diese absolut harmlos wären.
Nach einem buchstäblichen Ärzte Hopping, von Orthopäde über Kardiologe, Hausarzt etc., Langzeit - und Belastungs-EKG, langzeitblutdruck Messung, wurden endlich diese ventrikulären Extrasystolen dargestellt und aufgezeichnet. Herzultraschall -> "Ihr Herz ist kerngesund!"

Meine derzeitigen Symptome:
-Herzstolpern, bei Ruhe weniger, eher bei Belastung und in der Erholphase nach der Belastung.
-Extremer Schwindel, Augenflattern und starke Benommenheit.
-Hitzewallungen, im nächsten Moment sofort eiskalte Schweißschauer.
-Meine Zunge schmeckt "elektrisiert" , so als ob man sie gegen eine Blockbatterie halten würde.
-Übelkeit, Appetitlosigkeit, Durchfall und allgemeine Magenbeschwerden.
-Es kommt mir alles unwirklich vor, als ob ich mein Leben nicht selbst leben würde, als ob ich nicht mehr die Kontrolle über mich selbst hätte.
-Seit Monaten habe ich Schmerzen in Rücken, besonders im HWS, BWS Bereich und Nacken.
-Schlafstörungen, EInschlaf- sowie Durchschlafstörungen. Ebenso habe ich Angst einzuschlafen, da ich mir Sorgen mache, mein Herz könnte aufhören zu schlagen.

Die meisten Symptome, kommen schlagartig und sind nicht dauerhaft.
Mittlerweile ist es so heftig geworden, dass ich Angst habe, alleine zu sein. Es könnte ja etwas passieren, und was mache ich wenn ich nicht in der Lage sein sollte, den Notarzt zu rufen? Momentan habe ich Urlaub und diesen Samstag steht die kirchliche Hochzeit mit anschließenden Flitterwochen an, und natürlich habe ich extreme Angst, dass etwas bei der Hochzeit oder im Urlaub passiert.

Zu erwähnen sei noch: Ich befinde mich seit ca. 6 Monaten in Psychologischer Behandlung (Psychoanalyse) aufgrund von Kindheitstraumata (Alk. Eltern, Mobbing in der Schule etc) ohne Medikation, d.h. ich nehme keine Antidepressiva oder Ähnliches. Wie erwähnt leide ich seit Ende 2015 an starken Nackenschmerzen und Ausstrahlungen in Rücken und Arme. Zuerst wurde eine Arthrose im HWS Bereich festgestellt, dann ein fehlplatzierter Atlaswirbel, dann ein verschobener Kiefer etc.pp. Jeder Arzt hatte etwas anderes entdeckt. Von Physiotherapie über Osteopathie bis hin zur Blackroll habe ich eigentlich alles durch.

Schlussendlich habe ich die Diagnose eben bekommen, ich habe eine Angst / Panikstörung mit starken Psychosomatischen Symptomen, eben obig beschriebene.

Ich habe den "Fehler" gemacht, und nach all meinen Symptomen das Internet befragt.... Von Herzinsuffizienz, über Herzmuskelentzündung bis hin zu Virusinfekt und Roemheld Syndrom hätte ich eigentlich alles haben können. Je mehr ich las, desto schlechter ging es mir. Mittlerweile verfaule ich zu Hause auf dem Sofa, obwohl noch so viel für die Hochzeit vorzubereiten ist. Aber momentan habe ich einfach Angst, mich irgendwie körperlich zu betätigen, mein Herz könnte ja wieder anfangen zu stolpern.

Was mir bisher geholfen hat... Eigentlich nur der Gedanke : DU BIST GESUND! ES GEHT DIR GUT! Dein Unterbewusst sein wird dich heilen!
Wenn ich eine Attacke bekomme, sage ich mir diesen Satz mehrmals vor. Ich habe in letzer Zeit sehr viel über die Macht des Unterbewusstseins gelesen, den Buchtitel werde ich in einem nächsten Post hinzufügen. Das hat mir bisher als einziges "Medikament" geholfen.

Lange Rede kurzer Sinn. All in all, denke ich, mein Leiden ist nicht körperlich verursacht, sondern einfach, wie bestimmt bei den meisten -> Stress. Ob bewusster oder unbewusster Stress. Die einzige Möglichkeit wird wohl sein, sich selbst wieder zu vertrauen und daran zu glauben, dass mir nichts passieren wird.

Ich hoffe ich habe nichts vergessen, es wurde doch ein etwas längerer Post.

Trotzdem wünsche ich euch allen eine gute Besserung!
Vielen lieben Dank für Zuhören.

15.06.2016 23:17 • 29.11.2016 x 5 #1


52 Antworten ↓


laribum
am besten mal einen termin beim psychiater machen lassen nur mit psychoanalyse allein scheinst du nicht weiter zu kommen.

16.06.2016 06:40 • #2



Herzstolpern, Atemnot, Schwindel und Depression

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xestus
Zitat von laribum:
am besten mal einen termin beim psychiater machen lassen nur mit psychoanalyse allein scheinst du nicht weiter zu kommen.

Hi, darf ich fragen wieso? Mir ist nicht klar, wie mir ein Psychiater besser helfen könnte.
Viele Grüße!

16.06.2016 09:06 • x 1 #3


laribum
medikamentös versuchen das darf nur ein Facharzt verschreiben

16.06.2016 19:52 • #4


Salzkristall
Zitat von xestus:
Ohne auch nur ein Wort zu verlieren hielt er mir das EKG unter die Nase, zeigte auf die Blutwerte und meinte ganz trocken : " Sie sind ein Schisser!"


So ein A********!
In der medizinischen Ausbildung lernt man ein ganzes Semester lang über Psychosomatik und dass die Leiden nicht eingebildet sind, wie beim Hypochonder, sondern REAL existieren, eben aber halt durch die Psyche ausgelöst.

Warum wir aber alle schnellstens damit aufhören sollten: auch die Psychosomatik kann irgendwann tatsächlich die Organe schädigen. Wenn wir dauernd Herzstolpern, flattern, etc PP haben, ausgelöst nicht weil das Herz krank ist, sondern allein nur durch den Kopf, dann wird es irgendwann tatsächlich krank!

01.07.2016 18:50 • x 1 #5


miriam0707
Hallo und herzlich willkommen Xestus,
ich hoffe du fühlst dich hier wohl und kannst dich gut austauschen:-)
Mir geht es übrigens wie dir ...

Zu dir Salzkristall, also ich lebe seit ca. elf Jahren mit Panikattacken und ich bin noch gesund. Ich denke nicht das man da wirklich krank von wird. Man muss halt dran arbeiten.

01.07.2016 19:40 • x 3 #6


Salzkristall
Zitat von miriam0707:
Zu dir Salzkristall, also ich lebe seit ca. elf Jahren mit Panikattacken und ich bin noch gesund. Ich denke nicht das man da wirklich krank von wird. Man muss halt dran arbeiten.


Also ich möchte natürlich niemanden noch zusätzlich verunsichern, aber ich meine, darüber mal gelesen zu haben, dass einen auf Dauer das dann noch tatsächlich pathologisch krank machen kann... Gut ist es sicherlich nicht gerade. Alleine schon für die Psyche.

01.07.2016 19:47 • #7


miriam0707
Ich finde halt solche Kommentare hier nicht so ganz angebracht, ich bin mir nämlich sicher das keiner hier gerne darunter leidet. Sowas lässt sich nun mal leider nicht von heute auf morgen abstellen. Deswegen sage ich ja dran arbeiten, nur ist das nicht so einfach. Wenn man hier schreibt sollte man Mut machen und nicht noch mehr runter ziehen.

01.07.2016 20:15 • x 2 #8


Salzkristall
würdest du mal meine Beiträge durchlesen, dann wüsstest du, dass ich wohl der letzte bin, der das hier "belächelt", denn ich befinde mich selbst in einer enormen Angstspirale. Nur, wie ich in einem anderen Thread schon geschrieben habe, bringt es auch nichts, wenn man dann Halbwahrheiten oder Unwahrheiten erzählt, nur der Augenwischerei wegen. Hilft uns sowas? Ich glaube nicht. Ich weiß, dass man das nicht von heute auf morgen abstellen kann - ich kann es selber nicht, dennoch ist mir selber aber bewusst, dass ich es abstellen MUSS bzw, wie du ja so schön schreibst, daran arbeiten muss, denn auf Dauer geht das nicht gut. Wenn ich den Artikel gefunden habe, worin erläutert wird, dass ständige Angst irgendwann tatsächlich auch krank machen kann, werde ich ihn hier posten. Ich weiß nur, dass es nicht gut sein kann, ständig unter dieser Angst zu leben, deswegen versuche ich selbst wie wild, diese Angst zu besiegen!

Das hat alles rein gar nichts mit runtermachen oder sonst was zu tun...

01.07.2016 20:32 • #9


miriam0707
Das ist ja denke ich mal jeden hier klar das man etwas dagegen tun muss.

01.07.2016 20:36 • #10


Salzkristall
@miriam0707

Hier z.B.:
"Wenn die Seele körperlich krank macht"

http://www.internisten-im-netz.de/de_we ... t_712.html

oder

http://www.br.de/radio/bayern2/wissen/g ... r-100.html

Und genau davor habe ich ebenfalls "Angst". Sozusagen die Angst vor den Auswirkungen der Angst...

01.07.2016 20:39 • #11


miriam0707
Danke, aber das werde ich nicht lesen. Wie gesagt mir geht es ja auch nicht anders und glaub mir, ich arbeite wirklich hart daran.

01.07.2016 20:46 • #12


Hallo, das hier ist mein erster Eintrag, deshalb bitte ein wenig Nachsicht. Auch bei seiner Länge.

Vor ca. 1 Stunde hatte ich mal wieder genau die selben Symptome und bin dann vom Billard nach Hause gefahren, weil es mir hier einfach ein wenig besser geht. Da habe ich deinen Beitrag gelesen und mich einfach selbst erkannt.

Zu meiner Person, 24 Jahre, noch Student und seit ca. 2 Jahren mit Panikattacken zu kämpfen. Erste ist entstanden als Haze geraucht hatte und mich hat dieses Gefühl von Leere und Tod "verfolgt". Als ich dann damals Prüfungen nicht bestanden habe, wurde es mit der Zeit schlimmer. Da wusste ich aber auch noch nicht was genau das ist.
Irgendwann bin ich auch angefangen zu Googeln und -Ohh Gott- Das war ein Fehler. So viele Krankheiten und Leid, sowas verfolgt.
Als ich mein derzeitiges (neues) Studium angefangen bin wurde es erst schlechter, aber dann mit der Zeit immer und immer besser. Bis letztens hatte ich Monate keine Attacke. Selbst war ich auch mehrmals beim Arzt und habe vieles durchchecken lassen, allerdings gehe ich ungern zu Arzt, deshalb nur das nötigste kontrolliert.
Ich selbst habe viele Artikel über Psychologie und auch deren Auswirkung gelesen, deshalb beruhige ich mich immer mit Atemübungen und Bewegung. Allerdings denke ich dass ich noch viel aus meiner Vergangenheit aufzuarbeiten habe um die Attacken komplett zu überwinden.
Das empfehle ich jeden. Oft sind die Auslöser nur unverarbeitete Erinnerungen, aus eigener Erfahrung kann ich sagen das ein kleiner Funke Hoffnung ausreicht damit einfach alles wieder "vergessen" wird.
Jetzt gerade bin ich auch wieder in einer Kriese (Arbeitslosigkeit) und langsam kommt auch wieder die Angst durch. Zur Zeit versuche ich sie noch zu unterdrücken, was keine Lösung des Problems ist. Verarbeiten der Dinge ist immer besser, vergessen gibt es hierbei nicht.
Meine Motivation und Bastellen sind:
- wenig Bewerbung ( Mache jetzt mit Freunden wieder Sport)
- wenig Kontakt mit Menschen ( Verstecke mich oft zuhause, ein Spaziergang und ein kleiner Bummel am Tag helfen oft schon)
- Pessimistische Denkweise ( Grübel oft zu viel nach wenn ich Zeit habe, dies versuche ich mit Unternehmungen zu bekämpfen)
. u.s.w.

Ich hoffe ich konnte mit meinen Erfahrungen helfen und freue mich auf Feedback. Und danke für die Aufnahme im Forum, ich denke es hilft seine Sorgen zu verarbeiten.

30.08.2016 23:20 • x 1 #13


xestus
Hallo Zusammen,

erstmal vielen Dank für die vielen Beiträge und sorry für meine verspätete Antwort.
Es ist sooo vieles Passiert in den letzten Monaten und die Zeit rast... Ich kann das meiste hier jetzt leider nicht auflisten jedoch hat sich auch an meiner Situation und meinem Empfinden einiges getan.

Ich wollte noch erwähnen, nach der ersten Panikattacke bzw. dem Besuch im Krankenhaus ( nach dem ersten Herzstolpern) hat sich mittlerweile eine Angststörung eingeschlichen. Ich leider regelmäßig unter Panikattacken. In den ersten Monaten waren diese sehr heftig und ich hatte regelmäßig Todesangst, mit den üblichen Symptomen die ich im Initialbeitrag beschrieben hatte.

Mittlerweile wurde von meiner Psychologin eine Dissoziative Wahrnehmnungsstörung / Depersonalisation und Derealisierung festgestellt....Nun ja, ich habe es natürlich selber mitbekommen, dass etwas komisch ist, aber sie nannte mir eben die Fachbegriffe
Die Panikattacken habe ich nun viel besser unter Kontrolle, einfach weil ich gemerkt habe, hey... du bist die letzten Monate nicht tot umgefallen, also wirst du das jetzt auch nicht.

Kurz um, ich bin zeitweise (mal mehr mal weniger) aber eigentlich jeden Tag, nicht wirklich ich selbst. Ich nehme bestimmte Situationen nicht als "real" wahr, denke ich wäre nicht ich selbst. Am schlimmsten ist der Blick in den Spiegel, das bin nicht ich. Sehr schlimm ist es auch, wenn ich mal 2 Cocktails getrunken habe und der Alk. anfängt zu wirken. Nun trinke ich keinen Tropfen Alk. mehr. Schlimm ist es , wenn ich in diesen Situationen rede... Dann frage ich mich, "habe ich das eben wirklich gesagt?" Also ist es für mich einfacher, einen starren Blick in die Ferne zu werfen und zu schweigen. Ich habe das Gefühl, mich nicht unter Kontrolle zu haben, und denke ich drehe durch.

Hinzu kommt, dass ich nun seit kurzem jede Nacht immer kurz vor dem Einschalfen, Todesangst habe.. ich denke mein Herz bleibt stehen, haue mir auf die Brust, und schnappe nach Luft. Und das sogar unbewusst! Meine Frau hatte mich vor einigen Tagen " aufgeweckt" und meinte :" Nein, du kannst aufhören, Du wirst nicht sterben!" Ich wusste nicht was sie meinte, denn ich hatte ja eigentlich geschlafen.. Sie meinte dann nun, ich hätte mir einige Male stark auf die Brust geschlagen, und Sie wäre davon aufgewacht.

Viel schlimmer ist momentan eigentlich, dass das letzt halbe Jahr irgendwie einfach an mir vorbei gezogen ist, als wäre es nie passiert...

26.09.2016 13:44 • x 1 #14


Chris8989
Bitte euch um Hilfe habe seit 7 Jahre diese beschissenen panikattaken kann zwa mittlerweile die meisten gut kontrollieren aber dann sind wieder diese hälftigen Attacken da die über Stunden gehen und kein Ende in Sicht!
Ich bin in den letzten 7 Jahre an die 300 mal im kh gewesen und dazwischen natürlich ungefähr 10-15 Internisten besucht!
Habe schon 3 Psychotherapeuten besucht keiner kann mir so wirklich helfen! Hatte auch schon 3 verschiedene antidepressiver wie sertralin od paroxat od zyprexa haben mir auch nicht geholfen im Gegenteil nur schlimmer gemacht!
Hat irgendwer hier tips für mich?
Weil so weiterzuleben ist für mich schon eine Qual wenn ich daran denke

27.09.2016 00:06 • #15


Zitat von xestus:
-Seit Monaten habe ich Schmerzen in Rücken, besonders im HWS, BWS Bereich und Nacken.
-Schlafstörungen, EInschlaf- sowie Durchschlafstörungen. Ebenso habe ich Angst einzuschlafen, da ich mir Sorgen mache, mein Herz könnte aufhören zu schlagen.


Typische Stresszeichen, hm? Hast du dich irgendwo übernommen? Viel Arbeit unter Zeitdruck z.B.? Hast du insgeheim Angst vor der Hochzeit, resp. vor der eventuellen Verantwortung, die dort entsteht?
Was stresst dich?

27.09.2016 00:28 • #16


xestus
Zitat von Chris8989:
Bitte euch um Hilfe habe seit 7 Jahre diese beschissenen panikattaken kann zwa mittlerweile die meisten gut kontrollieren aber dann sind wieder diese hälftigen Attacken da die über Stunden gehen und kein Ende in Sicht!
Ich bin in den letzten 7 Jahre an die 300 mal im kh gewesen und dazwischen natürlich ungefähr 10-15 Internisten besucht!
Habe schon 3 Psychotherapeuten besucht keiner kann mir so wirklich helfen! Hatte auch schon 3 verschiedene antidepressiver wie sertralin od paroxat od zyprexa haben mir auch nicht geholfen im Gegenteil nur schlimmer gemacht!
Hat irgendwer hier tips für mich?
Weil so weiterzuleben ist für mich schon eine Qual wenn ich daran denke


Hallo Chris,

das hört sich überhaupt nicht gut an.
Wir sind hier alle keine Ärzte und können dir nur Ratschläge aus eigener Erfahrung geben.
Also, zuerst, lass dich nicht auf irgendwelche Tabletten ein ( das ist ein Ratschlag, keine Aufforderung). Das witzige an diesen kleinen Helfern ist, dass die Nebenwirkungen genau das bewirken,was du eh schon an Symptomen hast. Das bedeutet ganz einfach, du belügst dich nur selbst damit.

Du bist nicht krank! Du hast keine körperliche Krankheit. Wenn du schon bei so vielen Ärzten warst, hast du das bestimmt oft genug gehört. Das ist auch richtig, genau das wurde mir auch immer wieder gesagt. Körperlich sind wir gesund. Das Schwierigste ist, das zu verstehen und zu akzeptieren.
Ich kämpfe immer noch sehr oft damit, wenn mich eine Attacke packt, das Herz stolpert und mir die Gurgel wie eine Melone vorkommt, mir schwindlig wird... Aber jedes Mal aufs Neue sage ich mir " ICH BIN GESUND" " ES WIRD MIR NICHTS PASSIEREN" .Es ist schwer, ich weiß. Aber jedes Mal wenn mein Herz stolpert oder ich wieder nach Luft schnappe denke ich mir" Hey, das hast du jetzt schon hunderte Male durchgemacht, und ich lebe immer noch, es reicht langsam"

Ich habe mich bewusst den Situtationen gestellt, die mir Angst machen. Jedes Mal etwas intensiver.. Anfangs konnte ich kaum das Haus verlassen, nicht Duschen wenn ich alleine bin weil ich Angst hatte mein Herz bleibt stehen. Ich konnte nicht alleine aus dem Haus, hatte immer mein Handy in der Hand falls etwas passiert.

Du musst verstehen, dass irgendwas ganz tief in dir drin verarbeitet werden muss. Es gibt etwas, womit dein Unterbewusstsein nicht alleine fertig wird. Deswegen schreit es nach Hilfe, und dein Körper und dein Bewusstsein spielen verrückt.
Hast du schon mal versucht Tagebuch zu führen? Wann genau so etwas passiert und wie sehen denn deine Träume aus? Mir hat es sehr geholfen, über meine Träume und die Situationen in den Träumen zu reden. Ob mit meiner Therapeutin oder jemand anderem. Es war sehr interessant zu beobachten, wie sich meine Träume veränderten.
Sie wurden immer weniger "hart" und wurden angenehmer. Hatte ich anfangs noch Träume, in denen ich Leute aus der Vergangenheit auf übelste und perverseste Art und Weise quälte und zerstückelte (ich war leider Opfer von Mobbing als Teenager), und mich an ihnen rächen wollte, wurden diese mir im Laufe der Zeit immer gleichgültiger und ich lief in den Träumen an ihnen vorbei. Früher wachte ich schweißgebadet und nasskalt auf, hatte Herzrasen und Atemnot. Heute habe ich das nur noch extrem selten.

Natrülich bin ich noch lange nicht "geheilt", es gibt noch sehr viel zu verarbeiten und es wird noch ein sehr harter und langer Kampf. Aber was mir sehr hilft, ist einfach zu sehen, ich lebe noch. Und es ist immer noch schwer für mich, zu verstehen dass ich körperlich gesund bin, und nur mein Unterbewusstsein für die körperlichen Symptome verantworltich ist.

Beste Grüße

27.09.2016 10:59 • x 2 #17

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xestus
Zitat von Freisein:
Zitat von xestus:
-Seit Monaten habe ich Schmerzen in Rücken, besonders im HWS, BWS Bereich und Nacken.
-Schlafstörungen, EInschlaf- sowie Durchschlafstörungen. Ebenso habe ich Angst einzuschlafen, da ich mir Sorgen mache, mein Herz könnte aufhören zu schlagen.


Typische Stresszeichen, hm? Hast du dich irgendwo übernommen? Viel Arbeit unter Zeitdruck z.B.? Hast du insgeheim Angst vor der Hochzeit, resp. vor der eventuellen Verantwortung, die dort entsteht?
Was stresst dich?


Hallo Freisein,
laut meiner Therapeutin war die Hochzeit nur der Auslöser, jedoch nicht die Ursache.
Es hängt wohl alles mit meiner Kindheit zusammen und womöglich zieht mein Unterbewusstsein Parallelen zwischen dem "Käfig" Kindheit und Käfig- Hochzeit.

27.09.2016 11:03 • #18


Chris8989
Hi ich glaube da könntest Recht haben auf Ursachenforschung gehen is eine gute Idee
Und das mit dem mopping kenne ich leider auch

27.09.2016 15:43 • #19


Käfig Kindheit?

27.09.2016 19:51 • #20



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