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Hallo Zusammen.

Hab mir schon einige Beträge angesehen und möcht hier auch mein Problem mal kurz Beschreiben:

Ich bin 29 und hab seit Jungendzeit mal mehr mal weniger mit Ängsten und den entsprechenden körperlichen Symptomen wie Überlkeit und Appetitlosigkeit zu kämpfen.
Da ich gerade in den letzten Wochen diese Beschwerden verstärkt hatte und auch starkes Sodbrennen hinzugekommen ist, habe ich eine Gastro machen lassen. Ergebnis: Keine Entzündung oder Gastritis, sonder ein sich nicht vollständig schließender Mageneingangsmuskel (Cardia).

Ich nehme deshalb nun 2x40mg Nexium, was mein Sodbrennen beseitigt hat, meine Übelkeit jedoch nicht.

Ich muss dazusagen, dass ich mich seit ca. 1 Jahr auch in Psychotherapie befinde und 10mg Fluoxetin nehme, was anfangs auch zu einer Besserung der Beschwerden geführt hat.

Langsam weiß ich aber nicht mehr weiter mit meinem Problem. Es gelingt mir nicht, meine Übelkeit in den Griff zu bekommen.
Diese tritt vorallem dann auf, wenn ich Stress oder Ängste habe (das sind auch Momente, wo ich z.B. keinen Bissen runter bekomme).
Dazu kommt noch, dass mich diese Übelkeit - wohl aufgrund einer Emetophobie (Brechangst) - extrem belastet.
Ich bin deshalb schon sehr verzweifelt und deprimiert. Ich weiß nicht mehr, wie lange ich in diesem Zustand noch meinen Job machen kann - von einer Lebensqualität ganz zu schweigen


Auch verschiedene Formen der Entspannung habe ich versucht (da fehlts wohl auch der notwendigen Konsequenz *michandernasenehmentue*), aber dieses unkontrollierte Auftreten dieser Beschwerden versetzt mich immer tiefer in eine Depression. Ich seh das Leben an mir vorbeilaufen, ohne daran vollständig teilnehmen zu können...

So, jetzt hab ich mir mal ein bischen meinen Frust von der Seele geschrieben. Vielleicht hat ja jemand von Euch ähnliche Probleme oder hat diese vielleicht sogar schon lösen können. Würde mich über Rückmeldungen freuen.

Lg.

13.10.2007 17:20 • 05.05.2008 #1


7 Antworten ↓


Hey Markus,

erst einmal ein herzliches Willkommen im Forum. Deine Beschwerden sind mir gut bekannt und ich weiß auch wie lästig und niederschmeternd das sein kann. Das wichtigste weißt du auf jeden Fall schon mal: Es ist nichts körperliches. Und wenn deine Beschwerden auftreten wenn du Stress oder Angst hast, dann ist eigentlich schon klar in welche Richtung du arbeiten musst. Aber natürlich will man auch was gegen die körperlichen Beschwerden tun. Was nimmst du denn gegen die Übelkeit?

Ich habe nach langem Hin und Her auch herausgefunden, dass meine Beschwerden von Ängsten und Stress kommen. Meiner Meinung nach reicht es nicht, wenn man einfach mal eine Psychotherapie macht. Sie muss schon gezielt auf das Problem abgerichtet sein. Gerade bei Ängsten braucht man einen guten Plan, damit man das irgendwann in den Griff bekommt. Das es geht glaube ich schon, denn sonst würde es keine etablierten Methoden geben. Vielleicht hilft dir das Buch von Doris Wolf etwas: "Ängste verstehen und überwinden." Ich habe es mir auch geholt und ich erkenne mich darin auf jeden Fall wieder. Das ist kein Geheimrezept für Beschwerdefreiheit in wenigen Tagen, aber es ist ein Anfang. Ich denke nach der Gewissheit, dass es nichts körperliches, sondern etwas psychisches ist, sollte man den Mut finden dies auch aktiv zu bekämpfen. Am besten liest du dich hier nochmal im Forum ein wenig durch, speziell auch die Infos über Reizmagen und Reizdarm. Und dann kann dir eben wie gesagt vll. auch die empfohlene Literatur weiterhelfen.

Halt uns auf dem Laufenden.

Viele Grüße,
gobby

13.10.2007 19:08 • #2



Übelkeit und Appetitlosigkeit

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Hallo Markus,

ich bin 25 Jahre alt und leide an dem gleichen Mist wie du. Brechangst. Ich habe Angst mich selber zu übergeben, oder Leute zu sehen die so etwas tun und lebe ständig in der Angst jeden Moment wird mir oder jemandem anderen schlecht.
Ich war noch nie betrunken und trinke gar keinen Alk. aus Angst das mir schlecht wird. Dadurch wird man von seinen Mitmenschen oft ausgegrenzt die meine Angst nicht kennen. Ich kann damit ganz gut umgehen denn meine Freunde die meine Angst kennen akzeptieren das so. Trotz alledem geh ich weiterhin weg um mich nicht auszuschließen.
Ich hab momentan ein richtiges Tief und muß mich zwingen wegzugehen. Auch das Bahn fahren zur Arbeit ist oft eine Qual. Es muß nur einer komisch Husten und ich krieg schon totale Panik. Momentan hab ich echt das Gefühl es geht nicht weiter.
Ich bin froh hier dieses Forum gefunden zu haben und habe gemerkt das ich nicht alleine bin.
Zeitweise hab ich mich so geschämt dafür das es kaum jemand wußte. Mittlerweile öffne ich mich uns spreche drüber weil ich weiß das ich nicht alleine bin.
Aber es ärgert mich das ich das Leben nicht so genießen kann wie andere weil ich es mir sozusagen ja selbst schwer mache.

Das ganze Spektakel mit dem Magen und so hab ich auch hinter mir. Magenspiegelung und und und weil mich ständig schlecht war und ich immer dünner wurde obwohl ich mir so sehr ein paar Kilos mehr wünsche. Sie haben nichts gefunden, läge am Stress. Naja, den hat man bei Panik ja auch gezwungenermaßen.

Ich hoffe ich konnte dir viell etwas mit meinem Beitrag helfen. Würde mich freuen wenn du dich mal meldest so unter gleichgesinnten

Gruß Katrin

13.10.2007 21:37 • #3


hallo alle zusammen,
wollte schon immer leute finden die das gleiche PROBLEM wie ich auch habe. habe seit kurzem internet und habe jetzt mal nachgeguckt ob es leute gibt denen auch ständig übel ist. ich bin 23 jahre alt und habe schon seit der schulzeit dieses problem das mir vor irgendeinem termin übel ist, auch wenn ich mir immer einrede das ich nicht nervös sein muss oder das ich keine angst haben brauch wird mir übel. ich versuche auch dann nicht so viel darüber nach zu denken aber das klappte noch nie, manchmal wenn mir übel ist muss ich mich auch übergeben aber nur selten zum glück. hab schon selbstmord gedanken gehabt weil ich nicht mehr zu recht komme mit diesem ganzem mist, weiss bald nicht mehr weiter.

wenn einer helfen kann dann DANKE ich schon im vorraus.

UND: Danke ich euch gefunden habe!

22.12.2007 07:32 • #4


Hallo zusammen!

Hätte tatsächlich nicht gedacht, dass es ein Forum für diese Sache gibt. Finde ich wirklich interessant. Mir geht´s psychisch eigentlich gut, denke ich zumindest. Habe die bisherigen Beiträge gelesen und ich habe keine Ängste oder was Ähnliches. Allerdings in regelmäßigen Abständen Übelkeit und vorallem Durchfall, der mit starken Bauchschmerzen bis zu Krämpfen einhergeht. Schlimmer wird es wenn ich irgendeinen Termin hab, z.B. Referat halten musste in der Schule, oder bei ner Prüfung. Ich dacht eigentlich auch nicht, dass es was körperliches ist. Vielleicht kann ja jemand mitfühlen dem es genausogeht??

LG

22.12.2007 13:50 • #5


hallo!
ich habe ziemlich ähnliche Probleme:
wenn ich wegen irgendetwas aufgeregt bin, wird so schlecht, dass ich nichts essen kann oder mich manchmal auch übergeben muss.
Vor allem vor Veranstaltungen bei denen es was zu essen gibt, habe ich inzwischen extreme Angst. Außerdeme traue ich mich auch nicht, mich auf eine feste Bindung einzulassen, weil ich durch die Emetophobie / Sozialphobie (?) ja ziemlich eingeschränkt bin und ich total untergewicht habe.

Ich habe mal von meiner Ärztin Gastrovegetalin verschrieben bekommen. Ob das geholfen hat weiß ich nicht, weil es mir immer nur ein bis zwei Tage schlecht ging und danach hab ich es dann nicht weiter genommen. Ich dachte einfach es wär nciht mehr nötig.
Hat jemand von euch Erfahrung damit, oder hat ein anderes Medikament, was hilft? Glaubt ihr, eine Therapie würde helfen?

bin für alle antworten und sonstige Tipps dankbar
Lieben Gruß,
Maggi

29.12.2007 22:55 • #6


@ markus


hallo...mich plagt das gleiche problem, ich wüßte gern ob es dir jetzt besser geht mittlerweile dein beitrag ist ja schon etwas her.

lg anja

22.04.2008 18:20 • #7


Hallo zusammen.
Habe genau das gleiche Problem wie ihr. Ich habe festgestellt daß ich vor allem etwas zur Beruhigung brauche, damit meine Übelkeit weniger wird.
Dann klappts auch mit dem essen wieder besser. Habe zu Anfang Bromazepam genommen, was natürlich keine Dauerlösung ist, aber am WE hab ich die weggelassen. Jetzt komm ich grade mit Baldrian Forte 600 gut zurecht, da ich auch unter Schlafproblemen und Herzrasen leide. Die haben keine Nebenwirkungen und die kann man auch mal tagsüber auf der Arbeit nehmen. Bis jetzt klappts ganz gut und ich hoffe daß es so bleibt, hatte natürlich auch in letzter Zeit keine "Extremsituationen" zu meistern, mal sehen obs dann mit Baldrian getan ist. Falls noch jemand nen anderen Tipp hat bin ich sehr dankbar.

05.05.2008 22:09 • #8




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