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Jim Panse

Jim Panse

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Hallo,
mein Problem:
Seit zwei Wochen habe ich Bauchbeschwerden.
Das Übliche in gesteigerter Form: Durchfälle, Bauchkrämpfe, harter Bauch, Völlegefühl (auch bei wenig Essen), Unwohlsein und gelegentlich Übelkeit.
Einzeln kenne ich die Sachen ja, so geballt habe ich es erst einmal gehabt (vor 2 Jahren).
Nun ist es so, dass ich in zwei Wochen meine Reha antrete. Seit vier Jahren leide ich unter den Auswirkungen der damaligen Depression (Lebenskrise). Es ist also schon längst fällig, dass ich eine Reha mache. Ich bin aber erst seit Anfag des Jahres bereit. Mental habe ich mich lange gesträubt, auch Angst hatte ich vor einer Reha (was erwartet mich, Bett, Essen und tausend andere Dinge).
Wegen oben genannter Beschwerden war ich beim Hausarzt (träger Darm) und auch beim Gastroenterologen. Da die Zeit (2 Wochen) bis Reha Beginn eine Art Countdown einläutet, bekomme ich Angst - ob ich die Reha überhaupt antreten kann. (Zudem bin ich auch zunehmend gereizt. Eigentlich ein Hinweis auf psychischen Druck. )
Ich habe die Befürchtung, dass mein Geist mir das Leben mit den genannten Symptomen schwer macht. Obwohl ich weiß, was die Gedanken (körperlich) anstellen können, will ich es irgendwie nicht wahrhaben (da ich bisher ganz gut zurecht kam, und keine deratigen Auswüchse hatte).
Zurzeit mein Favorit (in angstmachenden Gedanken) ist es, nach dem Essen DIREKT auf Toilette zu müssen: Durchfall.
Vorher war alles gut. Ich habe den Tag über sehr wenig gegessen und auch nichts, was Durchfall provozieren könnte.
Ich mache mich echt bekloppt. was ist das? Gedankenkreisen.,
Zudem dachte ich, Angst überwunden zu haben. Aber da der Darm zwickt. war sie vor einigen Tagen auch wieder da.
Wird das die Angst vor dem Unbekannten in der Reha sein?

Meine Frage:
Was habt ihr für Erfahrungen mit einer ähnlich gelagrten Symptomatik, die ihre Ursachen im KÖRPERLICHEM hat?
Für Blinddarm fehlen die typischen Schmerzen und dauch der zweiwöchige Verlauf ist zu lang.
Zwischen Hoden und Bein (ganz unten) tut es etwas weh, wenn ich drücke (habe ich vielleicht schon zu viel daran rumgemacht?).

04.09.2019 19:57 • 04.09.2019 #1


8 Antworten ↓


el-liberty


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Meiner Meinung nach ist es am ehsten eine Gastritis oder eine Lebensmittelunverträglichkeit. Besonders die Durchfälle gleich nach dem Essen würden auf zweiteres hindeuten, wenn sie nicht psychisch sind.
Falls es dich tröstet: ich hab seit über zwei Jahren sehr ähnliche Beschwerden, dadurch stark abgenommen (was gut ist weil ich eh übergewichtig war) die mal besser, mal schlechter sind und bei mir eindeutig von meinem Stress bzw. psychischem Befinden beeinflusst werden - gehts mir gut gehts dem Magen gut, und auch umgekehrt

Ich würde dir raten in dich reinzuhorchen was der Magen grade mag. Ich hab zbsp lange trotzdem noch bestimmtes Essen gegessen obwohl ich merkte es tut mir nicht so gut, nur weil ich dachte ich mags trotzdem essen (zbsp. Fast Food) oder weils bequem war. Momentan mag ich gar nichts fettiges und esse es deshalb auch nicht. Versuche mal etwas Schonkost zu essen, zbsp. Kartoffelpüree mit etwas weich gekochtem Gemüse (auch hier darauf achten dass es nicht bläht, Karotten sind zbsp. meist gut verträglich) und versuche dich zu entspannen. Die Reha wird dir sicher gut tun und diese Beschwerden sind vermutlich auch kein Grund sie nicht anzutreten, oder?

04.09.2019 21:09 • x 1 #2


Jim Panse

Jim Panse


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Danke für die Antwort.
Der Gastroenterologe hat die Gastritis ausgeschlossen. Vor 7 Monaten wurde eine Magen- und Darmspielegung gemacht. Befund negativ.
Es spricht schon viel dafür, dass mich der Reizdarm ärgert. Ich habe leider auch das Talent, körerliche Sympome zu katastrophisieren. ein Schmerz wird da schon mal zu einer schlimmern Krankheit. Zumindest im Kopf. Diesen Punkt habe ich leider wider erreicht.
Vielleicht (wahrscheinlich) mache ich mich wegen der Reaha bekloppt und das wirkt sich dann in den Durchfällen direkt nach dem Essen aus. Auch wenn ich die Dinge, die ich esse, schon öfter gegessen und auch vertragen habe.
Morgen habe ich noch mal einen Tremin beim Hausarzt. Wenn er eine Ultraschall Untersuchung macht (Ausschluss Blinddarm etc.), wird mich das bestimmt etwas runterholen. Hoffe ich zumindest.
Zudem soll ich beim Gastroenterologen eine Stuhlprobe abgeben. Beim Gedanken an die Abfüllung... bekomme ich jetzt schon Fracksausen...

04.09.2019 21:58 • #3


el-liberty


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nur weil du vor 7 Monaten keine Gastritis hattest heißt das aber nicht dass du jetzt keine hast, oder? du schreibst ja so arg waren die Symptome bisher nicht (außer vor einem Jahr oder so?), heißt aber natürlich auch nicht dass du eine hast Klarheit würde da nur wieder eine Magenspiegelung helfen und die Frage ist ob es nötig ist das zu wissen.

Blinddarmentzündung halte ich für unwahrscheinlich, da hat man normal diesen klassischen Auslassschmerz (also wenn der Arzt draufdrückt tuts nicht weh, erst wenn er los lässt) und Fieber und Erbrechen aber natürlich ist es gut es den Arzt abklären zu lassen.

Alles in allem ist eine psychische Ursache aber sicher die naheliegenste. Schau dass du dir bis zur Reha was gutes tust und dich gut um dich kümmerst, vielleicht gehts dann ja von allein weg

04.09.2019 22:03 • #4


Jim Panse

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Das Schlimme ist, dass ich um die Macht der Psyche weiß - trotzdem nicht wahrhaben will, dass meine derzeitigen Probleme daher rühren.
Ich bin jemand, der eine konkrete Aussage braucht. Sie haben dies und das, weil sie das und jenes gemacht haben.
In der Medizin gibt es das leider nicht, oder nur bei sichtbaren Sachen wie Knochenbrüchen. Das zermürbt mich, da ich eine blühende Phantasie habe und mich in verschiedene Szenarien hervorragend hineinversetzen (hineinsteigern) kann....
Wegen einer Gastritis habe ich den Gastro explizit angesprochen und ihm die Symptome der letzten beiden Wochen geschildert... Ging er gar nicht drauf ein. Überhaupt finde ich, dass die Gastros weniger gut mit Patienten umgehen, als z.B. der Hausarzt. Für den Gastro zählen nur: Schlauch rein, Kamera läuft, keine Auffälligkeiten, na ja, wird schon nix sein...

04.09.2019 22:11 • #5


el-liberty


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bei uns in Österreich sind die Ärzte die Magenspiegelungen usw. machen meist Chirurgen, das erklärt für mich wieso die so sind Ist das in D auch so?

Ich glaube ich bin noch nicht ganz sicher: was ist deine konkrete Angst? Dass es etwas ernstes ist? Wenn ja, was? Oder ist die Angst dass es so schlimm wird (egal welche Ursache?) dass du die Reha nicht antreten kannst?

04.09.2019 22:30 • #6


Jim Panse

Jim Panse


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In Deutschland sind die Gastros schon die Fachärzte für Magen und Darm. Sie sind nur eben kurz ab. Haben kaum Interesse den Patienten als Ganzes zu betrachten, da zählen nur die erhobenen Daten.

Meine Angst ist, dass ich die Reha nicht antreten kann, weil
- es etwas Schlimmes sein könnte (Entzündung XY?) - meine Phantasie spielt mir Streiche... (hoffe ich)
- weil ich wegen der Toilettengänge so unsicher bin, dass ich mich die Fahrt evtl. nicht traue... (Stuhlgang und außer Haus, bzw. Komfortzone sind ein irre aktuelles und dominierendes Thema für mich, leider. Es bestimmt im Grunde mein ganzes Leben.)

04.09.2019 23:02 • #7


el-liberty


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okay ich denke ich verstehe. also etwas ganz schlimmes kann es ja nicht sein da die letzte Spiegelung ja nur 7 Monate zurück liegt. Klar könnte es eine Entzündung sein, aber dann ist das halt so, oder? Ist jetzt auch nichts was dir einen Strich durch die Rechnung machen müsste.
Zu der zweiten Angst mal ganz blöd gedacht: wie wäre es mit Inkontinenzversorgung? Also Schutzhosen ("Windeln") oder zumindest Einlagen? Ich würde fast wetten dass du sie nicht brauchen wirst aber vielleicht ist es ein beruhigender Gedanke zu wissen dass es nicht dramatisch ist, sollte doch was daneben gehen?
Oder vielleicht Rennie o.ä. vorsorglich nehmen damits nicht passieren kann?

Du weißt ja sicher selbst gut genug dass Vermeidung keine gute Idee ist, da wäre es gut sich den Ängsten zu stellen, aber man muss es ja auch nicht ohne Sicherheitsnetz machen
Und versuch dich nicht in Zukunftsgedanken zu verlieren (mach ich auch gerne)

04.09.2019 23:11 • #8


Meloxicam


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Hallo Jim Panse... mir geht es gerade genauso wie dir. Staendige Magenschmerzen, zwicken auf der rechten Seite, leichte Uebelkeit und und und. Bin auch nur am Nachdenken was es sein koennte. Allemoeglichen schlimmen Sachen gehen mir durch den Kopf. Dazu kommt noch, dass ich mich dauermuede fuehle. Hab das Gefuehl, ich komme aus diesem Teufelskreis nicht mehr heraus. Habe in 2 Wochen einen Arzttermin und schreckliche Angst. Ich hatte zwar schon oefter was mit dem Magen, aber irgendwie macht mir das gerade speziell Angst. Ich will auch nicht staendig rumheulen... ich geh mir ja schon selbst auf den Keks. Ein Symptom wechselt ein anderes ab. Zum kotzen! Aber wir muessen einfach stark bleiben.

04.09.2019 23:31 • #9




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