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Hallo alle zusammen!!

Ich bin 17 Jahre alt und besuche ein Gymnasium. Seit ich etwa 14 bin habe ich das Reizdarmsyndrom!!
Mein Problem ist nun folgendes: für nächstes Schuljahr ist für meine Klasse ein Ausflug über eine Woche ins Ausland geplant und schon jetzt habe ich schreckliche Angst davor!
Bei mir äußert sich das Reizdarmsyndrom durch starke Blähungen, die ich eigentlich immer habe und durch fast täglichen Durchfall. Kann ich das quasi nicht rauslassen bekomme ich sehr starke Bauchschmerzen und naja eben ein schlechtes Gefühl, welches wahrscheinlich jeder von euch kennt. Nun zurück zu meinem Problem. Ich frage mich einfach wie ich einen 7-tägigen Schulausflug aushalten soll wo ich nicht einmal die Chance hab allein zu sein und wo niemand von meinem Problem weiss. Ich möchte so gern mit aber ich meine wie soll denn das gehen mit Durchfall und Blähungen in einem Gemeinschaftsklo. Ich weiss einfach nicht was ich machen soll. Jeder freut sich auf diesen Ausflug nur ich nicht obwohl ich doch so gern mit will!! Und dadurch dass ich so Angst habe und durch die andere Umgebung werden sich meine Symptome wahrscheinlich noch verstärken... .Über Tipps oder Erfahrensberichte würde ich mich sehr freuen..
Eure Handballerin

19.06.2007 18:56 • 26.01.2008 #1


10 Antworten ↓


Hallo Handballerin.
Fand es schade, dass dir bis jetzt noch keiner geantwortet hat und deshalb möchte ich das jetzt gerne tun. Ich bin männlich, 21 Jahre alt und habe das Reizdarmsyndrom seit ich 16 bin. Ich weiß, wie schwer es ist mit täglichem Durchfall, Stuhldrang und Bauchschmerzen leben zu müssen. Aber warum so viele Menschen mit dieser Krankheit bestraft sind und ihr Leben nicht einfach genießen können, verstehe ich leider nicht. Ich habe leider keine nützlichen Tipps für dich, wie du deinen Ausflug ohne diese Probleme überstehen kannst. Bei mir ist das auch immer sehr schwierig. Ich würde gerne so viele Sachen unternehmen und lasse es dann doch immer, weil ich nie weiß, wann ich wo in Ruhe aufs Klo gehen kann. Ich finde nicht mal eine Freundin, weil ich mich wegen diesem Problem so schäme.Ich verschließe mich fast nur noch zuhause deswegen.Vielleicht ist es einfacher mit einer Freundin, die das selbe Problem hat.Man kann sich gegenseitig unterstützen, man kann vielleicht auch mal darüber lachen und man hat immer jemanden, der einen versteht.Aber jetzt hab ich nur von mir geredet.Vielleicht ist es dir ja eine Hilfe, wenn du weißt, dass es da draußen jemanden mit dem gleichen, blöden Problem gibt.Auch wenn ich dich nicht kenne, leide ich mit dir und hoffe,dass du deinen Ausflug gut überstehst.

25.06.2007 17:00 • #2



Schulausflüge mit Reizdarmsyndrom

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Hallo Handballerin.
Verstehe dein Problem.Bin männlich, 21 und habe ganau das Selbe.Habe leider noch keine gute Lösung dafür gefunden.

25.06.2007 17:06 • #3


Danke für die liebe Antwort...

Es hilft schon zu wissen, dass man nicht der einzige mit dem Problem ist, aber dann sieht man wieder alle diese glücklichen Menschen, die immer so unbeschwert scheinen und ich versinke wieder ins Selbstmitleid:
Mein Selbstwertgefühl hat unter dieser Krankheit sehr gelitten, man könnte sagen ich habe keins mehr.
Bei mir ist es Gott sei Dank noch nicht so, dass ich nicht mehr weggehe oder mich abschotte. Ich habe sogar seit längerem einen Freund, der von diesem Problem weiss (allerdings nicht speziell meine Symptome, das ist mir zu peinlich) und so verständnisvoll ist mich auch mal mitten in der NAcht nach Hause zu fahren, wenn ich es nicht mehr aushalte.
Ich kenne deine Symptome nicht genau, aber wenn es dir irgendwie möglich ist würde ich dir raten zu versuchen wieder mehr unter Leute zu gehen sonst ist es schnell passiert, dass man noch ganz andere Probleme hinzu bekommt. Bei mir ist es beispielsweise so, dass ich sogar oft an Selbstmord denke (wobei ich noch nie so weit wäre es wirklich zu tun), aber wenn ich mich dann bei meinem Freund auseulen kann und er mich wieder aufmuntert, kann ich wieder an etwas anderes denken und einfach mal ein paar Stunden genießen ohne daran zu denken.
Ich kenne deine Situation jetzt eben nicht genau soll also nicht so klingen, dass ich das nicht ernst nehme oder so. Ich weiss nämlich wie es ist wenn man jemandem davon erzählt und man nur zu hören bekommt "das ist doch nicht so schlimm das hat doch jeder mal" oder "das wird schon wieder".
Nochmals danke für deine Antwort und alles Gute
VLG Hanballerin

04.07.2007 22:14 • #4


HEy hallo,

Ich habe so in etwa das gleiche Problem.. Für diese eine Woche, bis du dich getraust dein Problem jemandem anzuvertrauen, könntest du vielleicht den andern sagen, du hättest wahrscheinlich eine leichte Bauchgrippe oder so, dann verstehen sies auch, wenn du immer auf die Toilette musst:)

Alles Gute!! Joya

08.07.2007 12:03 • #5


Hallo,

ich kann Dich so gut verstehen. Bei mir fing es auch in der Schulzeit an. Aber Du musst auf jeden Fall mitfahren! Lass Dich ganz bewusst nicht von der Angst davor einschränken.
Ich weiss, es ist so leicht gesagt... Ich habe auch vor so vielen Dingen Angst, die ich so gerne machen würde. Oft kann ich mich trotz meiner Angst aufraffen, aber oft verkrieche ich mich auch zu Hause. Das erleichtert mich natürlich im Moment, aber wenn ich dann die Situation geschafft habe, vor der ich so Angst hatte, geht es mir besser.

Vielleicht solltest Du einen Arzt aufsuchen, der Dir ein Notfallmedikament verschreibt.
Und wenn Du dann auf Klassenfahrt bist und Du tatsächlich merken solltest, das es gar nicht geht, sagst Du einfach das Du krank bist. Und wenn der Durchfall oder die Angst weg ist, tust Du halt so, als ob Dir ein Mittagsschlaf und eine Asperin geholfen hätten... Und im Notfall erzähst Du das gleiche am nächsten Tag wieder...

P.S. ich war damals auch nicht mit auf Klassenfahrt, weil ich Angst hatte. Wäre aber auch gern dabei gewesen, und genauso unbeschwert wie die anderen gewesen. Konnte ich aber nie, kann ich immer noch nicht. Aber es ist wichtig, das man immer gegen die eigenen Ängste kämpft. Wir müssen sie beherrschen und nicht sie uns.
Viel Glück

22.07.2007 14:37 • #6


Hallo.
Hatte dir die erste Antwort oben geschrieben.Ist doch schön wenn du einen lieben Freund hast, der dich unterstützt. Mit etwas Liebe ist das alles nicht so schwer zu ertragen. Geh mal den Urspüngen von deinen Darmproblemen auf die Spur: Probleme mit den Eltern, auch aus Kindheitszeiten, Stresssituationen in der Schule, einfach alles, was dir Kummer macht. Das kann sowas auslösen.

LG Tim

26.07.2007 15:05 • #7


Hallo,

ich bin 20 und habe scheinbar auch einen reizdarm, also das hat meine ärztin nach ienigen untersuchungen vermutet. bei mir ist es so, dass ich immer, wenn ich aufgeregt bin ein sogenanntes "durchfallgefühl" bekomme und dann auch durchfall. ich bin zur abschlussfahrt auch mit nach italien gefahren und immer durchfalltabletten dabei. die sind mein täglicher begleiter, habe immer 2 mit. meine ärztin meinte zu ir, dass wenn das durhcfallgefühl kommt, ich eine tablette nehmen soll und wenn ich durchfall habe, dann 2. vllt hilft dir das auch. hast du schon einmal solche tabletten versucht?

lg

25.10.2007 15:25 • #8


hi,
auch bei mir hat der Reizdarm damals in der Schulzeit begonnen...absoluter horror war dann natürlich, dass ich kurz vor dem abitur eine Reise mit dem Kurs nach Paris machen musste! Ich hatte paaaanische Angst vor Durchfällen, die ich zu der Zeit täglich mehrmals hatte und habe!
Bin aber trotzdem mitgefahren und es ist etwas unglaubliches passiert, ich habe mich in Paris verliebt und mich unglaublich wohl gefühlt...wir waren drei Tage dort und diese drei Tage war ich...gesund... das war einfach wunderbar und hat mir unglaublich viel hoffnung gegeben...und auch wenn alles nach der rückkehr wieder angefangen hat...die hoffnung darf man niemals aufgeben!
na und vielleicht wird deine reise ja genauso schön und angenehm für dich...ich wünsche es dir auf jeden fall ganz doll!!
LG

11.01.2008 14:28 • #9


also ich habe mich in die Stadt Paris verliebt, meine ich natürlich:)

11.01.2008 14:30 • #10


hallo ihr lieben!

Ich hatte das selbe problem. In der 7.Klasse gings los. Hatte nach dem mittagessen teilweise so beschwerden, dass ich schon angst vor der 10minütigen busfahrt hatte.
Kaum zu glauben... aber nach 2 jahren mal mehr, mal weniger starken beschwerden hatte ich ruhe.
Letztes jahr gings wieder los. Panische Angst nur beim gedanken daran in einem Konzert 2 stunden nicht aufstehen zu können um sich möglicherweise aufs wc verziehen zu können. Kein essen gehn mit freunden oder der familie.
Ich war beim Arzt wurde auf allergien und Unverträglichkeiten getestet. Fructose-intoleranz und reizdarm war die diagnose.... super.
War dieses Jahr auf einer Konzertreise, bei der Abifahrt und 2wochen lang auf einer hütte. Um mir die angst zu nehmen hat mir meine mum ein tablettendöschen geschenkt. Ständig bei mir hab ich jetzt die sicherheit immer etwas gegen durchfall, übelkeit und schmerzen dabei zu haben.
Und ich fühl mich viel besser. ich kann ohne probleme auch mal länger weg. Merke ich, dass ich beschwerden bekomme werfe ich gleich was ein, oder denke dass ich ja was dabei habe wenns schlimmer wird. Ist alles rein pflanzliches zeug.... ich versuche so wenig wie möglich zu nehmen aber allein die sicherheit hilft.

26.01.2008 23:16 • #11



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