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Hallo ihr lieben,
ich nehme seit zwölf Tagen pantoprazol 40. Am Anfang morgens und abends eine Tablette und nach fünf Tagen als das Sodbrennen besser war nur noch morgens eine. Jetzt fällt mir seit ca. drei Tagen auf und heute ganz besonders dass ich Blähungen und mittelstarke Bauchschmerzen bekomme
Ist das eine Nebenwirkung oder muss sich meine Verdauung erst wieder einspielen, weil mein Sodbrennen schon ziemlich heftig war und ich kaum noch gegessen habe. Hat jemand Erfahrung mit pantoprazol? Wie lange muss man das ungefähr nehmen? Hab nämlich angst, wenn ich das absetze dass es dann wieder kommt. Ich weiß ihr seid keine Ärzte aber vielleicht hat jemand Erfahrung mit pantoprazol und kann mir davon berichten.

04.03.2014 19:27 • 05.04.2014 #1


30 Antworten ↓


Guten Morgen,

ich habe das Medikament eine sehr, sehr lange Zeit nehmen müssen.
Die Beschwerden, die du beschreibst, sind völlig normal.
Man muss sich überlegen, was dieses Medikament im Endeffekt tut.
Es setzt die Säure im Magen auf ein minimum herab. Die Säure ist aber eigentlich dafür zuständig, sämtliche Bakterien vom Dünndarm fern zu halten und dafür zu sorgen, dass diese vorher abgetötet werden.
Die heruntergefahrene Magensäure schafft das natürlich nicht mehr.
Was passiert also?
Unerwünschte (aber normale) Bakterien wandern direkt in den Darm. Und lösen dort Durchfall und Beschwerden, vor allem sehr gemeine schmerzende Blähungen, aus.
Erkundige dich mal in der Apotheke nach einem Mittel, was die Darmflora in Schuss bringt. Und sag, dass du vom Panto solche Beschwerden hast und dagegen etwas tun möchtest. Die können dir ganz sicher weiterhelfen.

Wurde bei dir bereits eine Magenspiegelung gemacht ? Was hat das Sodbrennen für eine Ursache?

Liebe Grüße,

Dani

05.03.2014 10:25 • #2



Nebenwirkungen pantoprazol!

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Ich bin noch in den Untersuchungen. Aber vermutlich ist es psychisch. Am Freitag wird Ultraschall vom Bauch gemacht und dann entscheidet man ob man eine magenspiegelung macht. Hab aber angst davor. Psychisch bin ich grad auch etwas labil aber ich weiß nicht warum.

05.03.2014 11:38 • #3


eine magenspiegelung ist wirklich nicht die welt...
ich hatte auch panische angst...
würde mich aber heute bedenkenlos auf jede liege hauen... mit der schönen schlafspritze ist alles entspannt und gut... also, keine angst, wenn du zur spiegelung musst, dann ist das wirklich kein drama ! und schlafspritzen gibt es bei jedem gastroenteorologen !

bei mir wurde auch vermutet es sei psychisch.
hat sich dann aber als zwerchfellbruch und reflux entpuppt. aber letztendlich auch nicht schlimm.
seit der op im letzten januar bin ich, wenn ich mich vernünftig ernähre, beschwerdefrei.

bis dahin wars ein langer, panischer weg, aber ich bin ihn gegangen und daraus gewachsen.

das kannst du auch.... versuch ruhig zu bleiben, deinen bauch ein bißchen zu streicheln und zu sagen, es ist ok, magen, dass du gerade nicht gut drauf bist, aber wir kriegen das zusammen wieder hin.

meld dich ruhig, wenn du besorgt bist oder unsicher. es hilft, wenn man weiß, woher die dinge kommen.

und lies mal meinen beitrag im thread somatisierungsstörungen definition, ursachen, hilfe... auch das was mattes dort schreibt, kann dir helfen.

liebe grüße

dani

05.03.2014 11:49 • #4


Danke schön das ist lieb.
Wie hat sich denn dein Zwerchfellbruch bemerkbar gemacht? Weil ich habe seit das ungefähr mit dem Sodbrennen angefangen hat wie so Seitenstechen in der linken Seite, kann es aber schlecht einordnen, weil mal spüre ich es recht viel und dann wieder fast gar nicht.
Jetzt kann das natürlich auch von meiner verspannung kommen wo ich ab nächste Woche in Physiotherapie bin.
Bei mir ist alles grad irgendwie durcheinander. Seit ich vor zwei einhalb Wochen eine Panikattacke hatte mit verkrampfen, ist nichts mehr wie es mal war. Ständig bilde ich mir ein ich bin todkrank und habe Krebs oder sonstiges. Jedes kleinste symthom ist ein Zeichen für eine schwere Krankheit. Ich verstehe das gar nicht, weil ich vorher so nicht war. Einerseits möchte ich wissen ob ich gesund bin, andererseits habe ich Angst vor der Diagnose. Z.b. mache ich mir in die Hosen ich könnte lungenkrebs haben. Habe vor zwei Wochen aufgehört zu rauchen weil es mir echt nicht gut ging mit dem Sodbrennen und so weiter. Und jetzt hab ich schiss. Mein Onkel ist mit 45 an lungenkrebs gestorben. Er hat mit 40 aufgehört zu rauchen. Ich bin jetzt erst 30 und habe tierische angst das gleiche Schicksal zu erleiden. Oh mann. Zur Zeit ist alles etwas kompliziert. Mein Mann versteht mich schon gar nicht mehr. Wir streiten zwar nicht aber er schüttelt immer nur den Kopf wenn ich ihm von meinen Ängsten erzähle.

So jetzt hab ich mich mal ausgelassen. Hoffe du bist jetzt nicht zu sehr abgeschreckt. Aber irgendwie kann ich darüber mit niemandem so richtig reden. Es versteht mich keiner. Ich möchte einfach nur wieder so sein wie früher und so denken wie früher. Mehr eigentlich nicht.

Sorry lg Caro

05.03.2014 16:28 • #5


So...gestern war ich beim Arzt wegen Belastungs EKG, und da hab ich ihn drauf angesprochen wegen dem komischen Seitenstechen. Er hat mich abgetastet und meinte das muss der Dickdarm sein. Also Verdacht auf Reizdarm. Na toll.
Hab gestern mit meinen Eltern über meine Ängste krank zu sein gesprochen. Mein Stiefvater meinte du kannst nie wissen wann du krank wirst und wann es vorbei ist. Er sieht das alles recht entspannt. Aber ich muss dazu sagen, ich weiß nicht ob es mir nach so einer Aussage besser geht. Habe immer noch angst an lungenkrebs zu erkranken.
Vielleicht sollte ich wirklich eine Therapie machen. Aber ich kenne keinen Therapeuten.

06.03.2014 08:05 • #6


Guten Morgen,

naja, so richtig gemerkt habe ich das anhand des Sodbrennens und diffusen Rippenschmerzen. Lag aber daran, dass der Magen sich durch den Bruch im Zwerchfell nach oben gedrückt hat und das schmerzte halt. Auch beim Singen wurde das Sodbrennen schlimmer... logisch, Singen geht nur übers Zwerchfell... und dann ist da Bewegung drin und zack, gehts los....

Meine Mutter ist auch mit Mitte 30 an Krebs verstorben. Aber du musst dir deutlich machen, dass du nicht dein Onkel bist. Sondern du bist du. Und du stirbst nicht an Krebs. Das solltest du dir immer wieder sagen !

Eine Therapie wäre eine gute Möglichkeit, jetzt schon etwas zu tun.. ich hab damit auch, als Kind, sehr früh angefangen.

Und, ich verstehe dich. Sehr gut sogar ! Weil ich genau so ein Problem auch hatte / habe. Ich sag mal, vollkommen weg, geht das nie... es wird immer so sein, dass wir Ängstler anders denken, als andere. Wichtig ist aber dabei, zu wissen, wie man damit umgehen muss.
Und das kann man sehr gut in einer Therapie lernen!

06.03.2014 09:26 • #7


Meine Mutter musste im letzten Jahr nach einer Herz-OP Pantoprazol nehmen....noch während des KH-Aufenthaltes trat extreme Verwirrtheit bei ihr auf. :-/ Teufelszeug finde ich....

06.03.2014 09:51 • #8


das hilft ihr jetzt bestimmt total gut weiter

06.03.2014 10:16 • #9


Danke rockabella,
für die lieben Worte, ich war grade ne dreiviertel Stunde spazieren. Ich finde das tut mir immer ganz gut. Nur ich kann den Zwang nicht unterdrücken tief einzuatmen und zu schauen ob die Lunge schmerzt oder ich Schleim in der Lunge habe oder so. Echt schlimm. Sogar da krieg ich den Kopf nicht richtig frei.
Irgendwie wäre ich gern wie mein Mann. Der lebt so in den Tag hinein und denkt an gar nichts nur ans jetzt, und ich bin jetzt 30 und denke nur noch ich könnte krank sein. Allein das hört sich doch schon krank an.
Aber ich kann zur zeit einfach nicht anders.

06.03.2014 10:24 • #10


So, jetzt habe ich einen Termin für eine Magen und Darm Spiegelung und einen Termin zum Lunge kontrollieren. Ich sterbe fast vor Angst. Aber nicht vor der Behandlung selber sondern weil ich Angst habe, es könnte was dabei raus kommen z.b. lungenkrebs oder so. Das nächste ist, heute hatte ich Ultraschall vom Bauch und es ist alles in Ordnung, aber nur rein zufällig und nebenbei hat meine Ärztin gemeint das langzeit EKG war ok, aber wir hatten sechs Aussetzer aber das ist nicht weiter schlimm. Jetzt mache ich mir natürlich wieder Gedanken. Warum macht mein Herz Aussetzer? Bleibt mein Herz dabei mal ganz stehen? Ich drehe noch durch.

07.03.2014 19:00 • #11


Ich habe vier Monate Pantoprazol eingenommen wegen einer Refluxkrankheit , obwohl ich keinerlei Schmerzen hatte. Das hat sich allerdings nach der Einnahme des Säurehemmers geändert. Magenschmerzen , Schlafstörungen und inzwischen leichte Depressionen sind mit Sicherheit Nebenwirkungen des Medikaments. Ich versuche jetzt mit Hilfe meiner HP von dem Zeug wegzukommen und werde euch berichten ob ich Erfolg habe.

11.03.2014 21:39 • #12


Das wäre echt super. Würde mich svhon interessieren ob es funktioniert hat. Ich nehme das zeug jetzt zwar noch nicht lange aber ich möchte es auch nicht ewig nehmen. Habe allerdings angst wenn ich die Tabletten absetze, dass das Sodbrennen wieder anfängt. War nämlich echt heftig. Will ich nicht unbedingt nochmal erleben. Ich versuche jetzt erstmal von den 40er auf die 20er umzusteigen, in der Hoffnung das die auch ok sind.

Dir wünsche ich viel Erfolg bei deiner Entwöhnung und berichte doch mal.

11.03.2014 21:47 • #13


Das würde ich auf jeden Fall probieren und wenn du sie absetzen willst , dann vorsichtig ausschleichen. Durch das Medikament werden 95% der Magensäure unterbunden und die braucht man zur Verdauung. Mir haben sie mehr geschadet als genutzt , aber das muß jeder für sich selber entscheiden. Für mich waren vier Monate definitiv zu lang.

12.03.2014 18:30 • #14


So...jetzt nehme ich den dritten Tag die panto 20. Heute habe ich das Gefühl ich hätte ein bisschen Sodbrennen aber kein Vergleich wie es mal war. Vielleicht gibt sich das wieder wenn ich mich an die 20er gewöhnt habe bzw. mein Magen sich dran gewöhnt hat.
Ich hoffe es zumindest.
Am 26. März habe ich einen Termin für Magen und Darm Spiegelung. Meine Ärztin meint ich soll die Tabletten auf jedenfall bis dahin noch nehmen und dann muss man sehen was dabei raus kommt. Bin echt gespannt. Wenn nichts raus kommt lass ich mich auf jedenfall auf Unverträglichkeiten testen.

Gott ist das ein hick-hack. das ist echt zum verrückt werden.
Wie gehts dir evelinchen?

15.03.2014 14:28 • #15


MisterIch
Nebenwirkungen sind bei Pantroprazol extrem selten. Wirklich extrem selten. Protonenpumpenhemmer gelten als einer der sichersten Medikamente, die es auf dem Planeten gibt. Ich selbst nehme es auch. Die Nebenwirkungen bei einer Kopfschmerztablette sind von der Wahrscheinlichkeit höher zu werten, als bei Protonenpumpenhemmer. Es gibt Leute, die nehmen PPI schon seit über 25 Jahren und haben davon keinen Schaden davon getragen. Die Halbwertszeit ist auch extrem kurz.

15.03.2014 15:16 • #16


Ja also mittlerweile habe ich auch das Gefühl das meine Blähungen und Bauchschmerzen von meiner Verdauungsstörung kam, denn mittlerweile ist mein Stuhlgang wieder recht normal aber mein Darm macht immer noch komische Geräusche manchmal aber es ist schon besser geworden. Obwohl ich noch panto nehme. Trotzdem möchte ich sie eigentlich nicht ewig nehmen. Habe nämlich auch schon gehört dass das Risiko für Arthrose steigt oder Osteoporose weiß nicht mehr genau.

15.03.2014 15:27 • #17

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MisterIch
Ja sicher, sollte man auch nicht ewig nehmen. Nur wenn man darauf angewiesen ist. Wegen der Risiken mache ich mir bei PPI keine Sorgen. Das Risiko an anderen Sachen zu erkranken steigt auch schon wenn man Chips ist. Oder eine Menge Cola trinkt.

15.03.2014 18:48 • #18


Das stimmt auch wieder.

Ich hoffe jetzt nur dass ich es durchhalte mit den 20er panto. Hab schon etwas angst wenn ich das heute merk das es morgen schlimmer wird. So wie es heut ist, ist es noch auszuhalten. Aber mehr würde glaub ich nicht gehen.
Will endlich die Magen und Darm Spiegelung hinter mir haben damit ich weiß was los ist.

15.03.2014 18:56 • #19


Also ich nehme schon sehr Pantoprazol eigentlich keine Nebenwirkungen. Sodbrennen ist viel besser

15.03.2014 21:20 • #20



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