Zitat von Chingachgook:Niemand denkt mehr über Gott nach, als der Atheist. Diese alte Erkenntnis bewahrheitet sich immer wieder..............
Ich denke, dass man den (übrigens sehr interessanten) Satz so interpretieren kann, dass sich der Gläubige meistens Gottes sicher ist und deswegen seltener über seine Existenz nachdenkt, als vielleicht der Atheist, der auch gern mal immer wieder neue Ansätze sucht. Ich selbst kenne das, dass ich früher viel zu dem Thema gelesen habe, besonders in der Pubertät, in der man ja generell in einer Sinnkrise ist.
Manchmal gibt es Momente, in denen ich auf der einen Seite fasziniert bin, dass Menschen glauben können, ich kann es einfach nicht. Wenn überhaupt, würde ich an eine undefinierbare, höhere Macht glauben, die aber nicht vermenschlicht werden kann, was Religionen meistens machen, indem sie dieser Macht Kompetenzen zuordnen, die eben menschlich sind wie Gnade, Güte, Moral oder Vergebung.
Das alles ist ja nichts neues und zieht sich durch die Jahrtausende der Menschheitsgeschichte. Interessant finde ich eher Naturreligionen, aber nichts, was man anderen Menschen aufzwingt, so was geht immer in die Hose.
Der Mensch will an das Gute glauben, besonders in schweren Zeiten wird das deutlich, aber es gibt eben auch das Schlechte, so war es und so wird es immer sein, dagegen ist man machtlos.
Ein interessantes Zitat von Nietzsche ist
" Ist Gott eine Erfindung des Teufels?" Ich mag solche Perspektivenwechsel sehr, es zeigt in gewisser Weise eine Willkürlichkeit. Alles kann so oder so sein oder auch nichts, Beweise gibt es keine.