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194

Islandfan
Zitat von beside:
Auch für einen Atheisten spielt das eine Rolle, was "Gott" genannt wird.

Für mich bedeuten die Wörter "eine Rolle spielen", dass etwas wichtig ist und für einen Atheisten ist Gott nicht wichtig, bzw negiert er dessen Existenz.

Zitat von beside:
Da solltest du mal die Märchenforscher fragen, wie viele Tatsachen die aus den Märchen herauslesen können. Ebenso können viele Tatsachen aus dem alten/neuen Testament herausgelesen werden.

Märchen sind fiktive Erzählungen, die je nach Geschichte komplett erfunden sein können oder eine Mischung aus realen Figuren, Ereignissen, etc und fiktiven Elementen sind, aber generell kann man Märchen nicht als stattgefundene Geschichte auffassen.
Manche haben ja auch eine belehrende Funktion.

Ich bin halt der Typ, der generell fast alles erst mal in Frage stellt, der nicht an die Wahrheit per se glaubt, weil sich seriöse Wissenschaft immer selbst in Frage stellt, würde sie das nicht, würde sie einen status quo erzeugen, der sich nicht weiterentwickeln würde. Von daher bin ich bei Menschen, die meinen, die Wahrheit zu kennen, generell sehr vorsichtig.
Manche Dinge kann man wissenschaftlich erklären, aber auch diese können durch weitere Forschung verändert oder widerlegt werden.
Es geht besonders bei Dingen, die wir real nicht sehen, meistens ins Interpretatorische, Subjektive und da kann man keinen gemeinsamen Konsens erschaffen, an den alle gleich glauben sollen.

x 1 #141


B
Zitat von Islandfan:
Für mich bedeuten die Wörter "eine Rolle spielen", dass etwas wichtig ist und für einen Atheisten ist Gott nicht wichtig, bzw negiert er dessen Existenz.

Aber hast du es denn immer noch nicht verstanden? Sogar - zwar nicht alle, aber viele Gläubige haben es verstanden. "Gott" ist nur ein Synonym. Und das, für was "Gott" ein Synonym ist, das existiert. Deswegen sagen viele Gläubige auch: "Für mich ist Gott [dies und das]." "Gott" als Synonym hingegen "existiert" als Synonym, als Wort. Wie willst du also die Existenz von "Gott" leugnen, wenn du das Wort "Gott" verwendest? Siehe die Serie Time Bandits, in dem das unsagbar Böse den Namen des obersten Wesens nicht ausspricht, sondern nur uaärgspftspftttpf. zwinkern
Um die Ecke denken hilft.
Zitat von Islandfan:
Von daher bin ich bei Menschen, die meinen, die Wahrheit zu kennen, generell sehr vorsichtig.

Wahrheit ist Wahrscheinlichkeit.

#142


A


Wer spricht?

x 3


E
@beside

Sag es doch einfach kurz: Wissenschaft ist ausgedacht und Elfen sind Wirklichkeit.

#143


Islandfan
Zitat von beside:
Aber hast du es denn immer noch nicht verstanden? Sogar - zwar nicht alle, aber viele Gläubige haben es verstanden.

Das ist mir zu oberlehrerhaft von dir. Vielleicht bin ich dann dümmer als all die Gläubigen.

Zitat von beside:
"Gott" ist nur ein Synonym. Und das, für was "Gott" ein Synonym ist, das existiert.

Sprachwissenschaftlich gibt es nur wenige echte Synonyme, als Beispiele wären da Samstag-Sonnabend oder Apfelsine-Orange, aber trivial gesehen kann auch Gott als Synonym akzeptiert werden. Gut, dann sind wir nun also bei der Semantik. Gott als Wort existiert, genau wie Seele, die man ebenfalls nicht sehen kann, was nicht zu 100 Prozent ein Beweis für die Existenz ist.

Zitat von beside:
Wie willst du also die Existenz von "Gott" leugnen, wenn du das Wort "Gott" verwendest?

Das widerspricht sich nicht. Ich kann auch sagen, dass ich an das fliegende Spaghettimonster glaube, das ebenfalls nicht existiert, aber die Bewegung an sich ist interessant, weil es die Absurdität eines festgelegten Glaubens zeigt. Ich kann Phantasiewörter erfinden ohne dass es diese Dinge gibt. Von daher unlogisch deinerseits.

Zitat von beside:
Wahrheit ist Wahrscheinlichkeit.

Ja, das sehe ich auch so. Es gibt keine absolute Wahrheit.

#144


B
@Islandfan , Frage: Inwieweit ist die Aussage "Gott existiert nicht." eine Widerlegung von "Gott"? Ist die Existenz von "Gott" widerlegbar? Und wenn ja wie? Oder ist es nicht doch besser getan mit einer Falsifikation: "Ich weiß nicht ob Gott existiert."

Für viele Gläubige ist "Gott" nur das was "Gott" genannt wird. "Gott" ist ein Synonym. Zum Beispiel für "unendliche Liebe". Existiert "Liebe"? Du sagst, "Gott" existiert nicht, also existiert auch keine Liebe. Du musst zudem die Existenz von "Liebe" widerlegen, damit deine Aussage wahr wird.

Es geht hier nicht darum sich auf eine Seite zu schlagen, sondern den neutralen Standpunkt zu finden. Schwarz/weiß-Denken ist dabei hinderlich.

x 1 #145


Islandfan
Zitat von beside:
Du sagts, "Gott" existiert nicht, also existiert auch keine Liebe.

Das ist doch Humbug. Liebe und Gott haben nichts miteinander zu tun. Für den Glaubigen ist Gott vielleicht Liebe, aber für den Ungläubigen existiert Liebe ebenfalls. Ich habe langsam das Gefühl, dass du mich nicht begreifst.

Zitat von beside:
Es geht hier nicht darum sich auf eine Seite zu schlagen, sondern den neutralen Standpunkt zu finden. Schwarz/weiß-Denken ist dabei hinderlich.

Und genau das versuche ich, ich habe kein schwarz-weiß Denken allein schon weil ich zweifel. Ich will hier auch niemanden zum Atheisten bekehren, mir ist das so etwas von latte, ob jemand glaubt oder nicht, weil jeder das Recht hat, an alles zu glauben.
Ich finde es eher interessant, wie vehement Gläubige oft Atheisten angehen. Atheisten ist es oft egal, ob jemand glaubt, solange sie damit in Ruhe gelassen werden.

#146


Abendschein
Zitat von Islandfan:
. Für den Glaubigen ist Gott vielleicht Liebe, aber für den Ungläubigen existiert Liebe ebenfalls. Ich habe langsam das Gefühl, dass du mich nicht begreifst.

Das stimmt.

#147


B
Zitat von Islandfan:
aber für den Ungläubigen existiert Liebe ebenfalls

Kannst du Liebe beweisen?

#148


Islandfan
Zitat von beside:
Kannst du Liebe beweisen?

Ich bin keine Neurowissenschaftler, aber man kann Liebe durchaus in gewisser Weise analytisch erfassen durch die Messung von Hormonen, etc.
Es spielt aber generell keine Rolle, denn auch Liebe ist subjektiv, die jeder anders empfindet und auch interpretiert.
Ich verstehe deine Logik nicht. Wir leben in einer Welt, die wir mit Sprache versuchen zu erfassen, diese ist aber widerrum wandelbar und zeitenabhängig.

Es ist legitim nicht an Gott zu glauben, ja, es ist sogar legitim, an nichts zu glauben generell. Diese geistige Freiheit sollte jeder Mensch haben dürfen.

#149


B
Zitat von Islandfan:
Ich bin keine Neurowissenschaftler, aber man kann Liebe durchaus in gewisser Weise analytisch erfassen durch die Messung von Hormonen, etc.

selbiges gibt es auch, wenn Menschen an "Gott" glauben.
Zitat von Islandfan:
Es ist legitim nicht an Gott zu glauben, ja, es ist sogar legitim, an nichts zu glauben generell. Diese geistige Freiheit sollte jeder Mensch haben dürfen.

Na das klingt doch schon ganz anders. Es geht also nicht mehr um die Existenz, um den Beweis oder Gegenbeweis, oder die Widerlegung.

#150


B
Die Frage ist, wieso bei einem Blumenstrauß von "Existenz" die Rede ist, also dass ein Blumenstrauß, oder ein Lebewesen, existiert? Wo doch allen die Vergänglichkeit eines Blumenstraußes und eines Lebewesens bekannt ist. Der Blumenstrauß ist eine komplexe Bewegungsabfolge, eine stetige Veränderung. Wird etwa "Existenz" mit "Leben" verwechselt? Ab einem gewissen Grad nicht mehr, wenn es um scheinbar(!) unbewegliche Objekte geht. Aber bei genauem Hinsehen ist jedes Objekt nur anhand von Bewegung (Elektronen kreisen um Atome. Auf Quantenebene besteht nur Bewegung.)

Ist es nicht vielmehr so, dass nicht Objekte "existieren", sondern Eigenschaften (Subjekte) wie zum Beispiel "schön"? Diese sind absolut zeitlos und existieren also unendlich. Dies nicht in der Objekt-Sichtweise, dass Schönheit vergänglich ist, sondern dass die Eigenschaft "schön" im Grunde existiert und immer wieder an anderer Stelle und zugleich an vielen Stellen zum Vorschein kommt. Aber Eigenschaften sind nicht greifbar.

Also existiert eher nicht das Vergängliche, sondern Eigenschaften in einer universellen Sichtweise. Sind Eigenschaften wissenschaflich nachweisbar? Ist die Eigenschaft "schön" wissenschaftlich nachweisbar? Bei der Eigenschaft "glänzend" mag das noch irgendwie zutreffen, aber ist auch da schon subjektiv. Die Eigenschaft "schön" ist nur insoweit wissenschaftlich nachweisbar, als dass Eigenschaften auf Assoziationen basieren - die wiederum Vereinbarungen zwischen den kommunizierenden Personen sind - und damit eine gleiche Vorstellung unter den kommunizierenden Personen nachgewiesen werden kann. Andersdenkende sind dabei unerwünscht. Eigenschaft sind also eher nur scheinbar und im Grunde nicht wissenschaftlich nachweisbar. Aber Eigenschaften sind existent. Während Objekte vergänglich sind. Die Eigenschaft "schön" existiert sogar dann, wenn es gar nichts schönes gibt. Sie ist dann sozusagen auf Warteposition, bis es wieder etwas schönes gibt.

Da "Gott" nur ein Synonym für Eigenschaften (Eigenschaftswörter, sowie auch Tätigkeitswörter) ist, existiert "Gott" viel plausibler als alles von der Wissenschaft nachweisbare.

Existenz ist etwas geistiges (mentales) und nicht etwas körperliches.

Dabei ist zwischen dem "Glauben an Gott" und dem "Wissen um Gott" zu unterscheiden. Also entweder nur zu glauben, oder zu wissen. Ich weiß, dass "Gott" ein Synonym ist (neben der etymologischen Beschreibung) und verwende "Gott" nicht als Synonym, sondern wenn dann nur zur Erklärung, dass "Gott" ein Synonym ist.

#151


Schlaflose
Wären solche Fragestellungen und Erörterungen nicht besser in einem Philosophie-Forum aufgehoben?

x 1 #152


B
Wer spricht?
Der Geist spricht.
Der Körper spricht auch, aber anders.
Beides wird Symptome genannt. Eine Art Reaktion.

x 1 #153


A


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