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189

T
Zitat von Elemente:
meine Innere Kommentare sind manch mal so Klug und und unglaublich, das ich mich schon manch mal Frage das kann nicht von mir kommen ...


Erstaunlich oder?

Ich bin darüber in der Therapie gestolpert, als mir der Therapeut erklärt hat, was der Unterschied zwischen Sprache und Ich ist. Also im Gehirn.

Das Ich wäre demnach ein stiller Beobachter, der gar nicht selbst reden kann, sondern nur erfährt, wahrnimmt, fühlt.

Gruselige Vorstellung.
Ein bisschen 🤏

Ich konnte es mir nicht nehmen lassen, ihm zu sagen, dass sein Beobachter gut beobachtet hat, mir das mal unbedingt erklären zu müssen, dass meine innere Stimme nur ein Kommentator mit Meinung ist - aber nicht ich.

Die Stimme schnattert nur.
Der Zuhörer, das bin ich.
Und was er wieder alles zusammenfaselt. Ungeheuerlich 👀

x 3 #81


E
Zitat von Tekton:
Erstaunlich oder? Ich bin darüber in der Therapie gestolpert, als mir der Therapeut erklärt hat, was der Unterschied zwischen Sprache und Ich ist. Also im Gehirn. Das Ich wäre demnach ein stiller Beobachter, der gar nicht selbst reden kann, sondern nur erfährt, wahrnimmt, fühlt. Gruselige Vorstellung. Ein ...

Klingt kompliziert und ich fühle mich jetzt von mir selber beobachtet 👀 also es gibt doch diese sogenannten Geistesblitze, die dann so intelligent und übernatürlich erscheinen das man das Gefühl hat das kann ja kaum von einem selber stammen weil man selber gar nicht so Klug sein kann 🤔 Ist das der heimliche Beobachter der dann Geistesblitze entsendet?

x 3 #82


A


Wer spricht?

x 3


T
Zitat von Elemente:
Klingt kompliziert und ich fühle mich jetzt von mir selber beobachtet


Hahaha 🤣🤣
Das hab ich ihm auch so gesagt.

Ich beobachte Schnatterinchen und Schnatterinchen kommentiert, dass es beobachtet wird 😆

Aber es ist ein schönes Gefühl, so den Abstand zu seinen Gedanken herstellen zu können.

Zitat von Elemente:
also es gibt doch diese sogenannten Geistesblitze, die dann so intelligent und übernatürlich erscheinen das man das Gefühl hat das kann ja kaum von einem selber stammen weil man selber gar nicht so Klug sein kann Ist das der heimliche Beobachter der dann Geistesblitze entsendet?


Nicht ganz.
Der innere Kommentator berichtet wie ein Fließband. Das heißt, er baut den Gedanken während des Erzählens auf.

Geistesblitze sind aber schon da, bevor der Kommentator sie zusammengebaut hat. Der Aha-Moment kommt vor der eigenen Begründung, weil das Gehirn, wenn es mal nicht mit sich selbst spricht oder leiser wird, in einen anderen Arbeitsmodus wechselt.

Unterhalb der Sprache kann das Gehirn super schnell arbeiten. Zusammenhänge erkennen, abstrahieren, interpolieren, extrapolieren. Das geht ratzfatz. In Sekundenbruchteilen, bevor es das eigene Bewusstsein überhaupt merkt, dass man auf eine Lösung gekommen ist. Entspannung und Fokus vorausgesetzt.

Deshalb fühlt es sich dann auch fremd an. Weil der Gedanke schneller kommt, als das Bewusstsein darüber, überhaupt nachgedacht zu haben.

Der Beobachter hingegen denkt nicht. Er sendet auch nichts oder kommentiert im Hintergrund. Er steht nicht im Weg, verzerrt nichts, zieht nichts ab, fügt nichts hinzu, bewertet nicht.

Das heißt nicht, es ist ihm egal, aber er greift niemals ein. Die Funktion ist rein perzeptiv. Also wahrnehmend. Ein Fenster ins Ich.

Und weißt du, was daran total weird ist?

In dem Augenblick wo er mit Denken, Sprechen, Entscheiden usw verwechselt wird, also greifbar gemacht werden soll, ist er weg.

Und wenn man das erstmal erkennt, dass er deshalb in den Hintergrund verschwindet, kann man ihn auch wieder nach vorne holen und damit alles o.g. mit einem klaren Abstand betrachten.

Zum Beispiel auch, dass Geistesblitze gar keinen Anspruch haben müssen, von wo oder wem sie überhaupt kommen. Sie sind einfach da, also lass uns damit arbeiten, was wir haben.

x 3 #83


B
Zitat von Tekton:
Interessante Argumentation.
Gefällt mir.

Da solltest du dran bleiben und es tiefgründiger erforschen, dann kommst du selbst drauf, auf eine vollkommen eigenständige neue Denkweise.
Zitat von Tekton:
Deshalb bleibt die Wissenschaft in dieser Frage halt neutral, und alles darüber hinaus, gehört in den Bereich der Philosophie oder eben der Religion.

Wie sich die Wissenschaft diesbezüglich selbst darstellt ist doch irrelevant. Sie wird es natürlich immer so tun, dass sie fein raus ist. Die Hirnforschung hat bereits vor Jahren endgültig das Handtuch geschmissen und die diesbezüglichen Pfründe zwischen Wissenschaft und Religion aufgeteilt. Wolf Singer, 2012:

Zitat von Tekton:
Das Ich wäre demnach ein stiller Beobachter Das Ich wäre demnach ein stiller Beobachter

Ebenso eine Erkenntnis aus der Hirnforschung - wir sind nur Beobachter, nochmals Wolf Singer, 2002:
Der Beobachter im Gehirn
https://www.suhrkamp.de/buch/wolf-singe...3518291719
Darin zusätzlich die interssante Info mit "Pattern" (Mustererkennung, Ästhetik).

x 3 #84


T
Zitat von beside:
Da solltest du dran bleiben und es tiefgründiger erforschen, dann kommst du selbst drauf, auf eine vollkommen eigenständige neue Denkweise. Wie ...


Ja, eben das ist der mMn interessanteste Punkt an der ganzen Debatte, wenn wir über Gott und das Bewusstsein sprechen.

Der innere Beobachter passt nicht in den klassischen Materialismus. Das ist ein Loch auf der Landkarte. Wenn man ihn auf neurologische Prinzipien, dh auf physikalische Kausalbeziehung reduzieren will, ist er weg. Weil es scheinbar kein neurologischer Prozess als solcher ist, sondern ein Zustand, der die Grundlage für die Prozesse bildet.

Und darauf wollte mit meinem obigen Text an dich auch hinaus. Es geht offensichtlich nicht um das Gedachte, den sog. Materialismus, sondern um das Gefühlte, Wahrgenommene, Erfahrene.

Das Erleben ist die Verbindung.
Nicht das darüber nachdenken.

#85


B
Zitat von Tekton:
Es geht offensichtlich nicht um das Gedachte, den sog. Materialismus, sondern um das Gefühlte, Wahrgenommene, Erfahrene.

Es ist noch um ein vieles mehr komplexer, aber nicht weil es an/von sich selbst komplex wäre, nein, im Grunde ist es sehr simpel und nur im Weiteren bishin endlos komplex, sondern weil es komplex gemacht/gedacht wird. Deswegen ist es aus der Ist-Situation heraus zuerst einmal notwendig sozusagen zurückzudenken und zwar um die vielen Ecken zu denen bereits hingedacht wurde. Darauf hat natürlich keiner Lust und es wird allein deswegen schon in Frage gestellt.

Es geht schon beim Begriff "Materie" (Matter) los. Denn dieses ist nicht Objekt. Objekt ist "Pattern" (Form, Muster). Aber Pattern ist nicht zugleich Substanz, sondern eben nur Form (Shape). Über das englische "Matter" wird ersichtlich was Materie eigentlich ist: Ding, Sache, Gegenstand, Angelegenheit. Es ist also etwas "geistiges" und nichts "körperliches", also kein Objekt, bzw. schon auch Objekt ... aber da geht es mit dem um die Ecke denken los ... Objekt als mental objektiviertes Subjekt, wie Substantive ... und so verhält es sich auch beim Begriff "Substanz", die zwar Subjekt ist, aber als Objekt verstanden wird.

Bleiben wir bei "Substanz". Das kann zum Beispiel Beton sein, oder auch Wackelpudding oder Wasser oder Gas und so kommen wir der Sache näher und näher. "Substanz" ist im Grunde das Kreisen der Elektronen um einen Atomkern, also Bewegung. Die "Substanz" ist also "Bewegung". Viele sagen dann dies wäre Bauernwissenschaft. Ist es aber nicht. Auf Quantenebene wird dies ersichtlich, denn da "existiert" nur Bewegung und keine Teilchen, bzw. nur Bewegung, die zu Teilchen gedacht/theoretisiert wird.

"Bewegung" ist aber ein Substantiv, was wieder zu einer Objektivierung in der Vorstellung dessen verleitet. Das Tätigigkeitswort ist "bewegen" und das Eigenschaftswort ist "beweglich". Da hat die Wissenschaft ein ernsthaftes Problem, da sie davon ausgeht, dass die Basis ein Objekt ist, von dem Subjekt ausgeht. Anders gesagt, dass die Basis ein Eigentum (Objekt Universum) und daraus Eigenschaften (Naturgesetze) hervorgehen. Siehe Materialismusstreit.

Ja, aber was ist, wenn gedacht wird, also eine Denkweise angewandt wird (hat nichts mit Überzeugung zu tun), bei der die Basis Subjekt (Matter) und nicht Objekt (Pattern) ist? Das wird von der Wissenschaft grundlegend als Schwurbelei abgetan. Machtspielchen.

Denn, die Wissenschaft ... und das musste auch Einstein sich nach vorherigem Widerspruch eingestehen ... besagt, dass die Basis des Universums Zufall ist. "Gott würfelt." Vieles würfeln ergibt Muster. Nein, es "ergibt" keine, sondern es werden (von uns) welche erkannt - Mustererkennung. Wir "sehen" »Ordnung«, wo wir welche sehen wollen. Alles andere wird als »Chaos« verstanden. Die Sterne am Himmel - eigentlich chaotisch angeordnet. Der Mensch sieht darin Muster - Sternzeichen.

Diese Denkweise, die davon ausgeht, dass Subjekt (beweglich) die Basis ist, ist nicht kompatibel mit der, die davon ausgeht, dass Objekt die Basis ist. Aber die vorherrschende Objekt-Denkweise stellt den Anspruch, dass alles nach ihren Vorstellungen sein soll, weil sonst nicht anerkannt. Die Subjekt-Denkweise sieht das hingegen ganz anders und erhebt keinen Alleinherrscheranspruch, sondern Gleichberechtigung, denn es kann so und so gesehen und gedacht werden, je nach dem. Es kommt drauf an. Beides ist richtig, in seiner jeweiligen Sichtweise. Es ist also eine "weitere" Denkweise und kein Ersatz. Aber der derzeitige König will keine gleichberechtigte Königin neben sich haben.

x 2 #86


T
@beside

Klar, die Idee, dass alles auf Subjektivität und Bewegung basiert, klingt erstmal cool und irgendwie tiefsinnig.

Aber philosophisch gesehen gibt's da ein Problem: Die Welt existiert ja nicht nur, weil wir sie wahrnehmen.

Dinge sind auch dann da, wenn niemand hinschaut, und sie folgen Regeln, die wir entdecken, nicht erfinden.

Die Bewegung allein reicht nicht als Fundament, denn sie braucht immer einen Bezug, also Raum, Zeit und Substanz.

Wenn man alles alles auf Subjektivität reduziert, verkleinert es das Universum auf unsere eigene Erfahrung und übersieht die ganzen stabilen Strukturen, die unabhängig von uns funktionieren.

Zumindest sehen die Galaxien im Universum auch ohne unser Zutun ziemlich stabil in ihrem Bezugsraum aus.

Die ganzen Gesetze, Ordnungen und Muster sind nicht bloße Projektionen unseres Verstandes, sondern echte Eigenschaften der Welt.

Wenn wir alles nur noch als Prozess sehen, wird alles total beliebig und schwer erklärbar.

Die Objektivität ist also nicht langweilig oder unterdrückend, sondern das, was uns erlaubt, die Welt konsistent zu verstehen und sogar Dinge zu bauen, die funktionieren. Wie deinen Computer zB.

Die Subjektivität kann mMn ergänzen, aber sie kann niemals die Basis ersetzen, sonst landen wir schnell in der Beliebigkeit und dem Chaos.

x 2 #87


B
Mir sind deine Schlußfolgerungen sehr wohl bekannt. Sie sind allerdings nur in der Objekt-Denkweise korrekt. Du hast es also noch nicht geschafft dich vollkommen von dieser zu lösen und klammerst noch daran. Aber das kann ja noch werden. Wie gesagt, beide haben recht, allerdings nur in ihrer Denkweise. Die andere deswegen zu veurteilen ist falsch.

Mir ist bereits bewusst, dass es Komplikationen gibt. Ich verstehe diese jedoch als Herausforderung. Wir als Menschen kommen ohne eine Objekt-Denkweise nicht zurecht. Aber wir sollten den Anthropozentrismus aufgeben. Wir sind nur Beobachter. Aber wir sind Teil und somit auch.

#88


B
@Tekton , es ist eine vollkommen neue Sichtweise / Denkweise erforderlich. Beispiel:

Die Frage nach dem was zuerst war, das Ei oder das Huhn, führt in die Irre. Was zuerst war, war die Tätigkeit "eierlegen" sowie die Eigenschaft "eierlegend". Diese beiden definieren die Substantive "Ei" und "Huhn". Und wenn dann genauer hingesehen wird, legen bereits Würmer Eier.

x 1 #89


E
Zitat von Tekton:
Hahaha 🤣🤣 Das hab ich ihm auch so gesagt. Ich beobachte Schnatterinchen und Schnatterinchen kommentiert, dass es beobachtet wird 😆 Aber es ist ein schönes Gefühl, so den Abstand zu seinen Gedanken herstellen zu können. Nicht ganz. Der innere Kommentator berichtet wie ein Fließband. Das ...

Das hast du jetzt so schön erklärt 🌷 , ich verstehe nun viel besser wie das alles zustande kommt, vielen Dank.
Der Beobachter kann also auch verschwinden wenn man ihn sichtbar machen möchte, vielleicht ist er auch ein Angsthase wie bei den Quanten nur ist es bei denen andersherum erst wenn man etwas Beobachtet nimmt es Form an, obwohl ich das auch noch nicht so richtig verstanden habe, bei einer Münze die man hoch wirft und sie dann einfängt, weiss man noch nicht ob es Kopf oder Zahl ist, erst wenn man drauf schaut entscheidet sich was es ist, solange man es noch nicht weiss, grübel 🤔 ob es wirklich so ist weiss ich nicht, es wird so behauptet, das wäre auch unheimlich wenn es stimmen würde.

x 2 #90


R
Hi, ich weiß nicht genau ob ob mein Beitrag passt. Aber ich verfasse es trotzdem zu diesem Thema.
ich bin froh, dass mich diese damaligen Halluzinationen nicht mehr verfolgen.
Halluzinationen sind wie Wolken: Sie verformen sich, verblassen und verschwinden vom Himmel.
Wenn ich vor dem Spiegel stehe und sage: „So etwas gibt es nicht“ was passiert dann mit mir? Nichts. Und so sollte es sein.
All diese Gedanken, über die ich früher nachgedacht habe ob alles, was sein kann, real ist oder nicht daran letztlich nichts Bedeutsames.
Es sind Gedanken, nichts weiter als ein innerer Raum, den ich selbst schließen kann. Nur ich kann ihn betrachten, und niemand anderes kann daran teilhaben.
Wenn wirklich etwas Wahres daran wäre, wäre die Geschichte heute eine andere. Also lass ich dieses Kapitel zu.
Ob Gott oder der Teufel spricht, kann ich nicht sagen, und ich weiß nicht, wie gläubig man dafür sein müsste.
Ich selbst bin gläubig, glaube aber nicht an eine direkte Sprache Gottes zu mir.
Für mich zeigen sich Antworten vielmehr in den Geschichten, die ich mit anderen Menschen erlebe, in dem, was ich mit meinen eigenen Augen sehe und fühle, in dem, was das Schicksal zwischen mir und anderen Menschen verbunden hat und wo ich mich in mitten befinde. Kein wirres Erleben.
lg :>

x 4 #91


B
Zitat von Elemente:
bei einer Münze die man hoch wirft und sie dann einfängt, weiss man noch nicht ob es Kopf oder Zahl ist, erst wenn man drauf schaut entscheidet sich was es ist

Dieses Beispiel ist ungeeignet. Es eignet sich eher für die Urknall-Theorie - die Kausalität (Ursache-Wirkung Prinzip). Nach dem Kausalitätsprinzip ist bereits schon entschieden, ob Kopf oder Zahl, nur wissen wir es noch nicht, weil wir es nicht berechnen können. Wir würden eine Computer so groß wie das Universum benötigen, würden dieses dabei aber selbst beeinflussen. Feedbackschleifen.

Sowohl in der Objekt-Denkweise als auch in der Subjekt-Denkweise gibt es eine Kausalität-Theorie. Also Ursache - Wirkung. Nochmal unterschieden wird, ob es einen Anfang und ein Ende gibt. Laut Urknall-Theorie und "Gott" gibt es einen Anfang. Aber es gibt auch eine Denkweise, bei der es keinen Anfang und kein Ende gibt, in der alles immer (schon) ist und sich nur verändert. Dahingehend gibt es nochmals eine Denkweise, die denkt, es gäbe einen Loop. Siehe Phönix aus der Asche und Wiedergeburt und so weiter. Es gibt sehr viel und jedes hat auf seine Weise recht. Aber eben immer nur auf seine Weise und nicht die der anderen. Das nennt sich Vielfalt. Manche phantasieren - was durchaus legitim, aber eben nur Phantasterei ist - ein Multiversum.

Dass auf der Quantenebene das Beobachten einen Einfluss hat stimmt nicht so ganz, bzw. nicht in einer gemeinen Denkweise. Sondern, wenn die Bewegungen - und es ist nicht mehr als Bewegung - gemessen werden, dann kann immer nur eines von beiden gemessen (beobachtet) werden: entweder die Richtung oder die Position. Dabei muss bedacht werden, dass die Quantelung eine reine theoretische Sache ist. Im Universum gibt es keine Quanten, sondern nur in der Theorie. Das ist wie ein Koordinatensystem. Die Linien gibt es ja auch nicht auf der Erde, sondern nur theoretisch.

@Roselyy , es wird unterschieden zwischen Realität und Wirklichkeit. Das was Realität (real) genannt wird ist das was das Gehirn anhand der Wahrnehmung mental darstellt. Es ist eine Vorstellung, die im Gehirn berechnet wird. Eine Mohnblüte ist nicht rot, sondern Lichtwellen werden in einer bestimmten Frequenz an dieser reflektiert. Das Auge nimmt diese Lichtwellenfrequenz wahr und das Gehirn berechnet sie zu rot. Bei Personen mit Rotsehschwäche passiert das nicht, da sie die Wellenfrequenz nicht wahrnehmen. Tiefgründiger erschließt sich daraus die Frage, ob denn überhaupt die Blüte an sich existiert. Naja, sie ist vergänglich und besteht an sich in sich auch nur aus Bewegung. Da ist wieder die Frage ob "Bewegung" existiert. Deswegen ist Wahrnehmung und Wahrheit immer nur eine Wahrscheinlichkeit.

Die Wirklichkeit ist hingegen die gegenseitige Wechselwirkung. Das Interpersonelle. Das Interaktive.

x 3 #92


B
Ja, haha, ... da kommen wir zu einer kuriosen Frage:

Sind Träume real?

Naja, das ist zuerst einmal wieder die Frage nach dem Unterschied von Realität und Wirklichkeit.

"Träume" sind insoweit ein Teil der Realität, als dass sie als Traum existieren, also als mentaler Prozess, bzw. tiefergehend als irgendeine Art von Bewegungen im Gehirn. Aber Träume sind nicht Wirklichkeit. Oder etwa doch? Mindestens in dem Bezug, dass sie eine Wirkung haben - in der gegenseitigen Wechselwirkung - durch die sie ausgelöst wurden. Siehe Kausalität. Auch wenn manchmal schwer oder gar nicht eurierbar ist, inwieweit sie eine Ursache haben, also mit bewusst Erlebten in Zusammenhang gebracht werden können.

Die Tätigkeit "träumen" ist nicht real, sondern wirklich, da sie als Tätigkeit wirklich passiert. Sie hat nichts mit der gegenseitigen Wechselwirkung zu tun, sondern sie ist gegenseitige Wechselwirkung. Sie ist Wirkung und Ursache und Wirkung und Ursache ... zugleich.

und damit wird die Esoterik ausgehebelt und auch die Mystik und die Mystik in der Religion. Denn wenn alles was ist, mindestens Bewegung ist, was soll dann das mystische sein? Unbeweglich? Aber unbeweglich ist "tot", Leere, nicht. ah!, überbeweglich. Aber das ist Phantasterei. Legitim, durchaus, aber Phantasterei. Ich mag Phantastereien, und Science-Fiction.

x 1 #93


E
Was wäre wenn man Gott irgend wann Wissenschaftlich erklären könnte? Es gibt ja immer hin auch noch eine weitere Theorie, Gott und seine Gefolgschaft sind weiterentwickelte Lebensformen, intelligenter als die Menschen aber doch auch Biologischen Ursprung mit höherem Wissensstand und Technologie, da würde der Mystische Teil dann wegfallen, ob der ganze Zauber wegfallen würde weiss ich nicht, würde darauf an kommen wie sich das ganze zeigen würde, da es ja schon auf der Erde eine enorme Vielfalt existiert, wie gross wäre die Vielfalt in allen Universen und Galaxien zusammen, also wäre eben Theoretisch so viel ungewöhnliches für uns kaum vorstellbares doch im Grunde schon auch möglich, vielleicht noch nicht jetzt, doch in der Zukunft, wer weiss was die Forschung, Astronomie, Quantenphysik und Wissenschaft alles noch hervor zaubert.

x 2 #94


Abendschein
Zitat von Elemente:
Was wäre wenn man Gott irgend wann Wissenschaftlich erklären könnte? Es gibt ja immer hin auch noch eine weitere Theorie, Gott und seine Gefolgschaft sind weiterentwickelte Lebensformen, intelligenter als die Menschen aber doch auch Biologischen Ursprung mit höherem Wissensstand und Technologie, da würde der ...

Mich wundert immer, das grade die Menschen, die nicht an Gott glauben, Gott aber wissenschftlich
in Frage stellen. Armer Gott, immer wieder wird er in Frage gestellt und angefochten.
Gott sei Dank muß ich mich nie mehr Rechtfertigen und das werde ich auch nicht mehr tun.
Entweder wird es akzeptiert oder eben auch nicht. 💕

x 1 #95


T
Zitat von Abendschein:
Armer Gott, immer wieder wird er in Frage gestellt


Etwas in Frage zu stellen, sprich danach zu fragen, ob etwas wirklich existiert oder nicht, ist doch erstmal ne vernünftige Herangehensweise.

Zumindest funktioniert unsere Justiz so, dass sie ihre Tatverdächtigen erstmal befragt, bevor sie sie verurteilt.

#96


Feuerschale
Zitat von Elemente:
wer weiss was die Forschung, Astronomie, Quantenphysik und Wissenschaft alles noch hervor zaubert.

Hmm aber Engel kriegt die auch nicht hin 🤔😇

x 1 #97

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Abendschein
Zitat von Tekton:
Etwas in Frage zu stellen, sprich danach zu fragen, ob etwas wirklich existiert oder nicht, ist doch erstmal ne vernünftige Herangehensweise. Zumindest funktioniert unsere Justiz so, dass sie ihre Tatverdächtigen erstmal befragt, bevor sie sie verurteilt.

Normal ja, aber hier ist nichts mehr (meistens) Normal 😜

x 2 #98


B
Ich wundere mich immer, dass ich etwas grundsätzliches schreibe und schon 1 Kommentar danach ist alles über den Haufen geworfen und es geht von vorne los. Jede Person macht sich ihre eigene Realität. Von der Wirklichkeit will keine was wissen.

#99


B
Ein sehr großes und tiefgreifendes und allumfängliches und gegenwärtiges Problem war und ist, dass fast keine Person im Ist-Zustand lebt und auch nicht in der Lage ist diesen zu erkennen und auch nicht zu beschreiben. Weil bei dem Versuch den Ist-Zustand zu beschreiben immer auch Soll-Zustand inkludiert wird. Es gibt nur sehr wenige Personen, die das können, doch sie werden meist ignoriert oder unbedeutend in den Lauf der Dinge eingefügt.

Das Ist ist das was ist. Das Soll ist das was sein soll.

Bei der Mystik und vor allem der Mystifizierung von "Gott" ist "Gott" nicht das was "Gott" ist, sondern soll "Gott" sein was "Gott" nicht ist. Es wird etwas hinzuphantasiert. "Gott" wird erweitert - unendlich. Dann kommt die Vertauschung von Ist und Soll: "Gott" ist dann dass was "Gott" sein soll. Da "Gott" alles und nicht(s) sein soll, ist "Gott" dann alles und nicht(s). Die Wirklichkeit – der Ist-Zustand – interessiert nicht mehr. Nur noch die Phantasterei – der Soll-Zustand – in der (verschobenen) Realität.

Mit "Gott" kann es ja gemacht werden, weil "Gott" sich nicht wehrt. Es sind die Menschen, die sich dann irgendwann wieder gegenseitig zur Vernunft bringen. "Gott" ist dabei nur ein Spielball, formbar wie Knetmasse.

#100


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