Zitat von Fatamorgana:Hat sich hier schon mal jemand gefragt....WARUM Theologie als Studienplätze gibt?
Im Endeffekt ist Theologie ein wissenschaftlicher Bereich einer Universität. Auch wenn es sicherlich die Norm ist, dass jemand gläubig ist, der dieses Fach studiert, so könnte aber auch ein Atheist Theologie studieren. Die Bibel als Grundlage des Christentums und als Quelle seiner Zeit kann man ja auch wissenschaftlich hinterleuchten und daraus Erkenntnisse gewinnen. Man muss sich ja auch mal vor Augen führen, um welche Zeit herum sie entstand; einer Zeit, aus der es kaum geschichtliche Quellen gibt. Ich sehe die Bibel ähnlich wie die Edda in der nordischen Mythologie. Es sind fiktive Geschichten und sie entstammen der Phantasie des Menschen. Daran ist ja eigentlich auch nichts verkehrt, Literatur ist immerhin eine wichtige Grundlage des Menschen. Die zehn Gebote würde ich als quasi erste Gesetzesgebung ansehen, ähnlich wie das bürgerliche Gesetzbuch heutzutage, auch wenn die Gebote moralischer verfasst sind. Manche sind ja auch heute noch gültig wie zb "Du sollst nicht töten", was auch heute noch als Straftat gilt.
Die Zeiten von damals kann man mit den Zeiten von heute zwar insofern vergleichen, als dass der Mensch in seinen Grundtrieben immer gleich geblieben ist, aber die Gesellschaft hat sich ja kulturell weitergebildet und säkularisiert.
Vieles kann man heute wissenschaftlich widerlegen, zb die Annahme, dass die Erde eine Scheibe ist.
Gott ist für mich fiktiv, ein Protagonist wie in einem Märchen. Dagegen spricht ja erst einmal nichts, wenn es Menschen gibt, die an ihn glauben.
Es ist ja generell seltsam, dass es unterschiedliche Religionen bei nur einem Planenten gibt, was mir noch mehr zeigt, dass es eine reine Erfindung des Menschen ist. Jeder kann glauben, das würde ich niemandem absprechen, mir selbst fehlt da einfach die Phantasie.
Wir werden vieles auch nie wirklich bis ins letzte Detail ergründen können, zb die Frage nach dem Warum. Die kann man höchstens theologisch oder/und philosophisch diskutieren, aber es wird nie einen gemeinsamen Nenner geben.
Glauben ist auch viel Interpretation, es ist eine persönliche Sichtweise auf etwas, was nicht greifbar ist.
Für mich würde es keine Rolle spielen, ob jemand an den Gott in der Bibel glaubt oder an ein anderes Phantasiewesen, alles ist durch den Menschen erschaffen worden. Also quasi schon fast die ketzerische Frage, "hat Gott den Menschen erschaffen, oder der Mensch nicht sogar Gott?"