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Ich leide schon seid vielen Jahren unter Panik und Angststörungen,und niemand der das schon gehabt hat weiß wie grausam sowas ist.Alles fing an,als ich 2001 einen Autounfall hatte.Ich wäre damals fast gestorben.Nach dem Unfall hat sich niemand psychotherapeutisch um mich gekümmert,hätte ich auch nie gedacht,das ich das brauche.In dieser Zeit hat sich dann noch mein heutiger Ex Mann von mir getrennt.Im Krankenhaus habe ich dann noch meine Witze gemacht und alles total locker genommen.Das änderte sich, als ich wieder Zuhause war und das "normale Leben" einkehrte.Ich fühlte mich immer schlecht und krank.Ich konnte das damals aber nicht zuordnen was das war!Ich habe viel mit allen möglichen Menschen gesprochen und mir Rat geholt,aber nichts hat geholfen..Weil mein Bedürfnis zu reden so groß war bin ich dann zu einem Nervenarzt und habe ihm meine Problematik geschildert.Der hat nicht lange gefackelt und ich hatte ein Medikament auf dem Tisch liegen.Ich bin dann nach Hause und dachte noch,das wolltest du doch gar nicht,du willst doch nur reden.Aber ich habe dann am Abend eine Tablette von dem Antidepressiva genommen und schlagartig hatte ich Angst,Panik Kreislaufprobleme.Meine Mutter fuhr mit mir zum Notdienst und der Arzt dokterte auch an mir rum.Nach diesen ganzen Aktionen hatte ich so die Nase voll,dass ich die Tabletten in den Müll warf und habe mich mit sehr sehr viel Sport aus den Depressionen gekämpft.Ich habe mich permanent beschäftigt.Ich hatte auch einfach kein Vertrauen mehr in Ärzte.Oberflächlich gesehen hat das die ganzen Jahre auch geklappt,die Depressionen waren weg.So eine kleine Angstatacke ab und zu schob man dann auf den Kreislauf,aber im großen und ganzen ging es mir ganz gut,ich lernte meinen heutigen Mann kennen und hatte neue Hoffnung.Der richtig heftige Rückfall kam letztes Jahr.Ich habe meinen Arbeitsplatz beim selben Arbeitgeber gewechselt.Es war so furchtbar,der neue Chef die Kollegen,die Atmosphäre,dass ich einfach aufhörte zu essen.Ich nahm ab und bekam Magenprobleme,ich fühlte mich wieder schlecht.Schlechte Gedanken,Angst vor Krankheiten,Angst zu sterben.Es ging mir Hundsmieserabel.Ich war am Ende.Ich habe mir dann einen Termin bei einem Psychotherapeuten geholt und habe meine Arbeit gekündigt.Ab da ging es mir körperlich besser,aber psychisch noch nicht gut.Ich hatte Versagungsängste,wollte niemanden sehen war ständig müde oder stand immer nur am Fenster.Ich funktionierte nur noch,es war alles wie taub.Die erste Sitzung bei meinem Therapeuten war furchtbar,als ich dann von meinem Unfall erzählte.Es war, als ob ich es erst gestern erlebt hätte,obwohl es schon 6 Jahre her war.Es war auch dann besser.Ich fing wieder an zu arbeiten,aber beim neuen Arbeitgeber fing es dann auch an.Immer wenn ich mir zuviele Gedanken machte bekam ich keine Luft,es wurde alles taub,ich dachte ich müßte sterben.Dieses Gefühl zieht sich nun schon seid längerem durch mein Leben,aber ich weigere mich Tabletten zu nehmen.Aber ich befürchte die Therapie die ich mache hilft mir auch nicht.Mein Therapeut sagte mal,dass ich nicht so viel schlecht denken soll.Ich dachte nur wie witzig,echt!Ich mache das ja nicht mit Absicht.Es passiert einfach.Wann habt ihr das letzte mal durchgeschlafen?Ich kann mich nicht erinnern wann das bei mir war.Jede nacht werde ich wach und muß denken.Ich denke darüber nach,dass wir irgendwann sterben und das die Zeit so kurz ist und das man nie wieder aufsteht und denken kann.Dann denke ich,ok wenn es ein Leben nach dem Tod gibt,dann ist das ja auch doof,man will ja auch nicht ewig Leben.Und so geht das dann,dann bekomme ich Panik.Und dann denke ich ganz schnell an was anderes sonst würde ich,glaub ich nie mehr einschlafen.
Das größte Problem was ich hab ist,dass ich in zwei Monaten noch einmal zur Schule gehen will um eine Ausbildung zu machen,nun bekomme ich Panik wenn ich mit anderen Menschen zusammen bin,dass äußert sich somit,dass ich keine Luft mehr bekomme und nur aufspringen und nach Hause laufen will.Mein Therapeut sagt, dass glaubt er nicht das dass passiert,denn er sieht den Stress bei mir zuhause.Ich aber WEIß das ich Panik bekommen werde.Und ich habe keine Ahnung wie ich auch nur eine Schulstunde aushalten soll.Vielleicht hat ja jemand eine Lösung.
LG Schlüssel

19.06.2008 12:34 • 08.07.2008 #1


2 Antworten ↓


Hallo Schlüssel,
also ich verstehe dich auch ich kenne die Angst vor geschlossenen Räumen und mit Leuten eingesperrt sein, das halt ich auch nicht aus, genauso wenig Arztpraxen Wartezimmer etc.
Ich war bereits 7 mal in psychosomatischen Kliniken zuletzt sogar in der geschlossenen, und jetzt hab ich so ne Phase dass ich seit 2 Wochen das Haus nicht verlassen kann und zum ersten mal nach 34 Jahren habe ich eingewilligt Medi zu nehmen, ich krieg Citalopram jetzt den dritten Tag und ich muss sagen es gibt immer häufiger Phasen am Tag wo ich ruhig und entspannt bin, und sogar an einem MA-Treffen teilgenommen habe ok es waren nur 6 Leute in einem Raum aber trotzdem!!!
Mach am besten eine Therapie oder überleg doch vorübergehend mal ein Medi zu nehmen. Es hilft dir bestimmt in der Schule und du kannst es ja wieder absetzen.
Ich drück dir die Daumen
Gruss flowergirl

23.06.2008 16:22 • #2


hallo,
all deine ängste kommen mir bekannt vor.
was die schule angeht,kann ich dir das citalopram sehr empfehlen-ich nehme es jetzt seit ca. 2 monaten und die wirkung ist verblüffend!
es macht keinen anderen menschen aus dir aber es macht dir offener,die atemnot beim sprechen vor leuten verschwindet und du wirst auch nicht mehr ängstlich sein.
wichtig ist dass du es rechtzeitig einnimmst,denn diese wirkung muss sich erst entfalten-das dauert ca. 3-4 wochen.
ich hoffe mein beitrag hat dir geholfen und wünsche dir alles gute für die ausbildung!
LG,sorella

07.07.2008 23:44 • #3