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Hallo,

ich suche Leute, die sich wie ich mit ihren Ängsten quälen. Würde gerne Erfahrungen austauschen.
Gebt euch einen Ruck, und geht raus aus der Isolation.
Freue mich über jede Zuschrift, oder jedes Treffen.
Ich heiße Franz, und bin 57 Jahre jung.

Alles Liebe
Franz

21.10.2015 09:49 • 27.01.2016 #1


14 Antworten ↓


nesery
Schade, dass ich so weit weg wohne. Wäre sicherlich mal etwas Schönes, jemanden zu treffen, der auch mit Ängsten zu leben hat!

23.10.2015 15:07 • #2



Angsthasen München -Landsut gesucht

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Techno54
Hi Franz
komme auch aus der Gegend und habe viele Ängste.
Ich habe in der realen Welt so gut wie niemanden zum reden und austauschen.
Freue mich auch über jeden Kontakt.
LG
Techno

07.11.2015 22:15 • #3


Hallo zusammen,

das kann doch nicht sein, dass es keine Angsthasen im Raum München, FS, ED usw. gibt.
Sind da alle so gesund ?
Ich finde es sehr schade, dass sich hier kaum jemand meldet. An was liegt es ? Habt ihr keinen Mut, oder keine Lust ?

In der Hoffnung, dass sich doch noch jemand meldet

Franz

20.12.2015 16:06 • #4


siri
Hallo Franz,

ich gehöre auch zu den Angsthasen. Leide seit ca. 6 Jahren an einer generalisierten Angststörung mit vielen psychosomatischen Beschwerden.
Komme aus Ingolstadt und würde mich auch über einen Erfahrungsaustausch hier im Forum, oder per PN freuen.
Bin weiblich, 42 Jahre alt, verheiratet und Mutter einer Tochter.

Vielleicht magst dich ja mal melden?

Lieben Gruß

siri

20.12.2015 16:23 • #5


Hallo siri,

freut mich sehr, dass du dich gemeldet hast. Wie ich deinen Beiträgen entnehmen konnte, haben wir ähnliche Ängste. Schwindel ist bei mir auch ein ganz großes Thema. Momentan sind meine Beschwerden wieder sehr intensiv. Jeden Tag der gleiche Kampf, und immer denke ich mir, jetzt schaffst du es. Doch am nächsten Tag geht das Ganze von vorne los. Jeden Tag habe ich Angst vor dem nächsten. Ein ewiger Teufelskreis.
Wie sieht es bei dir aus ?

Liebe Grüße
Franz

20.12.2015 19:26 • #6


siri
Hallo Franz,

ja, mir geht es genauso. Bei mir fing damals, vor über 6 Jahren, alles mit Schwindel an. Nicht regelmässig, aber immer mal wieder. Während dem Auto fahren, beim Einkaufen, während ich mit Freundinnen unterwegs war...
Die Zustände versetzten mich dann kurzzeitig in Panik, aber ich konnte mein Leben relativ normal führen.
Irgendwann kam dann allerdings starker Druck auf der Brust dazu, ich war total kurzatmig und hatte das Gefühl, nicht mehr ausreichend Luft zu bekommen. Über meinen Hausarzt ließ ich sämtliche Symptome abklären ( Kardiologie, HNO, Neurologe...)
Ein Orthopäde stellte dann die Diagnose, dass zahlreiche Blockaden in der Brustwirbelsäule vorhanden wären und es kein Wunder wäre, dass meine Atmung so stark eingeschränkt ist. Er löste mir meine Blockaden mittels Chirotherapie und siehe da, ich konnte wieder frei durchatmen.
Allerdings blockierten die Wirbel ( wie ich inzwischen weiß, durch die Verpannungen ) ständig wieder, so dass ich tw. 2x wöchentlich beim einrenken war, was ja auf Dauer nicht gerade sinnvoll ist.
Ich erfuhr dann von der Dorn Therapie und habe einige Zeit von dieser Therapieform sehr profitiert.
Allerdings kamen dann vor gut 3 Jahren mehrere Schicksalsschläge ( mein Mann verlor aufgrund eines BSV seinen Job, meine Mama erkrankte unheilbar an Krebs, die Tochter einer Freundin an Magersucht...). So ging es dann laufend weiter. Im vergangenen Jahr erlitt mein Patenkind mit 17 Jahren mehrere Schlaganfälle und wir mussten um ihr Leben bangen, heuer starb meine Mama infolge ihrer Krebserkrankung, bei mir wurden, als ich das AD Cipralex einschleichen wollte, Herzrhythmusstörungen ( AVNRT ) festgestellt (eine Katheterablation wäre nötig, vor der ich aber Angst habe ), ein gutartiger Nierentumor wurde entdeckt, der zwar harmlos ist, aber regelmässiger Kontrolle bedarf...
Ja, und je mehr Schicksalsschläge kamen, umso schlechter ging es mir.
Ich bin und war schon immer sehr sensibel, mache mir sehr viele Gedanken um andere, leide mit anderen stark mit.
Und so bin ich nun in dem Kreislauf der Angstspirale gefangen. Mir machen besonders meine körperlichen Beschwerden stark zu schaffen. Hab eben sehr häufig Schwindel oder Benommenheit, Schwäche, Kreislaufprobleme, Hitzewallungen, Herzrasen, Herzstolpern, Unterzuckerungsgefühle, Beklemmung, Druck auf der Brust... oft auch viele wechselnde Symptome. Kein Tag ohne irgendwelche Symptome.
Ach ja, seit 5 Jahren auch noch einen chronische Magenschleimhautentzündung die ich über Jahre hinweg mit Medikamenten bekämpfte und dann aber absetzen musste, da ich soviele Nebenwirkungen davon hatte.
Seit ca 1 Jahr habe ich nun eine Nahrungsmittelunverträglichkeit. Der Verdacht liegt bei Histamin. Reagiere auf viele Nahrungsmittel mit beschleunigtem Herzschlag, Schwäche, Unwohlsein. Auch das macht mir sehr zu schaffen, da ich nie weiß, wie mein Körper nach dem Essen reagieren wird.
Ach ja, ein Dauerrauschen im Ohr ist auch noch vorhanden, zeitweise auch Pfeifen, welches bisher allerdings immer wieder nach einiger Zeit verschwunden ist.
Seit mehr als einem Jahr mache ich eine Psychotherapie um den Ängsten auf die Spur zu kommen. Bisher leider ohne großen Erfolg. Mir wird allerdings sehr vieles bewußt dadurch und ich hoffe einfach, dass der durchschlagende Erfolg sich noch einstellen wird.
In diesem Jahr war ich auch stationär für 5 Wochen in einer psychosomatischen Klinik. Die Klinik war wirklich toll und ich konnte kleinere Fortschritte erzielen. Einige davon kann ich auch umsetzen und es tut mir gut.
Allerdings ist es bei mir immer von meiner aktuellen Tagesform abhängig ob ich mir etwas zutraue oder nicht. An Tagen, an denen es mir körperlich einigermaßen gut geht, bin ich mutig, voller Tatendrang, schmiede Pläne und möchte raus und einfach wieder ein normales Leben führen. Nur werde ich meist schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt, da irgendwelche körperlichen Beschwerden auftreten.
Ich weiß, dass sehr, sehr viele Probleme mit meinem Rücken zu tun haben ( Skoliose, Blockaden und Verspannungen), habe die Bestätigung dazu von meinem Orthopäden und meiner Heilpraktikerin bekommen und empfinde es genauso. Nur eine Lösung des Problems fehlt mir bis dato. Angst führt zu Verspannungen, Verspannungen führen zu Angst, ein Kreislauf den ich bisher noch nicht geschafft habe, zu durchbrechen.....
Aber ich gebe die Hoffnung noch nicht auf!

Wie sieht dein Alltag aus, wie meisterst du deinen täglichen Kampf?
Nimmst du Medikamente?

Ich hoffe und wünsche dir einen möglichst angst -/ und schwindelfreien Tag

Liebe Grüße

siri

21.12.2015 07:59 • #7


Hallo siri,

deine Geschichte hört sich ähnlich an wie meine. Aber ich denke es geht vielen so, und würde auch zu vielen passen.
Wie meistere ich meinen täglichen Kampf ? Das Wort Kampf sagt schon viel aus. Es ist ein täglicher Kampf, der momentan zunehmendst schwieriger wird.
Mein Job lässt mir viele Freiheiten, und so meide ich viele Dinge, die nicht sein müssen. Doch je mehr ich vermeide, desto schlimmer wird die Angst. Momentan habe ich kaum mehr einen Plan dagegen. Ich versuche mich jeden Tag zu motivieren, du schaffst das, lass los, lass die Angst kommen usw. , doch es gelingt mir nicht. Es heißt immer, man muss seine Gedanken verändern. Aber wie bitte. Ich gehe mit Angstgedanken ins Bett, und wache mit Angstgedanken auf. Was positiv ist, ich fühle mich besser, wenn ich echt gefordert werde. Da geht es mir besser. Am schlimmsten ist es, wenn ich frei habe. Z.B. Sonntags. Den ganzen Tag laufe ich mit Anspannung und benebelt rum. Ruhelos, angespannt, ich kann nicht mehr loslassen. Das macht mir dann wieder mehr Angst. Angst, mein Leben nicht mehr zu schaffen, irgendwann verrückt zu werden, oder körperlich zusammen zu brechen.
Mein derzeitiger Lichtblick ist, dass ich nach 25 Jahren wieder eine Therapie in 3 Wochen beginne.
Gerade lese ich ein zweites Buch über Angst, und es wird immer behauptet, dass sich jeder von dieser Angst befreien kann. Anscheinend funktioniert dies bei mir nicht.
Ich hab momentan eine solche Wut auf die Angst, also auf mich, weil ich mir Tag für Tag meines Lebens versaue.
Ich möchte wieder aktiver werden, und mehr in die Angst reingehen, doch oft fehlt mir der Mut. Doch irgendwie muss ich die Angst wieder in den Griff bekommen, denn ich möchte leben, und vom Leben noch was haben. Also kämpfe ich weiter.
Medikamente nehme ich keine, da sie keine Lösung sind.

Liebe Grüße und einen möglichst angstfreien Tag

Franz

21.12.2015 15:04 • #8


siri
Hallo Franz,

ich wünsche Dir und allen anderen hier ein wunderschönes, gemütliches und angstfreies Weihnachtsfest.
Genieße diese besondere Zeit und hab viele glückliche Stunden.

Liebe Weihnachtsgrüße

siri

24.12.2015 08:05 • #9


Hallo siri,

das wünsche ich dir auch nachträglich. Ich hoffe, dein Weihnachten war gut. Meins war gut, auch wenn die Angst teilweise mitgefeiert hat. Ist eben so.

Liebe Grüße und bis bald

Franz

27.12.2015 11:59 • #10


siri
Hallo Franz,

Ja, auch ich habe Weihnachten sehr genossen.
Aber auch bei mir war natürlich die Angst immer mit dabei.
Besonders als Besuch da war, denn da hatte ich umso mehr das Gefühl ich muss funktionieren.
Das verstärkt halt dann die Anspannung und dementsprechend auch die körperlichen Symptome.
Aber trotz allem habe ich mich gefreut.

LG und einen wunderschönen, sonnigen Wintertag.

Siri

27.12.2015 12:08 • #11


Hallo zusammen,

ich finde es toll, dass sich wenigstens ein paar Leute gemeldet haben.
AAAAAAAAAAAAber, das kann es doch nicht sein !
In Landshut z.B. ist es fast unmöglich kurzfristig einen Therapieplatz zu finden. Also, wo sind die vielen Leute ?
Ich starte einen letzten Versuch, und gebe die Hoffnung nicht auf, dass sich hier noch mehr tut.

Ich glaube an euch
Franz

29.12.2015 10:55 • #12


siri
Ich pushe deinen Beitrag nochmal, Franz, vielleicht meldet sich ja doch noch jemand.

30.12.2015 10:11 • #13


Hallo Franz, ich komme nicht aus der Gegend von München, kenne die Gegend aber sehr gut, weil ich da schon in Urlaub war und Freunde am Starnberger See wohnen habe. Ich leide auch nicht mehr unter den Angst und Panikattacken, die mich aber 30 Jahre begleitet haben.
Hoffe ich durfte mich trotzdem melden auch wenn ich nicht in die Kategorie reinpasse.

Liebe Grüße der Abendschein

26.01.2016 20:33 • x 2 #14


Hallo Abendschein,

freut mich sehr, dass du dich meldest, auch wenn du nicht aus der Münchner Gegend kommst. Wer Freunde am Starnberger See hat, ist ja schon fast ein halber Bayer
Klingt interessant, was du schreibst. Du hattest 30 Jahre an Ängsten gelitten, und hast sie nun unter Kontrolle ? Was ist geschehen, dass diese Veränderung
eintrat ?
Würde gerne wieder von dir hören.

Liebe Grüße
Franz

27.01.2016 18:13 • x 1 #15



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