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201719.07




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RLP
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Ich bin NEU hier und habe eine Vielzahl von Symptomen für die es keine
greifbare Diagnose gibt.
Allerdings habe ich schon einige ernste Erkrankungen (OP´s) überlebt und immer alles (z.B. Behandlungsfehler) weggesteckt, eine
mehrjährige Ärzte-Odyssee durchgemacht (könnte einen Roman darüber schreiben) und letzten Endes habe ich es fast
nicht überlebt aufgrund einer schweren Sepsis.

Kurz danach spürte ich, dass meine Kraft zu Ende war und ich nicht mehr stark sein konnte.
Relativ schnell wurde eine Posttraumatische Belastungsstörung diagnostiziert die erfolgreich therapiert wurde.
Dann folgt ein beruflicher und privater Neustart und alles war gut.
Vor etwas mehr als einem Jahr fing es wieder an.
Eine kleine Erkältung mit leichtem Fieber und ich bekam plötzlich Panik und war wie gefangen in mir selbst und sofort an eine
erneute Blutvergiftung gedacht oder Herzmuskelentzündung (keine Ahnung wie ich darauf komme).
Mein Körper produziert, neben den tatsächlichen Erkrankungen, permanent neue Beschwerden die mich sofort aufhorchen lassen.
Die Liste ist lang und kein Ende in Sicht, bin fast jede Woche bei einem Arzttermin und fühle mich furchtbar gegeißelt von diesen
destruktiven, belastenden Gedanken.
Habe mich vorhin bereits durch etliche Beiträge zum Thema Somatoforme Störungen gelesen und mich dort wiedergefunden, u.a.
Woher weiß man, ob die Beschwerden mal wieder angstgesteuert sind oder tatsächlich ein Anzeichen für eine schlimme Krankheit?

Gibt es Heilung bzw. geheilte hier?
Liebe Grüße von der verzweifelten Neuen

Auf das Thema antworten


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  20.07.2017 16:16  
Herzlich willkommen hier bei uns.
Spirina hat geschrieben:

Gibt es Heilung bzw. geheilte hier?


Die Geheilten verlassen uns gewöhnlich, weil sie uns dann nicht mehr brauchen. :wink: Aber hier sind einige, die ihre Erkrankungen ganz gut im Griff haben und sich arrangieren. Das geht also auf jeden Fall. Du wirst aus dem Austausch hier sicher einiges dazu mitnehmen können.

Danke1xDanke


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  20.07.2017 16:23  
Trotz meiner zahlreichen Symptome scheine ich für andere normal zu sein. Ich kann auch gar nicht zum Arzt und sagen was ich habe. Ich spüre dass es nicht wirklich was Körperliches habe.

Bei deiner Vorgeschichte kann ich mir aber vorstellen woher es kommt.

Danke1xDanke




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RLP
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  20.07.2017 23:19  
...ich habe 1.5 Jahre Traumatherapie hinter mir in der irgendwie alles thematisiert wurde aber das eigentliche Problem irgendwie umschifft wurde, zumindest kommt es mir heute so vor.
Ich war derart "am Ende", dass ich noch nicht mal an den Briefkasten konnte. Ich hatte solch eine Panik vorm dem Leben, konnte auch nicht mehr
ans Telefon gehen. Ich habe mich komplett isoliert.
Wenn ich so zurückblicke, kann ich mich nur noch schwer da reinfühlen weil ich heute wieder mitten im Leben stehe.
Umso verzweifelter fühlt sich dieser schleichende Prozess an, ich spüre wie ich mich innerlich mehr und mehr in meine Welt zurückziehe und kann das
mit meinem klaren Verstand einfach nicht nachvollziehen.
Ich dachte immer, gerade wenn man solch ein großes Tief überwunden (überlebt) hat, kann man nicht mehr so schnell abrutschen.
Jetzt bin ich mir nicht mehr sicher und habe sehr große Angst meinen Verstand zu verlieren weil diese ganzen angstgesteuerten Prozesse
zum Selbstläufer werden.
Bis jetzt wirke ich noch resolut und stark auf Kollegen und Vorgesetzte, innerhalb der Familie galt ich schon immer als "irgendwie anders, nicht ganz normal".
Ich bin froh hier zu sein....





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RLP
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  31.08.2017 22:40  
...Hypochondrie....was für ein Wort.
Nun befinde ich mich also in einer Psychotherapie und immer wieder fällt dieses Wort.
Irgendwie fühlt sich ein Teil in mir, mal wieder, nicht ernst genommen.
Seit Tagen plagt mich Übelkeit, hier und da wieder Stechen und Ziehen in der Herzgegend.
Mein rechtes Bein schmerzt..
Mein Hals kratzt seit Wochen, Niesanfälle...
Abends, wenn ich eigentlich ganz entspannt sein sollte beginnt mein Herz zu rasen- trotz Betablocker 120 Schläge die Minute, durch
die auftretende Angst wirds natürlich nicht besser.
Kleinste Alltagsaufgaben die abweichen vom normalen Trott werden zu einer Herausforderung.
Einschlafen wird zunehmend problematischer, oft fühle ich mich schlapp und müde, wie ausgebrannt.
Und seltsamerweise werde ich immer lärmempfindlicher, der Staubsauger unserer Reinigungsfrau (im Büro) bringt mich auf die Palme, lautes Reden macht mich wahnsinnig und ich wünsche mir einfach nur Ruhe.
Ich glaube, mein Nervensystem ist derzeit extrem angeschlagen durch diese "Hypochondrie", ich komme gar nicht mehr "hinterher" mit dem Gedankenmachen, was ich denn jetzt für eine Erkrankung haben könnte.
Dieser Zustand muss sich doch mal ändern, stattdessen spitzt es sich zu und ich habe die leise Befürchtung, dass ich irgendwann einfach so zusammenbreche...kollabiere.
Ich frage mich wann diese Angst das Kommando übernommen hat, ein schleichender Prozess.

Seit einigen Wochen beobachte ich, dass verschiedene Körperteile Temperaturunterschiede aufweisen, z.B. ist der rechte Fuß oft kälter als der linke u.s.w.
Über solche Sachen habe ich mir früher nie Gedanken gemacht.
Der Schwindel (mit Doppelbilder) hat ein wenig nachgelassen, vielleicht weil ich die Gewissheit habe, dass das Schädel-MRT ohne Befund war (also keine Verengung z.B.).
Diese ganzen zeitaufwendigen Untersuchungen rauben mir die letzte Kraft. Ich will gar nicht wissen wieviel Zeit ich in den
letzten Monaten in Wartezimmern verbracht habe statt das Leben zu genießen.
Das Leben genießen....wie ging das nochmal?
So viel Lebenszeit verfliegt einfach, ungenutzt, voller Sorgen und Ängste...noch schlimmer empfinde ich dieses Aushalten bzw. sich Zusammenreißen bei Freizeitaktivitäten- wobei da nicht mehr viel geht.
Am liebsten würde ich meine Umwelt daran teilhaben lassen : "Hey, ich habe eine Angststörung, ich leide unter Hypochondrie" aber da ist soviel Scham meinerseits und Unverständnis andererseits, verstehe ich gut weil ich diese ganzen Vorgänge selbst nicht nachvollziehen kann.
Aber es tut mir auch leid, für die anderen, für Freunde....
Meine langjährige Freundin kanns nicht verstehen, macht mir eher noch Vorwürfe weil ich z.B. Einladungen nicht annehme und ich bin es so leid mich immer zu erklären, dass ich ihr ihre Vorwürfe und ihr Bild von mir einfach so lasse statt mich zu rechtfertigen.

Heute, beim Autofahren, bekam ich wieder sehr schlecht Luft und das Einatmen schmerzte in der Lunge, mein erster Gedanke war "Lungenembolie", was auch die Schmerzen im Bein erklärte die plötzlich nicht mehr zu spüren war aufgrund der anderen Symptome.
Nach der Ankunft wurde es besser, vermutlich der Rücken (eingeklemmter Nerv).

Ich habe bereits jetzt, am Abend, Angst, was erwartet mich Morgen? Welche Beschwerden werden Morgen meinen Tag beherrschen und mir das Leben schwer machen...?
Werde ich überhaupt nochmal wach?



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  01.09.2017 11:13  
Hey!
Eine ptbs kann im Prinzip jederzeit wieder aufflammen. Mit einer solchen Geschichte muss man immer auf sich aufpassen. Ich würde Mitt deinen Gesundheits ängsten nicht gleich hypochondrie rufen sondern achtung dein trauma ruft nach dir. Ezwas ist vielleich unverarbeitet geblieben oder durch einen trigger wieder ans Tageslicht getreten.
Ich wäre dafür nochmal traumaspezifische therapie zu suchen. Vielleicht sogar eine Klinik. Ich könnte dir sogar eine empfehlen.
Fang an dich zu Erden such bewusst dinge die dir gut tun. Guck mal ins thema Vitamin d gerade aktuell da habe ich auch ein paar Postings zum Thema toleranzfenster geschrieben die dir vielleicht weiter helfen. Deine Seele verarscht dich grad. Du bist sicher nicht schwer krank.

Danke1xDanke


  01.09.2017 11:28  
@Spirina

"Relativ schnell wurde eine Posttraumatische Belastungsstörung diagnostiziert die erfolgreich therapiert wurde."

Was genau wurde therapiert ?
Ein Schocktrauma oder ein Entwicklungstrauma ?
Letzteres kann immer wieder mal erneut aufbrechen .
Leider .





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RLP
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  01.09.2017 21:00  
@Rosalie48

Ich kenne noch nicht mal den Unterschied zwischen Schocktrauma oder ein Entwicklungstrauma, aber kann es mir ableiten.
Nach einer schlimmen Sepsis wurde die PTBS diagnostiziert, aber nach meiner letzten Therapiesitzung sieht es so aus, als wäre dies quasi der "Tropfen der das Fass zum Überlaufen brachte" gewesen.
Als Kind, Jugendliche hatte ich bereits einige traumatische Erfahrungen im Bereich Krankenhaus/OP/Narkose aber damals, so vor 20/25 Jahren wurde man (ich) nicht gefragt, ob meine Seele damit klar kam.
Das hab ich dann versucht so wegzustecken.



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  01.09.2017 21:07  
Bin gerade mehr als panisch habe gerade voll Angst vor Herzinfarkt und Schlaganfall!





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  01.09.2017 21:08  
@kopfloseshuhn

...es gab tatsächlich eine Trigger, eigentlich ganz unbedeutendes Fieber bei einer Erkältung, was ich normalerweise nie bekomme (Fieber). Und Fieber hatte ich damals bei der Sepsis (39,9), krasse Erfahrung.
Seitdem gehts bei mir bergab.

Nach der Traumatherapie ging es mir eigentlich besser....
Das mit dem "Auf sich aufpassen" fällt mir schwer, war immer sehr belastbar, seelisch wie körperlich und heute gar nicht mehr.
Dieses alte Bild von mir kann ich scheinbar nicht loslassen.

@Angsthäschen 1986
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