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asdus
Hallo, komische Frage vielleicht, aber ich habe das Gefühl, dass Tavor bei mir manchmal positiv und manchmal negativ wirken kann.

Ich muss dazu sagen, ich habe große Probleme mit Ängsten, Agoraphobie und schlimmer Derealisation. Der Arzt meint aber, es wäre keine "Krankheit", sondern mentale/emotionale Konflikte, deshalb könnte er sich auch nicht vorstellen, dass mir Medikamente helfen.
Tavor nehme ich eigentlich fast nie. Nur, wenn mir einfach gar keine andere Lösung mehr einfällt und ich vor der Entscheidung "Klinik oder Tavor" stehe, nehme ich eine kleine Dosis (0.25-0.75mg). Jetzt habe ich z.B. schon seit 2 Monaten gar keins mehr eingenommen.

Es kommt mir aber so vor, als wenn mir Tavor manchmal hilft, besonders wenn Unruhe gerade das dominante Symptom ist. Dann werde ich ruhiger, diese "alles-egal"-Mentalität kommt, und es geht mir für ein paar Stunden besser.

Manchmal macht mich die Tavor-Einnahme aber einfach nur matschig. Ich funktioniere dann nur noch in Zeitlupe, so als müsste ich mich körperlich und geistig durch dicken Sumpf vorankämpfen, aber die Ängste zeigen sich dann ziemlich unbeeindruckt davon, es ist mit Tavor dann eher unangenehmer als ohne.

Kennt das jemand? Ich hätte erwartet, dass man entweder positiv oder negativ darauf reagiert, abhängig von der Physiologie und der Störung. Aber dass man dann entweder zu denen gehört, denen es hilft, oder denen, denen es eben nicht hilft. ?

19.09.2021 11:14 • 29.09.2021 #1


4 Antworten ↓


Islandfan
Tavor ist ja der beste Angstlöse, den ich kenne, bei Ängsten wirkt es super. Habe aber festgestellt, dass es bei depressiver Stimmung nicht so optimal wirkt. Ich kenne auch dieses in Watte gepackt Gefühl, aber manchmal merke ich auch sehr wenig von der Wirkung.

19.09.2021 12:18 • #2



Wieso wirkt Tavor mal positiv mal negativ?

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Schlaflose
Zitat von asdus:
Der Arzt meint aber, es wäre keine "Krankheit", sondern mentale/emotionale Konflikte, deshalb könnte er sich auch nicht vorstellen, dass mir Medikamente helfen.

Wahrscheinlich meint er damit Antidepressiva, die sich auf den Hirnstoffwechsel auswirken und somit ein Ungleichgewicht an Botenstoffen ausgleichen. Versuchen kann man es aber damit, denn vielen helfen sie trotzdem. Tavor und andere Benzos gehören aber nicht zu diesen und wirken auf jeden Fall sedierend, auch wenn die Ägste, Unruhe etc. von äußeren Umständen verursacht werden.

19.09.2021 12:24 • #3


asdus
@Schlaflose Ja, ich stelle mir da nur die Frage - worin liegt medizinisch der Unterschied zwischen einer Angst, die durch Ungleichgewicht an Botenstoffen entsteht, und einer Angst, die durch äußere Umstände verursacht wird? Also wie "funktioniert" die Angst durch äußere Umstände? Liegt der nicht auch - zumindest für den Moment - ein Ungleichgewicht an Botenstoffen zugrunde?

19.09.2021 15:57 • #4


meisterpropper
Ich bin froh das es Tavor gibt habe meine Psychopharmaka abgesetzt hatte dann direkt starke schlafpropleme wollte stark sein dann kamen aber tiefe Depresionen. Mit Tavor kann ich grade wenigstens schlafen und denke nicht so oft ans Sterben. Warte auf Termin in einer Klinik

29.09.2021 14:40 • #5




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Dr. med. Andreas Schöpf