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Hallo Ihr Lieben,
sorry das ich mich so lange nicht gemeldet habe. Aber mir ging es nicht so gut in den letzten Monaten.
Ich war ja 2 Tage in einer Klinik für Angst und Zwangserkrankungen, bin aber dort rausgeflogen. Eine gute
Nachricht habe ich. Ich bin runter von Tavor. Jedoch hat sich an meiner Schlafstörung nix geändert. Ich denke immer noch, das es vom Entzug des Clomipramins gekommen ist. Aber es könnte viellecht doch meine ursprüngliche Erkrankung sein. Ich meine, trotz der Einnhame von Clomipramin damals ist die Angst doch immer wieder hoch gekommen.

Jede Nacht und auch am Tag sondere ich so einen übel riechenden Schweiss ab. Zuerst dachte ich, das es vom absetzen des Clomipramin und all den anderen Medis sein könnte. Inzwischen bin mir nicht mehr so sicher, ob es sich nicht um Angstschweiss handeln könnte.

Hab von meinem Psychiater Doxepin beommen und sollte mit 50 mg anfangen. ich hab es 2 Nächte versucht, konnte aber kaum damit schlafen. Ich weiss nicht, warum. Dann habe ich vorgstern Nacht 50mg Trazodon genommen ( vom Schlafmediziner verordnet ). Gestern habe ich so gegen neun Uhr 100mg Doxepin genommen und bin erst ca. gegen 12 Uhr eingeschlafen, dann auch nur für 5 Stunden.

Ich lese immer, das man die Dosis langsam steigern soll. Aber ich habe auch gelesen, das man es auch als Bedarfsmedi nehmen kann. Viellecht ist doch die Grunderkrankung schuld an meiner Schlaflosigkeit und nicht der Entzug von clomipramin und die ganzen anderen Medis.

Der Schalfmediziner meinte, das die Schlafstörung meiner Angststörung zugrunde liegt. ich weiss es nicht. ich weiss nur, das ich immer wenn ich kurz vor dem loslassen bin, um in den Schlaf zu kommen, ich dann so ein Bauchgefühl bekomme, so als wollte etwas in mir nicht, das ich in den Schlaf komme.

Jetzt aber zurück zu Doxepin. ich hatte es also gestern genommen, entgegen dem Rat meines Psychotherapeute, den ich leider selber bezahlen muss, und der absolut gegen Medikamente ist. Aber bisher hat er mir nocht nicht viel geholfen.
Er meinte nur, wenn ich tue was er sagt, dann würde ich bald wieder schlafen. Ich war jetzt schon 5 mal bei Ihm, aber
schlaftechnisch hat sich noch nix getan. Ausser das es viel Geld kostet.

Gut, was mein Pychiater seit januar mit mir gemacht hat, war auch nicht wirklich gut. Dennoch hat er sich bemüht, mir zu helfen. Komischerweise habe ich gestern nacht nicht geschwizt und heute morgen habe ich auch nicht so streng gerochen. Könnte es sein, das das Doxepin in der Nacht gegen die Angst gewirkt hat, und ich deshalb nicht geschwizt habe und auch heute morgen nicht übel gerochen habe ? Oder denkt Ihr, das mein Körper Chemie möchte, das ich deswegen nicht geschwizt habe.

Mein Mann und der Schalfmediiner meinten, das es Angstschweiss ist. Jetzt bin ich sehr verunsichert, ob ich Doxepin weiter nehmen soll. Die Zwangsgedanken haben sich komischerweise auch gebessert, seit die meiste Chemie aus meinem Körper raus ist.

Zudem habe ich am Kinn pickel bekommen, vielleicht immer noch vom absetzen des Tavor oder gar noch vom Paroxetin verursacht. Ich weiss nicht, warum ich mit einer so hohen Dosis Doxepin nur 5 fünfeinhalb Stunden geschalfen habe.
wieviel nehmt Ihr zum schlafen und wie lange schlaft Ihr damit ? Und kann es sein, das wenn man es viellecht länger nimmt, sich der Schlaf verbessert und verlängert ? Und soll man es langsam einschleichen oder kann man gleich mit einer höheren Dosis anfangen, wie mein Arzt gemeint hat.

Übrigens konnte ich sogar mit Trimipramin nicht schlafen. Mir ist das alles ein Rätsel.
man bekommt ein Medikament entgiftet und dann gerät aud einmal alles aus den Fugen . Bis zum 19. Oktober letzten Jahres habe ich geschlafen wie ein Stein.

Würde mich über Anworten von Euch sehr freuen.

Liebe Grüße
Maja

06.05.2017 10:45 • 28.07.2017 #1


32 Antworten ↓


Ach Maja...

Fühle dich erstmal gedrückt.

Leider kenne ich mich mit Medikamenten überhaupt nicht aus. Dennoch können natürlich die verschiedenen Medikamente Ursache für die verschiedenen Symptome sein.

Dennoch möchte ich etwas zum Geruch sagen. Stress kann den Körpergeruch immer verändern. Ich hatte das eine zeitlang auch. Neben meiner Ernährung umstellen, nutze ich jetzt eine basische Seife. Gab es bei Rossmann für 3 Euro. Die hat mir sehr gut geholfen.

Schlafprobleme habe ich immernoch... Weil Nachts kommen ja die ganzen Gedanken... Medikamente nehme ich nicht. Ich hoffe, dass es sich irgendwann wieder ALLEINE klappt.

Ich weiß, es ist keine direkte Antwort auf deine Frage. Aber ich bin der Ansicht, wenn möglich, lieber weniger Medikamente nehmen.

06.05.2017 11:31 • #2



Wer hat Erfahrungen mit Doxepin zum schlafen

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Zitat von Anne87:
Ach Maja...

Fühle dich erstmal gedrückt.

Leider kenne ich mich mit Medikamenten überhaupt nicht aus. Dennoch können natürlich die verschiedenen Medikamente Ursache für die verschiedenen Symptome sein.

Dennoch möchte ich etwas zum Geruch sagen. Stress kann den Körpergeruch immer verändern. Ich hatte das eine zeitlang auch. Neben meiner Ernährung umstellen, nutze ich jetzt eine basische Seife. Gab es bei Rossmann für 3 Euro. Die hat mir sehr gut geholfen.

Schlafprobleme habe ich immernoch... Weil Nachts kommen ja die ganzen Gedanken... Medikamente nehme ich nicht. Ich hoffe, dass es sich irgendwann wieder ALLEINE klappt.

Ich weiß, es ist keine direkte Antwort auf deine Frage. Aber ich bin der Ansicht, wenn möglich, lieber weniger Medikamente nehmen.

@Anne87
Hallo Anne,
warum hast Du Deine Ernährung umgestellt ? Hast Du vielleicht Zlöiakie ?

Liebe Grüße
Maja

06.05.2017 11:44 • #3


Hallo Maja,
du musst dich doch nicht dafür entschuldigen, dass du hier abwesend warst eigentlich ist es ja positiv, wenn man sich mehr mit anderen Dingen als der Angst und Co beschäftigt ! Dass es dir aber immer noch nicht gut geht, ist schade
Die Klinik hat dich rausgeworfen ? Heftig.
Ich sehe solche Dinge aber immer positiv, im Nachhinein hat doch alles seinen Grund, und war das Beste so.

Dein Problem ist also immer noch das Schlafen.
Ich hab damit auch noch massiv zu kämpfen bzw ich nehme es einfach an, und kämpfe nicht mehr dagegen an.
Als ich neulich völlig entkräftet war, habe ich Trimipramin zum Schlafen genommen, empfand die Wirkung aber als sehr unangenehm. Mit Doxepin ging es mir in der Vergangenheit auch schon so, da ich durch beide einen starken Overhang am nächsten Tag habe.
Ich werde beim nächsten Mal wieder auf Trazodon zurück greifen, aber nur bei absoluten Bedarf und einmalig.
Ich finde nicht, dass du dir große Sorgen machen musst, dass du mit 100mg Doxepin "nur" 5 1/2 Stunden geschlafen hast. Das ist für einen massiv Schlafgestörten recht viel.

Das Schwitzen habe ich auch massiv, ich ziehe nachts mehrfach ein frisches Shirt an und wasche mich. Ich empfinde den Geruch als säuerlich. Ich weiß nicht, ob es bei mir noch Erscheinungen des Benzoentzugs vom letzten Jahr sind, tippe aber eher auf Nebenwirkungen von SSRI bzw SNRI. (Habe unter Duloxetin stark geschwitzt und jetzt mit niedriger Dosis Citalopram auch).

Ich hinterfrage es einfach nicht, denn das macht noch "verrückter "

Seit knapp zwei Wochen kam ein starker Juckreiz und Ausschlag, der kommt und geht, hinzu. Deshalb war ich schon beim Hausarzt, Neurologen und Hautarzt.

Zu deinen Fragen:
Doxepin kann u.U. nach einer recht schnellen Zeit seine einschlaffördernde Wirkung verlieren.
Die "angstlösende" Wirkung beruht ja mehr auf der sedativen Wirkung. Stimmungsaufhellend wirkt es, wenn überhaupt, erst nach einiger Zeit.
Ich persönlich würde es nicht zur Dauereinnahme verwenden, zumal es eher suboptimal bei dir zu wirken scheint.

So wie du beschreibst, beruhen deine Probleme u.a. auch auf Angst vor Kontrollverlust... (das Schlafproblem, die Zwangsgedanken, ...).
Eine Therapie, die dir dabei hilft, ist sicher der richtige Weg.
Loslassen, Vertrauen, etc
Wenn man einen Therapeuten aber selbst bezahlt (wie ich auch zur Zeit) sollte es aber definitiv passen.
Hast du Vertrauen zu dem Therapeuten ?
Wie begründet er, dass du keinerlei Medikamente nehmen sollst?
Ist er Psychotherapeut nach Heilpraktikergesetz HPG ?

Das wird schon, Maja !
LG Tiffy

Und Daumen hoch, dass du weg vom Tavor bist ! Darauf kannst du schon riesig stolz sein.

06.05.2017 12:02 • #4


Schlaflose
Ich nehme seit 9 Jahren Doxepin zum Schlafen. Anfangs nahm ich 125mg, nach 4 Jahren habe ich es ganz langsam reduziert auf 25-50mg. Gelegentlich steigere ich es bei Bedarf auch mal für 1-2 Tage 75-100mg. Mir hilft es im großen und ganzen. Es gibt aber auch Tage, wo ich viel Stress habe oder wichtige Termine anstehen, dass ich zusätzlich noch eine Schlaftablette nehme.

06.05.2017 12:44 • #5


petrus57
Moin Maja

Es wird dir hier wohl niemand mit Bestimmtheit sagen können warum du zu viel schwitzt. Ich schwitze oft wenn ich Angstattacken bekomme und durch die Antidepressiva schwitze ich bei jeder kleinsten Anstrengung.

Dein Therapeut wird wohl kaum deine Schlafstörungen beseitigen können auch wenn er es seiner Meinung nach könnte, wenn du nur richtig seinen Anweisungen folgst.

Aber es könnte sein, dass du wieder besser schlafen kannst wenn deine Angststörungen verschwunden sind.

Aber wie Tiffy schon schrieb ist es wichtig dass du mit deinem Therapeuten auf einer Wellenlänge schwimmst. Sonst kannst du dir das Geld sparen.



Petrus

06.05.2017 13:01 • #6


Zitat von Schlaflose:
Ich nehme seit 9 Jahren Doxepin zum Schlafen. Anfangs nahm ich 125mg, nach 4 Jahren habe ich es ganz langsam reduziert auf 25-50mg. Gelegentlich steigere ich es bei Bedarf auch mal für 1-2 Tage 75-100mg. Mir hilft es im großen und ganzen. Es gibt aber auch Tage, wo ich viel Stress habe oder wichtige Termine anstehen, dass ich zusätzlich noch eine Schlaftablette nehme.

@schlaflose,

hast du damals die 125mg direkt genommen, ohne einzuschleichen, oder hast du die Dosis langsam erhöht ? Wie wirkt es bei Dir und wie viele Stunden schläfst Du damit ? ( werdn die Stunden an Schlaf mehr, wenn man es länger nimmt?) Hast Du eine Therapie gemacht ? Sorry für die vielen Fragen. Ich bin ganz verunsichert.
Ich weiss ja nicht ob diese Schlafstörung von dem Entzug des Clomipramin kommt, denn man sagt ja die Entzugssymptome wären dieselben wie die Krakheitssymptome. Nur hat Schalfstörung nie zu meinem Krankheitsbild gehört. Wie lange hast Du es genommen, bis Du es runter reduziert hast ?

Viellecht ist es ja wirklich so, das die Angsterkrankung wieder hoch gekommen ist, nach meiner Dummheit und dann noch viel heftiger, weil sie ja durch Clomipramin nur überlagert wurde.

Liebe grüße
Maja

06.05.2017 13:46 • #7


Zitat von TiffyK:
Hallo Maja,
du musst dich doch nicht dafür entschuldigen, dass du hier abwesend warst eigentlich ist es ja positiv, wenn man sich mehr mit anderen Dingen als der Angst und Co beschäftigt ! Dass es dir aber immer noch nicht gut geht, ist schade
Die Klinik hat dich rausgeworfen ? Heftig.
Ich sehe solche Dinge aber immer positiv, im Nachhinein hat doch alles seinen Grund, und war das Beste so.

Dein Problem ist also immer noch das Schlafen.
Ich hab damit auch noch massiv zu kämpfen bzw ich nehme es einfach an, und kämpfe nicht mehr dagegen an.
Als ich neulich völlig entkräftet war, habe ich Trimipramin zum Schlafen genommen, empfand die Wirkung aber als sehr unangenehm. Mit Doxepin ging es mir in der Vergangenheit auch schon so, da ich durch beide einen starken Overhang am nächsten Tag habe.
Ich werde beim nächsten Mal wieder auf Trazodon zurück greifen, aber nur bei absoluten Bedarf und einmalig.
Ich finde nicht, dass du dir große Sorgen machen musst, dass du mit 100mg Doxepin "nur" 5 1/2 Stunden geschlafen hast. Das ist für einen massiv Schlafgestörten recht viel.

Das Schwitzen habe ich auch massiv, ich ziehe nachts mehrfach ein frisches Shirt an und wasche mich. Ich empfinde den Geruch als säuerlich. Ich weiß nicht, ob es bei mir noch Erscheinungen des Benzoentzugs vom letzten Jahr sind, tippe aber eher auf Nebenwirkungen von SSRI bzw SNRI. (Habe unter Duloxetin stark geschwitzt und jetzt mit niedriger Dosis Citalopram auch).

Ich hinterfrage es einfach nicht, denn das macht noch "verrückter "

Seit knapp zwei Wochen kam ein starker Juckreiz und Ausschlag, der kommt und geht, hinzu. Deshalb war ich schon beim Hausarzt, Neurologen und Hautarzt.

Zu deinen Fragen:
Doxepin kann u.U. nach einer recht schnellen Zeit seine einschlaffördernde Wirkung verlieren.
Die "angstlösende" Wirkung beruht ja mehr auf der sedativen Wirkung. Stimmungsaufhellend wirkt es, wenn überhaupt, erst nach einiger Zeit.
Ich persönlich würde es nicht zur Dauereinnahme verwenden, zumal es eher suboptimal bei dir zu wirken scheint.

So wie du beschreibst, beruhen deine Probleme u.a. auch auf Angst vor Kontrollverlust... (das Schlafproblem, die Zwangsgedanken, ...).
Eine Therapie, die dir dabei hilft, ist sicher der richtige Weg.
Loslassen, Vertrauen, etc
Wenn man einen Therapeuten aber selbst bezahlt (wie ich auch zur Zeit) sollte es aber definitiv passen.
Hast du Vertrauen zu dem Therapeuten ?
Wie begründet er, dass du keinerlei Medikamente nehmen sollst?
Ist er Psychotherapeut nach Heilpraktikergesetz HPG ?

Das wird schon, Maja !
LG Tiffy

Und Daumen hoch, dass du weg vom Tavor bist ! Darauf kannst du schon riesig stolz sein.

@tiffyk,
Nimmst du aktuell noch Medikamente? Und wenn j, welche ? Ich denke immer, das das was ich durch mache, immer noch vom Entzg des Clomipramin kommt ?! Ich weiss es jedoch nicht. Mit den schwitzen meint mein Mann, das es das Doxepin wäre, was meine Ängste in der Nacht gelöst hätte und ich deshalb nicht nass geschwizt wach geworden bin.
Und unter den Achseln dieser beissende Geruch war heute Morgen auch nicht da, wie sonst.

Jetzt weiss ich natürlich wieder nicht, was ich machen soll. Zudem ist bei mir jetzt noch der Zöliakie festgestellt worden, aber ich habe da so meine Bedenken über diese Diagnose, da ich nie Magen oder Darmbeschwerden hatte. Obwohl es heisst, ich hätte Marsh 3b !

Ich muss endlich auch mal anfangen Eigenverantwortung zu tragen. Und zu dem Therapeuten werde ich wohl auch nicht mehr gehen. Irgendwie fühle ich mich tatsächlich nicht so gut bei Ihm aufgehoben.

Und zum Thema Schlaf. Ich konnte immer sehr gut schalfen bis zu meinem Selbstmordversuch. Ich hatte immer meine acht bis neun Stunden. Ich bin immer so gegen zehn halb elf ins Bett und um acht wieder aufgestanden.
Deshalb ist das ja alles auch so merkwürdig, weil ich bis dahin ja nie ein Schlafproblem hatte.
Einen Überhang habe ich heute auch. Mir kommt es so vor, als ob ich heute durch eine Nelbelwand schaue. Ich weiss jedoch nicht, ob ich jetzt weiter Medikamente nehmen soll.

Der Schlafmediziner meinte, das wenn ich nix nehme, ich Gefahr laufe, das sich meine Schlafstörung chronifiziert.
Ich weiss nicht, ob ich heute abend wieder Doxepin nehmen soll. Ich wollte doch ein für alle mal weg von der Chemie.

Maja

06.05.2017 14:11 • #8


Schlaflose
Zitat von Maja72:
@schlaflose,

hast du damals die 125mg direkt genommen, ohne einzuschleichen, oder hast du die Dosis langsam erhöht ? Wie wirkt es bei Dir und wie viele Stunden schläfst Du damit ? ( werdn die Stunden an Schlaf mehr, wenn man es länger nimmt?) Hast Du eine Therapie gemacht ? Sorry für die vielen Fragen. Ich bin ganz verunsichert.
Ich weiss ja nicht ob diese Schlafstörung von dem Entzug des Clomipramin kommt, denn man sagt ja die Entzugssymptome wären dieselben wie die Krakheitssymptome. Nur hat Schalfstörung nie zu meinem Krankheitsbild gehört. Wie lange hast Du es genommen, bis Du es runter reduziert hast ?


Ich hatte vor dem Doxepin schon 9 Jahre Amitriptylin 75mg wegen meinen Schlafstörungen genommen. Da die Wirkung davon stark nachgelassen hatte, habe gewechselt. Zuerst hatte ich es mit Opipramol versucht, aber das hatte keinerlei Wirkung. Ich habe immer parallel das eine ausgeschlichen und das andere eingeschlichen. Ich war dann nach ca. einer Woche bei den 125mg Doxepin. Der Schlaf wurde erst nach etwa 2 Wochen der Einnahme gut.
Es ist ganz unterschiedlich, wieviel ich damit schlafe. Das kann zw. 2-8 Stunden sein. Für mich sind 6-7 Stunden Schlaf optimal, aber mit 5-6 komme ich auch gut hin. Ich werde aber auch schlimmstenfalls bis zu 15 Mal pro Nacht wach, vor allem seit ich in den Wechseljahren bin und seit 6 Jahren davon nachts starke Schweißausbrüche habe. Durchgeschlafen habe ich meinem ganzen Leben noch nicht, nicht mal als Kind.

Ich habe in den letzten 25 Jahren mehrere Therapien gemacht, aber was den Schlaf anbelangt, haben sie nichts gebracht. Ich hatte schon immer vor bestimmten Situationen Schlafprobleme, nur seit ich anfing zu arbeiten hatte sich das so extrem verschlimmert, dass ich ohne Medikamente nicht mehr hätte arbeiten können. Damals konnte ich wochenlang oft nur 2-3 Stunden pro Nacht schlafen. Was die Situation stark verbessert hat, ist dass ich vor 6 Jahren meinen Beruf als Lehrerin aufgegeben habe und seitdem in der Verwaltung arbeite. Ich war fast ein Jahr krank geschrieben und in der Zeit habe ich es reduziert. Aber das Schlafproblem hat sich chronifiziert, so dass es ganz ohne Medikamente nicht geht.

06.05.2017 14:57 • #9


Zitat von Maja72:
@tiffyk,
Nimmst du aktuell noch Medikamente? Und wenn j, welche ? Ich denke immer, das das was ich durch mache, immer noch vom Entzg des Clomipramin kommt ?! Ich weiss es jedoch nicht. Mit den schwitzen meint mein Mann, das es das Doxepin wäre, was meine Ängste in der Nacht gelöst hätte und ich deshalb nicht nass geschwizt wach geworden bin.
Und unter den Achseln dieser beissende Geruch war heute Morgen auch nicht da, wie sonst.

Jetzt weiss ich natürlich wieder nicht, was ich machen soll. Zudem ist bei mir jetzt noch der Zöliakie festgestellt worden, aber ich habe da so meine Bedenken über diese Diagnose, da ich nie Magen oder Darmbeschwerden hatte. Obwohl es heisst, ich hätte Marsh 3b !

Ich muss endlich auch mal anfangen Eigenverantwortung zu tragen. Und zu dem Therapeuten werde ich wohl auch nicht mehr gehen. Irgendwie fühle ich mich tatsächlich nicht so gut bei Ihm aufgehoben.

Und zum Thema Schlaf. Ich konnte immer sehr gut schalfen bis zu meinem Selbstmordversuch. Ich hatte immer meine acht bis neun Stunden. Ich bin immer so gegen zehn halb elf ins Bett und um acht wieder aufgestanden.
Deshalb ist das ja alles auch so merkwürdig, weil ich bis dahin ja nie ein Schlafproblem hatte.
Einen Überhang habe ich heute auch. Mir kommt es so vor, als ob ich heute durch eine Nelbelwand schaue. Ich weiss jedoch nicht, ob ich jetzt weiter Medikamente nehmen soll.

Der Schlafmediziner meinte, das wenn ich nix nehme, ich Gefahr laufe, das sich meine Schlafstörung chronifiziert.
Ich weiss nicht, ob ich heute abend wieder Doxepin nehmen soll. Ich wollte doch ein für alle mal weg von der Chemie.

Maja


Ich nehme 20 mg Citalopram, wenn diese niedrige Dosis ausreicht, erhöhe ich auch nicht.
Meine Schlafstörung gilt als chronifiziert, aber ich mache damit ja schon sehr sehr lange rum.

Du verrennst dich wieder in all den Gedanken und Hinterfragungen, warum es so ist, wie es ist. Dadurch wird es bestimmt nicht besser.
Am wichtigsten wäre wohl, eine Entscheidung zu treffen, bzgl der Medis, und das dann eine Zeitlang durchzuziehen.
Und ich denke, eine Therapie ist absolut wichtig, hast du denn bereits Alternativen gesucht ?

07.05.2017 11:42 • x 1 #10


petrus57
Zitat von TiffyK:
Und ich denke, eine Therapie ist absolut wichtig, hast du denn bereits Alternativen gesucht ?


Ich denke Therapien bringen nur was, wenn man sich darauf einlassen kann und die Chemie zwischen Patient und Therapeut stimmt. Ansonsten kann man sich Zeit und Geld sparen. Ich denke mal jeder Therapeut wird was anderes herausfinden woher die Probleme kommen.

07.05.2017 11:48 • #11


Zitat von petrus57:

Ich denke Therapien bringen nur was, wenn man sich darauf einlassen kann und die Chemie zwischen Patient und Therapeut stimmt. Ansonsten kann man sich Zeit und Geld sparen. Ich denke mal jeder Therapeut wird was anderes herausfinden woher die Probleme kommen.


Ich glaube, @Maja72 hatte in all den Jahren nur Clomipramin und noch gar keine Therapie. Das halte ich schon für einen kritischen Weg.
Muss ja auch keine Tiefenpsychologisch fundierte Therapie sein !

Bei mir zB wird nicht jeder Therapeut eine andere Ursache herausfinden, die Ursache(n) kenne ich selbst sehr gut, hab sie als Erklärung, aber das wars auch schon. Rausgeholfen hat mir das nicht, dazu bedarf es bei mir anderer Wege.

Ich glaube einfach, eine psychische Störung nur mit einem AD zu behandeln, wird langfristig nicht funktionieren.
Ob es einer Therapie mit einer anderen (geschulten) Person bedarf, ist wohl auch individuell. Es gibt ja unzählige Wege außerhalb bzw ergänzend zur Pharmakotherapie.

07.05.2017 12:05 • x 1 #12


petrus57
Ich bin schon 2 mal nur mit Tabletten aus meinem Tief herausgekommen. Aber diesmal ist es ja anders weil ich ja nun verstärkt körperliche Probleme habe. Und da hilft mir auch kein Therapeut weiter.

Ich habe schon versucht es der Therapeutin und meinem Arzt zu verklickern aber leider vergeblich.

07.05.2017 12:31 • #13


Zitat von petrus57:
Ich bin schon 2 mal nur mit Tabletten aus meinem Tief herausgekommen. Aber diesmal ist es ja anders weil ich ja nun verstärkt körperliche Probleme habe. Und da hilft mir auch kein Therapeut weiter.

Ich habe schon versucht es der Therapeutin und meinem Arzt zu verklickern aber leider vergeblich.


Nun ja, letztlich muss (oder darf) man sich nur selbst helfen.
Wie man das macht, ist individuell, der eine mit, der andere ohne Therapeut. Und bestimmt braucht es bei vielen mehrere Anläufe / Wege.
Das ist ja eben auch ein Lernprozess. Wir haben uns "angewöhnt", falsch zu interpretieren /bewerten/ etc, und müssen umlernen, anders bewerten / überhaupt nicht zu werten / usw.
Ob Zwangsgedanken, Panik, Agoraphobie oder sonstwas.

Wieso gehst du noch zu der Therapeutin, wenn du es eh als sinnlos für dich siehst ?

07.05.2017 12:40 • #14


petrus57
Ich ging ja nur in meiner Klinikzeit zur Therapeutin. Sollte mir zwar danach eine neue suchen. Habe das aber sein gelassen.

07.05.2017 12:44 • #15


Ach so Hab ich missverstanden.

07.05.2017 12:46 • #16


Zitat von TiffyK:
Ach so Hab ich missverstanden.

Hallo Tiffy,
Meinst du, ich könnte die Schlafstörung auch ohne Medikente in den Griff bekommen. Ich habe solche Angst, das sich die Störung chronifiziert hat. Und diese Wahrnehmung, das ich überhaut nicht geschlafen habe, ist auch furchtbar.
Zudem weiss ich nicht, ob das alles was ich jetzt habe inkl. die Schlafstörung immer noch Absetzsympzome sind, oder ob die es die Grunderkrankung ist.
Ich habe gelesen, das Antidepressiva nur die Symptome verhindern. Die eigentliche Erkrankung könnte man aber nur in einer Therapie behandeln. Meine Ehe und meine Familie habe ich jetzt auch kaputt gemacht.
Mein Mann will mich verlassen, was ich aber auch sehr gut verstehen kann. Meine Kinder wenden sich auch von mir ab.
Freunde habe ich auch keine.
Ich weiss jetzt nicht mehr weiter. Wenn ich wüsste, das wenn ich wieder Medikamente nehmen würde, mein Schlaf zurück kommt, die Angst verschwindet und ich meine Familie nicht verliere.
Aber das weiss ich nicht.
Ich habe mittlerweile einen heiden Respekt vor den ganzen Psycho Medis.
Kennst du das Buch Unglück auf Rezept ? Das hat mich total verunsichert.
Selbst Robbie Williams hatte es schwer, wieder von Venlafaxin runter zu kommen, nach drei Jahren Einnahme. Und ich hatte Clomipramin jahre in hoher Dosierung. Im Nachhinein habe ich erfahren, das das ein viel zu starkes Medi für mich war. Für mich wäre damals Opipramol besser gewesen.
Aber das ist jetzt alles Vergangenheit.
Selbst mit Doxepin kann ich nicht wirklich schlafen. Darf ich fragen, welches Medikament du nochmal nimmst?
Ich bin wirklich verzweifelt. Ich habe noch eine Therapeutin hier in meiner Nähe, sie meinte, das alles bei mir seinen Ursprung in der Kindheit hätte.
Und der Schlafmediziner meinte, man müsste die Angsterkrankung behandeln, dann würde das mit dem Schlaf auch besser.

Maja

08.05.2017 15:44 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Zitat von Maja72:
Hallo Tiffy,
Meinst du, ich könnte die Schlafstörung auch ohne Medikente in den Griff bekommen. Ich habe solche Angst, das sich die Störung chronifiziert hat. Und diese Wahrnehmung, das ich überhaut nicht geschlafen habe, ist auch furchtbar.
Zudem weiss ich nicht, ob das alles was ich jetzt habe inkl. die Schlafstörung immer noch Absetzsympzome sind, oder ob die es die Grunderkrankung ist.
Ich habe gelesen, das Antidepressiva nur die Symptome verhindern. Die eigentliche Erkrankung könnte man aber nur in einer Therapie behandeln. Meine Ehe und meine Familie habe ich jetzt auch kaputt gemacht.
Mein Mann will mich verlassen, was ich aber auch sehr gut verstehen kann. Meine Kinder wenden sich auch von mir ab.
Freunde habe ich auch keine.
Ich weiss jetzt nicht mehr weiter. Wenn ich wüsste, das wenn ich wieder Medikamente nehmen würde, mein Schlaf zurück kommt, die Angst verschwindet und ich meine Familie nicht verliere.
Aber das weiss ich nicht.
Ich habe mittlerweile einen heiden Respekt vor den ganzen Psycho Medis.
Kennst du das Buch Unglück auf Rezept ? Das hat mich total verunsichert.
Selbst Robbie Williams hatte es schwer, wieder von Venlafaxin runter zu kommen, nach drei Jahren Einnahme. Und ich hatte Clomipramin jahre in hoher Dosierung. Im Nachhinein habe ich erfahren, das das ein viel zu starkes Medi für mich war. Für mich wäre damals Opipramol besser gewesen.
Aber das ist jetzt alles Vergangenheit.
Selbst mit Doxepin kann ich nicht wirklich schlafen. Darf ich fragen, welches Medikament du nochmal nimmst?
Ich bin wirklich verzweifelt. Ich habe noch eine Therapeutin hier in meiner Nähe, sie meinte, das alles bei mir seinen Ursprung in der Kindheit hätte.
Und der Schlafmediziner meinte, man müsste die Angsterkrankung behandeln, dann würde das mit dem Schlaf auch besser.

Maja


Na klar kenne ich das Buch. Es gibt hier einen Extra- Thread darüber.
Da hab ich aber schon gewarnt, dass ich das nicht jedem empfehlen würde.

Es mag ja sein, dass Robbie Williams es schwer hatte, von venlafaxin runterzukommen, der ist auch nur ein Mensch. Ob Clomipramin zu stark für dich war, keine Ahnung, ich finde eben, du hättest parallel eine Therapie benötigt. Ich halte nichts von reiner Pharmakotherapie bei solchen Dingen.

Ich finde das Absetzen von ADs auch recht harmlos, da bin ich kein Beispiel für die "breite Masse", aber wenn man mal ein Benzodiazepin nach sehr vielen Jahren Einnahme entzogen hat, ist der Entzug von ADs ein Spaziergang.

Ich nehme nun noch 20 mg Citalopram, eine geringe Dosis.

Schlafen tu ich auch sehr schlecht, was für meine Krampfanfallpotentiale natürlich ungut ist, aber ich sehe das gelassen. Wenn ich nicht schlafe, höre ich Meditationen oder Hörbücher.
Ich vertraue meinem Körper und dem Leben, dass das alles so passt und wieder in Einklang kommt.
Ich bin dankbar, dass mein Körper auch mit so wenig Schlaf funktioniert und für mich da ist, und tue mir soviel Gutes wie möglich.
Von schlaffördernden Wirkstoffen halte ich mich so gut es geht fern und auch alles, was ich in "Schlaftherapien" gelernt habe, funktioniert bei mir nicht.

09.05.2017 12:41 • x 1 #18


Zitat von TiffyK:

Na klar kenne ich das Buch. Es gibt hier einen Extra- Thread darüber.
Da hab ich aber schon gewarnt, dass ich das nicht jedem empfehlen würde.

Es mag ja sein, dass Robbie Williams es schwer hatte, von venlafaxin runterzukommen, der ist auch nur ein Mensch. Ob Clomipramin zu stark für dich war, keine Ahnung, ich finde eben, du hättest parallel eine Therapie benötigt. Ich halte nichts von reiner Pharmakotherapie bei solchen Dingen.

Ich finde das Absetzen von ADs auch recht harmlos, da bin ich kein Beispiel für die "breite Masse", aber wenn man mal ein Benzodiazepin nach sehr vielen Jahren Einnahme entzogen hat, ist der Entzug von ADs ein Spaziergang.

Ich nehme nun noch 20 mg Citalopram, eine geringe Dosis.

Schlafen tu ich auch sehr schlecht, was für meine Krampfanfallpotentiale natürlich ungut ist, aber ich sehe das gelassen. Wenn ich nicht schlafe, höre ich Meditationen oder Hörbücher.
Ich vertraue meinem Körper und dem Leben, dass das alles so passt und wieder in Einklang kommt.
Ich bin dankbar, dass mein Körper auch mit so wenig Schlaf funktioniert und für mich da ist, und tue mir soviel Gutes wie möglich.
Von schlaffördernden Wirkstoffen halte ich mich so gut es geht fern und auch alles, was ich in "Schlaftherapien" gelernt habe, funktioniert bei mir nicht.

@TiffyK ,
Aber was, wenn nicht der abrupte Entzug von Clomipramin damals könnte mich heute vom schlafen abhalten ? ich verstehe das nicht. Die Ärzte sagen immer, es ist auf keinen Fall der Entzug von Clomipramin und das der Entzug allenfalls nur ein paar Tage dauern würde. Ich verstehe das alles nicht mehr. Wenn ich wenigstens, so wie Du wüsste das ich geschlafen habe. Dann würde es ja noch gehen, aber so...........
Und ein neues AD wollte ich eigentlich auch nicht mehr, weil ja keins, das ich im Anchhinein bekommen habe gegriffen hat Im Gegenteil. Alles wurde nur noch schlimmer.

Liebe Grüße
Maja

09.05.2017 13:04 • #19


petrus57
Zitat von Maja72:
Ich habe gelesen, das Antidepressiva nur die Symptome verhindern. Die eigentliche Erkrankung könnte man aber nur in einer Therapie behandeln.


Ich bin schon zweimal nur durch AD's meine Angststörungen und Panikattacken losgeworden. Und das ohne Therapeut. Hätte ich jetzt nicht noch meine körperlichen Beeinträchtigungen, würde es wohl auch wieder so sein.

Petrus

09.05.2017 13:10 • #20



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