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MBJ
Hallo

Ich habe nun doch wieder mit Venlafaxin 37,5 mg angefangen. Ich nehme es nun seit 5 Tagen. Die ersten Tage war ich leicht neben der Spur aber es war ganz angenehem und meine Ängste und Sorgen kamen nicht mehr so stark hoch und das gleich in den ersten Tagen. Weiß nicht ob das meine Psyche macht oder wirklich schon von den Tabletten kommt? Gleichzeitig habe ich aber starkes Kribbeln und Hautjucken.....besonders Rücken und Arme aber auch im Gesicht. Man sieht aber nichts. Ich habe keinen Ausschlag oder Quaddeln. Trotzdem ist das Jucken teilweise recht hartnäckig und unangenehm. Heute morgen hatte ich am Unterarm einen kleinen Pickel/eine kleine Quaddel die stark gejuckt hat.....drumherum war alles ganz rot.....ist aber nach 15 Minuten wieder zurückgegangen. Dazu muss ich sagen dass ich heute noch keine Tablette genommen habe. Tja und nun kommt die Panik. Ist das schon eine allergische Reaktion? Wird es schlimmer wenn ich es weiternehme? Bekomme ich vielleicht bei der nächsten Tablette Atemnot und ersticke...usw......Das macht mich gerade wahnsinnig. Ich habe in den letzten Monaten soviele verschiedene Tabletten durchprobiert und Venlafaxin ist jetzt das einzige was mir wirklich etwas Besserung verschaffte. Wenn ich jetzt allergisch darauf reagiere muss ich das dann auch absetzen und dann bleibt nix mehr übrig an Medikamenten. Bin gerade voller Angst und Verzweiflung.

Kennt jemand das Hautjucken bei Venlafaxin? Ist es vielleicht nur eine lästige Begleiterscheinung? Kann ich es ignorieren? Wird es vielleicht nach einer Weile besser? Ich weiß ihr seid keine Ärzte hier aber ich denke Ihr habt mehr Erfahrungen und könnt mir vielleicht helfen? Wenn ich mit meinem unklaren Hautjucken zum Arzt gehe und ein kleines Pickelchen erwähne da wird der mich auslachen. Ich will auch ungerne die Tabletten wieder absetzen. Würde mich über eure Erfahrungen freuen.

19.04.2017 12:46 • 20.04.2017 #1


10 Antworten ↓


Hallo,
von Venlafaxin hatte ich keine Nebenwirkungen dieser Art.
Zitat:
Wenn ich mit meinem unklaren Hautjucken zum Arzt gehe und ein kleines Pickelchen erwähne da wird der mich auslachen.

Wenn du dir unsicher bist, dann ruf doch gleich beim Arzt an, der es dir verschrieben hat. Ich glaube, solche Reaktion sollte man nicht ignorieren, denn wenn es allergisch ist, wird ja auch nichts besser mit der Dauer der Einnahme.
Wieso bleibt kein Medikament übrig, wenn du Venlafaxin nicht verträgst?

Grüße

19.04.2017 13:13 • #2



Venlafaxin 37,5 - Hautjucken?

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MBJ
Mein Psychiater meinte das letztens....keine Ahnung ob er das so salopp gemeint hat oder das wirklich sein Ernst war.....Ich hatte bisher Citalopram/Cipralex fast 5 Jahre.....hatte gut geholfen ...später in Verbindung mit Elontril.....dadurch war ich relativ angstfrei.....Dann hatte ich 2 Jahre gar keine Medikamente....im Moment ist alles sehr schlimm.....aber die alten Medikamente schlagen nicht mehr an und wirken nicht mehr.....oder ich halte die Eingewöhnungszeit nicht aus.

Hatte also erst Citalopram / Cipralex / Elontril .........und jetzt eben Venlafaxin

19.04.2017 13:19 • #3


Ach so war das gemeint. Hast du mal in den Beipackzettel gesehen? Da stehen doch bei den Nebenwirkungen Empfehlungen, unter welchen Umständen das Medikament unbedingt abgesetzt werden muß. Ich hatte Venlafaxin gut vertragen, nur wirkte es bei mir nicht ausreichend.

19.04.2017 13:29 • #4


MBJ
So wirklich steht da nix:

Wenn eine der folgenden Nebenwirkungen bei Ihnen auftritt, brechen Sie die Einnahme des Arzneimittels ab. Sprechen Sie unverzüglich mit Ihrem Arzt bzw. suchen Sie die Notfallambulanz des nächstgelegenen Krankenhauses auf:

- starker Ausschlag, Jucken oder Nesselsucht (erhabene rote oder blasse Hautflecken, die oft jucken)

Habe aber gar keinen Ausschlag aber starkes Jucken....vielleicht kleine rote Punkte aber da bin ich nicht sicher ob die nicht normal sind....aber das Jucken und Brennen der Haut ist schon komisch....

Häufigkeit nicht bekannt

- Juckreiz, Gelbfärbung der Haut oder der Augen, dunkel gefärbter Urin oder grippeähnliche Symptome, die Symptome einer Entzündung der Leber (Hepatitis) sind; leichte Veränderungen der Leberenzymwerte im Blut
///Gelb bin ich nicht
- Hautausschlag, der in starke Blasenbildung und Hautabschälung übergehen kann; Juckreiz; milder Ausschlag
///kein Blasen oder Abschälung

Man ist das wieder ätzend diese Angst die Tablette weiter zu nehmen

19.04.2017 13:49 • #5


Zitat von MBJ:
So wirklich steht da nix:

Wenn eine der folgenden Nebenwirkungen bei Ihnen auftritt, brechen Sie die Einnahme des Arzneimittels ab. Sprechen Sie unverzüglich mit Ihrem Arzt bzw. suchen Sie die Notfallambulanz des nächstgelegenen Krankenhauses auf:

- starker Ausschlag, Jucken oder Nesselsucht (erhabene rote oder blasse Hautflecken, die oft jucken)

Habe aber gar keinen Ausschlag aber starkes Jucken....vielleicht kleine rote Punkte aber da bin ich nicht sicher ob die nicht normal sind....aber das Jucken und Brennen der Haut ist schon komisch....

Häufigkeit nicht bekannt

- Juckreiz, Gelbfärbung der Haut oder der Augen, dunkel gefärbter Urin oder grippeähnliche Symptome, die Symptome einer Entzündung der Leber (Hepatitis) sind; leichte Veränderungen der Leberenzymwerte im Blut
///Gelb bin ich nicht
- Hautausschlag, der in starke Blasenbildung und Hautabschälung übergehen kann; Juckreiz; milder Ausschlag
///kein Blasen oder Abschälung

Man ist das wieder ätzend diese Angst die Tablette weiter zu nehmen


Ich hab von Duloxetin (auch ein SNRI wie Venlafaxin) dasselbe. Nur die erste Zeit.
Ausschlag nicht, lediglich Jucken.

Edit: Von Citalopram hatte ich das nie, nur von Duloxetin. Von Sertralin bekomm ich angeschwollene Augenlider. Mehr ist bei allem noch nie passiert, obwohl ich ziemlich viele Allergien auf Medis habe. Paracetamol uvm löst bei mir Nesselsucht aus. Bei Antidepressiva bliebs beim lästigen Jucken (Duloxetin) bzw morgendlich leicht angeschwollene Augenlider (Sertralin)

19.04.2017 15:19 • #6


Zitat von MBJ:
Mein Psychiater meinte das letztens....keine Ahnung ob er das so salopp gemeint hat oder das wirklich sein Ernst war.....Ich hatte bisher Citalopram/Cipralex fast 5 Jahre.....hatte gut geholfen ...später in Verbindung mit Elontril.....dadurch war ich relativ angstfrei.....Dann hatte ich 2 Jahre gar keine Medikamente....im Moment ist alles sehr schlimm.....aber die alten Medikamente schlagen nicht mehr an und wirken nicht mehr.....oder ich halte die Eingewöhnungszeit nicht aus.

Hatte also erst Citalopram / Cipralex / Elontril .........und jetzt eben Venlafaxin


Hatte vor ca zehn Jahren auch Cipralex. Als ich es letztes Jahr nach einer sehr langen Pause wieder nehmen "wollte", weil nichts mehr ging, wars leider wirkungslos. Laut Arzt wohl nicht so selten. Schöner Mist. Nach langer Suche hab ich dann mit Duloxetin wirklich gute Besserung erzielt.

19.04.2017 15:24 • #7


MBJ
Duloxetin......das kenne ich noch gar nicht...hilft das bei Angst und Panikattacken?

19.04.2017 16:21 • #8


Zitat von MBJ:
Duloxetin......das kenne ich noch gar nicht...hilft das bei Angst und Panikattacken?


Ist wohl individuell unterschiedlich, wie mit allem.
Mir hat´s jetzt gegen schlimme Panikattacken, allgemeine Angstgefühle und damit einhergehende Zwangsgedanken und Depressionen geholfen.
Ist eigentlich sehr ähnlich dem Venlafaxin, nur dass es wohl schon in niedriger Dosis auch schon auf Noradrenalin wirkt (neben Serotonin).
Absetzen lässt es sich mE nach schwieriger als SSRI, ist wohl bei Venlafaxin ähnlich

19.04.2017 18:09 • #9


MBJ
Ich muss wohl mal bei meinem Psychiater nachhaken wenn der meint nach Citalopram/Cipralex Elontril und Venlafaxin gäbe es nichts mehr......Da gibt es wohl doch noch einiges....

Ich habe leider immer das Gefühl es wird auch leider schnell irgendwas verschrieben ohne richtig aufzuklären. Nach meiner Information ist Elontril auch nicht das Mittel gegen Panikattacken sondern eher Depressionen. Bei mir stehen aber die Attacken im Vordergrund und lähmen mein Leben und bekomme dann was aufpuztschendes verschrieben. Kapiere ich nicht so wirklich.

Mit dem Absetzen ist mir eigentlich egal...ich gehe davon aus das die Angst und Panik für den Rest meines Lebens ein Teil von mir sein werden und ich eigentlich wie ein chronisch Kranker eben immer diese Pillen nehmen werden muss.....vorrausgesetzt meinem Therapeuten gelingt mit mir ein Wunder

19.04.2017 21:18 • #10


Da gibts schon noch einiges. Selbst wenn zwei Wirkstoffe auf dieselben Rezeptoren wirken, kann das eine erfolgreich sein, das andere nicht.

Elontril habe ich erst in Betracht gezogen, als ich eine heftige Depression bekommen hab. Für Panikattacken alleine würde ich persönlich es nicht nehmen, gerade wegen der aktivierenden Wirkung.

Das mit dem Absetzen ist so eine Sache. Es kann natürlich auch immer passieren, dass man etwas nicht mehr verträgt oder keine Wirkung mehr hat. Dann muss man trotzdem absetzen. Aber mir gings jetzt auch erstmal darum, wieder auf die Beine zu kommen.

20.04.2017 07:41 • #11



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Dr. med. Andreas Schöpf