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dNL
Hallo liebe Community,

ich bräuchte mal dringen eure Hilfe. Ich nehme jetzt seit ca 8 Tagen Venlafaxin 37,5 mg, jeweils eine Morgens. Am ersten Tag als ich es nahm ging es mir so gut wie schon lange nicht mehr. Doch danach begann der Horror. Enorme Angstzustände, Depressionen wurden schlimmer aber das allerschlimmste ist die Derealisation. Vorallem morgens geht es mir am schlechtesten. Die Derealisation ist so schlimm, dass ich nie wirklich weiß ob ich wach bin oder träume und dadurch im Endeffekt eine Panikattacke bekomme. Ich wache morgens auf und hab eine extreme Unruhe und Angst in mir, so dass ich heute zB. eine Lorazepam nehmen musste. Aber selbst die helfen nicht wirklich, obwohl die mich früher super ruhig gemacht haben. Will auch nicht jeden Tag eine nehmen, hohle höchstens alle 2-3 Tage mal eine, manchmal auch über Wochen keine da ich keine Lust auf ne abhängigkeit hab.

Zuvor musst ich eine Therapie mit Citalopram abbrechen da ich dort exakt die selben und starken Nebenwirkungen hatte.

Ich kann seit Tagen nichts Essen, mir ist schwindelig, bin schwach auf den Beinen. Gegen Nachmittag bessert sich das ganze dann und Abends gehts mir ganz ok.

Ist das normal ? Ich muss dazu sagen, dass ich Doxepin abgesetzt habe vor 3 Tage, ich habe jeweils eine Abends genommen 10mg.

Ich will diesmal unbedingt mindestens 3-4 Wochen durchhalten, allerdings ist das zurzeit mit den ganzen Nebenwirkungen sehr schwer.

12.11.2015 15:59 • 12.11.2015 #1


15 Antworten ↓


evivanvalence
Hey du.

Mir ging es mit der Einnahme von cymbalta so.
Hatte zuerst escitalopram, die Einnahme hatte ich allerdings abgebrochen nach 11 Tagen Unruhe,zittrig,schwitzen,übelkeit,
Mit der Einnahme von cymbalta ging das selbe wieder los.. Diesmal hatte ich allerdings als unterstützung tavor (falls es mal garnicht gehen würde) die hatte ich dann auch ab und an genommen da ich die Zeit sonst nicht durchgehalten hätte. Nach 14 tagen war alles vorüber!
Also, bei mir hat sich das "durchhalten" gelohnt. Ich hoffe du schaffst das.. Drück dir die Daumen.

12.11.2015 16:06 • x 1 #2



Venlafaxin durchhalten ?

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AngstGedanke
Zitat von dNL:
Hallo liebe Community,

ich bräuchte mal dringen eure Hilfe. Ich nehme jetzt seit ca 8 Tagen Venlafaxin 37,5 mg, jeweils eine Morgens. Am ersten Tag als ich es nahm ging es mir so gut wie schon lange nicht mehr. Doch danach begann der Horror. Enorme Angstzustände, Depressionen wurden schlimmer aber das allerschlimmste ist die Derealisation. Vorallem morgens geht es mir am schlechtesten. Die Derealisation ist so schlimm, dass ich nie wirklich weiß ob ich wach bin oder träume und dadurch im Endeffekt eine Panikattacke bekomme. Ich wache morgens auf und hab eine extreme Unruhe und Angst in mir, so dass ich heute zB. eine Lorazepam nehmen musste. Aber selbst die helfen nicht wirklich, obwohl die mich früher super ruhig gemacht haben. Will auch nicht jeden Tag eine nehmen, hohle höchstens alle 2-3 Tage mal eine, manchmal auch über Wochen keine da ich keine Lust auf ne abhängigkeit hab.

Zuvor musst ich eine Therapie mit Citalopram abbrechen da ich dort exakt die selben und starken Nebenwirkungen hatte.

Ich kann seit Tagen nichts Essen, mir ist schwindelig, bin schwach auf den Beinen. Gegen Nachmittag bessert sich das ganze dann und Abends gehts mir ganz ok.

Ist das normal ? Ich muss dazu sagen, dass ich Doxepin abgesetzt habe vor 3 Tage, ich habe jeweils eine Abends genommen 10mg.

Ich will diesmal unbedingt mindestens 3-4 Wochen durchhalten, allerdings ist das zurzeit mit den ganzen Nebenwirkungen sehr schwer.


Hallo,

Es ist doch hinlänglich bekannt dass solche Medikamente Nebenwirkungen verursachen.
Ich verstehe nicht wieso man sich welche verschreiben lässt, wenn man gleich wieder ans absetzen denkt.

Man muss schon mal ein paar Wochen durchhalten damit der negative Effekt verschwindet und der positive Eintritt.

12.11.2015 16:10 • #3


dNL
Zitat von evivanvalence:
Hey du.

Mir ging es mit der Einnahme von cymbalta so.
Hatte zuerst escitalopram, die Einnahme hatte ich allerdings abgebrochen nach 11 Tagen Unruhe,zittrig,schwitzen,übelkeit,
Mit der Einnahme von cymbalta ging das selbe wieder los.. Diesmal hatte ich allerdings als unterstützung tavor (falls es mal garnicht gehen würde) die hatte ich dann auch ab und an genommen da ich die Zeit sonst nicht durchgehalten hätte. Nach 14 tagen war alles vorüber!
Also, bei mir hat sich das "durchhalten" gelohnt. Ich hoffe du schaffst das.. Drück dir die Daumen.



Danke für deien aufbauenden Worte. Werde aufjedenfall versuchen diese Zeit durchzuhalten. Falls sich nach 3-4 Wochen immer noch keine Änderung zeigt, kann man immer noch absetzen.

Zitat von AngstGedanke:
Hallo,

Es ist doch hinlänglich bekannt dass solche Medikamente Nebenwirkungen verursachen.
Ich verstehe nicht wieso man sich welche verschreiben lässt, wenn man gleich wieder ans absetzen denkt.

Man muss schon mal ein paar Wochen durchhalten damit der negative Effekt verschwindet und der positive Eintritt.


Ich kann dich absolut verstehen, allerdings sind die Nebenwirkungen extrem. Damals als ich mit Doxepin angefangen habe wurde es Anfangs auch schlimmer, aber bei weitem nicht so schlimm wie hier.

Am schlimmsten ist das ganze im Kopf. Ich stehe total neben mir, mein Gedächtnis ist fast wie ausgelöscht. Wenn ich Abends im Bett liege und zB. versuche an meine Freundin zu denken geht das nicht. Es fühlt sich so an als ob ich in einer Parallelwelt wäre, ich kann keinen klaren Gedanken fassen. Zudem die Starke Angst vor dem verrückt werden. Ich weiß, dass das alles nur in meinem Kopf passiert ( Angst und Derealisation ) aber es ist so unglaublich erdrückend und belastend, dass nichtmals mehr Lorazepam hilft.

12.11.2015 16:25 • x 1 #4


evivanvalence
Ich kenne das alles..
Halte durch!

12.11.2015 17:00 • x 1 #5


dNL
Zitat von evivanvalence:
Ich kenne das alles..
Halte durch!


Danke für deine Worte, die helfen mir wirklich sehr. Es ist gut zu wissen, dass man mit seinen Problem nicht alleine ist und es bei anderen auch besser geworden ist.

12.11.2015 17:04 • #6


Dragonlady_s
Zitat von dNL:
Danke für deine Worte, die helfen mir wirklich sehr. Es ist gut zu wissen, dass man mit seinen Problem nicht alleine ist und es bei anderen auch besser geworden ist.



So ziemlich jeder der Medikamente nehmen muss hat irgendwelche Nebenwirkungen durchlebt.
Auch das geht meistens irgendwann vorüber.

Ich wäre froh gewesen wenn ich damals "deine Nebenwirkungen" gehabt hätte.

Ich sehe es wie AngstGedanke, nimm es weiter regelmäßig ein, beiße dich durch die Nebenwirkungen bis die positive Wirkung Eintritt.

12.11.2015 18:38 • #7


Dir einen guten Abend,

ich nehme auch Venlafaxin und bin sehr zufrieden damit.
Nehme momentan 225 mg verteilt auf morgens und abends.

Halte doch mal bitte mit Deinem Psychiater Rücksprache.
Eventuell kannst Du das Venlafaxin abends nehmen.
So würdest Du die größten Nebenwirkungen verschlafen.

Ansonsten halte bitte durch. Es wird bestimmt besser.

Viele Grüße,
Mari

12.11.2015 19:21 • #8


Hallo,
Ich nehme ebenfalls Venlafaxin 225mg.Ich hatte keine Probleme beim einschleichen.
Ich hatte arge Probleme mit Citalopram die ersten Wochen.Doch auch das ging vorbei! Irgendwann ließen die Nebenwirkungen nach und es wirkte.

Ich habe allerdings ein Benzo in dieser Phase genommen.

Heute bin ich mit Venlafaxin sehr zufrieden.Halte noch durch und berate dich mit deinem Arzt

12.11.2015 20:40 • #9


evivanvalence
Manche leiden beim Einschleichen der Medis aufgrund der Nebenwirkungen am Anfang, andere leiden beim ausschleichen.. Andere überhaupt nicht.
Bei manchen ist's schlimm bei manchen nicht.. Im Endeffekt muss man da leider erstmal immer durch.

12.11.2015 20:46 • #10


Hey...
Also ich habe vor einem Jahr venlafaxin 75mg wegen panikattacken von meinem Hausarzt verschrieben bekommen. Er meinte ich könnte davon ruhig eine morgens nehmen, da ich aber weiß das die Tabletten die Symptome in den ersten 2 Wochen verschlimmern können, habe ich sie bis jetzt nicht angerührt... Ohne Unterstützung von einem Therapeut oder Psychiater werde ich sie auch nicht nehmen.. Deswegen Respekt das du es dich traust. Mich würde interessieren wie es dir nach den 2 Wochen geht.. Hoffe es hilft dann, kannst ja mal berichten und viel Kraft weiterhin!

12.11.2015 21:06 • #11


Mm. Venlafaxin als 1. Medi? Mm. Empfohlen wird eher ein ssri und falls der nicht hilft dann irgendwann venlafaxin zu probieren.

12.11.2015 21:11 • #12


Ja ich habe was Tabletten angeht nicht wirklich viel Ahnung weil ich es eben ohne schaffen wollte und da es von nem Hausarzt verschrieben wurden hatte ich eh meine Zweifel. Sind die denn zu stark oder wie ist das?

12.11.2015 21:13 • #13


Sie haben statistisch mehr Nebenwirkungen. Hängt aber von deiner genauen Krankheit ab , was dir helfen würde.

12.11.2015 21:18 • #14


Okay, mhm. Ne. Richtige Diagnose hab ich eigentlich nie bekommen

12.11.2015 21:21 • #15


Ja aber deine Symptome kennst du sicher

12.11.2015 21:27 • #16



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Dr. med. Andreas Schöpf