Hi,
ja, die psychische Abhängigkeit kann einen sehr zermürben
Es gibt von Borwin Bandelow Das Angstbuch
Hab das Buch vor Jahren mal etwas genauer gelesen und was mir in Erinnerung geblieben ist, war das Kapitel über die „4 Lösungen“, hab das Buch immer noch hier und vielleicht tröstet Dich „Lösung 4: Das Verstreichen der Zeit“, ich möchte Dir die ersten Zeilen dieses Texts gerne schicken:
„Dies ist die einfachste Lösung zur Bekämpfung von Ängsten: Sie brauchen gar nichts dafür zu tun. Sie brauchen nur Geduld zu haben. Viele kleinere Anwandlungen von Angst gehen nach Tagen, Wochen oder Monaten von selbst weg. Auch ist es ziemlich unwahrscheinlich, dass einen die Angst noch mit fünfzig Jahren plagt. Der Altersgipfel für Angsterkrankungen liegt bei 36 Jahren. Danach steigt die Chance, dass sich die Angst irgendwann in Luft auflöst – selbst wenn Sie sich nicht behandeln lassen. Die Zeit arbeitet für Sie … „
Ich weiß noch, dass es mir geholfen hat, zu lesen, dass auch die sogenannte krankhafte oder unnatürliche oder unbegründete Angst irgendwann von selbst wieder schwächer wird und weg geht.
Vielleicht hilft Dir, Dir bewusst zu machen, dass es auch gute Momente gibt, nicht nur die Angstmomente und dass es eigentlich die guten Momente sind, die mehr Aufmerksamkeit verdient haben, als die unguten und mit Angst verbundenen – dass man selbst ein wenig darauf hinwirken kann, sich umzufokussieren – damit meine ich zu versuchen, den guten Momenten mehr Aufmerksamkeit zu schenken, als den Angstmomenten – im Moment beherrschen vielleicht die Angstmomente den Tag – im eigenen Denken, hier kann man ansetzen, das nach und nach zu ändern, wir brauchen der Angst nicht freiwillig so viel Raum überlassen in unserem Leben, wir können uns ihr in den Weg stellen, um zu sehen, was passiert – vielleicht erkennen wir, dass eigentlich nichts passiert .. dass sie uns nicht viel anhaben kann ..
wir können versuchen, uns an jedem noch so kleinen Fortschritt für uns selbst zu freuen.
Was Ernährung betrifft den Tipp geben, sich mit Rohkost anzufreunden, das Beste, was man für den Körper tun kann und für den Körper ist grundsätzlich gut, regelmäßig etwas zu tun, was einen entspannt .. was einem liegt, vielleicht ist es Entspannungstraining, vielleicht Entspannungshypnose, vielleicht Sport, vielleicht Sauna, was mich betrifft, ich inzwischen bin ein Fan von Entspannungshypnose – egal was es ist, das Dich entspannt – es am Tag zu pflegen ist auf jeden Fall hilfreich

auch für den Schlaf ..
Entspannung ist so hilfreich, allein weil es das Immunsystem stärkt, Psychopharmaka und Angstgedanken schwächen doch leider auch jedes Mal das Immunsystem ein wenig, daher beides so gut es geht reduzieren, wenn es möglich ist

Ich finde es gut, dass Deine Dosis relativ gering ist ! Man kann in sich selbst hineinhorchen, tut es mir gut ? Versuchen, sich anzugewöhnen, mehr auf den Bauch zu hören
Grundsätzlich etwas tun, was einem Spass macht, überlegen, was hat mir Spass gemacht als Kind ? Hab ich auch jetzt Lust dazu ?
Hoffe, dass etwas in meiner „Liste“ dabei ist, was Dich anspricht und was Du Dir als für Dich hilfreich herausnehmen kannst

Ich denke, Du bist auf einem guten Weg

aus der Tagesklinik kannnst Du sicher das ein oder andere mitnehmen, nur: Medikamente sind leider nicht das einzig Heilbringende, für das sie gehalten werden und nicht immer eine gute Lösung. Nicht beirren lassen, ich wünsche Dir noch einmal viel Kraft

Gruß
von cichysp