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Hallo Ihr Lieben,

ich weiß, hier wird immer viel über Tavor geschrieben. Ich habe am 3. März diesen Jahres nach einer langen Ruhepause von meiner Panik richtig mega fette Attacken bekommen, jede Nacht, jeden Tag. Dazu Dauerangst. Symptome, die ich empfinde kann ich mir sparen. Die kennt ihr alle. Ich bin auch in Therapie und meine Therapeuting sagt, dass sie diese Entwicklung beim jetzigen Stand der Therapie nicht überrascht, also speziell diese Verschlimmerung. Meine Hausärztin hat mir Tavor Expidet verschrieben. Ja, ich wusste über die Suchtgefahr bescheid aber anscheinend nicht so 100 % wie ich dachte. Ich habe 0,5 mg Tavor genommen, wenn ich eine Panikattacke überhaupt nicht mehr aushalten konnte. das war leider für 3 Wochen an jedem Tag so. Also sagte man mir, du bist ja schon abhängig. Jeden Tag Tavor - spinnst du? Dann habe ich gelesen, man muss es ausschleichen, habe also dann noch zwei weitere Wochen nur noch 0,25 mg genommen. Dann mal zwei Wochen garnicht, aber in schlechten Phasen dann durchaus wieder mal eine halbe oder 0,25. Da das jetzt schon seit vier Monaten so geht nehme ich mal an, dass ich wirklich abhängig bin. Ich weiß auch einfach nicht, wie ich diese extremen Zustände, die ich teilweise habe aushalten soll. Aber wie soll ich das Tavor absetzen? Ich kann doch 0,25 mg nicht weiter reduzieren. Habe auch Angst vor Krampfanfällen und erst einem Termin beim Psychiater am 8.8. Und selbst wenn ich dann keine Tavor mehr nehme, wie soll ich diese Zustände aushalten? War doch schon insgesamt ca. 8 Monate in krankenhäusern (psychosomatisch usw) mache seit 1996 Therapie. Hat alles nicht geholfen. Nehme noch Citalopram. Keine Ahnung wie es je besser werden soll. Ob ich wohl schwerst abhängig bin oder kann ich es schaffen?

17.07.2011 11:38 • 01.09.2011 #1


4 Antworten ↓


Christina
Zitat von Astrid1963:
Ob ich wohl schwerst abhängig bin oder kann ich es schaffen?
Mit 0,25 mg pro Tag bist du (körperlich) gar nicht abhängig! Erstaunlich, dass du überhaupt eine Wirkung bemerkst, wahrscheinlich spielt da der Placeboeffekt die Hauptrolle. Tavor hat eine recht kurze Halbwertzeit und keine aktiven Metaboliten. Damit kannst du bei täglicher, sehr geringer Einnahme keinen Wirkspiegel aufbauen. Und wenn sowieso immer mal wieder ein Tag ohne Einnahme dazwischen war, bist du körperlich auf der sicheren Seite.

Was anderes ist die psychische Abhängigkeit oder auch unabhängig davon die Tatsache, dass du zur Zeit schwere Angstzustände hast. Wenn die nicht täglich auftreten, kann man die weiterhin mit Tavor behandeln (alle zwei Tage z.B.) - theoretisch, denn Psychiater machen das nicht so gern. Es gibt aber Alternativen, die nicht abhängig machen und die sich mit Citalopram vertragen (Opipramol, Promethazin, verschiedene beruhigende und niedrig dosierte Neuroleptika), evtl. kann auch Citalopram erhöht werden. Last but not least kann man auch Tavor höher dosiert über einen längeren Zeitraum nehmen, muss dann aber wirklich vorsichtig und ärztlich begleitet absetzen. Also nur die Ruhe - deine Situation ist längst nicht so verfahren, wie du anscheinend glaubst, und es sind längst nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft.

Liebe Grüße
Christina

18.07.2011 21:32 • #2



Tavor - schon wieder

x 3


Ich danke dir von ganzem Herzen für deine Antwort. Du hast mir wirklich geholfen. Danke

18.07.2011 23:32 • #3


Hallöchjen, ich habe zei jahre valium, diazepam genommen, angefangen hat alles in kleinsten dosierungen, nur irgendwann brauchte ich immer mehr. als nichts mehr ging, habe ich einen stationären entzug gemacht und was ich in dieser zeit durchlebte, vermag ich nicht in worte fassen, derzeit geht es mir eben wegen meiner angst vor der angst beschissen, um es auf den punkt zu bringen, ich würde jederzeit wieder diazepam nehmen, aber die erinnerung an den entzug ist zu doll...letztlich hat bisher nur DAS geholfen, kein anderes medikament hat geschafft, was eben tavor oder diazepam schaffen. darum bitte ich dich, aufzupassen und bitte nicht wieder zu steigern, denn ich eine abhängigkeit gerät man schneller als man denken kann. die forschung ist dran, ein medikamenmt zu entwerfen, was genauspo rasch und gut wirkt wie diazepine nur eben ohne nebenwirkungen, leider kann es noch eine zeitlang dauern, bis das dann auf dem markt ist...kopf hoch, irgendwie werden wir es schaffen, wie weiss ih leider auch nicht

20.07.2011 15:36 • #4


ich glaube ein medikament das wie lorazepam wirkt und das man ohne abhängigkeit nehmen kann wäre so ein großer segen dass sich viele angstgeplagte glücklich in die arme fallen würden

ich glaube an sowas nicht. obwohls mir das leben retten würde in meiner momentan verfassung

01.09.2011 21:19 • #5




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Dr. med. Andreas Schöpf