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RK1986

RK1986
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Ich eröffne das Thema weil ich gerne eine kleine Zusammenfassung für meinen Absetzverlauf schreiben möchte. Ich nehme seit ca. 16 Monaten Escitalopram Tabletten mit 15 mg und möchte Mitte Februar ungefähr auf 12 mg Tropfen umsteigen und nach und nach reduzieren.
Ich möchte gerne den Verlauf hier dokumentieren und mein gewonnenes Wissen und Erfahrung weiter geben.

19.06.2026 x 2 #1


3831 Antworten ↓
Sprotte

Sprotte
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Tag 16 mit 6 mg. In der letzten Woche war ich in Coburg und habe einen alten Freund besucht. Ich konnte dort nicht besonders gut auf meine Ernährung achten, weil es oft so kompliziert ist, sich auf mich einzustellen. Außerdem wollte ich auch gerne ein paar nette Tage haben und hab Zucker / Kuchen, das eine oder andere Glas Wein und auch Gluten zu mir genommen. Mir ging es dort ganz gut und wie ich mich - wieder zuhause- dann fühlte….siehe Tag 13…..😫 seit letzten Donnerstag bin ich wieder auf ‚Entzug‘ 😆 - esse gar keinen Zucker, kein Gluten, kein Alk. und habe auch noch Milchprodukte weggelassen und esse abends spätestens um 20:00 . ( bin eigentlich so eine Nachtesserin…..🙈) . Immer wenn ich zuhause bin und nicht woanders übernachte, reduziere ich auch das Zopiclon stark. ( noch eine ganz andere Baustelle.., die ich gerne los wäre. MIT Tinnitus zu schlafen ist allerdings einer echt Herausforderung.😫. Heute ! Nun zu Tag 16: bin ich entgegen meiner Gewohnheit ( Morgenpanik) schon um acht aufgestanden und mit meiner Freundin zum Bauch, Beine, Po. Jetzt, wo ich nicht mehr arbeite, hat sie mir schon gedroht, mich mitzuschleppen. Es hat sehr viel Spaß gemacht, ich bin heute in guter Form, hab noch nicht einmal zwischendurch liegen müssen. Puh, mal echt ein guter Tag. Der Zusammenhang scheint einigermaßen klar. 🙋‍♀ eure Sprotte

16.03.2026 18:12 • x 4 #3262


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Tagebuch Escitalopram absetzen

x 3


Molly1605

Molly1605
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Ihr Lieben, heute muss ich mal wieder ein bisschen meinen Frust loswerden. Ich habe eigentlich nicht so viel zu meckern, was das Absetzen angeht. Ich komme soweit klar. Es ist alles sehr anstrengend und unangenehm aber ich werde mich hüten und euch hier meine (im Vergleich zu euren) kleinen Wehwehchen abladen. Ich habe jetzt auch noch das Opipramol reduziert und es ist mal wieder ein Fest, wie der Körper dadrauf reagiert 🙈

Es ist aber tatsächlich gerade etwas anderes, was mich wirklich traurig macht. I
ch habe durch die letzten Jahre, in denen ich mein Nervensystem dauerhaft überlastet habe, jetzt tatsächlich ein Lipödem bekommen! Was ist das bitte für ein schei.!
Ich habe mich in den letzten Monaten immer gefragt, was mit meinen Beinen und Armen los ist. Warum ich solche Schmerzen habe und auch diese Wassereinlagerungen sind so auffällig gewesen.
Sowas hatte ich vorher nie. Ich habe immer mehr blaue Flecke an den Beinen bekommen und meine Arme und Beine wurden immer delliger. Ich konnte mir das gar nicht erklären und habe es immer auch das Escitalopram geschoben.

Aber es war wohl eher mein Leben und meine jahrelange Ignoranz die Hilfeschreie meines Körpers nicht ernst zunehmen.

Nun habe ich endlich eine Erklärung für diese miesen Schmerzen in meinen Beinen aber leider auch die Bestätigung, dass bei mir ganz gewaltig etwas im Leben schief gelaufen ist.

Zum Glück ist das alles ein Stadium, das man gut in den Griff bekommen kann und ich durch meinen Lifestyle Wechsel auch wieder auf dem richtigen Weg bin.

Aber es macht mich trotzdem traurig. Ich bin erst 39 Jahre, bin mit 176 und 64 kg auch nicht übergewichtig, trinke keinen Alk., rauche nicht und nehme auch sonst keine Medikamente oder Substanzen ein, ernähre mich überwiegend gesund, bewege mich viel und trotzdem bin ich darein geschlittert.

Es ist für mich noch mal eine ganz deutliche Bestätigung, wie wichtig unser Nervensystem ist. Wie wichtig es ist, dass das ganze System beachtet wird und nicht nur einzelne Bausteine.

Seid gut zu euch und denkt immer daran, lasst euch von niemanden einreden ( auch nicht von euren eigenen Zweifeln), dass ihr etwas machen müsst. Wenn euer Körper schreit, dann ist das Nervensystem schon lange am Limit. Niemand kann euch sagen, was ihr schaffen müsst ihr prüft die Situation und entscheidet dann, ob ihr es schaffen könnt und vor allem wollt!

04.06.2026 11:53 • x 3 #3808


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RK1986
Mein Plan ist es direkt auf Tropfen umzusteigen da man hier leichter runter dosieren kann. Tropfen und Tabletten sind nicht 1:1 von der Dosierung. Deswegen gehe ich auf 12 mg Tropfen und warte ab bis ich die Umstellung gut verkraftet habe. Egal wie lange es dauert.

#2


S
Wofür nimmst du es ?
War da mal was mit Long Covid oder verwechsele ich das ?

#3


RK1986
Genau ich wurde nach Corona krank. Wir kennen uns ja schon

x 1 #4


S
Zitat von RK1986:
Genau ich wurde nach Corona krank. Wir kennen uns ja schon

Hat Dir Escitalopram bei der Erkrankung geholfen ?

#5


RK1986
@Skywalker1986 ich würde Nein sagen. Und beim schlafen macht es alles nur schlimmer

x 1 #6


Sprotte
Wie schön, dass du das Absetzen mit uns teilst. Ich wünsche dir so sehr, dass es klappt ! LG von Martina

x 2 #7


RK1986
@Sprotte ich dachte so eine Schritt für Schritt Erfahrung schadet nicht. Vielleicht hilft es den ein oder anderen und vielleicht bekomme ich auch noch Tipps zum durchhalten

x 2 #8


Psychic-Team
Hallo RK1986,

diese zusätzlichen Themen könnten ebenfalls hilfreich für dich sein:

Escitalopram nach 6 Jahren absetzen

Erfolgreiches Absetzen von Antidepressiva?

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Hier sind alle Erfahrungen zu Escitalopram zusammengefasst:

Escitalopram

Beste Grüße
Carsten

#9


S
@RK1986 das finde ich großartig das du diese Erfahrung mit uns teilst. Ich bin gespannt und drücke die Daumen das es gut gelingt.

x 1 #10


RK1986
Ihr Lieben. Ich habe mich getraut. Bin heute von 15 mg Tablette auf 12 mg Tropfen umgestiegen.
Wie zu erwarten merke ich noch nichts aber das ist ja logisch. Die Halbwertzeit des Medikamentes ist ja lang. Da tut sich dann in den nächsten Tagen etwas.
Ich hab echt stark mit mir gerungen. Erstens weil ich erkältet war und noch nicht 100% bin und zweitens wie immer, die Angst ist groß was passiert.
Aber es ist jetzt vollbracht. Jetzt gibt es kein zurück mehr. Der erste Schritt ist getan.

x 3 #11


Sprotte
@RK1986 Ich drücke sooooo doll die Daumen!🙋‍♀🌹

x 1 #12


Sprotte
Ich bin ja wieder auf 8 mg hochgegangen….. Ich warte auf dich, dann machen wir zusammen weiter. 🌹🌹🙋‍♀

#13


RK1986
@Sprotte oh je da musst du aber lange warten 😵‍💫 kann mir nicht vorstellen das es so reibungslos läuft.
Ich lese deine Fortschritte immer mit. Freue mich wenn wir es teilen. Vielleicht klappt alles im Frühling etwas besser

x 1 #14


Sprotte
Das war auch mit einem Zwinkern…. trotzdem immer gut, wenn man mit dem Mist nicht alleine ist. Du hast schon so viel geschafft. Sei zuversichtlich!

x 1 #15


RK1986
So 24 std sind mal um. Ich bin sehr nervös muss ich sagen. Ich hatte gestern vor dem einschlafen extremes Muskelzucken. Das kann auch von der Riesen Anspannung sein.
Ansonsten hab ich zwar diverse Symptome aber woher die kommen kann man nicht zuordnen. Bisher keinerlei Grund zur Besorgnis. Nachher nehme ich das zweite Mal die Tropfen.

x 1 #16


StefH
@RK1986
Moin.. Ich habe schonmal escitalopram abgesetzt.. Von 20mg bis auf 0... immer alle 5-6 Wochen um 5mg reduziert... Ich hatte gar keine Probleme beim absetzen.. Ich würde dir aber empfehlen, es noch langsamer zu machen.. Es kann aber wochen/Monate nach den absetzen zum "rebound" kommen, wenn die Krankheit noch nicht kuriert gewesen ist..denn kommt der Rückfall einfach ohne das etwas vorgefallen ist.. Ich hoffe du bist dir sicher, das du "geheilt" bist psychisch...

x 1 #17

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RK1986
@StefH danke für deine Tipps. Ich werd es langsamer machen. Ich werde miligrammweise runter gehen da ich sensibel auf alles reagiere und viele Nebenwirkungen habe und hatte.

Psychisch geheilt passt bei mir nicht zu 100%. Wie mal erwähnt habe ich es ja seit Corona genommen und es hat mir nicht geholfen. Die Beschwerden die ich habe sind da mit und ohne Medikament. Das es dann nicht einfach ist etwas abzusetzen kommt dann dazu. Wenn man mal so hilfsbedürftig war wie ich kommen automatisch jede Menge Ängste. Die muss ich durchleben und verändern. Nicht das Medikament. Ich bin psychisch oder mental nicht an das Medikament gebunden. Ich verlasse mich auch nicht darauf. Ich habe 0 Bezug dazu. Im Gegenteil.

#18


StefH
@RK1986 denn hätte ich längst ein anderes medi probiert, es war vielleicht einfach nicht das richtige für dich

#19


RK1986
@StefH möchte ich nicht. Vor allem weil meine Beschwerden nicht wirklich der Psyche zuzuordnen sind. Das ist alles völlig uneindeutig.
Und ich war bei 4 Ärzten plus Klinik plus Reha. Da wollte auch keiner wechseln. Die Klinik und die Reha waren schon damals für absetzen in meinem Fall. Vor allem weil ich nichts für den Antrieb brauche.

#20


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Dr. med. Andreas Schöpf
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