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Stusa22 Mitglied
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So ich war gestern bei meinem Neurologen mit einer Liste sämtlicher Absetzreaktionen. Er bestätigte das auch alles als Entzugserscheinungen auch das Gedankenkreisen oder Zwangsgedanken. Ein anderes Mittel zu nehmen würde nichts bringen da ich mich da dann auch wieder entwöhnen müsste. Ich fragte ihn auch wie das bei anderen Patienten aussieht und er sagte das viele Probleme damit haben aber es gibt auch einige die es einfach so absetzen können. Also weiterhin versuchen seinem Nervensystem Sicherheit zu vermitteln trotz vieler schlechter Erfahrungen. Die Tage einfach so akzeptieren wie sie sind.
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x 1#3821
Sprotte Mitglied
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@Stusa22 Hattest du denn weiter abgesetzt oder ging es um deine 7 Tropfen ?
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#3822
A
Tagebuch Escitalopram absetzen
x 3
S
Stusa22 Mitglied
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@Sprotte es ging um meine 7 Tropfen ich habe ihm eine Symptome Liste hingelegt die ich hatte bei den Reduzierungen von 10 bis auf 7
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x 2#3823
S
Stusa22 Mitglied
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Aber es war ja nicht anders zu erwarten man steht alleine er zweifelt es nicht an das der Entzug schrecklich ist und lange da sein kann aber leider kann man nichts machen außer halt auf andere Dro. ausweichen.
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#3824
S
Stusa22 Mitglied
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ich wäre wahrscheinlich niemals mit Antidepressiva in Kontakt gekommen wenn die Ärzte damals erkannt hätten das meine Blutdruckentgleisungen von den Blutdruckmedikamenten kommen und keine Panikattacken sind. Aber nö da werden Panikattacken diagnostiziert man wird völlig bekloppt gemacht und landet dann bei einem Neurologen der einem ein SSRI verschreibt.
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x 1#3825
Sprotte Mitglied
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@Stusa22 Ja, da bin ich ganz bei dir. Ich verfluche ebenfalls den Tag, an dem Ich Escitalopram verschrieben bekommen habe. Alles Liebe
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#3826
Sprotte Mitglied
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Andere Medis möchte ich auch nicht probieren.
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#3827
S
Stusa22 Mitglied
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Ach ja und zur Krönung des ganzen man will dann nach 2 Jahren die SSRI absetzen und wird vom Arzt noch völlig falsch beraten was das absetzen betrifft und befindet sich plötzlich in einer Absetzhölle vom Feinsten die dann noch mehr Ängste und Unsicherheiten schürt und körperlich gar nichts mehr geht das man sie wieder einnehmen muss um wieder klar zu kommen.
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x 1#3828
Greta__ Mitglied
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Hm, weiß nicht... Wegen "nicht brauchen". Mit dem absetzen bin ich ganz bei dir/euch, aber nicht bei dem nicht brauchen.... Vielleicht nicht das Escitalopram, vielleicht wäre ein anderes besser gewesen?
Ich glaube als es mir so schlecht ging, war es erstmal gut ein AD einzunehmen. Mir hat es sehr bei der schweren Depression geholfen. Bei Angst und Panikattacken nicht, aber die waren ja hormonell begründet (Schilddrüse und Wechseljahre).
Ich bin jetzt bei 5 mg und werde daran auch erstmal nicht rütteln.
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x 1#3829
S
Stusa22 Mitglied
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@Greta__ ich will es mal so sagen der Arzt ging wohl davon aus das ich es bräuchte und so wie die anderen Ärzte mich bekloppt gemacht haben mit Panikattacken und das kommt nicht von den Blutdrucksenkern sondern das wäre nur meine Angst ist ja natürlich klar das ich es selber geglaubt habe weil ich den Ärzten damals noch vertraut habe. Obwohl Blutdruckersenker grade in der Einstellungsphase den Blutdruck nach oben treiben können. Hätte ich das Wissen von heute damals gehabt hätte ich die Blutdrucksenker einfach abgesetzt und mich einfach weiter durchprobiert. Außerdem hätte der Arzt mir auch einfach nur Promethazin verschreiben können aber er meinte es wohl gut gab mir obendrauf noch Escitalopram. Ich hatte zu der Zeit keine Ahnung über Antidepressiva und dann die Einschleichphase war die Hölle es kamen immer mehr Ängste dazu und schwächten wieder ab immer in einem Wechsel. Mein Kopf generierte automatisch irgendwelche Was wenn Gedanken die dann schließlich von dem eigentlichen Problem ablenkten. Irgendwann war einem das auch alles egal. Nach zwei Wochen war ich wieder Arbeiten mein Leben war fast wieder normal und mein Gehirn um einige Ängste und Sorgen und Gedanken reicher die ich vorher nie gehabt habe. Ähnliches erlebte ich auch später wieder beim Absetzen nur dann in einer Art Rückwärtspirale es kamen wieder Ängste und Sorgen die ich mal irgendwann beim Einschleichen hatte zurück, klebten einige Zeit in meinem Kopf und verschwanden dann gänzlich. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen das so ein Antidepressiva unsere ganze Gefühls und Gedankenwelt moduliert irgendwelche Gedanken hervorholt und sie mit bestimmten Emotionen verknüpft die wir davor gar nicht hatten. Ich war 4 Monate auf 0 gewesen und habe praktisch alles nochmal auch die Einschleichphase wieder durchlebt. Dann kamen Phasen mit Körperlichen Beschwerden Krankheitsgefühle hatte gedacht ich krieg ne Grippe und wollte schon zum Arzt und am anderen Tag war ich plötzlich das blühende Leben. Einen Tag verfiel ich in Depression und Hoffnungslosigkeit am anderen Tag plötzlich genau das Gegenteil. Diese Phasen wechselten sich ab und wurden immer kürzer. Irgendwann war der Wechsel nicht mehr Tagesabhängig sondern im Tag selber Morgens gut drauf und Abends das Gegenteil. Am anderen Tag dann andersherum Morgens schlecht drauf und Abends super gut. Das war keine Einbildung von mir sondern irgendwie wie ein fester biologischer Rhythmus. Aber auch diese Fenster wurden immer kleiner. Zu der Zeit hatte ich auch schon mit sehr starken kognitiven Einschränkungen zu kämpfen gehabt. Angstzustände wie ich sie mit dem Antidepressiva hatte waren alle vollständig verschwunden. Nur die extremen körperlichen Beschwerden und diese kognitiven Einschränkungen waren das Problem. Sie hielten nicht den ganzen Tag waren aber grade morgens sehr präsent. Sehr häufig hatte ich grade morgens auch eine Art Suchtgefühl ein Starkes Verlangen nach dem Escitalopram. Soviel zum Thema machen nicht abhängig dann bin ich wohl der erste. Mir war zu dem Zeitpunkt voll bewusst woher meine Beschwerden kamen aber der Druck mit Arbeit und Lebensexistenz veranlasste mich die Dinger wieder zu nehmen.
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x 2#3830
RK1986 Mitglied
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Im Endeeffekt bringt die ganze Überlegerei was warum Wieso sowieso überhaupt gar nichts. Man grübelt und überlegt und findet sowieso keine Lösung. Bei dieser Problematik kommt man nicht drum rum das Nervensystem zu regulieren. Je mehr ich mich damit beschäftige, dass du mehr Zusammenhänge kann ich da erkennen und das ist schon sehr überfordert, was da plötzlich klar wird, welche Überlebensstrategien und Glaubenssätze und Muster da dahinter stecken. Ich denke irgendwie schon, dass es öfter einen Grund hat, warum es einen getroffen hat. Ich hab heute noch ein Podcast gehört da ging es um eine Frau bei der hat der ganze Mist angefangen, nachdem sie bei einer Mass. war. Bei anderen nach einer Grippe oder Corona. Bei anderen war es noch nie anders. Irgendwie gibt es immer einen Auslöser. Die Frage ist, wie kommt man wieder raus. Ich muss mittlerweile trotz alldem sagen, dass ich mir sicher bin, dass ich mit Medikament nicht rausgekommen wäre, weil das Medikament bestimmte Sachen unterdrückt hat und dann sieht man auch keinen Sinn mehr irgendwo dran zu arbeiten weil es ist ja weg. Natürlich denke ich immer wieder zwischendurch an schlechten Tagen. Oh hätte ich es nur behalten aber ich kenne mich. Den Teufel werde ich tun und noch mal erhöhen. Mir reicht das, der eine Tropfen noch drin ist. Meine Aufgabe ist es jetzt mit dem was übrig bleibt zu arbeiten und ich weiß, dass das alles lange dauert. Ich hab im Moment persönlich zwei Aufgaben. Ich muss meine Grenzen früher erkennen und ich darf nicht in eine Schleife kommen, wenn mein Zustand sich verschlechtert, weil ich dann alles nur Verstärker und meinem Körper die falschen Signale gebe. Ansonsten ist bei mir im Moment nichts los außer diese Aufgabe. Ich merke, dass meine Grenzen oft erreicht sind an leichter Übelkeit und so und bin irgendwie enttäuscht, dass ich da so ein schlechtes Gefühl habe. Und immer wieder kommt der Gedanke, aber das ist doch alles normal, was du hier tust ja für mich halt anscheinend nicht momentan. Und ich kann nichts verändern, wenn ich mich immer wieder von dieser Schleife mitziehen lasse