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Tinka01

Tinka01
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Hallo,

nach vielem Hin- und Herüberlegen, was nun richtig ist: Mein Mann kann nicht mehr mit Escitalopram! Er ist jetzt auf 7,5 mg seit 3 Tagen, er nimmt es jetzt den 18. Tag und es hat sich absolut NIX getan...im Gegenteil, die NW werden teilweise immer schlimmer...! Seine Geduld ist jetzt am Ende und noch auf weitere Wochen hoffen ob es denn dann was bringt, dazu hat er die Kraft nicht mehr.
Weiß jemand, wie man da am besten vorgeht? Erstmal auf 5 mg runter für ein paar Tage, oder direkt auf 2,5 mg?

Hat jemand Erfahrungen?

LG

23.05.2024 x 1 #1


29 Antworten ↓
timmae87

timmae87
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Ich will hier auch mal mein Senf dazu geben. Nicht um Panik zu verbreiten, sondern um darauf hinzuweisen, was alles beim abrupten Absetzen des Escitalopram passieren kann.

Ich hab das Escitalopram seit Mai 2018 gegen Angst- und Panikstörung mit depressiven Episoden genommen, zuletzt 15 mg täglich. Ich hatte aber zunehmend das Gefühl, das es nicht mehr richtig hilft. Beim Termin mit meiner Psychiaterin wurde am 20.05.2019 beschlossen, auf Venlafaxin zu wechseln. Ich sollte ab 21.05. sofort mit Escitalopram aufhören und mit 37,5 mg Venlafaxin morgens beginnen. Auch auf nochmalige Nachfrage meinerseits hielt meine Psychiaterin ein kontinuierliches Ausschleichen von Escitalopram für überflüssig. Am ersten Tag der Umstellung gab es keine Probleme, ab dem zweiten wurde ich ängstlicher und unruhiger. Ich hab morgens immer kleine Stromschläge im Kopf wahrgenommen. Am Sonntag Vormittag dann der absolute Höhepunkt, Krampfanfall im Garten mit 4 minütiger Bewusstlosigkeit. Erste Erinnerung hab ich erst wieder beim Eintreffen des Rettungsdienstes. Nach 2 tägigem Check-Up auf der Neurologie (Schädel-MRT ohne Befund, EEG o. B., Doppler-Sono von Hals- und Hirngefäßen o. B., sämtliche Blutwerte im Normbereich) stand die Diagnose Entzugsanfall aufgrund abrupten Absetzens des Escitaloprams. Mit der Medikation (seit Dienstag 75 mg Venlafaxin) soll ich trotzdem fortfahren. Mir ist dauerschwindelig und ich fühl mich benommen sowie depersonalisiert. Dazu verstärkte Angst, innere Unruhe Muskelzuckungen, Übelkeit und Appetitlosigkeit sowie Muskelkater gefühlt am ganzen Körper. An mehr als Couching ist derzeit nicht zu denken. Meine Psychiaterin kommentierte die Geschehnisse gestern am Telefon mit einem nüchternen "kann schon mal passieren". stirnrunzeln ich werd verrückt

Lasst euch beim Absetzen bzw. Medikamentenwechsel also bitte gut beraten und holt euch notfalls wenn möglich noch eine Zweitmeinung ein. Lieber einmal zu viel nachfragen, als im KH zu landen.

30.05.2019 11:25 • x 1 #12


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A


Escitalopram ausschleichen

x 3


Mitgutsch

Mitgutsch
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Hallo, ich nehme seit 2018 täglich 10mg Escitalopram gegen die ständige Angst, das etwas Schlimmes passieren könnte und gegen meine allgemeine Depression.
Im Grunde hilft es gut gegen og Symptome.
Allerdings muss ich aufgrund anderer organischer Krankheiten auf Medikamente verzichten, die wichtig wären, wie Schmerzmittel gegen Rheuma und Magenschutz bei chronischer Gastritis.
Außerdem leide ich täglich seit der Einnahme unter ständiger Übelkeit.
Ich habe, was auch ein großes Problem darstellt, seit 2018 15 kg zugenommen.
Jetzt versuche ich zum dritten Mal, das Escitalopram auszuschleichen.
Das größte Problem dabei sind seltsame Geräusche im Kopf, wie Bienenschwärme, Schwindel und das Gefühl, ich hätte im Zusammenhang mit den Geräuschen eine Art Schwinden der Sinne.
Nun bekomme ich zur eventuellen Erleichterung des Absetzens Fluspirilen gespritzt. Einmal die Woche.
Zusätzlich nehme ich Bromazanil 3 mg. Täglich.
Diese Geräusche und das Gefühl, dass ich ohnmächtig werde, werden dadurch etwas unterdrückt. Sind aber noch da.
Hat jemand ähnliche Probleme, oder kann mir jemand mit Ratschlägen helfen, komplett von diesen Medikamenten loszukommen?
Abnehmen ist dabei mein absolutes Ziel, um mich sowohl körperlich als auch seelisch wieder gut zu fühlen.

22.05.2024 20:50 • #25


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J
Hallo

Ich setzte zurzeit auch Escitalopram ab und zwar in fünfer Schritten alle vier Tage. Zurzeit bin ich bei 5 mg, aber ich habe Angst auf 0 mg zu kommmen. Wenn man zu früh absetzt kann es grauenvolle Folgen haben. In kleineren Schritten 2,5er Schritten kann meiner Meinung nach nicht schade. Wobei, also ich merke vom Absetzen gar nichts. Alles unverändert.

Gruß

x 1 #2


Tinka01
Wie lange hast du das Escita insgesamt genommen und in welcher Höhe bist du mit dem Absetzen angefangen?

#3


J
Genommen habe ich es circa 8 Monate und angefangen es auszuschleichen habe ich bei 20 mg und dann habe ich in fünf mg Schritten die Dosis verringert alle vier Tage und bin zurzeit bei 5 mg. Aber ich habe Angst komplett abzusetzten, deshalb möchte ich das Escitalopram länger nehmen und noch auf 2,5 mg dosieren.

Ich finde aber, dass es etwas rein persönliches ist. Es kommt darauf an, wie man sich fühlt. Wenn man z.B. ein Gefühl von Stromschlägen im Körper und vor alle im Kopf hat, also ein Absetzsymptom, dann sollte man langsamer absetzen.

Also ich spühre nichts, deshalb habe ich es schnell gemacht.

Als ich Citalopram abgesetzt hatte war es jedoch die Hölle. Es kommt eben auf den Einzelfall an.

#4


Tinka01
Vielen Dank, für deine Erfahrungen!

Mein Mann versucht es dann auch mal bis Freitag mit 2,5 mg, dann 0. Wie gesagt, er hat es insgesamt ja nur 18 Tage genommen, aber er kommt da überhaupt nicht mit zurecht. Jeder Tag mit dem Medi hat sich mittlerweile zu einer reinen Qual entwickelt. Wie es ohne sein wird wissen wir nicht, aber schlimmer kann es fast nicht sein als mit dem AD!
Er möchte einfach mal wieder ohne das Medikament sein, nimmt ja auch noch Blutdruckmittel, Ar. und z. Zt. ein Antibiotikum. Es kann einem eh niemand sagen, ob es was gebracht hätte, oder auch nicht...und letztendlich ist es eine persönliche Entscheidung, da kann einem auch kein Arzt helfen...die können ja auch nur sagen, versuche es oder nimm was anderes oder lass es ganz sein...schaun wa mal... Haare raufen

x 1 #5


Tinka01
Wir hatten echt Hoffnung, dass es was bringt und waren erstaunt, wenn wir hier lesen, wie gut viele damit zurecht kommen, oder gar mit 10 mg einschleichen und dabei kaum oder gar keine NW haben....für ihn undenkbar...schade, mal sehen was jetzt kommt!

#6


Tinka01
So, waren heute beim Arzt. Escitalopram wird jetzt ersetzt durch Trevilor retard. Das hat mein Mann schon vor ein paar Jahren genommen und gut vertragen. Er fängt ab morgen mit 2 x 37,5 mg an. Hoffentlich geht es diesmal gut und es zeigt sich diesmal eine positive Wirkung...! Rolling Eyes

LG

#7


S

Wann AD absetzen ?Erfahrungen

Hallo,
Ich nehme seit 5 Monate Escitalopram 5 Mg ...Habe eine Panikstörung die fast den ganzen Tag da war ...
Ich mache eine VH Therapie seit 14 Monate die mir gut geholfen hat (im Moment nur noch alle4 Wochen weil es mir echt gut geht und ich nicht weiss was ich da sagen soll ).
Habe mich trotz Panik fast nie im Leben eingeschränkt .
Weil es aber echt schlimm war habe ich mich für das AD entschieden .Ich war beim Psychater aber er hat mir keins verschrieben weil er meinte das es nur Placebo wäre bei Angst also hat es mir mein Hausarzt aufgeschrieben auf mein Verlangen (Escita wollte ich weil Bekannte es nehmen ).
Nun zu meiner Frage ..
Da es mir gut geht möchte ich es gern wieder loswerden weil ich nur am Fressen bin Smile ich fühle mich schon wie ein Schwamm.
Wie sind eure Erfahrungen ...wann habt ihr abgesetzt ?Gab es Rückfälle ?Bin echt unsicher weil mein Hausarzt hat nicht so den Plan glaube ich .
Danke für Antworten

#8


Schlaflose
Es gibt eine Faustregel, die besagt, dass ein AD noch mindestens 6 Monate, nachdem es keine Symptome mehr gibt, genommen werden soll und danach ganz langsam, über mehrere Wochen oder am besten über Monate ausschleichen.

#9


Icefalki
Hallöle. Meiner Meinung nach bringt ein Absetzen der AD nur etwas, wenn du definitiv andere Verhaltensmuster anwenden kannst, oder Mechanismen, die dir helfen.

Wer Angst "erlernt" hat, wird sie immer fürchten. Man muss wissen, was greift. AD hat, so habe ich es empfunden, sich wie ein Schild über meine Psyche gelegt und eine sehr schöne Abschirmung gebracht. Fehlt die, werden die Empfindungen wieder extremer. Was bedeutet, dass man sehr aktiv sein muss und viel über sich selbst kennen sollte, damit man nicht wieder ins alte Muster fällt.

Ich habe damals auch zugenommen. War mir aber egal. Mir war mein Seelenfrieden wichtiger.

Ausgeschlichen habe ich in Etappen. Und bin immer noch in Therapie bei meinem Psychiater. Zwar nur einmal für 30 Minuten jedes Quartal, aber immer noch dabei. Hatte das aber auch 17 Jahre unbehandelt. Insofern ist es bei mir chronisch.

#10


S
5 Mg ist natürlich schwer auszuschleichen ...

#11


timmae87
Ich will hier auch mal mein Senf dazu geben. Nicht um Panik zu verbreiten, sondern um darauf hinzuweisen, was alles beim abrupten Absetzen des Escitalopram passieren kann.

Ich hab das Escitalopram seit Mai 2018 gegen Angst- und Panikstörung mit depressiven Episoden genommen, zuletzt 15 mg täglich. Ich hatte aber zunehmend das Gefühl, das es nicht mehr richtig hilft. Beim Termin mit meiner Psychiaterin wurde am 20.05.2019 beschlossen, auf Venlafaxin zu wechseln. Ich sollte ab 21.05. sofort mit Escitalopram aufhören und mit 37,5 mg Venlafaxin morgens beginnen. Auch auf nochmalige Nachfrage meinerseits hielt meine Psychiaterin ein kontinuierliches Ausschleichen von Escitalopram für überflüssig. Am ersten Tag der Umstellung gab es keine Probleme, ab dem zweiten wurde ich ängstlicher und unruhiger. Ich hab morgens immer kleine Stromschläge im Kopf wahrgenommen. Am Sonntag Vormittag dann der absolute Höhepunkt, Krampfanfall im Garten mit 4 minütiger Bewusstlosigkeit. Erste Erinnerung hab ich erst wieder beim Eintreffen des Rettungsdienstes. Nach 2 tägigem Check-Up auf der Neurologie (Schädel-MRT ohne Befund, EEG o. B., Doppler-Sono von Hals- und Hirngefäßen o. B., sämtliche Blutwerte im Normbereich) stand die Diagnose Entzugsanfall aufgrund abrupten Absetzens des Escitaloprams. Mit der Medikation (seit Dienstag 75 mg Venlafaxin) soll ich trotzdem fortfahren. Mir ist dauerschwindelig und ich fühl mich benommen sowie depersonalisiert. Dazu verstärkte Angst, innere Unruhe Muskelzuckungen, Übelkeit und Appetitlosigkeit sowie Muskelkater gefühlt am ganzen Körper. An mehr als Couching ist derzeit nicht zu denken. Meine Psychiaterin kommentierte die Geschehnisse gestern am Telefon mit einem nüchternen "kann schon mal passieren". stirnrunzeln ich werd verrückt

Lasst euch beim Absetzen bzw. Medikamentenwechsel also bitte gut beraten und holt euch notfalls wenn möglich noch eine Zweitmeinung ein. Lieber einmal zu viel nachfragen, als im KH zu landen.

x 1 #12


Ini48

AD Escitalopram ausschleichen

Guten Abend zusammen.
Ich nehme ja seit Juni 2022 Escitalopram 10 mg.War heute bei meinem Psychiater und er ist der Meinung das ich ab morgen auf 0,5 mg runter dosieren soll.
Ich habe irgendwie Angt das alle Symptome von damals wieder hoch kommen.
Könnte mir jemand aus eigenen Erfahrungen berichten,wie es gelaufen ist,mit der Runterdosierung?
gab es Symptome?

Lieben Dank
LG Ines

#13


F
Hallo Ines,Naja von heute auf morgen auf praktisch Null ist schon hart.
I.d.R geht das über mindestens 2 Wochen und Schrittweise in mg Schritten.War damals bei mir und Paroxetin auch so.Absetzsymptome können einen fertigmachen.
Alle Symptome kommen sicher nicht auf einmal zurück,aber die Unruhe und das Kopfkino muss man aushalten können.Bei mir warens *nur* die beiden Symptome und ein paar Wochen darauf waren auch die wieder weg.
Dein Psychiater muss es ja nicht aushalten also am besten nochmal zu ihm und fragen ob's auch etwas langsamer geht.

x 1 #14


E
Ich habe seinerzeit innerhalb von 2 Wochen ausgeschlichen, hatte zu dem Zeitpunkt gut 9 Jahre Escitalopram genommen.

Ich hatte keine Symptome.

x 1 #15


N
Ich schleiche Escitalopram schon sehr lange aus, nachdem es schon einmal gewaltig schief gegangen ist, mache ich es diesmal sehr langsam - alle 4 Wochen 0,5mg weniger. Momentan bin ich auf 3,2mg, Höchstdosis waren 15mg.

x 1 #16


Ini48
Ich muss mich schnell nochmal korrigieren...ich meine natürlich 5 mg und nicht 0,5 mg🙈

#17

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Ini48
Zitat von Ini48:
Guten Abend zusammen. Ich nehme ja seit Juni 2022 Escitalopram 10 mg.War heute bei meinem Psychiater und er ist der Meinung das ich ab morgen auf 5

#18


V

Escitalopram ausschleichen / warten auf Besserung

Vielleicht gibt es hier ja jemanden dem es ähnlich ergangen ist oder ergeht: ich hatte zum Ende des letzten Jahres hin nach 8 Jahren Escitalopram über 3 Minate ausschleichen lassen. Dann ging es mir 3 Monate auf Null ganz gut bis dann plötzlich Mitte April Schlafstörungen und depressive Verstimmung begann. Zunächst habe ich versucht durchzuhalten doch nach 6 Wochen meinte die Ärztin ich solle das Escitalopram wieder nehmen. Also wieder eingeschlichen und bin jetzt seit 10 Tagen auf 10mg. Dazu zum Schlafen 7,5mg Mirtazapin. Letzteres wirkt mal besser mal schlechter. Insgesamt bin ich total erschöpft, seit Wochen krank geschrieben. Ich habe Angst keine Kraft mehr zu haben, zweifle ob das je wieder wird. Schleppe mich von Tag zu Tag. Kann mir jemand etwas Hoffnung machen?!

LG Ve

#19


Chesterboi
Moin, vielleicht einfach mal gegen die Angst kämpfen.

Immer Tabletten zu schlucken ist auch nicht gut.


Bedrückt dich etwas besonderes ? Es muss ja immer ein Auslöser geben

#20


A


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Dr. med. Andreas Schöpf
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