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Strand
Hallo ihr Lieben,

es würde mich brennend interessieren, wer es geschafft hat, erfolgreich ein AD abzusetzen.
Mit erfolgreich meine ich dass die Symptome danach nicht mehr wieder gekommen sind und ihr auch ohne AD das Leben schafft.

Ich bin gerade dabei Opipramol auszuschleichen, und will auch das Citalopram irgendwann wieder ganz absetzen. Aber überall lese ich dass alle die ADs absetzen, doch wieder schnell große Probleme kriegen..

Ich will nicht mein Leben lang Tabletten nehmen müssen!
Hat niemand was positives dazu zu berichten?

LG
Strand

07.05.2011 12:35 • 30.06.2016 #1


33 Antworten ↓


Hallo,Strand

wie lange nimmste schon Opiramol?weiste leider gibt es keine 100% sicherheit das man danach nie wieder Angst haben wird...meine ärztin damals meinte ich soll langsam nach und nach mit opiramol aufhören und bis zu halben tablete am tag reduzieren....manche haben dnn nie wieder angst manche nach 6 monaten wieder...ich habe 4 monate opiramol genommen....und habe mich dann entschiden ohne medis zu probieren..ist natürlich schwiriger aber trodzdem machbar....

07.05.2011 12:40 • #2



Erfolgreiches Absetzen von Antidepressiva?

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Strand
Hallo,

habs Opi ca. 7 Monate genommen und bin jetzt auf 25mg angekommen.
Merke noch keine Verschlechterung. Mache mir aber Sorgen.

Eine Garantie gibts natürlich nie, aber es wäre schön von jemandem zu hören, der es wieder gut ohne schafft...

LG
Strand

07.05.2011 12:59 • #3


ich habe vor weinachten abgesetz und hate auch angst wie schafe ich das,weil weinachts zeit ist je stres,aber das ging sehr gut...nun bin ich seit dezember 2010 ohne medis ausgekommen....und ich fühle mich gut,es gibt aber natürlich solche tage wo es einem einfach dreckig geht..aber solche tage haste auch wenn du medis nimmst....und natürlich denke ich fühlt mann sich unsicher und auf sich alein gestellt..aber das wirste schafen....nicht von der angst unterkriegen....

07.05.2011 13:09 • #4


Strand
Hallo!

Ich probiers nochmal: gibts denn niemand der ADs erfolgreich, d.h über lange Zeit abgesetzt hat und ohne damit klarkommt??

Ich will es definitiv nicht den Rest meines Lebens nehmen müssen

Lg
Strand

08.05.2011 07:43 • #5


Hallo Strand,

na wie geht es dir?Hast du denn weiterhin dein AD reduziert?
Ich nehme 40 Citalopram und 30 Mirtazapin und versuche grade das Mirtazapin auszuschleichen.Es ist mein 2 Versuch.

Vor gut 2 Jahren hab ich es auch mal so ca ein halbes Jahr genommen und es hat gut geklappt mit dem ausschleichen.Beide Medis nehme ich wie du seit Dezember.Zuerst möchte ich das Mirtazapin absetzen weil ich davon Fressattacken bekomme und schon mächtig zugenommen habe.

12.06.2011 19:56 • #6


Strand
Hallo,

hab es leider nicht geschafft zu reduzieren, ausser das Opipramol von 100mg auf 50mg.
Ich hatte eine grausame Angstwoche nachdem ich versucht hab das Opi wegzulassen.
Ob es mit dem Medi oder meiner Erwartungsangst zu tun hatte, weiss ich nicht, aber es ist bei mir noch nicht so weit auszuschleichen...
Ich nehme jetzt Citalopram 30 und Opi 50 weiterhin und versuche im Sommer das Cita auf 20 zu reduzieren, also gaaaaanz langsam!

LG
Strand

13.06.2011 08:35 • #7


Hallo!

Ich probiers nochmal: gibts denn niemand der ADs erfolgreich, d.h über lange Zeit abgesetzt hat und ohne damit klarkommt??



Die AD wirken eigentlich nur während der Zeit der Einnahme. Nach Absetzen kehren sehr bald und häufig die alten Symptome besonders Ängste zurück. Deswegen parallel eine z.B. Verhaltenstherapie machen. Man kann die Medikamente nicht das ganze Leben nehmen. Dafür sind die Langzeitnebenwirkungen auch unzureichend erforscht. Sie sollten, wie erwähnt, begleitend eingesetzt werden und nur über die erste schlimme Zeit hinweg helfen.

Werden jetzt wahrscheinlich wieder postings kommen, wie gut doch die Medis sind und man könne diese doch nicht verteufeln.

Doch! Ich tue das. Im Zuge der Meinungsfreiheit; Psychopharmaka sind Teufelszeug und wenn Einnahme, dann mit Vorsicht zu nehmen.

13.06.2011 09:33 • #8


Hallo,
nachdem mein letzter Versuch gescheitert war werde ich nun nach den Pfingstfeien 2 mal pro Woche zu meinem Therapeuten gehen.
Ich merke das mir die Therapie hilft und hole mir dann 2 mal pro Woche die Unterstützung die ich brauche.Ich hab echt keine Lust mehr auf das Zeug.Ich bin nun bei 15mg seit 1 Woche und es geht bis jetzt gut.

Ich werde es auch gaaanz langsam ausschleichen.Das hat schon mal geklappt.Sogar ohne Therapeuten.Normalerweise sollte es nicht schlimm werden weil ich ja noch Citalopram habe.

Die Citalopram sind dann das nächste was ich weglasse bzw reduziere.Irgendwie find ich gibt mir das Cita zu viel Antrieb in meinem Kopf.Zumal ich vor der Medikation nicht unter Antriebsschwäche gelitten habe.Das einschleichen war damals alle andere als lustig.....Ich hoffe das ausschleichen wird sanfter.

Hast du denn Möglichkeit evtl 2 mal pro Woche zu deinem Therapeuten zu gehen?

13.06.2011 15:39 • #9


Strand
Hallo,

ich gehe einmal die Woche zu meiner Thera und das genügt derzeit auch. Ich komme gut voran mit der Therapie hab ich das Gefühl. Und ich sehr jetzt schon als Erfolg dass das Opi runter auf 50mg ist, und habe mich damit abgefunden dass ich das Cita und Opi über ein halbes Jahr ausschleiche, d.h bis Frühjahr 2012.

Ich denke und glaube, dass es auch wieder ohne gehen wird
Es dauert eben.

LG
Strand

13.06.2011 15:46 • #10


Strand
@batava ich glaube nicht dass Ängste und Symptome wieder kommen müssen nach Absetzen der ADs, wenn die Therapie erfolgreich war. Eine Garantie gibt es sicher nie, aber ich wähle zu glauben dass die Ängste nicht wegen Absetzen der Medis gleich wieder kommen. Das ist mir zu pessimistisch.
Die die es jahrelang ohne ADs geschafft haben und angstfrei wieder geworden sind, sind sicher nicht mehr im Forum denke ich.

LG
Strand

13.06.2011 15:52 • #11


batava ich glaube nicht dass Ängste und Symptome wieder kommen müssen nach Absetzen der ADs, wenn die Therapie erfolgreich war. Eine Garantie gibt es sicher nie, aber ich wähle zu glauben dass die Ängste nicht wegen Absetzen der Medis gleich wieder kommen. Das ist mir zu pessimistisch.
Die die es jahrelang ohne ADs geschafft haben und angstfrei wieder geworden sind, sind sicher nicht mehr im Forum denke ich.


Das hat mit Pessimismus nichts zu tun. Es ist hängt mit dem Nervensystem, dem Neurotransmitterhaushalt zusammen.
In den Synapsen docken die Wirkstoffe an wie Dopamin, Serotonin etc..
Sie werden aber nicht für die Zukunft gespeichert.
Die Symptome wie Ängste werden durch Medikamente sozusagen unterdrückt aber nicht beseitigt.
Schau mal in der Fachliteratur nach.

13.06.2011 17:49 • #12


Die Wahrscheinlichkeit, die Ängste schnell wieder loszuwerden, ist aber beträchtlich höher, wenn man gleich am Anfang Medikamente nimmt. Ansonsten wird eine Angststörung schnell chronisch und dann bekommt man sie schwerer weg.

13.06.2011 18:09 • #13


Hallo!
Ich habe mich vor 2-3 Jahren schon mal hier angemeldet und natürlich meinen Benutzernamen vergessen. Deshalb quasi ein "Neuanfang"
Vor 4 Jahren haben sich bei mir Panikattacken in Leben geschlichen. Ich habe eine tiefenpsychologische Psychotherapie über 3 Jahre gemacht. 2008 ging es dann aber nicht mehr, ich musste Paroxetin nehmen.
Bin seitdem bei 25mg und ich habe das Gefühl es wird Zeit wieder ohne zu leben. Ich habe zwar keine furchtbaren Nebenwirkungen, aber das intensive Träumen und die Gewichtszunahme nerven. Außerdem möchte ich wieder ohne Tabletten leben.
Nun würde mich interessieren wie es euch beim Ausschleichen ging und wie es ohne AD weiterging?
Mein Freund macht Neurowissenschaften und sagt dass die SSRI auch dauerhaft etwas im Gehirn verändert haben, bzw Therapie + Tabletten.
Ich würde mich einfach über Antworten freuen
VG!

20.06.2011 20:46 • #14


Zitat von Strand:
@batava ich glaube nicht dass Ängste und Symptome wieder kommen müssen nach Absetzen der ADs, wenn die Therapie erfolgreich war. Eine Garantie gibt es sicher nie, aber ich wähle zu glauben dass die Ängste nicht wegen Absetzen der Medis gleich wieder kommen. Das ist mir zu pessimistisch.
Die die es jahrelang ohne ADs geschafft haben und angstfrei wieder geworden sind, sind sicher nicht mehr im Forum denke ich.

LG
Strand

Das glaube ich allerdings auch. Die Genesenen wollen entweder nichts mehr davon wissen oder es gibt kaum welche davon.

Nach tagelangem Lesen hier im Forum glaube ich mittlerweile, dass ich meinem Hausarzt nicht mehr vertrauen kann und auch keine Therapie machen sollte, sondern höchstens durch innen heraus heilen kann. Ich maße mir an, dass meine Voraussetzungen dafür nicht die schlechtesten sind.

Ich werde irgendwann anfangen auszuschleichen. Vielleicht auch schneller als man es sollte. Ich habe vielleicht nur drei Monate Zeit dafür, weil ich nicht arbeitsunfähig werden kann. Wenn es mir in der Zeit dreckig geht, dann kann ich das noch verkraften. Irgendeine Userin hat geschrieben, dass sie nach einer Zeit schlimmster Angstzustände völlig neu aufgelebt ist. Kein Mensch braucht sein Leben lang Medikamente. Jeder kann sich selber heilen. Mir haben sie geholfen, aber irgendwann muss Schluss sein.

Heilstrom

04.08.2011 23:39 • #15


Absetzen geht leider nicht so einfach, ich habe mehrere Monate gebraucht (wegen der körperlichen Abhängigkeit). Letztendlich mit Tropfen und immer um 1 Tropfen reduziert.

Mit Medikamenten war ich ein willenloser Zombie. Als ich im Internet den Vortrag von John Virapen gesehen hab, war dann der feste Entschluß gefasst.

Ich bin während des Ausschleichens der Psychopharmka auf Homöopahtie umgestiegen und habe reine Hormone ohne Nebenwirkungen genommen.

Ich hab in Erfolgserlebnisse ausführlich darüber geschrieben wie ich angstfrei und geheilt wurde.

07.08.2011 21:32 • #16


Strand
Hallo!

Also wie ich lese sind die Meinungen sowie Erfahrungen über das Absetzen sehr individuell.
Es scheint mir, als ob es, wie bei der Krankheit auch, bei jedem anders ist.
Manche schaffen es wieder ohne, manche müssen vielleicht wieder einschleichen. Oder auf Homöopathie umsteigen wie Monikaa.
In meiner Therapie hab ich echt viel gelernt und dazugewonnen, dass ich glaube ich schaffe es auch wieder ohne. Ich hab jetzt schon reduziert und nix gemerkt.
Der Plan ist ab jetzt ultralangsam auszuschleichen bis März 2012.
Langsamer geht's ja nimmer

LG
Strand

08.08.2011 07:48 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Ich komme gerade von meiner Hausärztin zurück. Die hat mir geraten, mit dem Ausschleichen erst anzufangen, wenn meine berufliche Krise vorbei ist. Ich bin nämlich gerade dabei, meinen Arbeitsplatz zu verlieren und einen neuen zu finden. Und ich will nicht mit Angstzuständen neu anfangen, sondern aus einem entspannten Zustand heraus.

08.08.2011 08:55 • #18


Strand
Na klar, Heilstrom, so machst Du das! Alles andere wäre ja nicht gut. Hab auch gesagt bekommen dass man erst ausschleichen beginnen soll, wenn über längere Zeit keine Symptome mehr da sind.

08.08.2011 10:14 • #19


Hallo Strand,

da ich jetzt ziemlich stabil bin, habe ich beschlossen, langsam zu reduzieren und zwar von 20 auf 10 mg. Ich habe das schonmal versucht, aber das war zu früh und ich hatte mehr Angstzustände als vor der Einnahme.

Weil man schlecht eine 10 mg Tablette genau teilen kann und meine Ärztin sagte, sie kennt kein Anti-Depri in Tropfenform, habe ich mir gedacht, dass ich zuerst die 20 mg in morgens und abends aufteile und dann die Abendtablette nicht 12 Stunden später nehme, sondern nach 18 Stunden und die nächste auch wieder 18 Stunden später. Das Schwindelgefühl war heute, nach drei Tagen kaum noch spürbar, so dass ich morgen auf 10 mg alle 24 Stunden umsteige. Die werde ich dann aber noch bis März oder so nehmen, weil ich den Winter so besser überstehe. Und damit es ganz soft wird, kann ich die ja gegen Ende vielleicht auch noch teilen.

LG
Heilstrom

16.09.2011 22:56 • #20



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