Pfeil rechts

hallöö...wenn ich eine psychotherapie machen will...und der therapeut eventuell will dass ich tabletten nehme darf ich dann nein sagen?weil ich angst davor hab die zu nehmen....also ohne das der dann die therapie abbricht??

14.12.2009 23:17 • 06.01.2010 #1


8 Antworten ↓


Alexandra07
Hallo,
also ich denke, er kann Dich zu nichts zwingen. Un Dein Psychotherapeut kann Dir auch nichts verschreiben. Das kann nur der Psychater oder Neurologe. Aber sprich mit ihm darüber. Dafür ist er ja da.

Einen lieben Gruß

Alexandra

14.12.2009 23:42 • #2



Tabletten

x 3


doch ich hatte ja schon so eine therapie und die ärztin hatte mir auch tabletten verschrieben ist aber schon 3 jahre her...

15.12.2009 20:09 • #3


Christina
Hi,

es ist meist sinnvoller, eine Psychotherapie bei einem (ärztlichen oder psychologischen) Psychotherapeuten zu machen, d.h. bei jemandem, der ausschließlich Psychotherapie macht. Ärztliche Psychotherapeuten dürfen zwar auch Medikamente verschreiben, tun es aber eher selten, sondern überlassen es ihren Kollegen in "richtigen" Arztpraxen, weil die auf dem neuesten Stand sind. Du musst wirklich auf die genaue Bezeichnung achten, damit du keinen Behandler mit Schmalspurausbildung erwischst:

    Ärztlicher Psychotherapeut/psychologischer Psychotherapeut: hat Medizin oder Psychologie studiert und danach eine umfangreiche Psychotherapeutenausbildung gemacht. Das ist die richtige Adresse für Psychotherapien.

    Arzt für Psychotherapie: So darf sich jeder Facharzt (z.B. auch ein Urologe) nennen, der eine Zusatzausbildung in Psychotherapie gemacht hat. Die ist im Vergleich zur Psychotherapeutenausbildung geradezu lächerlich gering. BTW darf jeder Arzt Psychopharmaka verschreiben.

    Psychiater/Neurologe: Facharzt für die Psyche bzw. das Nervensystem. Das ist die richtige Adresse für eine begleitende Therapie mit Psychopharmaka.


Und egal welche Ausbildung ein Therapeut hat, wer dich zu irgendetwas zwingen, drängen oder erpressen will, ist kein guter Therapeut. Da solltest du die Therapie abbrechen...

Liebe Grüße
Christina

15.12.2009 21:08 • #4


das diejenigen mich nicht zwingen können weiß ich abber können die therapie dann abbrechen weil sie der meinung sind ich bräuchte tabletten?!ohne gehts nicht mehr?!
lg

15.12.2009 21:29 • #5


Christina
Grundsätzlich kann jeder der beiden an der Therapie Beteiligten die Therapie abbrechen, wenn er meint, das bringt nichts oder das bringt so nichts. Dass das wegen Tabletten oder nicht Tabletten passiert, ist allerdings sehr unwahrscheinlich. Aber möglich ist es.

Liebe Grüße
Christina

15.12.2009 21:44 • #6


Zitat:
Arzt für Psychotherapie: So darf sich jeder Facharzt (z.B. auch ein Urologe) nennen, der eine Zusatzausbildung in Psychotherapie gemacht hat. Die ist im Vergleich zur Psychotherapeutenausbildung geradezu lächerlich gering. BTW darf jeder Arzt Psychopharmaka verschreiben.


@Christina : Was ist denn - deines Wissens nach - mit einem "Arzt für psachosomatische Medizin und Psychotherapie" - der sollte doch auch ein umfassenden Wissen haben oder ?

@blackberry91:
Ich weigere mich jetzt auch schon eine Weile, bestimmte Medikamente zu nehmen, weil ich denke, dass sie in meinem Fall vielleicht mehr schaden als nutzen, (und meine Mutter will auch nicht, dass ich sie nehme...), aber manche Ärzte wollen mir die auch gerne geben... Mein Therapeut, bei dem ich jetzt war, hat das aber soweit akzeptiert...

Lg Berliner

17.12.2009 01:19 • #7


Christina
Zitat von berliner:
@Christina : Was ist denn - deines Wissens nach - mit einem "Arzt für psachosomatische Medizin und Psychotherapie" - der sollte doch auch ein umfassenden Wissen haben oder ?
Das ist erstmal ein Facharzt für psychosomatische Medizin, was bedeutet, dass die fünfjährige Facharztausbildung im Gegensatz zum Psychiater, der vier Jahre Psychiatrie und ein Jahr Neurologie vorweisen muss, auf verschiedene Fachbereiche aufgesplittet wird (drei Jahre Psychosomatik, ein Jahr Psychiatrie und Psychotherapie, ein Jahr Innere). Das ist sicher jemand, der sich im Grenzgebiet zwischen Psyche und Organischem besser auskennt als ein Psychiater einerseits oder ein Internist andererseits. Mit Psychotherapie hat das aber noch nichts zu tun. Die kommt in dem von dir genannten Fall durch die Zusatzbezeichnung "Psychotherapie" rein, ist aber die von mir erwähnte Schmalspurausbildung von 300 Stunden vs. über 4000 Ausbildungsstunden, die ein "richtiger" Psychotherapeut leisten muss. Hätte er die, dürfte er sich korrekterweise "Arzt für psychosomatische Medizin und ärztlicher Psychotherapeut" nennen. Man kann das niemandem zum Vorwurf machen, denn eine solche Ausbildung würde inklusive Studium fast 20 Jahre dauern und viel Geld kosten, ist also nicht zu leisten. Nur würde ich, wenn ich eine Psychotherapie machen will, dann eben zum Experten für Psychotherapie gehen, also zu jemandem, der sich darauf spezialisiert hat - und das sind ärztliche oder psychologische Psychotherapeuten. Bei "All-in-one"-Angeboten muss man meist irgendwo Abstriche machen...

Liebe Grüße
Christina

17.12.2009 14:09 • #8


hallo...also mir haben auch ärzte nahe gelegt tabletten zu nehmen, ich habe es aber jedesmal abgelehnt...ich möchte nichts nehmen was meine wahrnehmung verfälschen könnte.

ausserdem habe ich es bei meiner mama verfolgen können, die panikattacken hatte und dann mit tabletten behandelt wurde...ende der geschichte war, sie wurde abhängig davon, nahm ne überdosis (kam noch rechtzeitig ins krankenhaus) und musste dann nen entzug machen...

ich denke wenn man seine probleme mit vollem bewusstsein bewältigen kann ist es zwar sehr hart aber man kann sehr viel mehr daraus gewinnen...als wenn man tabletten nimmt...jeder arzt und psychiater hat es verstanden wie meine einstellung dazu war.

wenn garnichts mehr geht sollte man sich in eine klinik begeben und sich nicht einfach was verschreiben lassen...denn es "kann" nach hinten losgehen...und mir persönlich sind die gefahren zu hoch....

06.01.2010 13:43 • #9




Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag


Dr. med. Andreas Schöpf