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Zitat von MarTiniii:
Ja nur es ist halt wirklich kaum auszuhalten. Ich hab das Gefühl ich dreh komplett durch.


Aber hast du das nicht die ganze Zeit schon? Auch schon vor der Erhöhung?
Ich habs auch kaum ausgehalten und bin letztendlich für kurze Zeit stationär gegangen.

09.04.2021 19:18 • #701


MarTiniii
Zitat von Pauline333:
Aber hast du das nicht die ganze Zeit schon? Auch schon vor der Erhöhung? Ich habs auch kaum ausgehalten und bin letztendlich für kurze Zeit stationär gegangen.


Jaein ich hatte mal gute mal schlechte Tage die letzten Wochen. Heute aber war es gefühlt mit am schlimmsten und heute bin ich auch hoch auf 100 mg.

09.04.2021 19:41 • #702



Sertralin Erfahrungsberichte

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Moon2
Ich nehme seit 7 Wochen Sertralin. Erste Woche 25 und dann 50. Dabei bin ich auch geblieben. Ich habe erst nach 4 Wochen eine deutliche Besserung bemerkt. Daher denke ich, dass man erstmal im unteren Bereich bleiben kann...mein Psychiater wollte auch nicht erhöhen. Er meinte erstmal bei 50mg lassen und in 5 Wochen wieder gucken.

09.04.2021 19:49 • #703


Ok, aber das ist wie gesagt, normal, dass es (wieder) schlimmer wird, wenn man hochgeht. Letzten Endes zeigt es, dass es wirkt. Mir wurde gesagt: erst kommt die NW, dann die Wirkung. Wenn du dich entscheidest, weiter bei 100 zu bleiben, dann stell dich auf Minimum 5 bis 10 Tage ein, bis es besser wird (wird, nicht ist).

09.04.2021 19:51 • #704


MarTiniii
Puh ich dachte eigentlich dass es mir nach 14 Tagen Sertralin deutlich besser gehen wird.
Ich werd erstmal noch ne Woche bei 75 mg bleiben und dann erhöhen.

Ich muss kommende Woche einigermaßen funktionieren und im aktuellen Zustand ist das nicht möglich.
Trotzdem vielen Dank für die Einschätzung, bin über jede Erfahrung dankbar.

09.04.2021 19:54 • #705


Ok, letzten Endes musst du hinter der Dosis stehen, die du nimmst. Ich wünsche dir, dass deine Symptome ab morgen dann auch wirklich wieder auf 75er Niveau zurückgehen.

09.04.2021 19:57 • x 1 #706


Bei Vorliegen einer psychotischen Komponente würde ich auch nicht unbedingt Sertralin in Erwägung ziehen.

Hat man bei dir Bipolarität (ggf. BP2) ausgeschlossen? Nimmst Du noch weitere Medikamente?

09.04.2021 20:24 • #707


MarTiniii
Zitat von Keldor:
Bei Vorliegen einer psychotischen Komponente würde ich auch nicht unbedingt Sertralin in Erwägung ziehen. Hat man bei dir Bipolarität (ggf. BP2) ausgeschlossen? Nimmst Du noch weitere Medikamente?


Mit der psychotischen Komponente ist die DR/DP gemeint.
Ich bin mir ziemlich sicher dass das eine Depression (wie auch diagnostiziert) ist und die DR/DP daraus resultiert (Zusammen mit einer Angst/Panikstörung).

Aktuell befinde ich mich mit Abstand in der schwierigsten Phase meines Lebens.

Der Arzt wollte noch Olanzapin verschreiben, das ist mir allerdings zu heftig.
Aktuell nehme ich noch Tavor (aktuell am ausschleichen) und Atosil Abends.

09.04.2021 20:27 • #708


Ach ja, das Tavor ausschleichen.... nicht, dass zu den Einschleichsymptomen noch Entzugserscheinungen hinzukommen?

09.04.2021 20:41 • #709


MarTiniii
Zitat von Pauline333:
Ach ja, das Tavor ausschleichen.... nicht, dass zu den Einschleichsymptomen noch Entzugserscheinungen hinzukommen?


Also ich bin von täglich 4mg (zwei wochen lang) auf 3mg runter und jetzt nach zwei Tagen bin ich auf 2,5 mg (1 - 1 - 0,5).
Nach drei weiteren Tagen soll ich auf 2 mg runter (1 - 0,5 - 0,5) usw.

Heute war es so dass es mir Mittags und Morgens eher schlechter ging.

Habe mit Tavor davor noch keine großen Erfahrungen gemacht.

09.04.2021 20:45 • #710


Also ich würde tatsächlich (auch) Entzugserscheinungen in Erwägung ziehen. Das kann sich auch in Unruhe und Angst und weiteren Symptomen äußern. Wenn du also morgen nur noch 75 mg S nimmst, dann bei gleichem Gefühl wie heute oder sogar schlimmer an die Tavor Reduktion denken. Ich würde dann sogar in eine psychiatrische Ambulanz gehen und das mal besprechen. Eventuell muss das Tavor sanfter reduziert werden.

09.04.2021 20:49 • #711


MarTiniii
Zitat von Pauline333:
Also ich würde tatsächlich (auch) Entzugserscheinungen in Erwägung ziehen. Das kann sich auch in Unruhe und Angst und weiteren Symptomen äußern. Wenn du also morgen nur noch 75 mg S nimmst, dann bei gleichem Gefühl wie heute oder sogar schlimmer an die Tavor Reduktion ...

Danke für den Tipp.
meinst du das nach so kurzer Zeit schon Entzugserscheinungen auftreten können?

09.04.2021 20:53 • #712


Ja, auf jeden Fall. 2 Wochen sind nicht kurz bei Tavor und 4mg ist keine geringe Dosis. Ich hab mal 2 bis 3 Tage hintereinander 0,5 bis 1mg genommen und ab Tag 4, wo ich nichts mehr nahm, schon zusätzliche Unruhe verspürt.

09.04.2021 20:56 • #713


MarTiniii
Zitat von Pauline333:
Ja, auf jeden Fall. 2 Wochen sind nicht kurz bei Tavor und 4mg ist keine geringe Dosis. Ich hab mal 2 bis 3 Tage hintereinander 0,5 bis 1mg genommen und ab Tag 4, wo ich nichts mehr nahm, schon zusätzliche Unruhe verspürt.


Okay dann werd ich das mal ansprechen.
Danke dir.

09.04.2021 21:00 • x 1 #714


In der Klinik bekamen viele, gefühlt alle außer mir, in den ersten 2 Wochen 3x täglich Tavor oder Alprazolam (auch ein Benzo) zum "Runterkommen". Ab Woche 3 wurde zügig runtergefahren. "Komischerweise" ging es daraufhin den meisten "so schlecht wie nie", was natürlich total demotivierte und verängstigte. Ab Woche 5 ging es dann aufwärts, was auch erklärt, warum die meisten Patienten mindestens 6 Wochen stationär sind.

Ich selbst war zwar nur 2x2 Wochen (Januar und dann 4 Wochen später nochmal) stationär, aber ich traf fast alle, die mit mir im Januar relativ neu waren, wieder, weil sie noch da waren...

09.04.2021 21:01 • x 1 #715

Sponsor-Mitgliedschaft

Zitat von MarTiniii:
Mit der psychotischen Komponente ist die DR/DP gemeint. Ich bin mir ziemlich sicher dass das eine Depression (wie auch diagnostiziert) ist und die DR/DP daraus resultiert (Zusammen mit einer Angst/Panikstörung). Aktuell befinde ich mich mit Abstand in der schwierigsten Phase meines Lebens. Der Arzt wollte noch ...


DR / DP = Derealisation, Depersonalisation?

Sollte das mit der Verschlechterung und dem "Durchdrehen" anhalten, dann würde ich zumindest sicherheitshalber abkären lassen, ob nicht vielleicht BPII oder "mixed affective states" involviert sind. Oftmals sind die Anzeichen hierfür recht unscheinbar...

Olanzapin finde ich von der Idee her aber gar nicht so schlecht. In niedriger Dosierung kann es dabei helfen runterzukommen. In niedriger Dosierung wirkt Olanzapin auch nicht unbedingt antidopaminerg. Aripiprazol und Nortriptylin als Zusatz können das "Gesamterlebnis" ebenfalls deutlich aufwerten.

09.04.2021 21:36 • #716


MarTiniii
So heute Morgen wieder bei 75 mg Sertralin. Mal sehen wie heute wird (Hab einen Termin geschäftlich).

Zum Olanzapin: Ich bin Vorhofflimmer Patient und bei mir wurde schon mehrfach eine Kathetherablation durchgeführt und ich nehme Flecaanid bei Bedarf. Aus diesem Grund trau ich mich an Olanzapin nicht wirklich ran und hoffe es geht ohne.

Ich Berichte wie heute so läuft.

10.04.2021 06:49 • #717


Ich drücke die Daumen für einen mindestens okayen Tag

10.04.2021 08:25 • x 1 #718


MarTiniii
Zitat von Pauline333:
Ich drücke die Daumen für einen mindestens okayen Tag


Danke dir
Aktuell leider Nebenwirkungen noch ziemlich ekelhaft: Durchfall, Übelkeit und Augenzucken.

Aber mal sehen wie es dann am Termin selber ist. Bin halt auch ein Mensch der sich in alles direkt reinsteigert

10.04.2021 08:32 • #719


Morgens war es bei mir auch immer am schlimmsten, das berichten sehr viele. Tu dir Gutes: trink ausreichend Wasser, frühstücke gesund, mach dich frisch, lächle, das hilft auch schon mal, die Stimmung zu heben und die Symptome einzudämmen

10.04.2021 08:36 • #720



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Dr. med. Andreas Schöpf