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Lottaluft
Hallo ihr Lieben

Lange ist es her das ich ein Thema eröffnen musste aber jetzt ist es soweit

Seit dem 07.01 nehme ich Sertralin und habe mit einer Dosis von 50 mg gestartet
Bis auf die Nebenwirkungen wie schwitzen und Übelkeit habe ich es gut weggesteckt und war so aktiv wie schon lange nicht mehr und habe mich auch wirklich gut gefühlt für meine Verhältnisse.
Leider habe ich dann Ende Januar Corona bekommen und hatte wieder extreme Angstgedanken und habe auf Anraten meines Psychiaters die Dosis auf 100 erhöht.
Das ist jetzt 2 Wochen her
Das Problem jetzt ist das ich in Woche 3 auf hundert jeden Nachmittag oder sogar schon Mittag schlimme Angstzustände bekomme die ich leider auch die letzten zwei Tage nur mit Hilfe von einem Benzo Drosseln konnte.

Jetzt stellt sich mir die Frage
-einfach weiter auf 100 aushalten
Oder
-runter auf 75 gehen und gucken ob es besser wird

Ich hoffe jemand hat schonmal auch wenn es bei einem anderen Medikament eine ähnliche Erfahrung gemacht und hat vielleicht einen Rat für mich

19.02.2022 18:31 • 24.02.2022 x 3 #1


25 Antworten ↓


Hallo Lotta,

also, ich hatte 2012 richtig schwere Depressionen und ganz dolle Angst. Ich habe die Wohnung nicht 1x in 4 Monaten verlassen.

Ich hatte mit 25mg eine Woche angefangen und dann, als ich stabil war, 50mg.

Als ich aber 75mg ausprobierte, schien das Herz zu sprengen und Unruhe bis zum geht nicht mehr.

Alle die ich kenne, nehmen höchstens 75mg.

Wie gesagt, schwere Depressionen und 50mg haben geholfen!

Ich denke, das ist totaler Wahnsinn, was der Dir da verordnet hat.

Also ja, 75mg und wenn Du stabil bist, 50mg.

19.02.2022 18:40 • x 2 #2



Sertralin Dosierung (100/75) beibehalten oder senken?

x 3


Lottaluft
Zitat von portugal:
Hallo Lotta, also, ich hatte 2012 richtig schwere Depressionen und ganz dolle Angst. Ich habe die Wohnung nicht 1x in 4 Monaten verlassen. Ich hatte ...

Vielen Dank für deine Antwort
glaube halt auch das die 100 einfach zu heftig sind

19.02.2022 18:43 • x 2 #3


Maxo
Bei mir war der Bogen mit 150 mg überspannt. Da bin ich dann sehr reizbar und leicht aggressiv geworden. Also wieder zurück auf 100. Allerdings habe ich von Grund auf Antriebsarmut und keine Ängste. Ich kann mir also auf der anderen Seite auch gut vorstellen, das vielen Menschen die 100 daher zuviel sind. Also ja warum nicht, einen kleinen Schritt wieder zurück und sehen ob sich dein Zustand bessert!

Alles Gute dir mit dem Medikament! Hat mir auf jeden Fall damals sehr gut geholfen und ich hatte damit auch eine sehr aktive Phase. Eine wunderbare sogar!

19.02.2022 19:10 • x 1 #4


Lunatica
Zitat von Lottaluft:
-runter auf 75 gehen und gucken ob es besser wird

runter auf 75 würde ich gehen, du hast eventuell zu schnell gesteigert.
Ich bin allerdings nie höher als 50. Bin damit gut gefahren und auch lange gut mit 25 klar gekommen. Leider vertrage ich Sertralin aber nicht mehr

19.02.2022 19:16 • x 2 #5


LillyDream
@Lottaluft Hallo, ich nehme selbst Sertralin, mein Psychiater hat mir zb gesagt, dass man selbst die Dosis in kleinen Schritten immer erhöhen oder eben dann wieder reduzieren kann.

Man merkt da selbst am besten wie es einem damit geht. Ich bin aktuell bei 25mg, habe aber das OK, sollte ich es benötigen, dies selbständig wieder auf 50mg zu erhöhen.

Was ich damit sagen will, wenn du dich mit den 75mg besser gefühlt hast, dann denke ich, könntest du das auf alle Fälle probieren .

19.02.2022 19:25 • x 2 #6


Lottaluft
Zitat von LillyDream:
@Lottaluft Hallo, ich nehme selbst Sertralin, mein Psychiater hat mir zb gesagt, dass man selbst die Dosis in kleinen Schritten immer erhöhen oder ...

75 habe ich ja bis jetzt noch garnicht gehabt
ich werde es einfach ausprobieren und sonst wieder runter auf die 50

19.02.2022 19:27 • x 1 #7


Grace_99
Ich hatte Sertralin in der Klinik bekommen und habe es nicht vertragen, ich habe üble Angst und Panikattacken entwickelt, habe 75 mg genommen. Die Ärzte in der Klinik wollten das ich auf 100 mg gehe. Habe ich dankend abgelehnt.

Es wurde ausgeschlichen und ich nehme jetzt Escitalopram 15 mg.

19.02.2022 19:30 • #8


Lottaluft
Ein Wechsel ist für mich ausgeschlossen weil mir als einzige Alternative aktuell nur citaloptam bleibt und das vertrage ich nicht
Gebe die Hoffnung also noch nicht auf denn meine Depressionen sind schon bedeutend besser und mit 50 ging es mir bis corona ja auch gut

19.02.2022 19:34 • x 3 #9


Lunatica
darf ich kurz fragen ob du mit Escitalopram auch so gut drauf bist? Ich kenne jemanden der das seit 3 Wochen nimmt und wie ausgewechselt ist. Redet viel und hat nicht mehr soviel Angst und Melancholie. 7.5 mg jetzt. Aber dennoch sehr müde abends

19.02.2022 19:35 • #10


LillyDream
@Lottaluft Sorry dann habe ich es falsch gelesen , also bist du von den 50mg gleich auf die 100mg?

19.02.2022 19:36 • #11


Grace_99
Zitat von Lottaluft:
Ein Wechsel ist für mich ausgeschlossen weil mir als einzige Alternative aktuell nur citaloptam bleibt und das vertrage ich nicht Gebe die Hoffnung ...


Dann drücke ich die Daumen das es wieder besser wird.

19.02.2022 19:37 • x 1 #12


Grace_99
Zitat von Lunatica:
darf ich kurz fragen ob du mit Escitalopram auch so gut drauf bist? Ich kenne jemanden der das seit 3 Wochen nimmt und wie ausgewechselt ist. Redet ...


Äh, nein. Ich fühle mich besser, aber ich bin nicht ausgewechselt. Kommt aber wohl auch auf die schwere der Erkrankung an.

19.02.2022 19:38 • x 1 #13


Lottaluft
Zitat von LillyDream:
@Lottaluft Sorry dann habe ich es falsch gelesen , also bist du von den 50mg gleich auf die 100mg?

Ja

19.02.2022 19:43 • x 2 #14


Lunatica
@Grace_99

ja es war schon eine mittelgradige, oder fast schwere Depression.
Gut das es solche Medikamente gibt. Dann war es definitiv das Richtige.
Danke

19.02.2022 19:46 • #15


LillyDream
@Lottaluft vielleicht war für dich dann der Sprung von den 50mg auf die 100mg zu viel

19.02.2022 20:07 • #16


Lottaluft
Zitat von LillyDream:
@Lottaluft vielleicht war für dich dann der Sprung von den 50mg auf die 100mg zu viel

Ja aber erst nach so "langer" Zeit eine Verschlechterung
das finde ich halt so merkwürdig

19.02.2022 20:28 • x 1 #17

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LillyDream
@Lottaluft Ich kann dir da nur sagen wie es bei mir war, für mich waren nach einer Zeit die 50mg auch "zu viel". Ich hab sie dann auf 25mg reduziert und damit ging es mir wieder viel besser.

19.02.2022 20:37 • x 3 #18


Lese Dich mal durch den Link, den ich unten gepostet hab,

Es scheint bei Erhoehungen wie in Deinem Fall doch erhebliche Unruhe am Anfang zu geben, die aber nach ein paar Wochen verschwinden. Ich wuerde es so machen, wie Du sagtest, 75mg und aushalten.

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Beschreibung der unerwünschten Nebenwirkung:
Erst einmal vorneweg: Dies wird ein positiver Beitrag zu Sertralin. Nehme es nun seit 2 Monaten.

Dosis: 50mg/Tag Einstiegsdosis (was im nachhinein zu hoch war, da man eigentlich mit 25mg/Tag starten sollte). Nach 1 Monat Dosissteigerung auf 75mg/Tag und eine Woche darauf auf die Zieldosis 100mg/Tag.

Grund der Anwendung: Ich hatte in meinem Leben schon einige Panikattacken, welche ich jedoch ohne Medikamente gut aushalten konnte. Habe mich zudem gegen Antidepressiva gesträubt, da ich Angst vor den möglichen Nebenwirkungen hatte. Jedoch wurden diese durch zunehmenden Stress und meiner Agoraphobie/sozialen Angststörung kaum mehr aushaltbar:

ich hatte in der Nacht höchstens 2 Stunden Schlaf, Panikattacken kamen stündlich (sowohl am Tag als auch in der Nacht) und ich konnte wirklich überhaupt garnichts mehr tun. Ich war wie gefesselt in meinem Bett und konnte das Haus nicht mehr verlassen. Selbst Dinge im Haushalt konnte ich nicht mehr erledigen. Letzten Endes konnte es so nicht mehr weitergehen und ich war gezwungen etwas zu unternehmen. Ich bin in Behandlung bei meinem Hausarzt und er hat mir dann das SSRI Sertralin verschrieben.

Verlauf der Behandlung: Die ersten 2 bis 3 Wochen waren der absolute Horror. Mein Arzt hatte mich schon vorgewarnt, dass es gerade zu Beginn zu einer Erstverschlimmerung der Symptome kommen kann. Ich hätte jedoch nie gedacht, dass es so schlimm wird.

Die Nebenwirkungen waren Herzrasen, Zitteranfälle, Schlaflosigkeit, verstärkte Panikattacken, Übelkeit und Appetitlosigkeit (habe in einer Woche 7kg angenommen), ein Gefühl, komplett den Verstand zu verlieren, sehr wirre Gedanken. Der Grund dafür war wie oben schon beschrieben die relativ hohe Einstiegsdosis. Deshalb kann ich gerade bei einer Angst und Panikstörung den Einstieg mit 25mg/Tag empfehlen, um dieser Erstverschlimmerung ein wenig entgegen zu wirken. Wäre es zu dieser Zeit nach mir gegangen, hätte ich das Medikament sofort wieder abgesetzt. Zum Glück hat mir mein Arzt Mut zugesprochen und ich habe es weiterhin genommen, denn Schritt für Schritt ließen die Nebenwirkungen nach. Es ging mir von Woche zu Woche besser und mit der Dosissteigerung auf 100mg/Tag hatte ich bis heute keine Panikattacke mehr. Die Angst ist auch abgeflacht. Sie ist zwar nicht ganz verschwunden, jedoch so erträglich, dass man damit arbeiten kann z.B durch Therapie, Entspannungstechniken, Meditation, usw.
Und das ist auch gut so, denn Medikamente alleine helfen einen nur vorübergehend. Eine Kombination mit Psychotherapie und anderen Methoden (ich liebe es z.B. zu meditieren) ist daher enorm wichtig, um den Umgang mit der Angst zu erlernen.
Heute geht es mir wieder sehr gut. Ich kann mich mit Freunden treffen, kann Sport treiben, an meinen Ängsten arbeiten, Dinge unternehmen und ab nächster Woche auch wieder zum Arbeiten zu gehen. Und das alles dank Sertralin!

Fazit: Das Sertralin hilft mir enorm. Ich habe wieder mehr Antrieb. Meine Angstsymptomatik ist viel erträglicher und ich habe wieder mehr Antrieb im Alltag. Die einzigste Nebenwirkung die ich noch verspüre ist mein schlechter Schlaf, aber damit kann ich momentan gut leben. Das Sertralin ist aber nur unterstützend. Wer langzeitig wieder gesund leben möchte und auch irgendwann ohne die Tabletten zruecht kommen will, der sollte eine Psychotherapie beginnen. Ich werde es auf jedenfall noch eine Weile nehmen und hoffe, dass es weiterhin so gut wirkt.

Ein letzter Tipp: Habe während der Erstverschlimmerung Benzos bekommen (Lorazepam). Diese lindern die Angstsymptomatik sehr stark und machen das ganze um einiges erträglicher. Jedoch sind diese Medikamente keine Langzeitlösung, weil sie abhängig machen können. Habe diese mittlerweile angesetzt, waren jedoch zu Beginn eine super Unterstützung.

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Auszug des vorgenannten von dem Link:

https://www.sanego.de/Sertralin-und-Ang...ikattacken

19.02.2022 20:53 • x 1 #19


Lottaluft
Zitat von portugal:
Lese Dich mal durch den Link, den ich unten gepostet hab, Es scheint bei Erhoehungen wie in Deinem Fall doch erhebliche Unruhe am Anfang zu geben, ...

Vielen vielen Dank!genau sowas hab ich gesucht

19.02.2022 20:57 • x 1 #20



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Dr. med. Andreas Schöpf