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Halloo !

ich hatte heute wieder eine Therapiestunde und meine Therapeutin fragte ob ich denn mal ausprobieren möchte wie es ohne (bzw mit verminderter) Angst ist. Da ich schon länger unter meiner Angststörung leide, könnte ich dies quasi "austesten" mit dem Antidepressivum "Seroquel".

Allerdings hab ich auch sehr viel Angst vor Tabletten...ich nehm noch nicht mal ne Aspirin oder Paracetermol, da ich sehr doll Angst vor der Beeinflussung meines HAndeln/Denken/Fühlen habe, Dro. beeinflussen das nun mal.

Hat jemand Erfahrungen mit Seroquel gemacht (bei Angststörung) ? Was ratet ihr? Ich werde es mich mit 90%-iger Wahrscheinlichkeit sowieso nicht trauen, aber ich würde super gerne mal mit verminderter Angst leben, ohne diese ständigen ekelhaften blöden Gedanken, ohne diese verdammte UNruhe...

schreibt einfach mal, dankeschön

Liebe Grüße

21.05.2010 15:57 • 05.02.2018 #1


9 Antworten ↓


Seroquell hab ich auch mal verschrieben bekommen. Meine Ärztin meinte, damit kreisen die Gedanken nicht so. Hab sie aber nie genommen weil ich mal wieder die Packungsbeilage gelesen hatte und da steht was von Nebenwirkungen (bei einer), die sogar zum Tod führen können.

21.05.2010 16:55 • #2



Seroquel zum Austesten

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Christina
Hi,

Seroquel ist kein AD, sondern ein Neuroleptikum. Die seltene Nebenwirkung, die crazy030 angesprochen hat, dürfte das maligne neuroleptische Syndrom sein, ist aber wirklich sehr, sehr selten. Das wäre es nicht, was m.E. gegen Seroquel spräche. Seroquel würde zwar voraussichtlich beruhigend wirken und könnte dein Angstniveau evtl. mindern, aber es wirkt nicht richtig angstlösend. Der Effekt, den man erzielen kann, reicht nicht aus, die üblichen (harmlosen, aber lästigen) möglichen Nebenwirkungen in Kauf zu nehmen. Es ist kein übliches Medikament bei Angststörungen. Es ist der typische "Kompromiss", wenn man einem Patienten etwas zum Runterregulieren geben will, das aber nicht - wie Benzodiazepine - abhängig machen kann.

Liebe Grüße
Christina

21.05.2010 21:48 • #3


genau das meinte sie, dass es nicht abghängig macht. Das klingt ja gut.

Aber ich hab selbstverständlich auch die Nebenwirkungen gelesen, und ich glaub es gibt nix ohne. Schade eigentlich. Ich werd's mir einfach überlegen. Sie nannte noch ein Medikament, Anfangsbuchstabe T aber ich weiß net mehr den Namen leider.

Noch ne Frage: Wie hat es eigtl mit diesem Johanneskraut da auf sich? les ich immer wieder, aber was bringt es der Angst?

24.05.2010 20:31 • #4


Du meinst sicher mit T dann Tavor oder Trevilor. Johanniskraut? Rein gegen Angst ist es bestimmt nichts.

24.05.2010 21:22 • #5


Christina
Zitat von elle:
Sie nannte noch ein Medikament, Anfangsbuchstabe T aber ich weiß net mehr den Namen leider.
Truxal oder Taxilan vielleicht? Sind auch beides Neuroleptika, von denen man sich einen ähnlichen Effekt wie von Seroquel erhoffen würde. Ich würde, ganz besonders bei Angst vor Nebenwirkungen, lieber einen Versuch mit Opipramol oder Atosil machen. Die sind zwar wesentlich schwächer, manchen reicht deren Wirkung aber aus. Abhängig machen die alle nicht.

Zitat von elle:
Noch ne Frage: Wie hat es eigtl mit diesem Johanneskraut da auf sich? les ich immer wieder, aber was bringt es der Angst?
Man kann's probieren, obwohl es bei Angst eher nichts bringt. Es kann außerdem - bei ausreichend hoher Dosierung - anfangs nervös machen. Und man muss Wechselwirkungen mit etlichen anderen Medikamenten beachten, z.B. mit der "Pille". Gegen Angst wäre sicher Baldrian empfehlenswerter, auch wenn man da natürlich keine allzu großen Hoffnungen hegen sollte.

Liebe Grüße
Christina

24.05.2010 21:35 • #6


Opipramol. Ja, hab ich eigentlich nur Gutes von gehört und würde es gern nehmen. Hab aber totales Herzrasen davon bekommen und übelste Angst deswegen. Und das, obwohl ich vorher schon etliche Monate kein Herzrasen hatte, danach auch nicht mehr. Am 2. Tag hab ich es nicht mehr genommen.

24.05.2010 21:48 • #7


ich weiß den Namen rein garnet mehr, halt nur den Anfangsbuchstaben. Sie meinte dieses T..... und Seroquel wären schon ziemlich "alt" und man weiß wie sie wirken, dass sie net abhängig machen, usw.

Wegen diesem Opipramol:" Die Wirkung vieler Psychopharmaka, so auch Opipramol, ist noch nicht ausreichend wissenschaftlich erforscht. So ist auch unklar, warum die Wirkung strukturverwandter Substanzen stark variieren kann."

Alter, das geht gar net. Ich würd mich so abartig verrückt machen. Ich hab auch saumäßig Angst dass die Tabletten mich als Mensch verändern..

Ich werde es einfach ablehnen, und es weiterhin ohne Medis versuchen. Irgendwie muss das klappen, mit meinem Willen und meinem Mut der mich aber relativ oft verlässt.

Danke für eure Antworten

25.05.2010 19:04 • #8


Ich schaffe es bisher auch ohne Dauermedikation, aber Leute die was nehmen, denen geht es sicher besser. Mir geht es zwar viel besser, als noch vor 3 Monaten, aber mal 1 Tag ohne Kopfschmerzen und dieses angespannte blöde Gefühl wäre toll.

25.05.2010 19:34 • #9


squashplayer
Der Thread ist zwar schon viel älter, aber ich habe heute meinen Psychiater mal gefragt, ob Seroquel (Quetiapin) für mich in Frage kommen würde.

Seine Aussage: "Ich kann verstehen, dass Sie nach Medikamenten suchen, die Ihre Angst noch mehr vermindern. Bei Neuroleptika ist es allerdings so, dass das Nebenwirkungsprofil nicht mehr im Verhältnis zum Nutzen steht. Ich denke, Opipramol ist für Sie derzeit die beste Lösung!"

Mit anderen Worten, solche Hammer Nebenwirkungen wie sie bei den Neuroleptika im Beipackzettel stehen, sind bei einer Angststörung nicht vertretbar aus seiner Sicht. Sehe ich auch so, es sei denn vielleicht, die Angst ist so extrem, dass sonst gar nix mehr geht.

05.02.2018 19:54 • #10



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Dr. med. Andreas Schöpf