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201514.06




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Bayern
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Frank1967 hat geschrieben:
Hallo,
ich nehme seit ca. 2 Wochen Opipram,3x50 mg am Tag.Zuvor hatte ich Citalopram.Natürlich neben psychologischer Betreuung.Die Panik und Ängste gehen leider nicht zurück.Manchmal ist es unerträglich und man möchte nicht mehr...
Gibt es andere Medikamente die auf diese Diagnose helfen könnten?


Paroxetin hilft sehr gut bei Angst und Panikattacken.
Sicher,es gibt mitlerweile neuere Medikamente ob diese allerdings besser/wirksamer sind darf bezweifelt werden.
Paroxetin ist so weit ich weis jetzt schon fast 2 Jahrzehnte auf dem Markt und man kennt mitlerweile alle Nebenwirkungen.
Ich hätte es damals zusammen mit Opipramol nehmen sollen hab mich dann aber nur für Paroxetin entschieden.
Heute habe ich so gut wie keine Angst und Panikattacken mehr...man kann also sagen es hat was gebracht :wink:
Leider brauchst du auch bei dem Medikament Geduld (3-6 Wochen dann gehts i.d.R aufwärts!)

Auf das Thema antworten


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  14.06.2015 10:54  
Sertralin und Paroxetin sind gleich wirksam bei der Behandlung von Panikstörungen, wobei Sertralin jedoch besser verträglich ist und keine Verschlechterung des klinischen Bildes während der Ausschleichphase zeigt.“ Dies ist das kurz gefasste Resultat einer randomisierten, doppelblinden Multicenter-Studie, die von Prof. Borwin Bandelow, Universität Göttingen, anlässlich der 23. National Conference der Anxiety Disorders Association of America (ADAA) präsentiert wurde. Dabei handelt es sich um die erste Vergleichsstudie hinsichtlich der Effektivität dieser beiden Substanzen in der Behandlung von Panikstörungen.

„Die Ergebnisse zeigen, dass die Wirkung bei Patienten, die Sertralin einnehmen weiter anhält, während Patienten bei Ausschleichen und Absetzen von Paroxetin mehr Panikattacken erleiden und generell eine Verschlechterung ihres Zustandes erfahren“, sagt Bandelow.

Die Indikationen des Serotonin-Wiederaufnahmehemmers (SSRI) Sertralin umfassen einen großen Bereich von psychischen Erkrankungen und Angststörungen. Die Palette reicht dabei von der Depression über posttraumatische Störungen bis hin zu Panikstörungen mit oder ohne Agoraphobie.

82% CGI-Responder, 58% panikfrei

In der auf 15 Wochen angelegten Studie wurden 225 ambulante Patienten, bei denen Panikstörungen nach den DSM-IV-Kriterien diagnostiziert wurden, entweder in einen Sertralin-Arm (50 bis 150mg) oder den Paroxetin-Arm (40 bis 60mg) randomisiert. Die Behandlungsdauer betrug 12 Wochen und war von einer dreiwöchigen Ausschleichphase gefolgt. Die primäre Effektivität wurde mittels der Panic and Agoraphobia Scale (PAS) gemessen. Dabei werden Häufigkeit und Intensität von 13 Punkten in fünf Dimensionen der Panikstörungen erhoben. Sekundäre Parameter waren die Häufigkeit von Panikattacken sowie die Clinical Global Impression Improvement Scale (CGI-I).

Während der dreiwöchigen Ausschleichphase zeigte sich keine signifikante Veränderung der PAS-Werte im Sertralin-Arm, hingegen verschlechterte sich der PAS-Wert in der Gruppe der Paroxetin-Patienten in diesem Zeitraum um 25%.

Gleichermaßen ergab sich keine signifikante Veränderung des Prozentsatzes jener Patienten, die vollkommen frei von Panikattacken blieben in der Ausschleichphase unter Sertralin (54% bzw. 58%), während er im Paroxetin-Arm von 53% auf 42% abfiel (Abb.).

Aber auch hinsichtlich der unerwünschten Wirkungen (Sertralin 12% versus Paroxetin 18%) sowie einer klinisch relevanten Gewichtszunahme (Sertralin 1% versus Paroxetin 7%) zeigte sich ein signifikanter Vorteil für Sertralin gegenüber Paroxetin.

Die CGI-I-Responder-Raten waren in beiden Studienarmen vergleichbar. Diese lagen in der Sertralin-Gruppe bei 82%, in der Paroxetin-Gruppe bei 78%.

Zum Abschluss der Präsentation wies Bandelow darauf hin, dass die Resultate dieser Vergleichsstudie eine wichtige Grundlage für die Therapieentscheidung bei Panikstörungen darstellen.

Quelle : http://universimed.com/

Danke1xDanke


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  14.06.2015 11:03  
Und über das Thema Nebenwirkungen von Paroxetin reden wir besser erst gar nicht. ;-)



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  14.06.2015 18:03  
Ich hatte seit Januar diesen Jahres Citalopram und jetzt seit 3 Wochen Opipram 3x 50 mg.Leider hilft beides nicht gegen die Panik und Ängste.Die Gedanken sind stärker und auch psychologische Therapie hat bislang versagt.Ich kann meine Gedanken nicht sortieren bzw. kontrollieren.Die Psychiatrein sagt es braucht Zeit.Aber ich trete auf der Stelle.Bräuchte erst mal was ,was mich ruhig stellt (kein Tavor,weil das wohl abhängig macht),so das ich meine Gedanken neu sortieren kann.Kennt jemand ein passendes Medikament
Würde mich auch gern mal persönlich austauschen.Gibts eine nicht virtuelle Selbsthilfegruppe?

Danke1xDanke


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  14.06.2015 23:09  
Citalopram welche Dosierung und wie lange genommen?



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Bregenz, Österreich
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  15.06.2015 20:49  
Hm, ich werde jetzt auch von Citalopram (da ich das nicht vertragen habe) auf Insidon umgestellt... Dabei ist das doch eher ein Medikament der "älteren" Generation und hat stärkere Nebenwirkungen, oder?!?

Ich glaube auch, dass man auf die Nebenwirkungen "wartet." Dann kommen sie auch. Auch wenn man den Beipackzettel liest - das ist fatal. Ich hatte früher einen hustensaft, den ich super vertragen habe immer genommen und EINMAL die Nebenwirkungen gelesen... Fazit: Ich hatte sie Alle. Alle Nebenwirkungen, die dort aufgelistet waren....



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  15.06.2015 22:56  
Opipramol ist sehr alt. Es macht hauptsächlich leicht müde und beruhigt.

Danke1xDanke


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  16.06.2015 09:01  
Larissa232 hat geschrieben:
Hm, ich werde jetzt auch von Citalopram (da ich das nicht vertragen habe) auf Insidon umgestellt... Dabei ist das doch eher ein Medikament der "älteren" Generation und hat stärkere Nebenwirkungen, oder?!?


Es ist ein ganz schwaches Medikament und hat daher sehr wenige Nebenwirkungen, aber auch wenig Wirkung. Ich habe nichts davon gemerkt. Es war, als ob ich Bonbons genommen hätte.

Danke1xDanke


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Bregenz, Österreich
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  16.06.2015 11:42  
Hallo ihr Lieben,

danke für eure Antworten.

Man kann ja Opipramol wirklich probieren.
SSRI helfen ja auch eher gegen Depressionen und nicht so gegen Angst. Was ich Frank 1967 empfehlen könnte wäre vielleicht Trittico (Trazodon), das wirkt super entspannend (erst nach 2 Stunden), hilft deshalb auch gut zum einschlafen. Vielleicht tagsüber nehmen?
Das wirkt gut, hat keine Nebenwirkungen und macht nicht abhängig.
Ich persönlich kann es tagsüber nicht nehmen, da ich ein kleines Kind hab, und sonst einschlaf...

LG
Julia



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  16.06.2015 17:26  
Ich nehme mittlerweile seit 5 Jahren Opipramol - morgens 50mg und abends 100mg. Mir hilft es gut um runterzukommen, macht mich aber nicht zu müde. Allerdings nehme ich das von Stada, neulich habe ich Opipram bekommen und das hat mich umgehauen. Morgens totalen Überhang, zum einschlafen war es nicht schlecht :floeten: - nach 20 Minuten kam der Holzhammer...

Ich habe es damals von meiner Hausärztin verschrieben bekommen, in der Klinik sagten sie, dass es nicht unbedingt verschreiben würden, da es Mittel gibt, die besser wirken. Ich bin zufrieden, nehme aber noch parallel 10mg Cipralex (Ecitalopram).

LG
KDA


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