Pfeil rechts
8

Tuemmler
Hey,

ich wollte mal fragen, wie so eure Erfahrungen bei eurem Psychiater sind. Ich meine hiermit nicht den Therapeuten, sondern halt den Facharzt, der die Medikamente verschreibt.

Mein Psychiater ist zwar sehr nett, allerdings dauert das Gespräch oft nur 5-10 min und es wird halt nur gefragt, was so mein Befinden ist. Wenn gut, alles in Ordnung, wenn nicht, wird halt geguckt, dass vllt irgendwas an der Medikation verändert wird. Aber mehr wird natürlich nicht wirklich besprochen (was ich sonst so tue, was genau mir Angst macht).

Ich glaube, das liegt wohl einfach daran, dass die Psychiater richtig überlaufen sind. Neue Patienten werden bei meinem schon gar nicht mehr angenommen.
Ist das bei euch auch so?

11.10.2018 23:21 • 21.10.2018 x 1 #1


28 Antworten ↓


kalina
Ja, genauso. Leider. Höchstens das Erstgespräch dauert etwas länger.

11.10.2018 23:23 • #2



Nimmt sich euer Psychiater Zeit für euch?

x 3


Ja, genauso. Das ist völlig normal. Bei mir geht's auch immer nur um die Frage, wie es aktuell geht bzw. wie die letzten Wochen oder Monate waren und wie ich die Tabletten vertrage. Dann gibt's ein Rezept. Ist immer in wenigen Minuten erledigt.

11.10.2018 23:25 • #3


Safira
Ich habe jetzt auch neuerdings ein Psychiater und war jetzt genau zwei Mal bei ihm. Das erste Mal hat es ungefähr 50 Minuten gedauert und beim zweiten Mal sah sich auch ca 40 Minuten drin.

Von der Zeit her finde ich ist ganz gut nur bei meinem Anliegen bin ich nicht ganz weiter gekommen. Also nützt mir der Psychiater irgendwie nichts. Außer vielleicht für die Einweisung in die psychosomatische Klinik. Beratung und Aufklärung gleich null. Diagnose besteht nur auf Verdacht

Hintergrundinfos auf eine bestimmte Klinik hat er mir auch verschwiegen, die für mich sehr relevant gewesen wären in dem Gespräch auch erkennbar.
Habe diese Infos dann zufällig über Umwege herausbekommen was wir auch nicht so gefallen hat. Was eigentlich Aufgabe des Psychiaters gewesen wäre. Letztendlich steht man wieder mal alleine da und muss sich doch selbst helfen.

11.10.2018 23:31 • #4


Schlaflose
Zitat von Tuemmler:
Aber mehr wird natürlich nicht wirklich besprochen (was ich sonst so tue, was genau mir Angst macht).


Das ist auch nicht die Aufgabe eines Psychiaters, es sei denn er bietet ausdrücklich Psychotherapie an, die bei der Kasse beantragt wird. Ansonsten bekommt er wie jeder andere Facharzt nur eine Fallpauschale. Dafür kann er sich nicht mehr Zeit nehmen.
Ich war nicht oft beim Psychiater. Beim ersten Mal hat es ca. 20 Minuten gedauert, die weiteren Male vielleicht 5. Es ging nur um die Medikamentenvrschreibung bzw. -wechsel Therapie hatte ich zu der Zeit schon bei einem Therapeuten.

12.10.2018 07:38 • x 1 #5


petrus57
Meiner tut eher desinteressiert. Hole deswegen nur alle 3 Monate mein Rezept ab. Aber was soll ich mit dem auch großartig quatschen?

12.10.2018 08:14 • #6


SpiritTiger127
Guten Morgen,
Ich reden mit meinen Psychologen immer ca. 40-50 min und er nimmt sich die Zeit auch, hört mir zu, gibt mir Tipps und versucht mir zu helfen.
Bei dem nächsten Termin machen wir dann meist weiter wo wir aufgehört haben.
Mir hilft das total gut, auch wenn ich manchmal nur rede und er kaum zu Wort kommt.
Er hat mir sogar gezeigt wie man meditiert.
Mir hilft es sehr!

12.10.2018 08:22 • #7


@SpiritTiger127
Das ist ja auch Aufgabe eines Psychologen;
Die Frage des TE bezog sich auf den Psychiater, also denjenigen, der Medikamente verschreibt .

Mein Psychiater hat sich beim Erstgespräch viel Zeit genommen und danach, na ja, wenn es mir ganz gut ( ist ja relativ) ging, waren es eher kurze Gespräche...es sei denn, ich musste mal weinen , dann hat er sich Zeit genommen ohne Ende.
Alles in allem fürsorglich und zugewandt.

Nehme seit ein paar Wochen ja keine Medis mehr aber er will mich trotzdem alle 6 Wochen sehen, um abzuchecken, wie es mir geht.

Bietet mir auch jedes mal Hilfe an

12.10.2018 09:32 • #8


Schokopudding
Ich kenne das recht ähnlich. Die Psychiater sind seeehr auf das Verschreiben von Medikamenten fixiert.
Alternative Ansätze werden erst dann zum Thema, wenn der/die Patientin sie selbst einbringt (zB Johanniskraut, Omega3, Herzkohärenz, etc.)
Vor diesem Hintergrund kann ich nur empfehlen, sich selbst intensiv mit seiner Erkrankung auseinanderzusetzen.

12.10.2018 09:59 • #9


War gestern erst bei meiner Psychiaterin, ich habe das Gefühl, sie hört zwar zu aber nicht hin. Hatte sie gestern angesprochen bezgl. dass eine Trauma-Therapie doch wichtiger gewesen wäre als eine Verhaltenstherapie, die mich immer mehr verwirrt. Dazu hat sie nichts gesagt, nur genickt und mir das Rezept für AD gegeben.

12.10.2018 11:22 • #10


kalina
Zitat von ichliebekuchen:
Mein Psychiater hat sich beim Erstgespräch viel Zeit genommen und danach, na ja, wenn es mir ganz gut ( ist ja relativ) ging, waren es eher kurze Gespräche...es sei denn, ich musste mal weinen , dann hat er sich Zeit genommen ohne Ende.
Alles in allem fürsorglich und zugewandt.


Da hast Du aber Glück gehabt mit Deinem Psychiater. Nach so jemandem muss man lange suchen.
Manche sind einfach nur total

12.10.2018 12:18 • #11


SpiritTiger127
Zitat von ichliebekuchen:
@SpiritTiger127
Das ist ja auch Aufgabe eines Psychologen;
Die Frage des TE bezog sich auf den Psychiater, also denjenigen, der Medikamente verschreibt .

Mein Psychiater hat sich beim Erstgespräch viel Zeit genommen und danach, na ja, wenn es mir ganz gut ( ist ja relativ) ging, waren es eher kurze Gespräche...es sei denn, ich musste mal weinen , dann hat er sich Zeit genommen ohne Ende.
Alles in allem fürsorglich und zugewandt.

Nehme seit ein paar Wochen ja keine Medis mehr aber er will mich trotzdem alle 6 Wochen sehen, um abzuchecken, wie es mir geht.

Bietet mir auch jedes mal Hilfe an


Ah okay danke für die Erklärung.
Medikamente muss ich ja nicht nehmen,
Zum Glück.
Ich mag Medikamente einfach nicht deswegen bin ich da granz froh..

12.10.2018 12:42 • #12


@kalina , ja er ist wirklich gut; wahrscheinlich weil er auch noch zusätzlich die Zulassung zum Psychotherapeuten hat.
Er ist mit meinem Thera befreundet.

Bin da nur über Vitamin B dran gekommen

Vor zig Jahren war ich mal bei einem Neurologen in Behandlung, der mir Citalopram verschrieben hat. Dieser Arzt war eine wirkliche Katastrophe.
Null Komma Null Interesse und kalt wie Hundeschnauze . Ich frage mich oft, warum solche Menschen Ärzte werden ...

12.10.2018 14:14 • x 2 #13


Safira
Zitat von Ana-303:
War gestern erst bei meiner Psychiaterin, ich habe das Gefühl, sie hört zwar zu aber nicht hin. Hatte sie gestern angesprochen bezgl. dass eine Trauma-Therapie doch wichtiger gewesen wäre als eine Verhaltenstherapie, die mich immer mehr verwirrt. Dazu hat sie nichts gesagt, nur genickt und mir das Rezept für AD gegeben.

ich habe da auch ziemlich in der Luft gehangen und letztendlich habe ich in mich hineingehorcht und mir selber einen Plan gemacht.
ich hoffe das das gut geht

Du musst schauen was für ein Gefühl Du hast. Melde Dich an für die und die Therapie oder Klinik und hol Dir den Einweisungsschein. So mache ich es auch

Mein Psychater hat mich angeguckt wie ein Auto als ich beim zweiten Mal Unterlagen incl ausgefüllter Fragenbogen einer Trauma Klinik (die er gut kennt) einer Traumatherapie ausgebreitet habe weil ich seine Meinung hören wollte

12.10.2018 16:21 • x 1 #14


Schokopudding
Genau das meine ich @Safira

Wenn man keine Selbstinitiative entwickelt, ist man leider sehr abhängig. Das Problem, dass man in manchen Krankheitsphasen schon froh ist, wenn man aus dem Bett kommt. Da hat man nicht die notwendige Energie, um selbst Pläne zu entwickeln bzw. auch Dinge einzufordern.

13.10.2018 14:51 • #15


jackelam
Meine Erfahrung ist, dass sich die meisten Psychiater zwischen 10 und 20 Minuten Zeit nehmen. Ich hatte nun allerdings eine Psychiaterin, bei der man immer zwischen 30 und 50 Minuten Termine hatte (ich bin allerdings privat versichert, was diesen Umstand wohl erklären könnte). Ich fand das wirklich sehr gut, weil man sich nur dann aus meiner Sicht ein echtes Krankheitsbild machen kann und auch ein echtes Vertrauen aufbauen kann. Wer soll bitte schon eine seriöse Diagnose stellen, wenn man 10 Minuten Termine alle 2 Monate hat.

13.10.2018 16:08 • #16


Safira
Zitat von Schokopudding:
Wenn man keine Selbstinitiative entwickelt, ist man leider sehr abhängig. Das Problem, dass man in manchen Krankheitsphasen schon froh ist, wenn man aus dem Bett kommt. Da hat man nicht die notwendige Energie, um selbst Pläne zu entwickeln bzw. auch Dinge einzufordern.

absolut! ich kenne jemanden, der hatte mal eine ganz ganz schreckliche verwahrlosende Depressive Phase. Das war ganz schlimm. Da ging gar nichts mehr. Man konnte praktisch zusehen wie alles den Bach runter ging. Um gar nichts hat er sich mehr gekümmert.
Ich weiß das man das nicht machen soll, aber ich habe mich dann gekümmert. Ich konnte da nicht einfach nur noch zusehen und Däumchen drehen.
Das große Problem war das er mit Subutex substituirt war und laut Ärzten nicht Clean. Also somit nicht behandlungswürdig. Wurde überall abgelehnt. Viele lehnten auch ab, weil er nicht selbst angerufen hat, zu der nicht clean info kam es dann gar nicht mehr.
Erst nahm die Psychatrie ihn auf und wurde natürlich gleich auf die Entzugsstation gepackt. Aber uns egal, hauptsache erstmal da. Da wurde gar nichts gemacht außer auf AD eingestellt die auch nichts gebracht haben. Von der Psychatrie dann in eine von dort vermittelte Tagesklinik was dann auch nicht das richtige war. Es war eine Sucht Tagesgruppe. Dabei hatte er doch gar kein Problem mit dem Substitut oder diese Suchtprobleme. Er hatte Depression und zwar ordendlich. Habe mich dann mit dem Tagesklinik Personal unterhalten nachdem ich eine Angehörigen Gruppe mitgemacht habe und war entsetzt. Dann is er da raus und gammelte zu Hause weiter rum und wurde immer hoffnungsloser.
Dann nach 2 Jahren ! habe ich eine Klinik gefunden die ihn trotz des Subutex psychotherapeutisch behandeln wollte. Gleich angemeldet und paar Monate später war er dort und es hat ihm sehr gut getan und geholfen.
Heute wird er immernoch substituirt und hat seine Depressionen gut im Griff. Alles ist jetzt besser geworden.

Ich finde es fatal und fahrlässig einem süchtigen die Pistole auf die Brust zu setzen. Es kam vorher von allen Seiten er soll die Ersatzdrogen entziehen. Ja und was dann? Der Rückfall wäre vorprogramiert gewesen und alles nur noch schlimmer. Die haben doch keine Ahnung. Da bekomme ich heute noch ne Krawatte wenn ich daran zurück denke.

13.10.2018 16:18 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

@Safira
ich war bereits in 5 verschiednen Kliniken über die Jahre verteilt. Die Abstände wurden immer kürzer. 7 verschiedene AD's haben mir nicht geholfen außer, dass ich Nebenwirkungen hatte, das ist jetzt meine 3. Therapie, allerdings eine Verhaltenstherapie. Meine erste hatte ich mit 18.

13.10.2018 17:55 • #18


Ich bin seit Jahren regelmäßig bei meinem Psychiater. Er hat auch damals die Schmerztherapie bei mir gemacht.
Hab da immer ein Termin der ca 45 Minuten geht.
Bekomm ihn auch unter der Woche an's Telefon wo er sich dann auch bis zu 10 Minuten Zeit nimmt.
Er geht zwar sehr locker mit medis um, aber er kümmert sich sehr und im Ernstfall kann man sich auf ihn verlassen.
Das gleiche gilt auch für meinen Hausarzt.
Mein Neurologe ist da auch sehr gut.
Wenn man ernst körperlich und oder psychisch erkrankt, sind solche Ärzte das A und O.
Hat aber lange gedauert bis ich zum Beispiel so ein Hausarzt gefunden habe der kompetent, verständnisvoll ist und sich Zeit nimmt.

13.10.2018 18:56 • #19


@Snikas Da hast du aber echt Glück mit den Ärzten. Ich habe schon den Hausarzt zum x-ten Mal gewechselt. Hab echt das Gefühl, sie hören mir einfach nicht richtig zu. Seit Jahren erzähle ich, dass sich mein körperlicher Zustand verschlechtert hat, es waren immer mal wieder die Entzündungswerte leicht erhöht (CRP), aber das wird nur notiert. Das wars...ich bin das alles so leid allmählich..

13.10.2018 22:51 • #20



x 4


Pfeil rechts


Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag


Dr. med. Andreas Schöpf