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Butterfly_31
Habe gestern mit meiner Mamma telefoniert und sie meinte ganz nebensächlich dass der Psychiater halt zu mir nach Hause kommen muss, wenn ich es nicht zu ihm schaffe.

Kennt das jemand? Ist das üblich? Kosten interessieren mich da weniger. Ich schaff es einfach nicht regelmässig zum Psychiater zu gehen. Hier im Ort gibt es leider keinen. Und da ich nicht mobil bin und mich auch nicht fahren lassen kann. wär das die einzige Lösung die mir in den Sinn kommt. Oder Telefonsitzungen? Gibt es sowas? Per Skype?

Ich mein das alles leider sehr ernst. Hoffe jemand hat ein paar Antworten darüber

11.11.2017 11:10 • 28.11.2017 #1


25 Antworten ↓


kopfloseshuhn
Ich glaube nicht Butterfly.
Wenn man HIlfe will, muss man es schaffen. Und das kannst du auch!

Such dir eine Strategie, wie du es schaffenkannst.
Mit Begleitung, mit vorher üben....Mit m Taxi zur Not.

Du kannst das. Bei Angst ist es ohnehin nicht die Lösung alles zu vermeiden.
Also ....auf los, gehts los!

Liebe Grüße

11.11.2017 11:22 • #2



Machen Psychiater Hausbesuche?

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Naja, Konsultation per Skype oder Telefon würde ja bedeuten, dass er dir das Rezept für die Medikation per Post zuschicken muss. Ich glaube eher nicht, dass das einer macht. Aber nachfragen kostet nichts, kannst es ja versuchen. - Aber wenn dir Kosten egal sind: Warum kein Taxi?

11.11.2017 11:24 • #3


Butterfly_31
Danke für die Ermutigung aber ich kanns nicht. Die *beep* Wahrheit. Ich bin so tief in dem Strudel drin. Schaff es nicht mal ohne Panik mit dem Hund spazieren zu gehen.. Oder kurz einkaufen im Dorfladen. Bin da ganze 5min unterwegs. Das ist schon zu viel.

Ich will wirklich was ändern. Aber ich krieg meinen Hintern nicht ins Nachbardorf. Wäre hier im Ort ein Psychiater den ich zu Fuss erreichen könnte, wäre das ideal. Wär ja sowieso erstmal nu für den Amfang. Oder gibt es da andere Organsationen die einem dabei unterstützen?

11.11.2017 11:31 • #4


Wenn es so schlimm ist, wäre da nicht ein stationärer Aufenthalt überlegenswert?

11.11.2017 11:33 • #5


Butterfly_31
Zitat von juwi:
Naja, Konsultation per Skype oder Telefon würde ja bedeuten, dass er dir das Rezept für die Medikation per Post zuschicken muss. Ich glaube eher nicht, dass das einer macht. Aber nachfragen kostet nichts, kannst es ja versuchen. - Aber wenn dir Kosten egal sind: Warum kein Taxi?


Es gibt, ausser teleportieren, keine für mich machbare Möglichkeit, da hin zu kommen. Und das dann wöchentlich und regelmässig. 1-2 mal hab ich es in naher Vergangenheit geschafft. Aber das wars dann auch. Hab einfach keine neuen Termine mehr gemacht. Nicht sehr klug.

11.11.2017 11:36 • #6


Zitat von Butterfly_31:

Es gibt, ausser teleportieren, keine für mich machbare Möglichkeit, da hin zu kommen. Und das dann wöchentlich und regelmässig. 1-2 mal hab ich es in naher Vergangenheit geschafft. Aber das wars dann auch. Hab einfach keine neuen Termine mehr gemacht. Nicht sehr klug.

Wöchentliche Termine wird dir kein Psychiater anbieten. Wozu sollten die denn auch dienen? Ich glaube, du suchst eher einen Psychotherapeuten.

11.11.2017 11:38 • #7


Heutzutage macht ja nicht mal ein Allgemeinmediziner Hausbesuche. Ein Facharzt da wohl leider erst recht nicht. Aber wenn du das slles nicht mehr packst - wär da nicht evtl Klinik angesagt?

11.11.2017 11:40 • #8


Butterfly_31
Zitat von juwi:
Wenn es so schlimm ist, wäre da nicht ein stationärer Aufenthalt überlegenswert?


Der ist wohl absolut nötig. Habe einen Hund den ich dann für diese Zeit iwo unterbringen muss. Dazu kommt, dass es da keine Einzelzimmer gibt. Also Null Rückzugsmöglichkeiten. Dazu kommt meine Immense Angst mich vor Anderen lächerlich zu machen. Das passiert da unverweigerlich. Ich will aber auch ungern aud die gleiche Station wie beim letzten Mal. Da ging es mir noch wesentlich besser und es war mir oft schon zu viel. Darum will ich langsam einsteigen und mich nicht gleich reinstürzen.

11.11.2017 11:42 • #9


Psychiater sind in der Regel extrem überlaufen.
Da kann man schon froh sein,wenn man überhaupt zeitnah einen Termin bekommt.

Mach wenigstens den ersten Schritt und vereinbare einen Termin,auch,wenn der erst in 6-8 Wochen sein wird.
Das ist besser als gar nichts zu tun.

Ich hab mich auch in einer ganz schlimmen Phase zum Psychiater gequält.
Habe kaum den Weg zu ihm geschafft.
Hatte keinen Termin aber es ging mir so besch...,dass ich nicht wusste,wie ich die nächsten Stunden überleben soll.
Die Arzthelferinnen wollten mich dann noch abwimmeln ,was eine erneute Heulattacke ausgelöst hat,weil ich einfach am Ende war.

Ich musste um Hilfe kämpfen.Das musst Du jetzt auch!

Inzwischen habe ich einen ganz lieben Psychiater,bei dem ich jederzeit aufschlagen kann und von dem ich noch nie einen Vorwurf gehört habe,obwohl ich echt ein schwieriger Fall bin.

11.11.2017 11:51 • #10


Butterfly_31
Zitat von juwi:
Ich glaube, du suchst eher einen Psychotherapeuten.
Ich muss mir mal den Unterschied erklären lassen :/ Für mich war bisher beides so in etwa das Gleiche

11.11.2017 11:51 • #11


Zitat von Butterfly_31:
Ich muss mir mal den Unterschied erklären lassen :/ Für mich war bisher beides so in etwa das Gleiche

Ein Psychiater ist ein Facharzt, der Medizin studiert hat und der Medikamente verschreibt. Ein Psychotherapeut darf das gar nicht, denn er ist kein Arzt. Er muss (zumindest in Österreich) nicht einmal studiert haben. Das wären schon mal die wesentlichsten Unterschiede...

Mehr dazu hier:
http://www.onmeda.de/magazin/psychiater ... ologe.html

11.11.2017 11:55 • x 1 #12


Butterfly_31
Zitat von Flame:
Mach wenigstens den ersten Schritt und vereinbare einen Termin,auch,wenn der erst in 6-8 Wochen sein wird.
Das wär 'zu spät'. Ich muss dazu sagen, ich wohne in der Schweiz. Hab hier keine Probleme kurzfristig Termine zu bekommen. Egal für was. Da muss einfach eine gewisse Dringlichkeit vorhanden sein. Und ich habe das Gefühl ich steh so langsam an einem Abgrund.

Habe mir grade eine Telefonnummer rausgesucht von der Psychiatrischen Klinik. Von Anmeldezentrum.

Angebote:

Informationsplattform der psychiatrischen Angebote des Kantons Thurgau
Telefonische Auskünfte und Kurzberatungen
Gruppenangebote für Betroffene und Angehörige sowie Informationsveranstaltungen
Vermittlung des Kontakts z.B. zu Selbsthilfegruppen, Beratungsstellen, Therapeuten etc. im Kanton Thurgau
Ambulante psychiatrische diagnostische Abklärungen
Ambulante test- und neuropsychologische Abklärungen
Diagnostische Zweitmeinung für niedergelassene Kolleginnen und Kollegen
Passagere ambulante Mitbetreuung - Urlaubsvertretung für niedergelassene Kolleginnen und Kollegen
Triage und gemeinsame Festlegung des weiteren Behandlungssettings
Veranlassung oder Organisation von ambulanten und (teil-)stationären Aufnahmen
Einsatz des mobilen Krisenteams für aufsuchende Kriseninterventionen

Die müssten mir da erstmal helfen können oder? Liest sich auf jeden Fall vielversprechend

11.11.2017 11:56 • x 1 #13


Butterfly_31
Zitat von juwi:
Ein Psychiater ist ein Facharzt, der Medizin studiert hat und der Medikamente verschreibt. Ein Psychotherapeut darf das gar nicht, denn er ist kein Arzt. Er muss (zumindest in Österreich) nicht einmal studiert haben. Das wären schon mal die wesentlichsten Unterschiede...

Mehr dazu hier:
http://www.onmeda.de/magazin/psychiater ... ologe.html



Hab grad nachgeschaut. Mein alter Pychiater ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. Also Psychiater oder?

11.11.2017 11:59 • #14


Angor
Hallo

Bitte gehe als erstes erst mal zum Hausarzt, der kann Dir auch sagen, wer für Dich in dieser Situation zuständig ist, eventuell was in die Wege leiten und kann Dir auch erst mal ein Medi aufschreiben.

Du kannst Dich aber auch gleich an den sozialpsychiatrischen Dienst im nächsten grösseren Ort wenden.

LG Angor

11.11.2017 12:01 • #15


Zitat von Butterfly_31:


Hab grad nachgeschaut. Mein alter Pychiater ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. Also Psychiater oder?

Psychiater auf alle Fälle. "Facharzt für Psychotherapie", diese Bezeichnung ist mir noch nie untergekommen.
Manche sind beides, mein Psychiater z.B., der ist nicht nur Arzt, sondern auch Therapeut und hat neben Patienten auch Therapieklienten. Er trennt das aber ganz klar.

11.11.2017 12:01 • x 1 #16


Butterfly_31
Zitat von Angor:
Mit Zitat antworten
Der scheint mir nicht qualifiziert genug für sowas. Ich war da schon oft und bin ohne Diagnose nach Hause. Und er hat nie eine Bemerkung über meine Psyche gemacht. Beim letzten Mal hat er den Blutdruck gemessen und dann bemerkt wie schnell mein Herz schlägt. Er hat dann nur gesagt 'das ist weil sie so nervös sind oder?'. Er weiss von meinen Panikattacken. Und er schaut sich trotzdem jedes Mal 'nur' physischen Leiden an. Hoffe, habe das iwie verständlich formuliert

11.11.2017 12:07 • x 1 #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Angor
Oh dann hab ich ja Glück gehabt mit meinem Hausarzt, aber der kennt mich ja auch schon lange,und weiß dass ich mal mehr oder weniger unter meiner Angststörung leide.

Und vorher hatte mich schon sein Vater behandelt, der die Praxis an seinen Sohn abgegeben hatte, aber der hat es sich ein bißchen einfacher gemacht und mir nur einfach Benzos verschrieben, sogar ohne drauf hinzuweisen, dass das Zeugs auf Dauer süchtig machen kann

11.11.2017 12:13 • #18


Butterfly_31
Zitat von Angor:
aber der hat es sich ein bißchen einfacher gemacht und mir nur einfach Benzos verschrieben,sogar ohne drauf hinzuweisen, dass das Zeugs auf Dauer süchtig machen kann
meiner ist noch besser... Da wir in den Nachbarort gezogen sind, konnte ich nicht mehr einfach mal schnell die Temesta holen. Habe meinen neuen Hausarzt hier gefragt ob ich die bei ihm holen kann und er gibt mir die ohne je ein Rezept gesehen zu haben. 50er Packungen Damit könnte man bestimmt einen Elefanten betäuben...

11.11.2017 12:19 • x 1 #19


Zitat von Butterfly_31:
meiner ist noch besser... Da wir in den Nachbarort gezogen sind, konnte ich nicht mehr einfach mal schnell die Temesta holen. Habe meinen neuen Hausarzt hier gefragt ob ich die bei ihm holen kann und er gibt mir die ohne je ein Rezept gesehen zu haben. 50er Packungen Damit könnte man bestimmt einen Elefanten betäuben...


Kannst du denn mit Temesta einen Besuch beim Psychiater bewältigen ? Dafür wäre das doch durchaus legitim.

Ich habe es in der schlimmsten Phase auch nicht mehr zum Psychiater geschafft, und irgendwie musste mein Freund mich dann hinfahren. Ich habe mich im Fußraum des Beifahrersitzes zusammengekauert, weil ich so Panik hatte und "Höhenangst" im Sitzen .
Das war allerdings während des Benzoentzugs.
Der Psychiater hat mich dann auch nicht warten lassen in der Praxis, helfen konnte er aber auch nicht.

Es gibt übrigens eine Klinik mit Einzelzimmern, die wird auch von vielen Krankenkassen übernommen.
Ist allerdings in Bayern/ Franken.
Wartezeiten ca. 2-3 Monate oder manchmal mit akuter Direktaufnahme.

11.11.2017 12:24 • #20



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