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Hallo,

ich habe mal ein paar Fragen. Ich habe jetzt seit einem Jahr eine Depersonalisation, ausgelöst durch Canna.. Ich habe bald einen Termin beim Psychologen, und lasse mir nun zum ersten Mal ein Medikament verschreiben.

Wichtig sind dabei die Neurotrnansmitter. Folgendes ist MIR bekannt:

Wenn ich eine Nacht gar nicht schlafe, und kurz vor dem Umkippen/einschlafen bin, verschwindet meine Depersonalisation. Also -- Welcher Neurotransmitter wird bei Müdigkeit ausgeschüttet, bzw. welcher wird beim Schlaf produziert, der mir anscheinend nicht gut tut?

Viel Schlaf verstärkt die Derealisation, oder es ändert gar nichts. Deswegen versuche ich immer so 6-7 Stunden zu schlafen, nicht mehr.

In der Schule verschwindet die DP nach der 6. Stunde für ca. 1-2 Stunden. Ich denke da an Konzentration, welcher Neurotransmitter wird da ausgeschüttet?

Wenn ich auf dem Bau hart arbeite, für ca. 7-8 Stunden, verschwindet die DP, wenn ich auf der Heimfahrt bin, also sitze. Welcher Neurotransmitter wird während der Arbeit ausgeschüttet?

Wenn ich mich über etwas extrem gefreut habe, verschwand die DP auch mal für ne halbe Stunde oder so.

Ich versuche also auf einen gleichen Nenner zu kommen, an welchem Neurotransmitter es liegen könnte, welcher mir fehlt, um mir dann das passende Medikament verschreiben zu lassen.

Wer kennt sich aus? Anfangs habe ich an Venlafaxin oder Opipramol gedacht, gegen meine Ängste. Durch die Depersonalisation habe ich ja vor allem Möglichen Angst und allgemein so ein ekliges Gefühl, welches sich auf alles auswirkt (eklige Sichtweise). Aber durch diesen Beitrag hier:

hat sich meine Meinung zu den Medikamenten geändert. Was meint ihr? Welches wäre das passende? Wisst ihr, welcher Neurotransmitter bei mir fehlt oder zu viel da ist?

MFG

12.11.2015 16:30 • 29.11.2015 #1


28 Antworten ↓


dNL
Ich leide an Derealisation und meiner Erkenntnis nach spielt hierbei kein Neurotransmitter eine Rolle. DP und DR sind Schutzmaßnahmen der Psyche um dich vor negativen Dingen zu schützen. Deien Seele wird quasi abgeschirmt. Das einzigste was meiner Meinung nach hilft ist das ganze zu akzeptieren. Es gibt keine Medikamente die diesen Zustand heilen können. Dieser Zustand ist aber auch nicht für immer.

Je eher du diesen Zustand akzeptierst, umso eher wird er auch verschwinden.

12.11.2015 16:39 • x 1 #2



Neurotransmitter und Depersonalisation - MEDIKAMENT

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Da habe ich eine andere Sichtweise. Ich denke, wir haben gar keinen Einfluss auf die DP. Das Ganze passiert, egal WAS du machst... also mit Selbstakzeptanz usw. Meiner Meinung nach kann man Selbstakzeptanz erst verspüren, wenn die DP wieder weg ist. ERST dann kann man etwas machen, sich selbst lieben usw.

Aber das sieht jeder ja anders, und ich denke, jeder hat auch eine etwas andere DP oder DR und auch eine andere Ursache.

MFG

12.11.2015 16:53 • #3


Wird es mit Kaffee besser?

12.11.2015 18:35 • #4


Zitat von dNL:
Ich leide an Derealisation und meiner Erkenntnis nach spielt hierbei kein Neurotransmitter eine Rolle. DP und DR sind Schutzmaßnahmen der Psyche um dich vor negativen Dingen zu schützen. Deien Seele wird quasi abgeschirmt. Das einzigste was meiner Meinung nach hilft ist das ganze zu akzeptieren. Es gibt keine Medikamente die diesen Zustand heilen können. Dieser Zustand ist aber auch nicht für immer.

Je eher du diesen Zustand akzeptierst, umso eher wird er auch verschwinden.



Neurotransmitter spielen bei ALLEM eine Rolle. Egal ob man mit Chemie oder Therapie dran geht.

12.11.2015 18:36 • #5


Ohne Neurotransmitter macht dein Hirn nix mehr. Also spielen sie auch bei Allem eine Rolle.

12.11.2015 18:43 • #6


Wenn ich Kaffee trinke, habe ich ein starkes Druckgefühl im Brustbereich und die innere Unruhe/Anspannung wird schlimmer...

Aber ich weiß nicht, ob es am Koffein liegt. Denn bei Red Bull verspüre ich es nicht so stark, wie bei Kaffee. Wenn ich es überhaupt bei Energy drinks verspüre...

12.11.2015 18:48 • #7


Dann würde ich erstmal ssri probieren

12.11.2015 20:12 • #8


Was sind ssri? Habe an Venlafaxin oder Opipramol gedacht. Aber eher an Opipramol, denn Venlafaxin hat ja eklige Nebenwirkungen + eklige Nebenwirkungen beim Absetzen...

12.11.2015 20:13 • #9


Fluvoxamin, escitalopram, sertralin, Fluoxetin etc

12.11.2015 20:14 • #10


Aber du müsstest schon viel genauer deine Symptome beschreiben, damit man was dazu sagen kann.

12.11.2015 20:16 • #11


Meinste ein SSRI würde mir mehr helfen als Opipramol oder Venlafaxin?

Bzw. wo sind die Unterschiede? Kannst du mich bitte etwas aufklären?

Ich habe ständige Panik und Angst. Ich habe sogar Angst vor meinem Atmen. ALLES triggert mich. Schon wenn ich merke, dass ich atme, bekomme ich angst.
Ich habe auch viele soziale Ängste bekommen, sprich Unsicherheiten usw., alles macht mir einfach angst. Die Depersonalisation und Derealisation sind sehr stark, und ich habe kaum noch Konzentration und starke innere Unruhe. Am meisten macht mir die Angst und DP zu schaffen.

12.11.2015 20:20 • #12


Dafür müsste ich vieles wissen.

Ob du Gewicht zunehmen oder abnehmen willst. Ob du unter unruhe oder Müdigkeit leidest. Wie sich welche Symptome wann wie äußern und so weiter

12.11.2015 20:22 • #13


Ich esse schnell ein Brot, dann schreibe ich dir gleich privat! Vielen Dank für deine Hilfe!

12.11.2015 20:23 • #14


Bei unruhe ist venlafaxin so eine sache. Es kann vor Allem in hoher Dosis die Unruhe verstärken. Es hat diverse Nebenwirkungen. Opipramol macht eher müde.

Bei Angst sind escitalopram oder fluvoxamin durchaus keine schlechte Wahl. Sie beruhigen machen aber nicht unbedingt müde

12.11.2015 20:26 • #15


Schon krass wie viele Leute durch Canna. DP/DRs bekommen. Bei mir ist es das selbe gewesen das durch zu viel Canna. es meine Angststörung verschlimmert hat und zusätzlich eine DR dazu gekommen ist. Die DR hängt aber auch mit der Angststörung zusammen.

Was mich auch interessiert ist auch dieser Forenbeitrag den du an deinem Anfangspost gezeigt hast. Das kann ich zum Teil auch bestätigen. Wenn ich Stimulanzien in Form von Koffein zu mir nehme dann ist die Derealisation weg. Dies klappt aber nicht immer. Da muss das sog. Set und Setting passen damit es klappt.

Jetzt kann ich aber mal recherchieren was den Dopamin Haushalt noch so erhöht.

Dazu könnte ich noch erwähnen das Sport insbesondere Ausdauersport auch bei DR und generell ekligen Angstgefühlen helfen. Am besten in Kombination mit Kraftraining. Trotzdem gehe ich bald in eine Reha-Klinik und überlege mir dort eine Medikament geben zu lassen. Dies wäre dann ein SSRI. Aber laut dem einen Beitrag macht das alles schlimmer. Vielleicht haben die Verfasser des Berichts aber auch das Medikament falsch eingenommen oder abgebrochen als es schlimmer wurde ?
Naja da müsste ich mich noch genauer informieren.

Gruß I

16.11.2015 22:07 • #16


So, habe am Mittwoch den Termin.

Welches Medikament sollte ich mir am besten gegen Angst verschreiben lassen?

Escitalopram, fluvoxamin, Fluoxetin, Venlafaxin, Opipramol oder Citalopram?


Ich verspüre schon 24h ein starkes Angstgefühl, von dem ich mich nur schwer lösen kann, bzw. es schwer unter Kontrolle kriege.

Das Medikament sollte also gegen Ängste/Angststörung gerichtet sein, und so wenig Nebenwirkungen wie möglich haben. Und wenn es ums Gewicht geht, dann sollte ich eher davon zunehmen.

Danke für eure Antworten.

20.11.2015 19:21 • #17

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Zitat von dNL:
Ich leide an Derealisation und meiner Erkenntnis nach spielt hierbei kein Neurotransmitter eine Rolle. DP und DR sind Schutzmaßnahmen der Psyche um dich vor negativen Dingen zu schützen. Deien Seele wird quasi abgeschirmt..



Das halte ich für einen unwahren Mythos, der ewig weiterverbreitet wird.

Meine Erfahrung, und ich habe die nervigen Dinger auch: Da fliegt wegen emotonaler oder sonstiger Überlastung irgendwo im Hirn die Sicherung raus und die Datenverarbeitung (in diesem Fall des Gefühls von Realität und Selbst) funktioniert deswegen nicht mehr korrekt.

Bei wirklich ALLEM, was im Gehirn passiert spielen Neurotransmitter eine Rolle, kein einziger mentaler Vorgang funktioniert ohne sie. Das Problem ist nur, dass es absolut keine Substanz gibt, ja geben kann, die zielgenau da wo es passiert genau den krankheitsbedingten Neurotransmittereffekt ausgleichen kann. Man nimmt ein unspezifisches Mittel, das einen Neurotransmitter beeinflusst und kippte den über das gesamte Nervensystem drübe, in der Hoffnung, dass es einen positiven Effekt haben wird. Ausserdem könnte es zB auch sein, dass hier Stresshormone oÄ eine Rolle spielen und die beeinflussen Psychopharmaka auch nicht.

20.11.2015 19:39 • x 1 #18


Zitat von Unwichtig1:
Welches Medikament sollte ich mir am besten gegen Angst verschreiben lassen?

Escitalopram, fluvoxamin, Fluoxetin, Venlafaxin, Opipramol oder Citalopram?



Garkeins. Du nimmst das, was dir der Arzt vorschlägt. Deswegen gehst du zum Arzt, mit dem klärst du, welche Symptome genau verbessert werden sollen.

20.11.2015 19:45 • #19


Dieser besagte Arzt wollte mir Fluoxetin verschreiben. Dies wollte ich damals aber nicht. Ich weiß nicht wie das mit den Nebenwirkungen ist, deswegen frage ich hier.

Ich nehme lieber eins, was mich etwas müde macht, als dass ich von nem anderen Hände, die zittern habe oder sonst irgendwas...

20.11.2015 19:46 • #20



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Dr. med. Andreas Schöpf