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Ich lese hier soviel von den typischen Psychopharmaka. Vielleicht liegt es daran, dass Ärzte zu schnell zur Chemiekeule greifen oder Patienten zu schnell Wirkung haben wollen. Getreu dem Motto: "Werf mir ´ne Pille ein und morgen will ich glücklich sein." Maximal das gute alte Johanniskraut als Stimmungsaufheller und Baldrian als Beruhiger tauchen hier noch mal auf.

Aber es gibt mehr. ich habe sehr gute Erfahrungen mit der Langzeitanwendung von Grünem Tee (ganz klassisch getrunken) und Omega-3-Fettsäuren (am wirksamsten als Präparat aus Kaltwasserfischen) als sanfte und nachhaltige Antidepressiva gemacht.

Über beide gibt es die Wirkung belegende Studien - natürlich nicht von Bayer.

Mich interessieren eure Erfahrungen mit Alternativmitteln. Gern gebe ich auch Info´s zur Anwendung der o.g. Mittel.

19.08.2011 17:50 • 02.05.2020 #1


24 Antworten ↓


Christina
Hi,

ich glaube, ich habe sie alle durch:
    Johanniskraut
    Hopfen und Baldrian
    Bachblüten
    Nerventee
    Fischöl
    Grünen Tee
    Homöopathika.
Wirkung: keine. Einzig Hopfen und Baldrian zeigten eine minimale schlaffördernde Wirkung.

Zitat von bärenstark:
Ich lese hier soviel von den typischen Psychopharmaka. Vielleicht liegt es daran, dass Ärzte zu schnell zur Chemiekeule greifen oder Patienten zu schnell Wirkung haben wollen. Getreu dem Motto: "Werf mir ´ne Pille ein und morgen will ich glücklich sein."
Ein recht gewagtes Statement für ein Forum, in dem mindestens jeder zweite Medikamentenbeitrag davon handelt, dass der Betroffene sich trotz aller Verzweiflung nicht traut, das verordnete Medikament zu nehmen. Mein Eindruck ist, dass hier niemand leichtfertig zur vermeintlich schnellen Lösung greift. Für den einen oder anderen kommt eben irgendwann ein Punkt, an dem er etwas braucht, das wirklich und in ausreichendem Maße wirkt.

Liebe Grüße
Christina

19.08.2011 21:17 • x 2 #2



Natürliche Stimmungsaufheller

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Zitat:
Ich lese hier soviel von den typischen Psychopharmaka. Vielleicht liegt es daran, dass Ärzte zu schnell zur Chemiekeule greifen oder Patienten zu schnell Wirkung haben wollen. Getreu dem Motto: "Werf mir ´ne Pille ein und morgen will ich glücklich sein."


sorry ich seh das genauso!
vor allem wird das natürlich auch von den pharmafirmen dementsprechend gepuscht

UND alles andere von den pharmafirmen nicht wirkungsvoll dargestellt, was ja auch der versuch pflanzliche arzneimittel in europa zu verbieten, zeigt.

Was soll das?

Zitat:
Johanniskraut
Hopfen und Baldrian
Bachblüten
Nerventee
Fischöl
Grünen Tee
Homöopathika.

Wirkung: keine. Einzig Hopfen und Baldrian zeigten eine minimale schlaffördernde Wirkung.


bloß weil es bei dir keine wirkung gezeigt hat, heisst das aber nicht das nicht bei anderen wirken kann!

Als Ergänzung:

- Buschblüten (ähnlich wie die Bachblüten, kommen nur aus Australien und sind wirkungsvoller und facettenreicher)
- Passionsblume "Passiflora" (wirkt leicht angstlösend und beruhigend)

20.08.2011 13:25 • #3


Christina
Zitat von Sebi-MUC:
Zitat:
Wirkung: keine. Einzig Hopfen und Baldrian zeigten eine minimale schlaffördernde Wirkung.


bloß weil es bei dir keine wirkung gezeigt hat, heisst das aber nicht das nicht bei anderen wirken kann!
Es war nach den Erfahrungen der User gefragt, ich habe meine Erfahrungen geschildert. Natürlich kann man aus den Erfahrungen des einen nicht vorhersagen, welche Erfahrungen andere machen werden - weder in die eine, noch in die andere Richtung.

Zitat von Sebi-MUC:
vor allem wird das natürlich auch von den pharmafirmen dementsprechend gepuscht

UND alles andere von den pharmafirmen nicht wirkungsvoll dargestellt, was ja auch der versuch pflanzliche arzneimittel in europa zu verbieten, zeigt.

Was soll das?
Alle die großen, bösen Pharmafirmen haben sämtliche Naturheilmittel in ihrer Produktpalette, teils direkt im eigenen Produktprogramm, teils über Tochterfirmen. Der Markt der Selbstmedikation ist hochattraktiv und weit weniger reglementiert (was Zulassungen angeht) als der Bereich verschreibungspflichtiger Medikamente.
http://www.apotheke-adhoc.de/Nachrichte ... 14333.html

Liebe Grüße
Christina

20.08.2011 13:55 • #4


Man kann natürlich alles loben, wenn es hilft. Von Johanniskraut mal abgesehen, gibt es keine pflanzlichen Stimmungsaufheller. Was hier sonst genannt wurde, es sind maximal Mittel mit leichter Wirkung in Richtung Beruhigung.

Was bei mir null wirkte: Bachblüten, Hopfen/Baldrian, Passionsblume und diverse andere Zusammensetzungen aus verschiedenen Stoffen (z.B. vom Hersteller Weleda), Beruhigungstees

Eher negative Wirkung bei mir: Johanniskraut (ich war unruhiger), Baldrian (Unruhe bis hin zu Panikattacken, Einnahme von Tavor war nötig), Ginkgo (enorme Verstärkung der Kopfschmerzen)

Meine Meinung: Bei mir helfen pflanzliche oder homöopathische Mittel nicht gegen starke Beschwerden, eben auch körperliche. Ich hab dafür in 3 Jahren sicher 250€ ausgegeben, die hätte ich mir sparen können. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Bei mir ist die aber gestorben.

Ich glaube, bei leichten Verstimmungen können pflanzliche Mittel sicher eine Hilfe sein, darüber hinaus aber eher nicht. Und was man auch bedenken muss, nicht immer sind pflanzliche Mittel so gut verträglich, wie viele Leute denken. Es gibt auch da genug Wechselwirkungen und manchmal Nebenwirkungen.

20.08.2011 14:39 • #5


Zitat von crazy030:

Und was man auch bedenken muss, nicht immer sind pflanzliche Mittel so gut verträglich, wie viele Leute denken. Es gibt auch da genug Wechselwirkungen und manchmal Nebenwirkungen.


Dem kann ich nur zustimmen. Rein pflanzlich heißt nicht null Nebenwirkungen. Von Johanniskraut habe ich eine schlimme allergische Reaktion mit der Sonne bekommen, Bachblüten haben mir gar nicht geholfen, von Passionsblumenkraut hat meine Zunge bitter geschmeckt, daher ist es alles nicht so harmlos, wie man vielleicht meint.

Und außerdem gebe ich Christina recht, die meisten hier sind ja nicht von heute auf morgen mit Medikamenten bedient worden, es ist ein langer Weg, auf dem Tabletten eine Hilfe sein können. Jeder muss seine eigenen Erfahrungen machen.

20.08.2011 18:11 • #6


Eben...
Ich hab meine Beschwerden fast 3 Jahre, eigentlich müsste ich was nehmen. Und ich hab bisher noch keine Chemie längerfristig genommen. Ganz klar, notwenig wäre es gewesen. Rentenantrag gestellt, schwerbehindert mit GdB 50 und das mit Anfang 40. Und genau in der Zeit hab ich genug pflanzliche Sachen versucht, bis hin zu einer Ginkgo/Sauerstoff Behandlung bei der HNO gegen Tinnitus und Kopfschmerzen, Preis über 80€. Mit Hartz 4!

Wenn ich also jetzt mal doch Chemie nehme, dann hab ich auch genug hinter mir und pflanzlich alles durch und der Effekt ist eben null.

Man kann viel machen. So hab ich z.B. die Blutdrucktabletten und Betablocker weglassen können, weil ich in 1,5 Jahren 20 kg abnahm und mich viel bewege. In dem Fall kann man also mit einfachen Mitteln was erreichen und muss nicht schon mit um die 40 solche Pillen nehmen. Aber in allen Fällen klappt das nicht.

20.08.2011 19:33 • #7


Niemand nimmt gerne Psychopharmaka oder? Ich habe diese Tabletten auch erst geschluckt als es gar nicht mehr anders ging. Baldrian und Hopfen haben mir ein bisschen geholfen ruhiger zu werden. Johanniskrauttabletten haben bei mir nicht gewirkt.

Von der Chemie will ich aber weg, ich habe die Dosis reduziert und mache mehr Sport, was mir auch hilft, und manchmal noch Baldrian und Hopfen hochdosiert.

20.08.2011 22:19 • #8


Hallo, ich kenne niemand mich eingeschlossen der oder die mal eben Psychopharmaka nimmt. Ich mache mir darüber viele Gedanken und habe jetzt auch eine Nervenärztin bei der ich offen Fragen dazu stellen kann.
Ich habe sehr gute Erfahrungen auch mit Homöpathie gemacht, kann begleitend sehr gut sein. Alleine schon die ganzheitliche Sichtweise dabei. Mir haben in verzweifelten Situationen auch schon Bachblüten Unterstützung gegeben.
Seit einigen Monaten nehme ich zusätzlich ein Mittel aus Passionsblume, hilft mir sehr gut gegen innere Unruhe, wohltuend nicht müde machend.

Ich würde am liebsten gar keine Psychopharmaka mehr nehmen, aber Ärzte denen ich schon über Jahren vertraue raten zur Zeit noch davon ab. Aber ich denke eines Tages....hoffe ich jedenfalls.

Herzlich grüßt kerze

21.08.2011 07:29 • #9


Schlaflose
Bei mir haben pflanzliche Mittel absolut keine Wirkung gehabt. Nur die Chemie hat mir geholfen. Deswegen bin ich heilfroh, dass es die Pharmaindustrie gibt und dass viel geforscht wird, um immer bessere Arzneimittel zu entwickeln.

21.08.2011 07:41 • #10


@kerze

Wenn Dir pflanzliche Mittel helfen, wie z.B. Passionsblume, ich hab auch Pascoflaire versucht, dann nimm es doch. Wenn das bei Dir ausreicht, dann musst Du doch auch keine Chemie nehmen, aber in meinen Augen ist Deine psych. Störung dann auch eher leicht.

Es gibt nun mal Situationen, da geht nur Chemie. Mein Bruder steht kurz vor einer Bandscheiben OP, kann sich kaum bewegen. Was gibt es dann da an pflanzlichen Mitteln? Nichts. Und da geht dann eben nur Chemie, z.B. Tramal. Und so ist es z.B. auch bei einer schweren Depression, da kommt man mit solchen leichten pflanzlichen Mittelchen nicht weit. Und schon gar nicht mit Placebo Sachen wie Bachblüten, die wirkten nicht mal bei meiner Französischen Bulldogge gegen Angst vor Zugfahrt.

21.08.2011 10:18 • #11


Hallo crazy, leider kann ich die Psychopharmaka noch nicht weg lassen, wird mit zur Zeit noch ganz von abgeraten... aber eines Tages so hoffe ich...

Über Bachblüten z.B. gibt es sicher immer geteilte Meinungen, mir gefallen sie einfach und ich hab mal etwas über den Arzt gelesen der sie früher entdeckt hat. Mich spricht das sehr an.

Noch einen schönen Sonntag wünscht Dir kerze

21.08.2011 13:40 • #12


Zitat:
In klinischen Studien zeigte sich keine größere Wirksamkeit von Bach-Blüten-Essenzen gegenüber Placebos, weshalb man davon ausgehen kann, dass die Wirkung von Bach-Blüten ein reiner Placebo-Effekt ist.
wikipedia.org/wiki/Bach-Blütentherapie

Wem es trotzdem hilft, ok...

Mir haben die Tropfen nichts gebracht. Und für 13€ utopisch, der Wert dürfte bei 0,000000001 Cent liegen.

21.08.2011 15:54 • #13


Hi,

es gibt noch Rhodiola Rosea (Rosenwurz). Nehme ich seit Monaten. Als meine Beschwerden anfingen: Depressionen, Angst, Schwindel habe ich das ayurvedische Mittel Neurotosan. genommen. Half schon nach kurzer Zeit. Ist aber sauteuer. Ist ne Mischung aus Johanniskraut und Rhodiola.
Rhodiola wirkt antriebssteigernd und macht fit aber auch unruhig.
Jetzt muss jeder für sich beantworten, ob er damit umgehen kann. das kann ne Weile dauern. Jedenfalls habe ich mit Rhodiola keine Panikattacke gehabt und der Schwindel ist seltener geworden. Ansonsten habe ich auch alles an Pflanzenextrakten ausprobiert. Das Neurotosan hat so verblüffend gut geholfen, dass ich es kaum glauben konnte. Wer 40 Euro für ne Monatspackung übrig hat sollte es mal probieren.
Vielleicht hat noch jemand Erfahrungen mit Rhodiola gemacht ? Wäre interessant zu hören.

Grüsse

21.08.2011 16:17 • #14


Hi,

ich habe sehr gute Erfahrungen mit Rhodiolan (Rhodiola) gemacht. Unruhig war ich nur die ersten Tage! Ich nehme die jetzt seit knapp 2 Monaten, manchmal vergesse ich sie, weil es mir einfach so viel besser geht. Besser als mit Psychopharmaka.

Ich kam auf den Rosenwurz als ich nach einer Alternative zu den ADs suchte.

Liebe Grüße,

Charly

24.08.2011 18:41 • #15


@ charly

Die Rhodiolan NE habe ich auch hier. Nimmst Du 1 oder 2 Kapseln täglich ?

Ich nehme nur eine Kapsel morgens vor dem Frühstück. Wenn ich noch eine mittags nehmen würde, habe ich die Befürchtung vielleicht schlechter einschlafen zu können.

Ansonsten finde ich auch, dass Rhodiola von allen Pflanzenextrakten der Wirksamste ist.

Grüsse

24.08.2011 21:46 • #16


Hi appletonxy,

ich nehme morgens 2 Kapseln, ich kann wirklich nur Gutes berichten. Ich hatte mir ein ayurvedisches Alternativmittel ausgesucht, darüber ist hier, so glaube ich, auch schon geschrieben worden. Dort ist zum Rosenwurz noch Johanniskraut dabei. Da das deutsche Arztneimittelgesetz strenger ist, was die Ingredienzen anbelangt, habe ich mich für Rhodiolan NE und Hypericum ( Johanniskraut ) als Urtinktur von Cerres entschieden, letztere nehme ich aber nur noch sehr sporadisch, ich brauche es nicht mehr

Alles Liebe,

Charly

25.08.2011 22:18 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

ich habe auch alle pflanzlichen sachen schon durch (baldrian, hopfen, lavendel, bachblüten, gingko etc.) ... hat alles, wirklich alles gar nichts gebracht. ich habe nur eine menge geld ausgegeben...übrigens ging das auch an die pharmaindustrie, ne? auch hier hersteller von den pflanzlichen medis sind keine wohltäter, das scheint immer übergangen zu werden, wenn alle über die bösewichte der psychopharmaka-industrie reden.

ich will die wirkung von den natürlichen präparaten gar nicht gänzlich leugnen, aber wie crazy glaube ich, dass das nur leichte verstimmungen betrifft. es gibt psychische störungen, die immer schlimmer werden können mit der zeit. wenn ich körperlich krank bin und es nicht besser wird, gehe ich doch auch zum arzt und lasse mich behandeln. wieso sollte das mit einer geistigen krankheit anders sein? man versucht es zunächst mit den natürlichen mitteln, ganz klar. aber wenn das nicht hilft, dann sollte man eben, wenn nötig, die nächste stufe der hilfe in betracht ziehen...ganz klar.

26.08.2011 11:00 • #18




@Christina

Stimmt so nicht. Sorry aber bei mir hat Sedariston gut geholfen. Kombikapseln aus Johanniskraut und Baldrian Newbenwirkungen Lichtempfindlichkeit und nervöse Zuckungen bei plötzlichem Wechsel zwischen Licht und Schatten wie beim Fahren durch eine Allee.

Hatte das Gefühl ich hätte ein Stroboskop vor der Nase

26.08.2011 15:21 • #19


Nein, die Hersteller von pflanzlichen Mitteln sind auch keine Gutmenschen. Zumal, auch die großen Konzerne, wie z.B. Hexal, GSK, Ratiopharm und viele mehr, stellen pflanzliche Mittel her. Und es gibt viele aktuelle Artikel, wo eben auch dargestellt wird, auch in dem Bereich geht es um viele Millionen Euro, die großen Hersteller drängen mit ihren pflanzlichen Mitteln in die Dro., weil der Absatz in den Apotheken stagniert.
Da laufen etliche Antragsverfahren von großen Herstellern, weil die ihre pflanzlichen Mittel auch in den Dro. vertreiben wollen und bei einigen Produkten (pflanzliche) war das bisher nur und er Apotheke möglich. Es geht auch hier, wie gesagt, nur um Geld.

Meine HNO Ärztin hatte mir 2010 auch eine Ginkgo/Sauerstoff Behandlung aufgeschwatzt. Über 80€, alles natürlich/pflanzlich und Effekt gleich null. Die Ginkgo Ampullen waren von Hexal.

Einige Leute sollten bitte nicht so tun, als ist alles an pflanzlichen Mitteln super und die Hersteller sind die Besten und wollen nur Gutes. Das ist nämlich Humbug. Wenn, dann KANN es vielleicht um eine bessere Verträglichkeit gehen und man KANN erstmal was auf pflanzlicher Basis versuchen, aber mehr auch nicht. Ob Venlafaxin, Amitriptylin, Citalopram und was auch immer an AD's oder Ginkgo, Baldrian, Ar. und mehr, alles das haben fast alle großen Konzerne im Programm. GSK stellt z.B. das AD Elontril her und andere AD, aber auch, für die, die es nicht wissen, auch die Zahnpflegeprodukte "Sensodyne" und viele pflanzliche Mittel.

27.08.2011 14:37 • #20



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Dr. med. Andreas Schöpf