hier wird ja "én Detail" viel über Medis diskutiert. Wie wäre es denn mal mit einer kurzen, knappen Liste an Mitteln die ihr genommen habt (oder immer noch nehmt) und welche Erfahrungen bzw. Wirkungen (Nebenwirkungen) aufgetreten sind? Ich selbst eiere immer noch um ein Medikament drumherum. Ich weiss, das ich ein AD brauche (Therapie hin oder her), aber der letzte Versuch mit "Sertralin" bescherte mir dummer Weise nach nur 5 Tagen bei 10mg täglich Nesselfieber. Dabei hat das Zeug nach nur 5 Tagen Bombe (bei mir) gewirkt: Kein Nikotinverlangen mehr, kein Grübeln mehr, kein gar nix mehr. Einfach ruhig, gelassen und fröhlich ohne überdreht zu sein. Nur die ersten Tage hatte ich direkt nach der Einnahme (seltsamer Weise) den Drang, alles um mich herum aufräumen zu müssen.
Ich kann jetzt Opirpamol, Paroxetin oder Cipralex "antesten", aber irgendwie: Trau ich mich nicht. Denn jedes Mal wenn es NICHT funktioniert, ist mein Zustand nach dem Absetzen um so schlimmer... ;(
200mg / Tag keine angstlösende Wirkung, verschlimmerung von Zwangsgedanken, teilweise konnte ich nicht mehr unterscheiden ob irgendwelche Erinnerungen real waren oder nur eingebildet Nebenwirkungen keine
Nach 3 Monaten abgesetzt
Clomipramin / Risperdal :
25-100mg/2mg Tag pausenlose Übelkeit/erbrechen, keine Angstlösende Wirkung, Zwangsgedanken wurden etwas weniger Nebenwirkungen siehe oben Nach 3 Monaten abgesetzt
Paroxetin :
bis zu 60mg täglich Besserung der Symptomatik nach 1-3 Monaten, trotz Höchstdosis keine Ausreichende Wirkung und zum Schluss total versagen des Medikaments Nach 3 Monaten abgesetzt
Sertralin/Seroquel Prolong : 200mg/300mg
Nach ca 6-8 Wochen setzte eine deutliche Besserung der Symptomatik ein, keine grundlosen Ängste mehr, Zwangsgedanken können beiseite geschoben und vergessen werden, Depressionen komplett weg Jetzt nach ca 7 Monaten bin ich fast Symptonfrei und habe mein Leben wieder, kein Vergleich zu vorher
Nebenwirkungen: gesteigerter Appetit, komische sehr reale Träume
Ich hatte auch immer Angst das ein Medikament nicht hilft und wenn es dann wirklich so war (3 mal bei mir) wurde ich immer verzweifelter und hatte natürlich vorm nächsten Medikamenttest Angst, aber was soll man machen. Man muss halt das richtige für sich finden...die Medikamte welche bei mir versagt haben, helfen anderen wunderbar...
Es war ein steiniger Weg "meine" Medikamente zu finden, jedoch hat es sich gelohnt weiter zu testen...besser als weiter mit der schei. zu leben.
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"Medikamentenranking": Was hilft Euch am Besten?
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Christl2000 Mitglied
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hallo! An und für sich hab ich es zuerst mit allem pflanzlichen Mitteln probiert.. leider waren die Zustände zu heftig.. so wurde mir Cipralex (10mg) verschrieben.. ich hab das Zeug 5 Wochen genommen, und bin dann fast drauf gestorben.. (schweres Serotonin Syndrom entwickelt.. ) ...
habe jetzt Trittico (100mg) (bei euch Tradozon) und komme super damit klar!... lg christl
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#3
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wernereiskalt Gast
AD jahrelang genommen, Erfolg gleich Null. Bei Bedarf Diazepam ( ) und sonst nichts weiter.
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#4
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sonnenblume Gast
Habe Citalopram lange genommen. Hat geholfen aber leider schlechtes EKG bekommen. Nun nur noch bei Bedarf ein Benzo und mehr nicht. Schon lange nicht mehr nehmen müssen *stolzbin*
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#5
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pumuckl Gast
Seit ca. 5 Monaten: Laif 900. Superguter Erfolg. Obwohl es pflanzlich ist. Mehr Antrieb, weniger Ängste, weniger Panikattacken.
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#6
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Sabah Gast
- Venlafaxin, Dosis 150mg, ca. 10 Monate Einnahme erhöhte Reizbarkeit, keinerlei positiver Effekt auf die Psyche, Bluthochdruck und massiv erhöhter Puls im Ruhezustand (eine Nebenwirkung, welche noch sehr lange nach dem Absetzen anhielt!), stark vergrößerte Pupillen
- Mirtazapin, Dosis 15-30mg, knapp 2 Monate Einnahme ebenfalls keinerlei wünschenswerter Effekt auf die Psyche, rasante Gewichtszunahme / "Fressattacken", Mundtrockenheit
- Promethazin, Dosis 100mg, ca. 6 Monate Einnahme hat mich lediglich manchmal ein bisschen "ruhiger gemacht", Depressionen waren noch schlimmer
- Lamotrigin, Dosis 100mg, wenige Monate Einnahme kaum eine positive Wirkung, verschiedene harmlose, aber störende Nebenwirkungen (genau erinnere ich mich nicht mehr daran, ich glaube Zwischenblutungen waren dabei)
- Viloxazin, Dosis 150mg, ca. 2 Monate lang Einnahme (Medikament ist inzwischen vom Markt) keine Wirkung, ständig Druck auf der Blase aber starker Harnverhalt, Verstopfung, Reizbarkeit
- Risperidon 3mg, ca. 4 Monate Einnahme hat mir super geholfen, es ging mir erstmals deutlich besser! Allerdings hat sich leider ein Hormonwert (Prolaktin) bei mir gegenüber dem Normwert mehr als verzehnfacht (!) und mein Doc meinte trotz meiner Bettelei, so könne er mich nicht herum laufen lassen.
- Quetiapin, 200-400mg, ca. 4 Jahre Einnahme hat mich psychisch etwas stabilisiert, keine nennenswerten Nebenwirkungen
- Escitalopram 20-30mg, ca. 3 Jahre Einnahme auch keine besonderen Nebenwirkungen, kam meinen Depressionen und teilweise auch Ängsten relativ entgegen, weniger bodenlose Krisenzustände und weniger schwere Panikattacken, brauchte seither nur noch selten Bedarfsmedikamente
Es gab noch 2-3 weitere versuchte Mittel, aber ich kann mich nicht mehr an sie erinnern. - Bedarfsmedikation war zuerst Medazepam, später Lorazepam, Diazepam.
Zurzeit nehme ich 20mg Escitalopram und habe neulich wieder mit 50mg Quetiapin angefangen. Gut geht's mir nicht, aber mit diesen Medikamenten auf jeden Fall bedeutend besser als früher.
Negative und positive Anmerkungen sollen bitte niemanden beeinflussen, es sind keine Warnungen und keine Empfehlungen, da jeder Mensch ganz individuell auf das Zeug reagieren kann.
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wernereiskalt Gast
Bedarfsmedikation ist bei mir normalerweise wie gesagt Diazepam, bei heftigen Angstzuständen auch Alprazolam ( Tafil ). Wirkt sehr stark angstlösend, auch leicht stimmungsaufhellend, dadurch aber auch recht hohes Suchtpotential. Also erst nachdenken, dann nehmen.
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#8
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pumuckl Gast
Sabah: darf man fragen gegen welche Beschwerden du das alles genommen hast? Angst- und Panikattacken oder Depressionen?
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#9
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Sabah Gast
@Pumuckl, die ersten Medikamente (also alle vor Quetiapin und Escitalopram genannten) waren sozusagen alles bloß fehlgeschlagene Versuche. Gegen akute Ängste etc. musste eigentlich immer nur die Bedarfsmedikation herhalten. Erst seitdem ich das zum Quetiapin das Escitalopram bekommen habe, ist es hinsichtlich der Panikattacken ein bisschen besser geworden, sie sind nicht mehr ganz so stark (früher hatte ich teilweise richtige Totalausfälle, das kommt jetzt Gott sei Dank kaum noch vor). Und - ja, natürlich beinhaltete das ganze auch die Behandlung von schweren Depressionen sowie Kontrollverlusten (besonders direkt nach sozial begründeten Panikzuständen).
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#10
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Mariex Mitglied
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Fluanxol: Nur 3 Tage genommen, da ich auf der Arbeit im Stehen eingeschlafen bin und total geschwächt war.
Cymbalta: 2 Montate genommen. Keinerlei Angstwirkung, nur extreme Nebenwirkungen wie körperliches Kaputtsein, Körperschmerzen
Tavor: Hervorragende Wirkung. Nur leider 7 Monate genommen. Wirkung lässt schnell nach. Habe die Dosis von 1 mg nie gesteigert. Absetzen ist sehr unangenehm. Entzugserscheinungen und vermehrte Angst.
Letzter Versuch mit Lyrica. Wirkung trat nach der ersten Einnahme auf. Hilft gut gegen die Angst. Ich nehme 3x täglich 50 mg. Spüre aber sofort, wenn die Wirkung nach ein paar Stunden nachlässt. Nebenwirkungen: 5 Kilo Gewichtszunahme, Blähbauch, teils Matschbirne, zieht etwas körperlich runter aber ich kann trotzdem arbeiten gehen.
Lyrica ist für mich eine wichtige Hilfe. Endlich etwas das wirkt.
Ich starte in Kürze eine Psychotherapie.
Außerdem nehme ich noch 30 mg Citalopram ein. Seit Oktober 2012. Leider keine angstlösende Wirkung.
Zusätzlich nehme ich noch 50 mg Atosol ein. Atosil wirkt innerhalb einer halben Stunde. Bei akuter Paniattacke nehme ich mir noch mal eine 25er.
Wie ihr vielleicht bemerkt habt, bin ich eine wandelnde Apotheke.
Ich hoffe ich kriege die gen. Angststörung jetzt mit der Therapie weg.
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tanja79 Mitglied
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Hi,
Ich habe ca. 3 Jahre Imipramin- Neuraxpharm genommen. Ich hatte keinerlei Probleme damit. Depressionen und Panikattacken sind verschwunden. Nach 3 Jahren fast keine Wirkung mehr, deswegen erfolgte Umstellung auf
Paroxat (Paroxetin) Auch dieses Medikament hat bei mir super gewirkt!
Anfangs musste ich aber auch erst ein bißchen rumprobieren bis ich das für mich richtige Medikament gefunden hatte. Die ersten vier Antidepressiva die ich verschrieben bekam wirkten entweder nicht oder der ich bekam davon Nebenwirkungen. Leider weiß ich die Namen nicht mehr.
Bedarfsmedikation ist bei mir Alprazolan 0,25 mg. Wirkt sehr gut, aber macht mich ziehmlich müde.