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Hallo,

ich leide seit gerumter Zeit an einer Angststörung verbunden mit Schlafstörungen. Da Mirtazapin nicht sooo gut gegen Angst hilft und ich zudem eine geringe Dosierung eines Antiepileptikums, da ADs ja die Krampfschwelle senken können, habe ich meinen Neurolgen jetzt auf Lyrica angesprochen, das antiepiletpisch wirkt und angstlösend und da ich überwiegend sehr positive Dinge über das Medikament ghehört habe.

Nun habe ich meinen Neurologen darauf angesprochen und bisher war es für ihn nie ein Problem bzgl. der Medikation etwas zu ändern.

Allerdings meinte er diesmal, ich sollte es noch weiter mit Mirtazapin versuchen und die Dosis gegebenfalls von 30 mg noch etwas erhöhen.

Mein Freund, der beim selben Neurologen ist, sprach ihn nochmal darauf an, worauf mein Neurologe meinte, dass Lyrica eben recht teuer ist.

Daher an alle, die Lyrica nehmen und gesetzlich versichert sind: Hattet ihr Probleme, Lyrica zu bekommen? Habe ehrlich gesagt Angst, dass es mir kein Neurologe wegen dem Preis verschreiben will.

Vielen Dank!

21.02.2013 14:06 • 10.03.2013 #1


11 Antworten ↓


hallo elena, ich hab zwei Jahre Lyrica genommen, wurde mir in meiner stationären Therapie verschrieben und es hat sehr gut gewirkt!

22.02.2013 22:36 • #2



Lyrica - Verschreiben es eure Neurologen ungerne?

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als ich bei meinem neurologen damals war bekam ich auch gleich lyrica verschrieben. ich nahm das zeugs aber nicht.
wenn du angststörungen hast würde ich an deiner stelle einen guten verhaltenstherapeuten aufsuchen. mir hat es geholfen, meine angst loszuwerden. die schlafstörungen sind dann auch ausgeblieben.
medikamente unterdrücken deine angst, nehmen sie dir aber nicht!

23.02.2013 07:42 • #3


hallo zusammen,
elena, entschuldige bitte, dass ich deinen Beitrag nutze, um vorab meinen alten Kumpel Bawü zu
grüßen, von dem ich ewig nix gehört habe.
Um auf deine Frage zu kommen. Meine Frau hatte Lyrica eine ganze Weile wegen ihrer krampfenden
Beine bekommen, die Anfangsmedikation erfolgte im Krankenhaus, war kein Problem. Allerdings
fielen ihr als Nebenwirkung gewaltig die Haare aus, was bei ihrer dichten Mähne glücklicherweise
nicht so sehr auffiel. Sie hat die Dinger dann lieber abgesetzt.

23.02.2013 08:14 • #4


Britschi
Hallo Elena,
über meine Erfahrungen mit Lyrica habe ich Dir ja schon erzählt. Es ist tatsächlich recht teuer. Ich bekomme das Medi regelmäßig von meiner Hausärztin verschrieben, nachdem ich stationär darauf eingestellt und die weitere Einnahme empfohlen wurde. Sie hat anfangs auch ein bisschen gemeckert wegen des Preises, aber dann war es kein Problem mehr. Die gesetzlichen Krankenkassen müssen das zahlen und tun es wohl auch. Dein Arzt hat wohl Angst, dass er diese Verschreibung begründen muss bzw. letztlich vor einem Regress. Du hast aber ein Recht auf eine angemessene Medikation Deiner Erkrankung, auch wenn es das teure Lyrica ist.
Alles Gute und liebe Grüße,
Britschi

23.02.2013 12:17 • #5


Das liegt sicher an dem Budget, das Ärzte haben. Daher verschreiben sie lieber günstigere Sachen.

23.02.2013 18:55 • #6


Hallo,

erstmal vielen Dank für Eure Antworten. Eine Therapie mache ich auch, natürlich sollte man beides in Kombination machen.
Vielen Dank für Eure Erfahrungswerte.

23.02.2013 23:36 • #7


Hallo Elena,

ich war vor ca. zwei Jahren bei einem Neuro, der verschrieb mir sofort Lyrica und Mirtazapin - Mirtazapin zum Schlafanstoss. Ich sollte nach seiner Anordnung beides ruhig immer höher dosieren, bis ich eben zur Ruhe komme und schlafen kann. Das Theater mit Mirtazapin - damals noch Remergil - hatte ich ja bereits durch. Also gut, wollte ja nicht erneut als "unkooperativ" abgestempelt werden, war dann nachts auf ner halben Packung Lyrica, dosierte, so wie er meinte, Mirtazapin so hoch, nahm zum Schlafanstoss dann zur Nacht über zehn von diesen Dingern. Die Quittung war, wie sollte es auch anders sein, nichts von wegen Ruhe und Schlaf, sondern eine übelste Wahnvorstellung. So viel mal zu AD's.

Ich weiß, dass bei vielen Lyrica hilreich ist. War nur damals selbst in dieser Höchstdosierung, womit du eine ganze Station schlafen gelegt hättest, nur bei mir zeigte beides keine Wirkung, statt dessen allerdings Nebenwirkungen. Habe dann deshalb alles abgesetzt. Stehe nicht auf "Hallus" - dachte mal nachts einige Stunden lang, mein einer Hund würde bellen, er lag im Bett neben mir. Ich störte ihn dann immer, bis ich dann erst mal peilte, dass der, weil er damals noch Welpe war, noch gar nicht kläffen konnte und ganz ruhig schlief. Also dieses Zeugs, für mich nicht der Burner. Da waren einige solcher Erlebnisse, und wenn du in der Altstadt unterwegs bist und denkst dann, irgend ein Typ von einem Werbeplakat würde dir hinterherjagen... also gut, wer auf so was abfährt, kann sich Mirtas & Co. werfen, aber definitiv nicht mein Ding. Zudem lösen AD's gerne Suizidgedanken aus, auch nicht gut, v.a. wenn diese sowieso öfter präsent sind. Dann geh mal zum Doc, wie im Beipackzettel gebeten, sage ihm, dass du diese Gedanken hast, dann machst du die Schleife über die Klappse. Ich frage mich nur immer wieder, worin hierbei Sinn und Zweck sein sollen.

Keine Ahnung warum, aber hier bekomme ich tonnenweise Neuroleptika, Antidepressiva, Zyprexa usw. und eben auch Lyrica verschrieben. Ob dieses, auch wegen dem Preis, nun in den Bundesländern oder hinsichtlich Krankenkassen unterschiedlich geregelt ist, weiß ich nicht.

Hoffe, dass du es bekommst und dass es dir hilft. Oder dass du eben anderweitig zur Ruhe kommst. Auch therapiemäßig.

06.03.2013 12:43 • #8


Also, nachdem ich jetzt vier Wochen lang ziemlich wieder ziemlich starke PA's hatte und es mir langsam alles wieder eingestehe hat mir meine Psychiaterin auch wieder Lyrica 75mg verschrieben, erstmal nur eine Morgens, nach ein paar tagen wenn ich auf das medikament gut klar komme soll ich abends noch eine nehmen. Da ich generell mega angespannt war und zusätzlich zur Angst und Panik noch zur Depersonalisation neige finde ich es auch sinnvoll. Zusätzlich werde ich mich natürlich wieder um einen Therapeuten bemühen um der Sache auf den Grund zu gehen und es wieder in den Griff zu bekommen.

An Supergau: wieviele von den Tabletten hast du denn bitte genommen? es klingt so als hättest du das Zeug löffelweise in dich rein gefressen? Vllt. wars einfach viel zu hoch dosiert!? ich habe mit dem Medikament sehr gute Erfahrungen gemacht...

08.03.2013 16:28 • #9


Ich habe auch Lyrica hier, aber traue mich nicht mal daran, einen Tropfen pro Tag zum Einschleichen zu nehmen (reagiere sehr intensiv auf Medis, daher diese "Minidosis-Lösung"). Ein vorab genutztes Neuroleptikum wirkte in niedriger Dosis 6 Monate wahre Wunder, dann kamen aber Krämpfe und Muskelstarre. Lyrica soll ja ÄHNLICH wie ein Neuroleptikum wirken aber ohne die extremen Nebenwirkungen...

09.03.2013 18:46 • x 2 #10


also ich habe es in Tablettenform, die ersten Tage 75mg Morgens, ab heute auch nochmal abends. Ich hatte es ja schon 2 Jahre lang und hatte gar keine Probleme...

Ich kann ja berichten wie es mir ergeht

09.03.2013 18:57 • #11


Britschi
Hallo William,
es würde mich sehr interessieren, wie es Dir mit Lyrica ergeht und warum Du es nimmst. Ich nehme das Medikament seit April letzten Jahres, 2 x 75 mg, und vertrage es sehr gut. Bei mir hat es den Blutdruck deutlich gesenkt, so dass ich gerade dabei bin, die jahrelang eingenommenen Betablocker (Blutdrucksenker, weil bis dahin immer schneller Puls und erhöhter Blutdruck) auszuschleichen. Der Kardiologe meint, dass ich gar keinen echten Bluthochdruck habe, sondern dass die Angsterkrankung diese erhöhten Werte verursacht. Das wäre dann doch mal eine positive Nebenwirkung, oder?
Eine schöne Woche Dir und allen Forummitgliedern!

10.03.2013 23:29 • #12



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Dr. med. Andreas Schöpf